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Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

Erstellt von DisainaM, 29.08.2006, 19:06 Uhr · 104 Antworten · 4.186 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394400
    So weisen manche Thais untereinander sich darauf hin, dass ihr Blut zu 100 % reines Thaiblut ist.
    Lukkruengs in der 2 Generation, ("wo was anderes mit reingemischt wurde"), wird damit als 2.klassiger Thai klassifiziert.
    Nichts ist ethnischer als Erfolg, könnte man meinen wenn man die Luukkrüngs so sieht, die zu sogenannten "Superstars" (in Thailand geht man recht inflationär mit dem Begriff Superstar um) über TV und Film werden.

    Ja, manche Thais sind auch schon mal nationalistisch auf der Basis von "Reinrassigkeit", aber ich würde dem keine Allgemeingültigkeit zuschreiben. Hier im Norden gibt es sehr viele Luukkrüngs, die aus Chinesisch-Thai- oder auch schon mal aus Buramesisch-Thaiehen stammen. Und ich hatte nie den Eindruck dass diese, zudem oft sehr erfolgreichen Bürger, als 2.klassige Thais klassifiziert wurden. Auf die chinesische Herkunft wurde meiner Erfahrung nach, immer nur im Zusammenhang mit "Kiniau" oder Geschäftsphilosophie, Personalpolitik oder ähnlichen "Beobachtungen" hingewiesen. Ich tippe demnach ganz klar darauf, dass die "Klasse" in der Gesellschaft, eindeutig vor der "Hämoglobie" der Person (bzw. der Familie) steht.

    Würden die Isaaner sich beispielsweise dadurch abzeichnen, dass sie durch die Bank Grossunternehmer, Anwälte, Ärzte, Bankiers oder ähnliche Oberberufe hätten, und andererseits oft hochdotierte Ämter bekleiden würden, dann sähe die "Blutfrage" sicherlich ganz anders aus.

    Zu behaupten "der Thai" würde ein solches "Reinheitsgebot" ach so streng sehen, wäre wohl nur ein weiteres "unbearbeitetes Klischee"....

    Ist es nicht eher so dass es überall Menschen gibt, die sich einesteils identifizieren- und anderenteils abgrenzen wollen, - und dass dazu alles Mögliche genutzt werden kann, - bis hin zur "Reinheit des Blutes"?

  2.  
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  3. #62
    Avatar von DisainaM

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    TV und Musikbranche sind aber auch wirklich die einzige Sparte, die ihnen offen stehen.
    Kennst Du einen Politiker, oder jemanden, der ein öffentliches Amt bekleidet ?
    Bei burmesischen, kambodschanischen oder chinesischen lukkrüngs ( gar nicht sicher, ob für sie diese Bezeichnung überhaupt verwendet wird )
    fällt ja auch die äussere Erscheinung nicht sofort auf.

  4. #63
    Avatar von tira

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394493
    ...
    Kennst Du einen Politiker, oder jemanden, der ein öffentliches Amt bekleidet ?....chinesischen lukkrüngs ( gar nicht sicher, ob für sie diese Bezeichnung überhaupt verwendet wird )
    fällt ja auch die äussere Erscheinung nicht sofort auf.
    naja,

    der urlaubende prime minister vielleicht

    gruss

  5. #64
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    fällt ja auch die äussere Erscheinung nicht sofort auf.
    Dem "unerfahrenen" Farang vielleicht nicht, dem kannst du sogar einen "waschechten" Thai in Hilltribe Tracht vorführen, er wird nichts auffälliges bemerken.

    An diesem Punkt bietet sich ein kurzer Rückblick und Vergleich auf die Frage des Eingangsthreads an. Denn der "ausländische Ehemann" Sprich Pua Frarang, wird ja alleine durch sein Aussehen nie ein Thai sein können. Die Aussage von manchen Farangs "wir werden nie dazugehören, wir werden immer Frarangs bleiben", ist ja eh absurd! Was glaubt man denn Andereres!?

    Einem Österreicher habe ich einmal daraufhin geantwortet: "aus jeder deiner Poren dringt der Farang hervor... was erwartest du dir also?"

    Aber auch hier gehört der Farang soweit dazu wie er dazu beiträgt. Der Erfolg gibt dem Farang nämlich ebenso recht, wie dem Luukkrüng. Und, alle Bemühungen zu Integration wird von Thais (die ja tatsächlich sehr nationalistisch sind) wiederum sehr hoch geschätzt. Demnach sind Erfolg, Identifikation mit der neuen Heimat und breitgefächerte Integration (besonders das Erlernen der Landessprache) die Schlupflöcher die es ermöglichen mehr oder weniger dazu zu gehören (bzw. dass man zufrieden mit dem Farang ist)!

