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Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor !

Erstellt von Thai-Robert, 30.05.2006, 11:30 Uhr · 181 Antworten · 7.015 Aufrufe

  1. #101
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Netandy,

    natürlich ist das sittenwiedrig.

    Zu dem "Geldverschenken" wird man nur genötigt, weil sonst die thailändische Ehefrau das Grundstück nicht erwerben könnte. Freiwillig ist das nicht. Es wird mal so ganz einfach aus der zu verteilenden Masse einer Zugewinngemeinschaft bei einer Ehescheidung herausgenommen.

    Noch krasser wird das Ganze, wenn das Geld des Farang für das Grundstück aus einem Zeitpunkt VOR der Ehe kommt, ihm dann (auch nach thailändischem Recht) auch bei Scheidung, ihm alleine gehört und nicht geteilt werden müßte. (Nicht mit dem entstanden Mehrwert verwechseln, der natürlich wieder zu teilen wäre)

    Das alles ist doch für den thailändischen Staat ganz einfach zu regeln:
    Farang heiratet Thai. Thai kauft Grundstück für Hausbau. Farang darf Land nicht besitzen. Farang und Thai lassen sich scheiden. Das Grundstück kann (bei Zugewinngemeinschaft) im Eigentum nicht geteilt werden, weil Farang kein Grundstück besitzen darf.

    Deshalb MUSS das Grundstück (mit oder ohne Haus) verkauft werden (der thail. Gesetzgeber sagt, zu einem "angemessenen" Preis, min. der Hälfte des Kaufpreises) und der Erlös wird hälftig aufgeteilt.

    Also geht doch, man muß es nur wollen.
    Bei meiner Scheidung 2003 in Thailand ist es genau so gelaufen. Da war vorher bei Landkauf auch so ein Schrieb unterschrieben worden.

    Natürlich hätte man den Farang gerne über den Tisch gezogen.

    Gruß
    Monta

  2.  
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  3. #102
    Avatar von Netandy

    Registriert seit
    26.11.2004
    Beiträge
    192

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Monta

    Und genau aus so einer komplexen Situation wie du sie schilderst gab es für die thailändischen Gerichte unglaublich "verzwickte" Rechtsfälle die mal so, mal so ausgingen.

    Natürlich fällt vorher besessenes Geld nicht in die Zugewinngemeischaft. Jetzt wurde aber damals mit diesem Geld ein Grundstück gekauft. Und das kam natürlich sehr häufig bei Thai / Farang Ehen vor, und damit fing die Problematik natürlich an:

    Das Grundstück wurde nämlich damals auch schon, "formaljuristisch" auf die Frau eingetragen (da auch Auländer schon damals kein Land besitzen konnten). Wie soll es aber im Scheidungsfall nun ein Gericht bewerten?

    1. Als alleiniger Besitz der Frau (den nur der Grundstückseintrag zählt?

    oder

    2. Als alleiniger Besitz des Mannes (Ausländer), da es ja mit Geld vor der Ehe bezahlt wurde, und es deshalb nicht als Zugewinn in die eheliche Gemeinschaft gesehen werden kann?

    oder

    3. Als gemeinsamer Besitz, indem der Ausländer ja privates Geld in die eheliche Gemeinschaft einbrachte, womit ein gemeinsames Grundstück gekauft wurde das beiden gehört?

    Ganz schön schwierig oder....? :-)

    In deinem Fall hat sich das Gericht für Variante 3 entschieden, was mehr als gerecht war. Der "Schrieb" den du damals unterschrieben hast, war aber keine "Zugewinnverzichtserklärung bei Grundstücken" nach heutiger verbindlicher Machart (gibt es erst seit Mitte 2005), sondern sicher nur die "Versicherung das die Frau das Grundstück von eigenem Geld erwarb".

    Das wurde aber bei Verteilungsfragen bei Scheidung wohl nicht so stark gewertet, sondern nur als Rechtslegimitation der Behörde beim damaligen Grundstückseintrag. Aber es hätte auch ganz anderst ausgehen können!

    Vor allem versuche dich einmal in die Frau "hineinzudenken". Sie hat ein auf ihren Namen allein eingetragenes Grundstück, und muss es bei der Scheidung trotzdem teilen.....very bad!

