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Massengrab im Süden Thailands entdeckt

Erstellt von ccc, 02.05.2015, 17:29 Uhr · 66 Antworten · 5.631 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von clavigo

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    @Marcus, bei aller Wertschätzung, aber von burmesischer Geschichte und Politik hast Du herzlich wenig Ahnung. Sich nur auf Wiki zu basieren reicht nicht. Lies mal Greg Constantine "Exile to Nowhere, Burma's Rohingya". Gibt's mit Sicherheit auch in CNX....

  2.  
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  3. #32
    Avatar von lucky2103

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    Wie ich es gelesen habe, werden Rohingyias nicht von der burmesischen regierung als Staatsbürger anerkannt.
    Beim letzten Zensus wurden Rohingyias nicht mitgezählt.

    Das ganze resultiert wohl angeblich daher, dass die Rohingiyas beim Unabhängigkeitskrieg zu Pakistan hielten...


    Und nochwas: Wegen der Flüchtlingskrise ist Burma noch nichtmal dazu bereit, mit den Nachbarn auch nur über das Problem zu reden...

  4. #33
    Avatar von rolf2

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    kann ich nur Clavigo beipflichten,

    Rohingyas werden systematisch verfolgt und sogar lebendig verbrannt oder mit Knüppeln totgeschlagen, ausgeraubt und deren Häuser zerstört.

    Etwas besseres als den Tod zu erhoffen und das Land zu verlassen ist da die einzige Möglichkeit.

  5. #34
    Avatar von DisainaM

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    endlich wird die Diskussion ehrlich geführt,

    Thailand erklärt,

    dass der Hass in der Bevölkerung gegen ausländische Asylanten so hoch sei,

    dass eine Aufnahme von Asylanten unverantwortlich sei.

    Damit wird zwischen den Zeilen ausgedrückt,
    dass man ansonsten Massenschlachtungen befürchtet,
    und man die Bevölkerung dann nicht im Zaum halten kann.

    (ob die es mit den Asylanten auf sich beruhen lassen, oder ob weiter aufgeräumt wird ...)

    Thailand kann wegen Fremdenfeindlichkeit keine Asylanten aufnehmen
    Bangkok - Thailand äußerte sich am Montag besorgt über eine Welle von Ausländerfeindlichkeit auf sozialen Medien. Diese unterstreiche, weshalb Thailand keine Asylanten mehr aufnehmen könne, die mit dem Boot die Küsten des Landes erreichen.
    Die Vereinten Nationen hatten die südostasiatischen Regierungen aufgefordert, eine koordinierte Hilfsaktion zu beginnen und die Bootsflüchtlinge zu retten.
    Doch Thailand, Malaysia und Indonesien machten deutlich, dass Migranten nicht erwünscht seien und man deren Boote auf die offene See schleppen werde – falls noch nicht geschehen.
    Zwar hatte die thailändische Regierung angekündigt, Flüchtlingslager einrichten zu wollen, doch nur für die Rohingya, die es bereits an Land schafften oder in Camps von Menschenhändlern gefunden wurden. Selbst das empörte Einheimische, die keine Asylanten in Thailand haben wollen.
    „Premierminister Prayuth Chan-ocha ist besorgt über den Trend in den sozialen Medien, der zeigt, dass die Regierung irregulären Migranten im Indischen Ozean nicht helfen sollte, denn sie werden auf lange Sicht für Thailand eine Belastung“, sagte Vize-Regierungssprecher Oberst Sansern Kaewkamnerd. „Wie auch immer die Entscheidung der Regierung aussieht, die Bedürfnisse von Thailand und des thailändischen Volkes kommen zuerst, und wir werden keine Politik machen, die den Wohlstand und die Sicherheit des Landes beeinflussen.“
    Auf den sozialen Netzwerken wurde auch die Journalistin Thapanee Ietsrichai angegriffen, die für Fernsehkanal 3 über das Leid der Rohingya auf den Flüchtlingsbooten berichtete.
    Buchautorin und Gesellschaftskritikerin Kaewmala sagte, es gebe „viel Furcht und Hass, der auf ein tief greifendes Nationalgefühl und Ausländerfeindlichkeit“ beruhe. „Es ist sehr enttäuschend, das zu sehen.“
    Premierminister General Prayuth Chan-ocha hatte sich vor ein paar Tagen selbst dahingehend geäußert, dass die Rohingya den Thais, so wörtlich „die Jobs und die Lebensgrundlage stehlen.“
    Unterdessen ermittelt die Polizei gegen einen Armeegeneral, der in den Menschenhandel verstrickt sein soll, wie die „Bangkok Post“ berichtet. Eine offizielle Stellungnahme der Armee zu den Vorwürfen liegt bislang nicht vor.
    Bei einer Razzia in Ranong wurden Hinweise in Form von Bankbelegen gefunden, die zeigen, dass der General mit Menschenhändlern zusammenarbeitet.
    Ein Ermittler sagte, dass es zwischen Ranong und Padang Besar in Songkhla viele Kontrollpunkte der Polizei und Armee gebe, aber dennoch konnten die Menschenhändler die Migranten immer sicher durch die Kontrollen bringen. Ob man sich darüber schon einmal gewundert habe? Auch wenn die gefundenen Beweise darauf hindeuten, dass der General in den Menschenhandel verstrickt ist, wage niemand, etwas gegen den Verdächtigen zu unternehmen. „Natürlich, Sie wissen ja, wer an der Macht ist. Wer hätte da keine Angst?“ sagte die Quelle.
    Armeechef General Udomdej Sitabutr der zuvor sagte, dass keine Armeeangehörigen in den Menschenhandel involviert sind, meinte, er wisse nicht, um wen es sich handle, die Armee sei aber für Ermittlungen bereit.
    Thailand kann wegen Fremdenfeindlichkeit keine Asylanten aufnehmen :: Wochenblitz - Ihre deutschsprachige Zeitung für Thailand

