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Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

Erstellt von Pustebacke, 28.04.2004, 06:46 Uhr · 141 Antworten · 7.206 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von Micha-Dom

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    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    wir hier in Europa? nicht viel. Wir sind zu human und zu tolerant, da ist die Schwäche. Außerdem sind wir Ungläubige mit zu viele Zungen und Versprechungen. In den Nahosten wäre es ruhiger wenn endlich das Palästina Problem als Ansatz gelöst wäre.

    Land besiegen. Nein. Wie es im Irak abläuft funzt es nicht. Es hat noch mehr Radikale erzeugt. Afghanistan ? Ein bisschen, da waren der Druck und das Leid durch Al Kaida zu groß.
    Da hat Schröder und Fischer Weitsicht im Feldzug Irak bewiesen oder ein blindes Huhn findet auch ein Korn. Unter Stoiber und Merkel wären die Zinksärge im Dauereinsatz.

    Mit Kopftuchverbot und Co sind die Mitteln der alten Denkweise. Es verstärkt durch die Leiden der Gläubigen die eigene Überzeugung. Die Radikalen haben eine religiöse Gehirnwäsche sich ausgesponnen und diese greift durch eine Überzeugung aus dem Inneren. Sterbe ich im Dienst Allah, bin ich ein Heiliger. Wir lächeln über das versprochene Paradies mit den vielen Jungfrauen, nur diese Leute klammern sich daran. Vielleicht ist es das Einzige was diese noch zu klammern glauben.
    Was diese Menschen brauchen ist eine Perspektive im persönlichen Umfeld. Ihre Führer sind geblendet durch ihre eigenen Machtgelüste und spielen den Erlöser.

    Glaubensfreiheit für Alle, jedoch nicht für Leute, die Intoleranz auf den Fahnen geschrieben haben. Ah ja, das wäre Ausgrenzung, löst nicht das Problem. Also muss man sich auf die Mitstreiter konzentrieren und das in Zeiten knapper Kassen.

    Ich bin der Meinung, durch Globalisierung der Firmen hat sich dieser Radikalismus als Form des Protestes und durch religiösen Fundalismus zu einem gefährlichen Mix gebildet.
    Den Leuten wird die gezielte Ausbeutung ihrer Ressourcen und des Landes bewusst.
    Das Ändern der alten Werte ängstet ihnen.
    Die Drohung den Arbeitsplatz ins andere Land zu verlagern verunsichert einen, also arbeitet man ohne Rechte wie im vergangenen Jahrtausend.
    Der Umgang, das Miteinander der Menschen durch verschiedene Religionen im TV schmerzt einen und
    zuletzt, die Fragen des täglichen (Über)Leben haben sich geändert, die Verwestlichung.

    Am Antworten zu finden als Arbeitloser und hungernder Mensch ist man offen für radikale Lösungen. Der Gegensatz, ein allzu reicher Sohn eines Muslims ist Leben zu öde und ohne Sinn, findet durch Radikale seinen Lebenssinn. Dann alles noch im Namen Allahs und Mohammed sein Prophet. Dieser war ja auch im Kampf mit Ungläubigen. Und am Schluss wird dann ein Allheilmittel angeboten, das althergebrachte Fundmentale im neuen Gewand. Das „Opium“ für das Volk.

    Eins wäre sicher zu erkennen, zufriedene Menschen haben nicht das Bedürfniss alles mit Gewalt zu lösen oder Machtbesessene nach zu rennen. Es gibt immer mehr Verlierer auf der Erde und Wenige haben immer mehr. Die Mitte zwischen beiden wird immer schmaler. Es wird zuviel versprochen und entspricht am Schluss keinesfalls des Reelen. Langsam baut sich Frust und Zorn auf und irgendwie muss der innere Druck sich lösen. Durch eine Aufgabestellung bei Al Kaida sieht man ein Ventil und man kann was unternehmen gegen den Frust. So hat das Leben einen Sinn! (war ironisch - grotesk zu verstehen)

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Armin

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    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    Um auf den Süden Thailands zurückzukommen mal ein paar Fakten und Erlebnisse.

    Im Süden Thailands, so ab Chumpon, hatte die Zentralregierung lange Jahre keine volle Kontrolle. In vielen Dörfern in den Bergen bis Ende der achtziger Jahre. Ein Grund lag darin, dass dort sich die Aufständischen von 1973 vor der brutalen Verfolgung versteckt hatten. Ich glaube 1981 wurde in Suratthani das Verwaltungsgebäude niedergebrannt, weil die Bewohner nicht mit den Machenschaften der Zentralregierung einverstanden waren.

