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Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

Erstellt von seven, 27.05.2002, 15:13 Uhr · 64 Antworten · 5.923 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von

    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    Ich muß nochmal ganz kurz was sagen:

    Wenn eine Pyton nur groß genug ist kann sie Schweine verlingen und sie verfolg dabei keinerlei humanitäre gedankengänge und würde z.B. auch ein Baby als Beute sehen.Warum nicht auch einen kleinen Jungen ?
    Asiatische (oder Tropische) Völker leben schon seit Urzeiten mit den Gefahren aus der Natur.Das hat sich scheinbarn zu einer angeborenen Angst vor schlangen entwickelt.Das hört man dann aus solchen Geschichte wie v. Magon Jai raus.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von seven

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    Ich hatte bisher nur das Vergnügen eine freilebende Python in Sri Lanka aus sicherer Entfernung zu sehen. Sie lag im Gebüsch an einem See und erst sah ich nur den Kopf. Nur auf einmal bemerkte sie uns und setzte sich in Bewegung. Oder besser gesagt, das ganze Gebüsch bewegte sich auf einmal. Sie muss aber schon schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Sie verschwand nämlich recht schnell.

    Sicher sterben viel mehr Menschen durch andere Tierchen und nicht durch Schlangen. Aber allein der Gedanke so einem Kriechtier zu begegnen reicht mir. :-)

  4. #13
    Avatar von Claus

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    Meine Begegnung mit einer Python war bisher (leider) auch nur einmalig. Sie lag quer mit ihrer Gesamtlänge von geschätzt mind. 1,5 m über die Strasse und der Verkehr ... auch wir ... mussten um sie herumfahren. Es war sehr mühselig sie dazu zu bewegen die Strasse zu verlassen, schliesslich wollten wir auf alle Fälle nicht, dass sie überfahren wird. Ich muss zugeben ... einen gewissen Respekt vor dem Tier hatte ich schon.

    Da Pythons aber keine "Angrifftiere" sind ... wie ich glaube irgendwo gelesen zu haben, wagte ich mich schon ziemlich naher heran.

    Eine der wenigen "Angriffsschlangen" ... ebenfalls irgendwo gelesen ...ist glaube ic h die Königs-Cobra, der ich deshalb nicht unbedingt in aller Nähe begegnen möchte.

    Die Geschichte mit dem 11-jährigen Jungen ??? Ich will nicht sagen, dass sie nicht stimmt. Aber ... nur meine bescheidene Meinung ... ich siedle sie mehr in Richtung "die Spinne in der Yuccapalme" an.

  5. #14
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    Hallo, Ihr Ignoranten und ungläubigen Thomase.
    Ich hoffe, diese Bilder überzeugen Euch davon, was eine ausgewachsene Riesenschlange anrichten kann.
    Wohlgemerkt, es handelt sich hier nicht um ein 1,5 Meter langes Jungtier, sondern um ein ausgewachsener Exemplar von mehr als 6 Metern Länge.







    Für eine Recherche eines Buches hatte ich einmal ein ausgiebiges Gespräch mit einem Biologen der Uni Hannover (Experte für Schlangen). Er erklärte mir ganz klar, daß das - Euch sicher bekannte Umhängen einer Python um den Hals (für Fotoaufnehmen) - absolut lebensgefährlich sei. Es kommst sehr selten vor, aber wenn das Tier schlecht gelaunt ist und würget, sei Hilfe kaum möglich. Leider ist mir der Name des Schlangenexperten entfallen. Diese Quelle muß ich Euch leider schuldig bleiben.

    Gruß

    Mang-gon Jai

    P.S.
    @Claus
    ..."die Spinne in der Yuccapalme" ...
    Nee nee, Claus.

  6. #15
    Avatar von MichaelNoi

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    @ Mangon,
    das ist ja grauenhaft und unglaublich.
    Aber die Fotos beweisen es überdeutlich, dass sowas passieren kann.
    Ich hätte mir auch vorher nie eine Schlange um den Hals hängen lassen.

    Mir reichte es schon, als Noi im Urlaub ohne es zu merken über eine schwarze daumendicke SChlange stieg und dann auf mein Zurufen hin feststellte, dass die recht giftig sei. Kann es sich dabei um eine schwarze Mamba gehandelt haben ? Sie war schwarz und hatte helle fingernagelgroße Flecken.



  7. #16
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    @MichaelNoi
    Schwarze, daumendicke Giftschlange mit hellen Flecken? Eine solche Rasse ist mir in Thailand nicht bekannt.
    Wahrscheinlich handelt es sich um eine kleine Kobra. Kobras gibt es in vielen Farbvarianten auch welche mit hellen Flecken.
    Was die Giftigkeit anbelangt, weißt Du sicher, daß eine kleine Kobra ebenso giftig ist, wie ein ausgewachsenes Tier.