    Besonders den Hass, der th. Journalisten entgegen schlägt,

    die über das Leid der Flüchtlinge berichten,

    sollte man sehr ernst nehmen.

  6. #35
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Das ganze resultiert wohl angeblich daher, dass die Rohingiyas beim Unabhängigkeitskrieg zu Pakistan hielten...
    Es faellt bei dir normalerweise eher auf wenn Du mal nichts durcheinander bringst, aber hier halte ich den Hinweis fuer angebracht, dass du die Geschichte Burmas mit der von Bangladesh verwechselst.

  7. #36
    Avatar von lucky2103

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    So,extra nochmal fuer Dich Schlauberger:

    Die Rohingias wohnten urspruenglich in Bangladesh.
    Weil sie aber im Unabhaengigkeitskrieg 1971 zu Pakistan hielten, sind sie nach Burma geflohen, wo schon seit der britischen Kolonisation Rohungias angesiedelt wurden.

  8. #37
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    So,extra
    Schau mal du Witzbold, da kannste nachlesen:

    Rohingya ? Wikipedia

    Ein Auszug "Die Rohingya sind eine muslimische Volksgruppe in Myanmar (Birma)." und "Die Herkunft der Rohingya ist heftig umstritten. Die Rohingya bezeichnen sich selbst als schon lange dort ansässige Bevölkerung Rakhaings, die vor bis zu 1000 Jahren zum Islam konvertierte."