    Auf der Strecke Bangkok Suratthani bin ich früher dreimal mit Bussen mit zerlöcherten Scheiben gefahren. Die Züge waren immer mit viel Polizeibegleitung. Es gab auch viel Überfälle auf Busse und Züge. (von Banditen, Kommunisten, Demokraten – keinen Moslems)
    Später hat die Zentralregierung reichen Geschäftsleuten riesige Ländereien für Gummiplantagen und Ölpalmen zur Verfügung gestellt. Die Ernte konnte oft nur mit Hilfe der Armee sicher gestellt werden.

    Während der vielen Putschversuchen in den Achtziger Jahren wurde auch immer wieder mit Hilfe der Armee im Süden für (Un)ruhe gesorgt.

    Meine Meinung:
    Es gibt hier keinen Konflikt zwischen Moslems und Buddhisten. Beide zeigen eine ausgeprägte demokratische Haltung. Es gibt m.E. jedoch einen uralten Konflikt mit der Zentralregierung. Diese demokratische Selbständigkeit passt vor allem einem nicht in den Plan, der alle Thais unter sich scharen möchte.

  4. #93
    Avatar von Serge

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    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    Zitat Zitat von Armin",p="130871
    Meine Meinung:
    Es gibt hier keinen Konflikt zwischen Moslems und Buddhisten.
    Denke ich auch. Ich hab einen Muslim Kollegen hier im Buero, kommt aus Nakhon SiThammaraat, und wir haben uns gestern darueber unterhalten. Er sagte, das es ein paar radikale gebe, die strikt nach dem Koran leben wuerden und eventuell auch zur Gewalt bereit waeren. Allerdings wohl eher weniger im Sinne der Religion als vielmehr im Sinne der Sippe oder des Clans.

    Er selbst sagte mir, die meisten Muslim in Thailand trinken doch auch Bier, "so schlimm koennen wir doch dann nicht sein. :O "

    Die Thai Kollegen sagten ebenfalls, das es Ihnen im Grunde egal sei, was ein Thai denn nun ist, Muslim, Buddhist oder Christ, Thai ist Thai.

  5. #94
    Avatar von x-pat

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    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    Armin: Es gibt hier keinen Konflikt zwischen Moslems und Buddhisten. Beide zeigen eine ausgeprägte demokratische Haltung. Es gibt m.E. jedoch einen uralten Konflikt mit der Zentralregierung.
    Ja, ganz richtig. Das ist auch das was Leute die wirklich etwas davon verstehen in den letzten Tagen in den Medien sagten. Die Menschen im Süden fühlen sich vernachlässigt und gegängelt. Die Religion wird nur vorgeschoben; sie dient als Mittel zur Fanatisierung. Hoffen wir das diese Entwicklung nicht weiter eskaliert.

    X-Pat

  6. #95
    Avatar von Serge

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    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    @Micha Dom
    Deine Ablauftheorie klingt plausibel und wenn dieser Zyklus mal begonnen hat, ist es wohl fuer Hilfe schon zu spaet - dann rollt der Zug bereits. Also muss man wohl vorher damit beginnen.

    Um einen Ansatzpunkt zu finden, wie man derartigen Stroemungen oder Entwicklungen Herr werden kann, muss man den Kopf der ganzen Linie finden - und die Muehe muss man sich rechtzeitig machen. Auch muss man dieses mit Konsequenz tun - selbst dann wenn es weh tut. Denken wir doch nur mal an das hin und her der USA in der Iran - Irak Frage seit dem Ende des Schahs - und dann das Jahr des Schicksals 1979: Ayatollah Khomeini, USA verbuendet sich mit Saddam (uebrigens, laut der Washington Post war damals Donald Rumsfeld ein wichtiger Delegationsleiter in Bagdad), Einmarsch der Soviets in Afghanistan, die Mujahedin werden unterstuetzt, und somit Leute wie BinLaden geschaffen.

    Fragen wir uns doch mal, wie war denn die Situation vor 1979? Da gab es die grosse Krise der kommunistischen Expansion - in Europa und Asien! Da waren Vietnam, Korea, China, die Soviet-Union die Gegner - und die Araber und ihr Oel die Verbuendeten. Dann aber kamen die fruehen siebziger, Oelkrise, Kriege mit Israel - die arabische Welt befand sich in einem enormen Umbruch. Und hier beginnt dann auch BinLadens Geschichte.

