Ergebnis 1 bis 1 von 1

Kuss der Königskobra

Erstellt von Didel, 09.08.2003, 19:37 Uhr · 0 Antworten · 866 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Didel

    Registriert seit
    10.08.2002
    Beiträge
    910

    Kuss der Königskobra

    Samstag, 23.08.2003, 17:55-18:30 Uhr, VOX

    Der Kuss der Königskobra

    zum Inhalt:
    Mit einer Länge von bis zu fünfeinhalb Metern ist sie die größte aller Giftschlangen, und für viele Menschen ist sie sicherlich der lebendig gewordene Alptraum: die Königskobra. tierzeit hat sich in Südostasien auf die Suche nach der ´Riesenschlange´ gemacht und ist im Nordosten Thailands auf ein Dorf gestoßen, in dem die giftigen Reptilien so selbstverständlich zum Leben der Menschen gehören wie anderswo harmlose Haustiere.

    Kok Sa-nga ist auf den ersten Blick ein unscheinbares Dorf, wie es viele im Nordosten des Königreichs gibt. Doch hier ist die Kobra die absolute Königin, und die Männer, die mit ihr hautnahen Umgang pflegen, spielen täglich mit ihrem Leben. Einer dieser Männer ist Lung - ein alter Haudegen im Schlangengeschäft. Wie oft der ungefähr 60-Jährige schon gebissen wurde, weiß er nicht so genau, da muss er - wie bei seinem Alter - schätzen: so ungefähr 20 Mal.

    Rund um das buddhistische Kloster von Kok Sa-nga hat sich über viele Jahre ein Schlangenkult entwickelt, der einen pfleglichen Umgang mit der ganzen Schöpfung - auch ihren giftigen Exemplaren - mit einem einträglichen Geschäft verbindet. Denn ihr geschütztes Dasein in der Nähe der Menschen müssen sich die Schlangen mit täglicher Arbeit auf der Showbühne verdienen. Höhepunkt jeder Vorführung ist der Kuss der Königskobra - eine fast zärtliche Berührung, die Lung einmal fast das Leben gekostete hätte. Ein Biss in die Lippe brachte ihn ins Krankenhaus. Trotz solcher Geschichten wurde auch Lungs Sohn zum Schlangenmann, und jetzt ist es für den Enkel Tee an der Zeit, das Handwerk zu lernen.

    Für Dr. Sompoth, den Tierarzt und Dozenten der Universität Khon Kaen, ist das Schlangendorf ein echter Glücksfall. Schon viel hat er dort über die Tiere erfahren, die in freier Wildbahn schwierig zu beobachten sind. Doch gerade der Fortbestand der wild lebenden Königskobras liegt ihm am Herzen. Zwar sind die großen Giftschlangen für den Menschen potentiell gefährlich, doch spielen sie im Kreislauf der Natur eine wesentliche Rolle, da sie sich hauptsächlich von anderen Schlangen ernähren. Verschwinden die Königskobras, nehmen andere, zum Teil viel angriffslustigere Schlangen in ihrem Bestand in einem gefährlichen Ausmaß zu. Deshalb betreibt er seit einigen Jahren ein Zucht- und Auswilderungsprogramm für die Reptilien.

  2.  
    Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Der Kuss der Königskobra
    Von Mang-gon-Jai im Forum Treffpunkt
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 21.10.04, 16:31