    Von "Rechtssicherheit" mittels eines Dokuments (in diesem Fall dem Grundstückseintrag) konnte man für sie da wirklich nicht sprechen. Das entsprach auch nicht mehr internationalen Standards. Deshalb gibt es heute die glasklare und gerechte Regelung, indem der Ausländer in einer Ehe (Zugewinngemeinschaft), grundsätzlich jeweils einen "Verzicht" beim Grundstückseigentum (Land) seiner Frau eingehen muss. Sie kann sonst nicht rechtmässige (eingetragene) Eigentümerin werden.

    Dies auch natürlich wenn sie ein Grundstück von "Dritter" Seite (z.B. den Eltern) erwirbt, oder geschenkt bekommt oder es eben erbt. In diesem Fall kann der Ausländer sogar zur "Zwangsverzichtsabgabe" vorgeführt werden, sollte er damit nicht einverstanden sein. Was natürlich praktisch nicht vorkommt. :-)

    Nach heutigen Gesetzen kann natürlich auch eine verheiratete thailändische Frau Land erwerben. Hierbei spielt es keine Rolle ob es sich dabei um einen Farang oder Thai als Ehepartner handelt. Es herscht nämlich schon eine Weile "Gleichstellung" in Thailand. :-)

    Nur eben bei Farang-Ehemann das er (einziger kleiner Unterschied) dann die Verzichtserklärung "zur Herauslösung aus der ehelichen Gemeinschaft" abgeben muss. Zudem muss es natürlich ihr eigenes Geld zum Landkauf sein. Bei Geld aus der ehelichen Gemeinschaft entscheiden beide gemeinsam über die Anschaffung, so wie es auch in den Gesetzen der USA und Deutschlands geregelt ist (kein grosser Unterschied zu Thailand).

    Ich sage es immer wieder, Thailand ist keine Bananenrepublik, man ist von juristischr Seite stets um "Rechtssicherheit" bemüht und versucht Nachteile seiner Bürger wenn es geht zu vermeiden.


    Gruss an alle von

    Netandy

  4. #103
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Netandy,

    das überzeugt mich aber jetzt keinesfalls von der Sittenwiedrigkeit aus meiner Sicht.

    Die thailändische Ehefrau hatte immer eine "Rechtssicherheit" über den Besitz des Grundstückes.

    Auch im Falle einer Scheidung und Aufteilung des gemeinsamen Hab und Gutes kann sie das Grundstück (mit oder ohne Aufbau) ja behalten. Nur den hälftigen Wertanteil muß sie eben dem Farang-Ehemann auszahlen. Wenn sie das Geld hat, ist es ja kein Problem (auch wenn ihr das sicher nicht passt). Und wenn sie nicht genug Bares hat, muß sie eben das Grundstück, oder Anwesen, verkaufen (an einen thailändischen Staatsbürger natürlich)und der Erlös wird geteilt.

    Die Rechtssicherheit über einen Besitz und der Anspruch beider Ehepartner in einer Zugewinngemeinschaft bei einer Scheidung, sind zwei völlig verschiedene Angelegenheiten. Beide sind in der Durchführung möglich, ohne durch die Hintertür dem Farang ein Besitzrecht einzuräumen.

    So, wie ich es verstanden habe, ist die Intention der gesetzlichen Regelung, einen Ausverkauf an Grund und Boden an Ausländer zu verhindern und nicht die einseitig "schützenswerte" Rechtssicherheit der Mia Thai.

    Also, bin noch nicht überzeugt, daß es auch nicht anders gehen kann und bleibe vorerst bei der "Sittenwiedrigkeit".

    Gruß
    Monta

  5. #104
    woody
    Avatar von woody

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Zitat Zitat von Monta",p="352092
    ........Also, bin noch nicht überzeugt, daß es auch nicht anders gehen kann und bleibe vorerst bei der "Sittenwiedrigkeit".....
    @Monta, du immer mit deinen Fakten . So lässt sich kein Promotion machen, lass doch den netten Netandy jetzt mal in Ruhe.

  6. #105
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @woody schreibt:
    "@Monta, du immer mit deinen Fakten . So lässt sich kein Promotion machen, lass doch den netten Netandy jetzt mal in Ruhe."

    Ja, sorry, hab' ich vergessen, die Promotion.
    Ach so, hab' ich auch vergessen, wofür eigentlich?

    Gruß
    Monta

  7. #106
    woody
    Avatar von woody

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Zitat Zitat von Monta",p="352145
    .......Ja, sorry, hab' ich vergessen, die Promotion.
    Ach so, hab' ich auch vergessen, wofür eigentlich?