    BinLaden war nicht der gelangweilte Sohn reicher Eltern. Vielmehr ist das alles ganz anders. Sein Vater, Mohammed BinLaden, war ein armer Mann. 1930 immigrierte dieser in das neu geschaffene Koenigreich Saudi-Arabien. Dort begann er bei Aramco, der Raffinierie, zu arbeiten und spaeter baute er dann Palaeste und Strassen fuer das Koenigshaus. Damit machte er ein Vermoegen. Damalige Mitarbeiter bezeichnen ihn als aeusserst Intelligent, allerdings konnte er bis zu seinem Tode weder schreiben noch lesen. Und er folgte dem Islam, pilgerte viel und vergass nie woher er kam - jeden Tag nahm er Buendel von Geld mit, um diese an die Armen zu verteilen.

    BinLaden hatte drei permanente Frauen, die vierte wurde "gewechselt wie manche seine Autos". Mit seinem Privathelikopter liess er die Braeute von ueberall einfliegen - und so auch Osama's Mutter - Hamida. Sie war keine Saudi und keine Wahhabi - Stamm der BinLadens - aber sie war so wunderschoen, das Mohammed sie einfach wollte. Da sie nicht von "edler" Abstammung war, und lieber Chanel trug und Parfuem benutzte, nannte man sie "die Sklavenfrau" - und Osama (1957) wurde "der Sohn des Sklaven".

    Als 1968 Mohammed bei einem Helikopterabsturz ums Leben kam, war Hamida, die eigentlich auf dem Wechselposten war, noch mit ihm verheiratet und so erbten sie und ihr Sohn, Osama, der der siebte war, ein beachtliches Vermoegen.

    In jungen Jahren war Osama ein wohlhabender junger Mann, mit Freundinnen in Schweden (Falun), Spanien, London. Er reiste mit seinem Bruder und seinem Rolls Royce, der ueberall mithinflog, um die Welt.

    Aber er kehrte immer wieder zurueck nach Jeddah. Seine eigentliche Bestimmung kam dann auch, wie Micha Dom schon richtig beschrieb, in der Universitaet von Jeddah. Geplant war er sollte Ingenieur werden und in das Familiengeschaeft einsteigen. Aber Jeddah, 1974, war das Zentrum des neuen Islams und viele Muslime kamen dorthin, der neuen Bewegung folgend. Waehrend seine Brueder allesamt in den Westen gingen, Oxford, Stockholm, Los Angeles, und auch Kairo, blieb Osama in Jeddah. So studierte Osama fuer die Familie Ingenieurswesen und fuer sich selbst Islamismus - welche er dann spaeter auf so fatale Weise verbinden wuerde. Hier hoerte er dann auch Tonbaender des radikalen Akademikers Abdallah Azzam. Palaestineser, hatter dieser aus erster Hand den Israelkonflikt erlebt, und predigte nun das nur die totale Rueckkehr zum Islam die Menschen vor der westlichen Dekadenz und totalen Zerstoerung retten kann. Viele dieser Zeilen sind nun auf Osama's Videotapes zu hoeren. Das war 1974 an der King Abdul Aziz Universitaet. Hier war es auch wo er Prince Turki ibn Faisal kennenlernte, den spaeteren Geheimdienstchef von Saudi Arabien.

    1979 war dann der zweite Einschnitt - die islamische Revoulution im Iran und der Kampf um die Grosse Moschee von Mecca, der durch die saudische Armee blutig niedergeschlagen wurde. Die Besetzer inspirierten ihn und er nannte sie „die einzig wahren Muslims“.

    Bald folgte er ihren Spuren und ging nach Afghanistan. Mit 23 Jahren ging er nach Pakistan, Peshawar, der Sammelpunkt an der Grenze von Afghanistan. Hier waren Spione, Soldaten, Drogenhaendler, Fluechtlinge und die muslimischen Symphatisanten. Und Osama. Der Krieg gegen die Russen veraenderte ihn nachhaltig. Aus einem jungen, glaeubigen Mann wurde ein Jihad Kaempfer, respektiert und geachtet fuer seine Faehigkeiten im Feld. Hier lernte er den Gebrauch und die Wirkung von Gewalt. Hier wurde er zu der grossen Legende - dem geheimnisumwitterten Saudi Scheich.

    Er war faehig grosse Summen Geldes von seiner Familie zu erhalten, um den Kampf gegen die Soviets zu fuehren. Gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem Familienbetrieb machte er sich auf nach Afghanistan. Er wurde dafuer beruehmt, das er verletzte Mujahedin besuchte, ihnen Nuesse und Schokolade brachte, sich Namen und Adressen notierte - und schon kurz darauf erhielten die Familien der Verwundeten grosszuegige Schecks.

