Ergebnis 1 bis 10 von 10

Mekong-Delta: Staudämme gefährden Riesenfische

Erstellt von Bajok Tower, 28.07.2010, 19:28 Uhr · 9 Antworten · 8.980 Aufrufe

  1. #1
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower

    Mekong-Delta: Staudämme gefährden Riesenfische

    Vier der weltgrößten Süßwasserfische leben im Mekong. Dort sollen nun gleich mehrere gigantische Dämme gebaut werden. Für die seltenen Tiere könnte dies das Aus bedeuten:

    Mekong-Delta: Staudämme gefährden Riesenfische - Natur - FOCUS Online

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    So sieht z.B. ein siamesischer Riesenkarpfen aus:



    Insgesamt sind 11 Dämme geplant: in Laos, Thailand, Kambodscha und China.

  4. #3
    Avatar von Silom

    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    4.776
    Es sollte erwähnt werden, dass China bereits mehrere Staudämme am Mekong in Betrieb nahmen und dadurch den Wasserstand negativ beeinflussten.

  5. #4
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Weitere Fotos von Mekong-Fischen:






  6. #5
    Avatar von ayap

    Registriert seit
    07.08.2008
    Beiträge
    242
    Es geht doch nicht nur um diese Fische oder die Fischer im Mekong-Delta.
    Wie in der Sendung dargestellt wurde, geht es letztendlich um die Existenz von 100.000den von Familien in Laos, Thailand, Kambotscha und Vietnam.
    Die Dämme werden ja nicht nur die Wanderungen der Fische zu deren Laichplätzen verhindern und somit den gesamten Fischbestand gefährden, d.h. die Existenz der Fischer.
    Auch der Grundwasserspiegel wird sinken, also die gesamte Landwirtschaft beeinträchtigt - das vernichtet nicht nur die Existenz der (Reis-)Bauern, sondern die Preise für Reis werden überproportional in die Höhe gehen, und das geht dann den Ärmsten an den Kragen.
    Außerdem dient die Schifffahrt auf dem Mekong als wichtiges Transportmittel ...
    Die Folgen der Staudammprojekte ist kaum absehbar

  7. #6
    Avatar von Silom

    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    4.776
    Im Bezug auf dieses Problem ist es ratsam den 3. Teil von Lebensader Mekong auf 3 Sat zu betrachten. (Sa. 14.08. 18.30 Uhr).
    Heute 14.30 Uhr wird der 1. Teil wiederholt, der 2. Teil wird am 07.08. 18.30 Uhr ausgestrahlt.

  8. #7
    Avatar von ayap

    Registriert seit
    07.08.2008
    Beiträge
    242
    Zitat Zitat von Silom Beitrag anzeigen
    Im Bezug auf dieses Problem ist es ratsam den 3. Teil von Lebensader Mekong auf 3 Sat zu betrachten. (Sa. 14.08. 18.30 Uhr).
    Heute 14.30 Uhr wird der 1. Teil wiederholt, der 2. Teil wird am 07.08. 18.30 Uhr ausgestrahlt.
    Genau DIE Sendung mein ich

  9. #8
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Magie auf dem Mekong

    Meilen & Mehr - Magie auf dem Mekong - Reise - Hamburger Abendblatt

    Der Mekong ist ein asiatischer Strom voller Zauber. Legenden und poetische Namen tragen zu seiner Verklärung bei. In Laos und Thailand nennen sie ihn die "Mutter aller Flüsse", in Vietnam verzweigt er sich zum "Fluss der neun Drachen". Und manchmal sorgen sogar Menschen, die von weither gekommen und auf diesem Strom nur unterwegs sind, für neue Wunder. Zum Beispiel Ben, ein australischer Rucksacktourist, den wir in Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha, getroffen haben.

    Wir hatten dort lange auf ein Boot gewartet, das uns nach Vietnam bringen sollte. Vier Stunden später als geplant, tuckerte es endlich los - um bald darauf, mitten im Strom und bei anbrechender Dunkelheit, mit Motorschaden vor sich hin zu dümpeln. Damit begann Bens erster großer Auftritt. Der Student aus Sydney hatte uns zwar schon am Nachmittag die Wartezeit mit allerlei Kartentricks verkürzt. Jetzt aber zauberte er Tücher und Geldstücke aus seinen Taschen, ließ sie verschwinden und zog sie plötzlich den Mitreisenden aus dem Handgepäck. Niemandem fiel es ein, über unsere Lage zu schimpfen, Ben hielt alle bei Laune.

    Ihren Höhepunkt erreichte die Show, als wir uns endlich mit einem Ersatzboot in tiefer Tropennacht der Grenze näherten. Die Beamten auf beiden Seiten, die wir mit einer Art Delegation aufsuchten, spielten Karten, waren schwer betrunken und zeigten keine Lust, nach den für uns so wichtigen Stempelkissen zu suchen. Ein bisschen Hokuspokus, der Lage präzise angemessen, brachte den Durchbruch: Ben zauberte erst eine Magnumflasche Reiswein, dann mehrere Päckchen Zigaretten aus seiner Tasche, spie und schluckte Feuer und zog schließlich auch noch diverse Asse aus den Ärmeln der Uniformierten.