    Gruß
    Monta
    Für die Region Pattaya-Sattahip natürlich, von der alle 'Lao-Isaan-Verbandelten' heimlich träumen.

  8. #107
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor


    Für die Region Pattaya-Sattahip natürlich, von der alle ´Lao-Isaan-Verbandelten´ heimlich träumen.
    Das ist ja wohl die Übertreibung des Tages,
    abgesehen davon, hast du schon mal [highlight=yellow:c3c92a97f4]unheimlich [/highlight:c3c92a97f4] geträumt?
    Günny

  9. #108
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Zitat Zitat von woody",p="352153
    Für die Region Pattaya-Sattahip natürlich, von der alle 'Lao-Isaan-Verbandelten' heimlich träumen.
    Ich bin mit gebuertig Lao-Isaan verbandelt und traeume manchmal auch, aber eher nicht heimlich sondern manchmal unheimlich - Sachen, aber Pattaya-Sattahip war bis dato noch nicht dabei. Vielleicht aber auch alters-, bauchumfang- oder was immer bedingt, kann also durchaus noch kommen ;-D

    Manchmal schlaf ich aber auch wie ein Stein und Steine traeumen wohl generell nicht. Oder aber ich bin wach und aeuge dann heimlich zur lao-isaanischen Seite rueber. Ist sie wach? Grosser Zeh des rechten Fusses wandert heimlich (da noch kein offizielles Visum) ueber die Grenze. Anstupsen - kritischer Moment. Bingo - Visumserteilung! Heimlichkeit vorbei und Teufel, wen interessiert jetzt Pattaya-Sattahip?

    Viele Gruesse,
    Richard

  10. #109
    Avatar von Mr_Luk

    Registriert seit
    17.02.2005
    Beiträge
    3.114

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    Um nochmal zur Rechtslage der "Blaudächer" zurück zu kommen. Es gibt meines Wissens kein einziges Land, das bewusst Scheidungsgesetze oder aber Erbrechte verabschieden würde, die sich ohne weiteres zum Nachteil der Landesbürger und zum Vorteil der ausländischen Ehepartners auslegen lassen würden.

    Irgendwo ist es verständlich dass der "Betroffene" stets zu seinen Gunsten plädiert und argumentiert, - aber in diesem Fall zu hoffen, bzw. "ethisch" in die eigene Tasche (des Ausländers) zu arguentieren, ist nach wie vor vergebliche Liebesmüh'.

  11. #110
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Ministerium geht gegen Ausländische Grundeigentümer vor

    @Mr_Luk schreibt:
    "Es gibt meines Wissens kein einziges Land, das bewusst Scheidungsgesetze oder aber Erbrechte verabschieden würde, die sich ohne weiteres zum Nachteil der Landesbürger und zum Vorteil der ausländischen Ehepartners auslegen lassen würden."

    Wenn es denn so wäre (was ich aber nicht annehme) dann sollte man die Angelegenheit aber auch beim Namen nennen können. Und der heißt bei mir "sittenwidrig".

    Mir fällt ein Beispiel für Deutschland ein. Thema Ehevertrag. Die meisten davon wurden vor nicht allzu langer Zeit für ungültig erklärt, eben aus Sittenwidrigkeiten heraus. Um bei der Verbindung zu bleiben, Nutznießer waren in aller Regel thailändische Frauen, verheiratet mit dem Farang. Einseitigkeiten durch Ausnuzung eines Machtpotentials wurden nicht mehr zugelassen, auch (oder gerade) wenn die neue Regelung einen ausländischen Mitbürger bevorteilt, oder besser, nicht mehr über Gebühr benachteiligt.

    Also, es geht auch anders. Was da in Thailand abläuft, ist unverbrähmte Abzockerei, die sich noch nicht einmal Mühe gibt, sich zu verstecken, purer Egoismus. Schönrederei und Erklärungsversuche, warum das so sein MUSS, ändern auch nichts daran. Es zeigt nur, mit wieviel Blödheit der Farang sich vorführen läßt und durch sein Verhalten gerade solche Abzockermenthalitäten möglich macht.

    Unter solchen Umständen heißt es dann für mich, in Thailand, mit dem von mir erarbeiteten Geld zu bauen: Niemals (mehr).

    Gruß
    Monta

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