    Zeitzeugen erinnern sich an einen ruhigen, netten, ausgeglichenen Mann, der in seiner wenigen Zeit die Afghanen in Arabisch, der Sprache des Koran, unterrichtete.

    Mit Hilfe des CIA, Ishtarak, Saudi Geheimdienst, geleitet von seinem Fraund Prinz Turki, und des ISI, pakistanischer Geheimdienst, bildete er junge Saudis zu Soldaten aus und sandte sie zu den verschiedenen Truppenteilen der Mujahedin. Hier traf er dann auch Abdullah Azzam, mit dem er kurze Zeit spaeter eine Zeitung herausgab.

    Aber noch war er nicht wirklich radikal. In den Achtzigern dann intensivierten sich die Kaempfe mit den Russen. Hier, so sagt man, habe Osama bis aufs aeusserste gekaempft. Manchmal mit nur wenigen Maennern schlug er Helikopter und Infantrie Angriffe zurueck. Er kannte keine Furcht und wurde zu dem was er jetzt ist - ein Heiliger Krieger. Sein Fanatsimus steigerte sich so weit, das einige Afghanen anfingen sich von ihm abzuwenden. Allerdings beschaffte er weiterhin grosse Summen an Geld, man spricht von 50 Mio. pro Jahr.

    Als dann die Soviets abzogen und die USA eine Pseudokabinett in Kaubl einrichtete, fingen die Afghanen an, gegeneinander zu kaempfen. Osama war frustiert, erschrocken, boese - Araber haben vereint zu sein, ansonsten koennten sie nicht Allahs Wille folgen. "Ihr habt die Soviets besiegt, weil ihr vereint ward, und so bekamt ihr Allahs Segen." sagte er. Das war 1989.

    Im August 1990 kam die Kuwait Invasion Saddam’s. Osama, zu dieser Zeit wieder in Jeddah, bot sofort an eine Armee Afghan Veteranen aufzustellen und gegen Saddam in den Krieg zu ziehen. „Wir haben die Soviets besiegt, ich werde sie auch zum Sieg gegen Saddam fuehren!“ Aber das war das letzte, was die Saudis wollten – eine Armee fanatischer Muslimkaempfer. Aber es kam noch schlimmer fuer Osama! Im Gegensatz zu Osama’s Plan, eine islamische Armee aufzustellen, die Saudi Arabien, Mecca, ja den Islam verteidigen sollte, wurde diese Aufgabe nun einem anderen uebertragen – den Amerikanern! Er schaeumte vor Wut als er die 300,000 Marines in Saudi Arabien sah – sie bauten Camps, tranken Cola, machten Sonnenbaeder – er war angeekelt, hilflos und konnte nur zusehen.

    Er erinnerte sich an die Worte Mohammeds – „Es duerfe nie zwei Religionen in Arabien geben“ – und er begann zu predigen und Muslime um sich zu scharen. Sein Status als Krigesheld oder Muslim Superstar, machte ihm dies sehr leicht. Schnell hatte er 4,000 Mann beisammen, die er in ein Traningscamp in Afghanistan schickte. Die Saudis reagierten mit Hausarrest fuer Osama und es kam zum Bruch zwischen ihm und den herrschenden Klans. Er floh in den Sudan, baute schnell ein erfolgreiches Geschaeft auf, Monopol des Sesam Exports aus dem drittgroessten Sesamproduzenten Sudan, und rasch scharte er wieder seine Leute um sich. Von hier setzt sich der Weg dann fort, es gab erste Anschlaege auf die so verhassten Amerikaner, Mogadischu, Riad, er ging nach Kabul, und dorte baute er dann seine Armee der Terrors. Der Rest ist bekannt.

    So kann also ein solches Schicksal aussehen – es gab auf jeden Fall viele Moeglichkeiten, Osama zu verhindern – friedlich oder mit Gewalt – aber keine wurde konsequent genutzt.

    Kopftuchdebatte und Land besigen, genau, das ist nicht der richtige, wohl eher ganz und gar der falsche Weg, und fuehrt, wie Du schon sagst, eher in die falsche Richtung. Was ist denn nun der richtige Weg??