  6. #65
    Avatar von DisainaM

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="394629
    fällt ja auch die äussere Erscheinung nicht sofort auf.
    Dem "unerfahrenen" Farang vielleicht nicht, dem kannst du sogar einen "waschechten" Thai in Hilltribe Tracht vorführen, er wird nichts auffälliges bemerken.
    nun reden wir ja von
    Lukkruengs in der 2 Generation,
    also, wo Mutter Lukkrueng und Vater Thai, und das Kind zu 75 % Thaiblut hat, nehmen wir dazu noch die genetische Möglichkeit, dass das Kind kaum erkennbar anders aussieht, so würde die Chance auf eine normale Gesellschaftsintegration bestehen.


    Was das Thema ausländische Ehemänner angeht,
    - Isaanies sind zufrieden mit ihnen, Deine Gegenfrage,
    - sind die ausländischen Ehemänner zufrieden mit ihrer Rolle, die man ihnen zugesteht.

    Du reduzierst die Rolle nur auf den Punkt Erfolg, also Mr. Cash, (mit sprachbildungs-option)
    und vergisst die Rolle als Unruhestifter in der Erziehung der Kinder.

    (Ist die Familie erstmal nach Th. zurückgekehrt, wird der westliche Erziehungseinfluss des Vaters zu einer offensichtlichen Integrationshemmnis für die Kinder,
    da der Gedanke der Unterordnung zum Gemeinschaftswohl, vom Vater nur begrenzt an seine Kinder weitergegeben wird.)

    Hier hat die Grossfamilie 2 Möglichkeiten, darauf zu reagieren,
    entweder Deinstallation des Vaters,
    oder Aufgabe der Kinder.

    Es ist zwar Thaiart, die unschönen Dinge der Familie nicht nach aussen zu zeigen,
    doch ist es erfreulich,
    dass trotz aller nationaliesierenden Tendenzen aller Orts,
    so ein Bekenntnis zur Multi-kulti-Verbindung weiterhin nach aussen gezeigt wird.

  7. #66
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394671
    nun reden wir ja von
    Lukkruengs in der 2 Generation,
    Ja richtig, meine bessere Hälfte ist zufällig zweite Generation (Chinesin)!

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394671
    also, wo Mutter Lukkrueng und Vater Thai, und das Kind zu 75 % Thaiblut hat,
    Wer sagt denn dass Mutter Luukkrüng und Vater Thai sein muß, es gibt mindestens soviele männlichen Luukkrüngs wie weibliche...und die heiraten halt alle.

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394671
    nehmen wir dazu noch die genetische Möglichkeit, dass das Kind kaum erkennbar anders aussieht, so würde die Chance auf eine normale Gesellschaftsintegration bestehen.
    Das ist meiner Ansicht nach zuviel der reinen Spekulation (was wäre wenn), und das entspricht einfach nicht der Regel. Das "thailändische Auge" kann "chinesischen Einschlag" in den meisten Fällen noch in der zweiten und dritten Generation gut ausmachen. Du mußt sie nur zum Lachen bringen, oder auf den nächsten Hustenanfall warten. ;)

    Meine Frau ist rein zufällig 2te Generation und die Nichte ist dritte Generation mit einem chinesischen Vater - also wenn man es unbedingt in Prozenten ausdrücken will, zu 75% Chinesin. Sie würde mitten in Tokio noch als Japanerin durchgehen

    Kurzum, inwiefern man den ethnischen Anteil rein optisch ausmachen kann das lässt sich ganz sicherlich micht an fiktiven Beispielen erläutern, - die Wirklichkeit ist eine Andere.

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394671
    Du reduzierst die Rolle nur auf den Punkt Erfolg, also Mr. Cash, (mit sprachbildungs-option)
    Ich reduzierte die Rolle eigentlich nicht darauf, ich bezeichnete Ansehen, Wohlstand, Integration und Sprachanpassung als ideale Schlupflöcher.

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394671
    und vergisst die Rolle als Unruhestifter in der Erziehung der Kinder.
    Ja, das habe ich nicht erwähnt, - aber auch hier hängt die Toleranz gegenüber dem potentiellen "Unruhestifter" und die Frage der Erziehungsberechtigung ebenfalls an den selben Fäden. Wenn der Vater das Ebenbild eines sturen Ochsen ist und nicht einmal an Integration oder an´s Erlernen der Landessprache denkt, dazu noch "Kiniau" ist, - ja dann ist er in jeder Hinsicht als Erziehender "bedenklich" - und wohl auch mit Recht!

    Ich denke dass auch hier in manchen Fällen eine (finanziell) gesicherte Zukunft der Familie zu allerhand kompromissen animiert.