    Die Grenzer wurden vor lauter Ehrfurcht nüchtern, erst die Kambodschaner, dann, hundert Meter weiter, ihre vietnamesischen Kollegen. Und auf einmal, keiner konnte hinterher sagen, wie es eigentlich geschehen war, hatten wir alle amtlichen Siegel in unseren Pässen, ohne die wir später nicht mehr aus Vietnam herausgekommen wären.

  10. #9
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Der größte Süßwasser-Fisch ist der Mekong-Riesenwels. Ein in Thailand gefangenes Exemplar war angeblich drei Meter lang und brachte stolze 242 Kilogramm auf die Waage:

    Rekorde: Die größten Tiere - Bilder - Wissenschaft - FOCUS Online


  11. #10
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    greenpeace magazin: Einzelansicht[tt_news]=88587&tx_ttnews[backPid]=23&cHash=dd93da4be4

    Widerstand gegen Mega-Staudämme

    Die Umweltschutzorganisation WWF fordert ein zehnjähriges Moratorium für geplante Mega-Staudämme auf dem Hauptarm des Mekongs und zeigt sich zugleich über die Absicht der laotischen Regierung, den Bau des Sayabouly Staudamms zügig voranzutreiben, schockiert. "Sollte der Sayabouly-Damm nach den derzeitigen Plänen gebaut werden, würde das die Ernährung von 60 Millionen Menschen in Gefahr bringen", erklärte WWF-Experte Martin Geiger. Ganze Fischpopulationen drohten aufgrund der Verbauung ihrer natürlichen Wanderwege zusammenzubrechen, auch die seltenen Giganten des Mekongs, wie etwa die 350 Kilogramm schweren Mekong-Riesenwelse, seien in Gefahr. Zugleich könnte der Damm die Nährstoffanreicherung im fruchtbaren Mekong-Delta, der Korn- und Reiskammer Vietnams, erheblich beeinträchtigen.

    "Es ist ein Hohn, dass die Vereinten Nationen über das Erreichen der Millenniumsziele debattieren, während die Ernährungssituation in Südostasien durch die Planung und den Bau solcher Mega-Staudämme unnötig verschärft wird", sagte Geiger. "Sollten Laos und Kambodscha die geplanten Staudammprojekte tatsächlich umsetzen, treiben sie große Teile ihrer eigenen Bevölkerung in die Armut. Als Konsequenz daraus, sollte Deutschland dann die Entwicklungshilfe aussetzen, solange die Auswirkungen nicht sauber erfasst und sinnvolle Alternativen entwickelt sind." Insgesamt sind nach WWF-Angaben elf Damm-Projekte auf dem Hauptarm des Mekongs geplant.

    Am Bau des Sayabouly-Damms in Laos sind die thailändische Firma Karnchang Public und das Schweizer Unternehmen Colenco beteiligt. Der WWF habe mit allen Beteiligten das Gespräch gesucht, um über mögliche Alternativen zu diskutieren. Bisher ohne Erfolg. "Es gibt durchaus vernünftige Projekte und Ansätze, um Wasserkraft am Mekong nachhaltig zu betreibe", erklärt Martin Geiger. So könne man in den zahlreichen Nebenarmen Turbinen alleine durch die Strömung antreiben lassen oder an bereits teilweise ausgebauten Zuflüssen noch weitere Wasserkraftwerke bauen. So könne der enorme Energiebedarf Thailands und Vietnams, aber auch die dezentrale Energieversorgung für Laos nachhaltig und umweltschonend gedeckt werden. Der WWF hatte erst vor wenigen Tagen zusammen mit anderen Umweltorganisationen und Investoren zu einem Kongress über die Risiken von Staudämmen nach Bangkok eingeladen.

    Hintergrund: Der Mekong

    Der Mekong ist mit etwa 4.500 Kilometern Länge der zehntgrößte Fluss der Welt. Sein Weg führt ihn vom tibetischen Hochland bis zur Mündung ins Südchinesische Meer durch China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam. Die Artenvielfalt des Mekong ist fast so gewaltig wie die des Amazonas. Besonders wichtig für die etwa 60 Millionen Menschen der Region ist der Fischreichtum des Flusses, denn er stellt ihre Haupteiweißquelle dar. Die lokale Fischerei am Mekong hat einen wirtschaftlichen Wert von rund sieben Milliarden US-Dollar pro Jahr und kommt vor allem der einheimischen Bevölkerung zugute.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 21.01.12, 15:30
  2. mekong
    Von petron im Forum Talat-Thai
    Antworten: 50
    Letzter Beitrag: 27.10.11, 10:23
  3. Mekong trocknet aus
    Von Paddy im Forum Thailand News
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 15.04.07, 09:34
  4. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 14.10.06, 19:37
  5. Mekong Flut
    Von pfal1231 im Forum Thailand News
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 27.08.02, 15:03