    Ein Weg waere der Weg des einfachen Thais - Akzeptanz. Thai ist Thai. Mensch ist Mensch. Wir sehen doch hier im Forum taeglich, waeren wir nicht tolerant oder kompromissbereit, waeren wohl schon einige mehr gesperrt, geblockt, verwiesen worden. Und selbst wenn dieses dann geschieht, gibt es einige die sich fuer eine Rehabilitierung dieser stark machen. Denn was macht das Forum hier so besonders?? Es ist der Umgang zwischen den Mitgliedern, und der ganz besondere Mix. Leute wie Otto, Iffi oder Kali, es ist doch, wie wir so schoen auf Otto’s Bildern sehen, eher der Mix dieser aller, Jakhrapong, Karl-Heinz, DomTravel, Robert, CNX, Soi1, Stefan, und so weiter....Dadurch dass wir uns alle vom schreiben kennen, enstand eine Akzeptanz fuer den anderen oder noch besser die Bereitschaft oder der Wille zur Freundschaft. Ohne das Forum waeren sich manche nie begegnet und falls dann waeren sie sich vielleicht eher nicht sympathisch - auf den ersten Blick!

    Was also ist das?? Es ist das Wissen um den Anderen, seine Schwaechen, seine Staerken, dem anderen zuhoeren und sich selbst mitteilen. So wird Anschein zu einer Art Gewissheit, wenn nicht das bestimmt aber Vertrautheit. Vertrautheit zu einer Art Sicherheit die dann in Verbundenheit und Freundschaft muenden kann.

    Solche Mechanismen sollte man schaffen. Wie? - durchs Internet zum Beispiel. Allerdings muss dies wohl privat, von innen, und ungeregelt geschehen. Am besten waere wohl, Andreas eroeffnet mehr Foren dieser Art ueberall in der Welt wo Menschen sich treffen und kennenlernen koennten – also Nittaya fuer die Welt.

  7. #96
    Labyrinthfisch
    Avatar von Labyrinthfisch

    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    @Serge,
    :bravo:

  8. #97
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    @Serge,

    danke für deinen gut recherierten Bericht über die Laden's. :bravo:

    Der Gedanke "Thai ist Thai" wäre in seiner Verwirklichung in der Tat hilfreich. Dies wäre in dieser besonderen Situation die positive Seite des Nationalgedankens.

    Der Süden scheint es in dieser Hinsicht noch nicht so recht geschafft zu haben, und wie an anderer Stelle schon gesagt, beschränkt sich der Grund nicht nur auf das "Moslemische".

    Schon in der Provinz Surat Thani sieht es anders aus.

    Bei meinen Höhlenwanderungen in den Naturschutzgebieten dort wurden wir immer wieder darauf hingewissen, dass sich hier oder dort die "Kommunisten" in den 80zigern versteckt hätten.

    Der "Wai" ist dort auf dem Lande völlig unbekannt.

    Die Leute sind ziemlich dunkelhäutig, aber gänzlich anderer Teint als im Isaan. Viele sehen weder malayisch noch sonst wie für uns einordbar aus. Eher wie das Klischee eines Seeräubers.

    Die Jugend auf dem Lande trägt zum Teil Kopftücher und Messer am Gürtel. Allerdings ziemlich trendy aufgemotzt, sodass ich mich manchmal fragte, welcher Soap Opera sie nachahmen. Jede zweite Zigarette ist geladen. Man fühlt sich "cool".

    Im Gegensatz dazu kommt mir die Provinzhaupstadt Surat Thani wie in einer anderen Welt (Thailand) vor. Viele Mädels sind sehr weisshäutig, kapriziös und westlich locker gekleidet. Die gleichen Jungs könnten auch in Bangkok auf ihrem Moped hocken.

    Aus meiner Sicht bedarf es einer besonderen Übung, diese eigenwilligen und stolzen Leute im Süden zu "Thais" zu machen. Nicht zu vergleichen mit den Isaan-Leutchen, die trotz aller Frotzeleien im Grunde genommen schon lange Thais sind.

    Ein endloses Thema...aber gut, denn zumindest ich werde mir über so einiges klar dabei und lerne von den Beiträgen.

  9. #98
    Avatar von Serge

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    5.503

    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    Ja, denke auch das der Sueden sehr speziell ist und die alten Aengste - Kommunismus und Separatismus - hier stark praegen. Ich selbst kenne nur Surat, Nahkhon, Had Yai und Samui - kann mir also kein richtiges Bild ueber all die Zusammenhaenge machen. Weiss nur das die Samui sich eher als Samui fuehlen - aber treu zum Koenig stehen!

    Kennt einer die Geschichte des Suedens im Detail??

  10. #99
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    Serge :bravo: :bravo: :bravo:

    Gruss Johann

  11. #100
    Avatar von Henning

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    70

    Re: Mehr als 70 Tote bei Kämpfen im Süden Thailands

    Moin,
    ich hab keine Ahnung, ob ich mit meinem Link diese Thema auf BILD-Niveau senke, aber ich finde diese Bilder von den Kämpfen ganz "interessant".
    http://www.nationmultimedia.com/spec...dex_photo.php#

    Henning

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