    Die Akzeptanz vom Farangmann oder Vater, ist im besonderen bei Expats noch anders, hier spielt nicht nur die finanzielle Situation und die Integrationsbereitschaft des "Fremden" eine Rolle. Naja ich will ja hier nicht fremder Leute Hosen runter lassen, aber Liebe spielt glaube ich ebenfalls eine grosse Rolle. Wenn der Farang offensichtlich von der Frau und der Familie geliebt wird, und auch einen liebenswerten Eindruck macht, dann sieht die Chose bereits ganz anders aus.

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394671
    (Ist die Familie erstmal nach Th. zurückgekehrt, wird der westliche Erziehungseinfluss des Vaters zu einer offensichtlichen Integrationshemmnis für die Kinder,
    da der Gedanke der Unterordnung zum Gemeinschaftswohl, vom Vater nur begrenzt an seine Kinder weitergegeben wird.)
    Was ist das nun wieder für eine Theorie? Das ist doch sehr Situationsbedingt, - denn wenn die Familie weitab vom Ursprungsland der Frau lebt und die Kinder eine gemischte Erziehung genießen und später dort in die Schule gehen, dann fällt es den Kindern ohnehin schwer sich wieder in Thailand zu integrieren (falls das überhaupt erfordert wäre). Sie sind dann tatsächlich irgendwann keine Thais mehr, sonderrn Lukkrüngs in jeder erdenklichen Hinsicht. Damit muss sich die in Thailand verbliebene Familie so oder so auseinander setzen, bzw. abfinden. Dafür ist dann eher der "Ortswechsel" und die Familienkonstellation- und nicht der Farangvater verantwortlich. Was sich erklären lässt, lässt sich auch verstehen ;)

    Zitat Zitat von DisainaM",p="394671
    Hier hat die Grossfamilie 2 Möglichkeiten, darauf zu reagieren,
    entweder Deinstallation des Vaters,
    oder Aufgabe der Kinder.
    Wieso so fatalistisch? Ein ETABLIERTER Vater lässt sich nicht so leicht deinstallieren, und (Enkel)Kinder die gesund und munter umherspringen, und trotz "Andersartigkeit", sehr "na rak" und lieb sind, gibt man nicht so einfach auf!

  8. #67
    Avatar von Gerd / Muenchen

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Hallo Mr_Luk,

    ich möchte Dir heute einfach mal antworten, vielleicht auch für andere Mitglieder.

    Das Thema war vorgegeben; ich habe einen kurzen Beitrag oder auch zwei geleistet, aber kein Mitglied außer Dir hat sich in diesen Thread so vertieft und sich so viele Gedanken gemacht. Dafür vielen Dank.

    Und sich dann auch noch so oft verteidigen müssen.
    Gewonnen hast Du, mit der besseren Argumentation:
    Die Anderen sind in`s Bett gegangen.

    In`s Philosophische abzugleiten macht ja erst den Reiz aus, um ein so komplexes Thema wirklich umfassend zu bearbeiten. Besonders in einem Forum.

    Ich hätte gerne adaequate Beiträge geleistet, doch fehlen mir einfach zuviel Hintergrundinformationen über LOS.

    Dennoch:
    Ich warte und freue mich weiterhin auf Deine Beiträge.

  9. #68
    Avatar von DisainaM

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    [quote="Mr_Luk",p="394762"]... aber Liebe spielt glaube ich ebenfalls eine grosse Rolle. Wenn der Farang offensichtlich von der Frau und der Familie geliebt wird, und auch einen liebenswerten Eindruck macht, dann sieht die Chose bereits ganz anders aus.

    insbesondere, weil er hier noch den wesentlichen Punkt angesprochen hat,

    zumal wir inhaltlich nicht soweit differieren.

    ps.
    das Erziehungsproblem wird besonders krass, wenn kleine Thais, in Deutschland aufgewachsen mit hiesigen Freiheiten,
    nach einem Umzug nach Thailand von einem Thai-Europe zu einem Thai werden müssen, um in Schule und Beruf nicht anzuecken.

  10. #69
    Godefroi
    Avatar von Godefroi

    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    War ein interessanter Thread - danke an alle die sich Gedanken gemacht und zu 'Papier' gebracht haben!

  11. #70
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    @Bummbui,

    "You're welcome!"

    Aber Freund DisainaM hat nun auch so einiges dazu beigetragen. Er hat wohl im Besonderen recht wenn er sagt dass wir gar nicht so weit auseinander liegen. Aber letztendlich war es dann wohl doch die "verschiedenartige Darstellung" die uns gegenseitig animiert hat. Ansonsten, das muss man auch einmal aufwerfen (und eingestehen), wäre vielleicht nur die Hälfte an "Vertiefung und Ausführung" zustande gekommen

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