    Gruß


    Mang-gon Jai

  8. #17
    LungTom
    Avatar von LungTom

    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    Es geht zwar nicht um Phytons, aber in folgender Tiersendung kommt u.a. auch ein Bericht über einen Kobrafänger ( mit der bloßen Hand!) in thail. Reisfeldern

    VOX, Sonntag, 16.06., 13:50 - 14:45 Uhr
    World Gone Wild - Tiere hautnah

    Die Reisfelder in der Nähe von Bangkok versorgen zwar viele Menschen mit dem asiatischen Grundnahrungsmittel, aber sie sind alles andere als ungefährlich. Mit einer Minikamera, die nur knapp über den Boden streift, kann Tristan Bayer sich davon selbst überzeugen. Sofort wird das Gerät von einer siamesischen Kobra attackiert, der giftigsten unter vielen verschiedenen Schlangenarten, die hier in Erdlöchern hausen. Samaric Shalarmpor arbeitet seit 20 Jahren auf den Reisfeldern als Schlangenfänger. Er ist der beste seines Fachs und fängt die Reptilien mit bloßer Hand. Den eingefangenen Tieren wird auf der Schlangenfarm des Roten Kreuzes das Gift abgezapft und in einer geringen Dosis einem Pferd injiziert. Dessen Organismus produziert dann ein Gegenmittel, dass man Menschen verabreicht, die von der siamesischen Kobra gebissen werden. Denn ihr Gift kann binnen weniger Stunden zum Tod führen.



  9. #18
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    @LungTom
    Mann, glaub doch so’n Scheiß nicht! Da kommt mir ja die Galle hoch.
    Jedes (männliche) Kind ab etwa 12 Jahren in unserem Dorf fängt Kobras mir bloßen Händen! Ich als Farang, und auch Mang-gon Noi ebenfalls. Das ist das alltägliche Leben hier. Die Reisfelder, in denen die Menschen arbeiten, sind voller Kobras. Die Menschen leben mit den Tieren. Kobras gehören zum täglichen Leben.
    Sicher, sie sind tödlich giftig, aber keine Sensation! Es vergeht kaum Tag (wenn es regnet) wo wir nicht mindest eine Kobra auf unserem Grundstück finden. OK, unser Gebiet ist als ‚kobrahaltig’ bekannt, aber überall gibt es diese Viecher. Damit kann man aber durchaus leben.
    Berichte, wie im Fernsehen beschrieben, kommen mir vor, als würde man von jemanden berichten, der seinen Kopf in den geöffneten Rachen seines Schoßhundes legt.
    Eine siamesische Kobra wird keine Kamera attackieren!!!!! Die Kobra ist doch nicht bekloppt! Sie sucht Futter und eine Kamera gehört wirklich nicht in ihr Beuteschema.
    Ich weiß auch, daß viele (Thai)frauen eine Abscheu gegen diese Tiere haben. Das ist anerzogen. Frag mal die männlichen Dorfbewohner!!!

    Wir essen regelmäßig Kobras und die haben wir alle selbst gefangen. Mit den (bloßen)Händen, womit denn sonst.
    Ich liefere Euch ein Bild mit Kobra in meinen Händen nach (im Augenblick finde ich es nicht). Es ist keine Sensation!!!

    Gruß

    Mang-gon Jai

    P.S.
    Wenn ich mit dem Fangen von Kobras Geld verdienen könnte... das wär schon was.

  10. #19
    Avatar von MichaelNoi

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    Das habe ich auch noch nicht gewußt, klingt aber trotzdem unglaublich Mangon. Ist das nicht sehr gefährlich so ein Tierchen mit der bloßen Hand zu fangen ? Wie sehen diese Kobras denn aus ? Sind es die beigefarbenen mit der dunklen Zeichnung ?
    Verziehen sie sich in ihre Löcher, wenn man mit festem Schritt daher kommt ?
    Fragen über Fragen

  11. #20
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Kampagne gegen streunende Python-Schlangen

    @MichaelNoi
    Ok, hier eine ausgiebige Information über Kobras:

    Die Kobra ist in ganz Ostasien beheimatet. Es gibt viele Arten der Kobras. Meines Wissens sind alle giftig. Da gibt es zum Beispiel:

    Die ‚normale’ Kobra (also das Standardmodell).
    In Thailand nennt man sie ‚Ngu hau’. Sie kann bis etwa 2,5 Meter (sehr selten) lang werden und kommt in unterschiedlichen Farbvarianten vor. Am häufigsten sind schwarze oder beige-braune Tiere. Es gibt sie jedoch auch mit Flecken auf der Haut. Die Kobra ist dämmerungs- und nachtaktiv, besonders bei Regen.
    Sie lebt praktisch überall, besonders gern in Reisfeldern. Dort jagt sie Frösche, Mäuse usw.
    Kobras sind hervorragende Schwimmer. Daher findet man sie auch häufig in Tümpeln, wo sie nach Fischen und Fröschen jagen. Die Gefahr, von einer Kobra gebissen zu werden, ist für Menschen sehr gering. Die Kobra ist ein sehr scheues Tier. Wenn sie Menschen in der Nähe spürt, versucht sie zu fliehen. Sie greift nicht an.
    Anders sieht es aus, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlt. Dann richtet sie sich auf und warnt indem sie den Nacken abflacht (wohl um breiter und gefährlicher zu wirken) und laut zischt. Wenn auch diese Warnung nicht fruchtet wird sie beißen. Eine Kobra in einem kleinen Raum anzutreffen (etwa in einer Toilette), wo sich in die Enge getrieben fühlt, kann also durchaus gefährlich werden.
    Wie giftig ihr Biß ist, hängt davon ab, wann sie das letzte Mal gebissen hat. Bei jedem Biß verliert sie etwas von ihrem Gift. Das muß erst wieder neu produziert werden und das dauert eine Zeit. Es ist also falsch, davon auszugehen, daß eine große Kobra giftiger ist, als eine kleine.

    Die Königskobra.
    In Thailand nennt man sie ‚chong aang’. Hiervor haben die Thai und ich auch gewaltigen Respekt. Trotzdem sind mir auch Leute bekannt, die sie mit bloßen Händen fassen. Sie ist tagaktiv, die giftigste der Kobras und ähnlich wie die ‚normale’ Kobra gefärbt. Ihr Biß ist meist schon nach wenigen Minuten tödlich. Sie ernährt sich von anderen Schlangen. Auch von ihrer giftigen Schwester, der ‚normalen’ Kobra. Die Königskobra kann mehr als 5 Meter lang werden und ist dann dick, wie ein Männerarm. Durch ihre Länge kann sie sich sehr hoch aufrichten, was sie sehr gefährlich macht. Sie beißt also von oben zu. Das ist schwer abzuwehren.
    Die Chong aang flüchtet nicht unbedingt, sie greift auch an. Zum Beispiel wenn sie ihr Gelege bewacht und man ihr zu nahe kommt. Jindi wurde einmal von einer Königskobra geradezu verfolgt. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell so ein Tier ist.

    Die spuckende Kobra.
    Man nennt sie ‚Ngu hau issaan’ Eine tagaktive, relativ kleine (bis zu 1 Meter) Kobra. Sie ist sehr schnell und recht aggressiv. Bei Gefahr richtet sie sich auf und spritzt ihr Gift bis zu drei Meter! zielsicher dem Angreifer in die Augen. Das hat schwere Verätzungen und, wenn nicht schnell behandelt, evtl. Blindheit zur Folge. Außerdem ist natürlich auch ihr Biß giftig.

    Schwarz/weiße Kobra.
    Ebenfalls eine kleine (bis zu 1 Meter) aggressive tagaktive Schlange. Auch sie spritzt ihr Gift dem Angreifer in die Augen.

    Außer den Kobras gibt es natürlich weitere äußerst giftige Schlangen. Zum Beispiel die unterschiedlichen Ausführungen des Krait (‚Ngu sam liam’ ). Sie sind meist auffällig schwarz / gelb gezeichnet
    Weiterhin die Vipern (‚Ngu mäo suai’ ) und Bambusottern (‚Ngu kiu hang mai’ ). Aber mit diesen Tieren kenne ich mich nicht aus.

    Nun soll Dir das Geschriebene aber keine Angst machen, im Issaan in den Reisfeldern spazieren zu gehen. Die Gefahr, auf eine Schlange zu treffen, ist recht gering.
    Betrachte das oben Geschriebene also lediglich als Aufzählung der unterschiedlichen Schlangenarten.
    Und wenn Du tatsächlich einmal einer Schlange begegnest, dann schau sie Dir recht gut an. Es sind faszinierende Tiere.

    Du fragst, wie man eine Schlange fängt. Ich mache es so:
    Mit einem (Bambus)Stock drückt man sie auf den Boden. Dann rollt man den Stock, stets unter Druck, langsam in Richtung Kopf des Tieres. Wenn man so den Nacken fixiert hat, kann man mit der anderen Hand sie direkt hinter dem Stock fassen. Aber vorsichtig! Nicht loslassen! Sie windet sich und ist erstaunlich kräftig.
    Wenn Du ihren Kopf fixiert hast, kann sie nicht beißen. Sie windet sich mit ihrem Körper um Deine Arme. Das ist anfangs ein etwas eigentümliches Gefühl.

    Ich hoffe, Deine Schlangenfragen beantwortet zu haben.

    Gruß

    Mang-gon Jai


    Das versprochene Bild mit der großen Kobra in meiner Hand finde ich nicht wieder. Hier halte ich einen 'kleinen Wurm' in der Hand.


    Eine graue Kobra im Busch neben meiner Hütte.


    Bekanntlich ernähren sich Mang-gons auch von Giftschlangen (Kobras). Hier also mein morgendliches Frühstück.

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