  9. #38
    Avatar von DisainaM

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    Die Rohingya leben dort hauptsaechlich im noerdlichen Teil der an Bangladesh grenzenden Provinz Rakhaing. Die Herkunft dieser Menschen ist bis heute nicht restlos geklaert. Nach eigenen Angaben lebt diese Volksgruppe schon seit langer Zeit in der Region. Die Regierung Myanmars dagegen steht auf dem Standpunkt, es handle sich bei ihnen um illegale Einwanderer aus Bangladesh.
    Tatsaechlich laesst sich nachweisen, dass bereits im 15. Jahrhundert die ersten Rohingya auf dem Gebiet des heutigen Myanmar lebten. Dabei handelte es sich vermutlich um die Nachfahren arabischer Haendler. Die britischen Kolonialherrern noetigten ab Mitte des 19.Jahrhunderts Rohingya aus dem heutigen Bangladesch zur Arbeit auf ihren Plantagen in Birma, wie Myanmar damals hiess. Ausserdem wurden Muslime aus Indien umgesiedelt, um im Auftrag der Briten Handel und Bankwesen in Myanmar zu dominieren.
    Aus der Kolonialzeit ruehren auch die birmesischen Ressentiments gegen dunkle Haut und Islam her. Die ersten Progrome gegen die Rohingya gab es schon unmittelbar nach der Erlangung der Unabhaenggikeit Anfang 1948. Im Jahre 1982 wurden den Rohingya von der Militaeregierung die Staatsbuergerschaft entzogen und die Ausstellung von persoenlichen Papieren wie Geburtsurkunden, Ausweisen oder Paessen verweigert. Seitdem leben sie als Staatenlose ohne Recht auf Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, auf Grundbesitz, Reise- und Bewegungsfreiheit. Von der UNO werden die Rohingya als die am meisten verfolgte Minderheit der Welt eingestuft.
    Die neuerlichen Progrome aus dem Jahr 2012 sind manchem sicher noch in Erinnerung. Sie wurden von der buddhistischen 969-Bewegung unter Mithilfe von Polizei und Armee initiiert. Im Rahmen dieser Pogrome wurden Haeuser niedergebrannt, ganze Doerfer dem Erdboden gleichgemacht. Es starben mindestens 300 Menschen, Hundertausende wurden vertrieben und z.T.in Lagern interniert. Andere flohen nach Bangladesh. Die bekannte Friedensnobelpreistraegerin Aung San Suu Kyi, eigentlich selbst ein Opfer der Militaerdiktatur und im Westen staendig hochgelobt, schwieg bezeichnenderweise dazu.
    Seit 1948 sind etwa eine Million Rohingya aus Myanmar nach Bangladesh geflohen, die meisten von dort dann weiter nach Pakistan (200.000) und Saudi Arabien (400.000). Weitere 100.000 Rohingya leben unter teils menschenunwuerdigen Bedingungen seit Jahrzehnten in Thailand in Fluechtlingslagern, wo die Menschenhaendler ein- und ausgehen. In Myanmar selbst soll es noch zwischen 730.000 und 800.000 Rohingya geben.
    Fluechtlingsdrama in Suedostasien - Wer sind die Rohingya? - Zwischen Traditionen und Moderne

  10. #39
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Dieter1 Beitrag anzeigen
    Schau mal du Witzbold, da kannste nachlesen:

    Rohingya ? Wikipedia [...]
    Das englischsprachige Wikipedia ist da keineswegs so eindeutig. Der "Witzbold" hat zumindest einen Teil der Historiker auf seiner Seite, die davon berichten, dass die Rohingyas von den Briten aus Bengalen (heute u.a. Bangla Desh) als Arbeitskräfte nach Burma geholt wurden.

    Wie auch immer, die ganze Sache ist unter Experten nicht eindeutig geklärt, sodass sich ein Streit unter Laien hier nicht wirklich lohnt.

    Entschuldige bitte, Dieter, dass ich dich als (rohingyamäßigen) Laien bezeichne, auf allen anderen Gebieten steht Deine Autorität aber nach wie vor außer Frage.

  11. #40
    Avatar von Dieter1

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Der "Witzbold" hat zumindest einen Teil der Historiker auf seiner Seite, die davon berichten, dass die Rohingyas von den Briten aus Bengalen (heute u.a. Bangla Desh) als Arbeitskräfte nach Burma geholt wurden.
    Darum geht es doch gar nicht.

    Die Aussage des Witzboldes war:

    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Das ganze resultiert wohl angeblich daher, dass die Rohingiyas beim Unabhängigkeitskrieg zu Pakistan hielten...
    Und hier hat er mit Sicherheit keinen Historiker auf seiner Seite.

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