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Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

Erstellt von DisainaM, 29.08.2006, 19:06 Uhr · 104 Antworten · 4.182 Aufrufe

  1. #51
    woody
    Avatar von woody

    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Es gehört eigentlich nicht zum thread aber warum nicht.

    Einige Thesen:

    In SOA hat die Völkerwanderung ähnlich wie in Europa ein Konglomerat der Ethnik geschaffen.

    Der Isaan ist nicht mehr und nicht weniger davon betroffen als Nord- Zentral- oder Süd-Thailand.

    Im gesamten heutigen Staatsgebiet von Thailand gibt es helle, braune und dunkelbraune Menschen.

    Sie alle gehören bis auf wenige Ausnahmen(Malaien, Khmer Mon etc) zu den Thai- und Laosprachigen.

    Bis vor einigen Jahrzehnten definierte sich Thailand, wie jeder Feudalgesellschft über seinen Herrscher und nicht über das Volk.

    Das heutige Thailand versucht, ähnlich wie die europäsischen Länder vor ca. 150 Jahren zu einer Nationalstaatlichkeit zu finden.

  2.  
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  3. #52
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Zitat Zitat von Bummbui aus München",p="393961
    ...der normale, "gebildete" Thai ist sich für solche Dienste doch viel zu Schade...
    wirklich gebildete Thai sind die Ausnahme, sicherlich nicht die Normalität

  4. #53
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Klischees und Stereotypen sind etwas ganz seltsames! Wo der Mensch sie auf der einen seite ablehnt, kommen sie an anderer Stelle wie gerufen.

    Es nützt natürlich auch nichts sie zu verändern, oder zu verschönern, daraus werden dann eben nur andere Klischees und Vorurteile. Ein voreingenommenes positives Vorurteil ist schlussendlich auch ein Vorurteil... sowie ein "aufpoliertes" Klichee trotzdem ein Klischee bleibt.

    Woody´s "ethnisch-sozialhistorischer" Lösungsversuch ist eigentlich ganz interessant. Nur kommen mir da unerwartete Bedenken...

    Zitat Zitat von woody",p="393990
    Bis vor einigen Jahrzehnten definierte sich Thailand, wie jeder Feudalgesellschft über seinen Herrscher und nicht über das Volk.
    Stimmt das tatsächlich? Ich meine wie bestimmten sie "einander" wohl, wenn sie gerade mal vom Herrscher abgelenkt waren und Zeit für die "Unterschiede" innerhalb des Volkes hatten?

    Zitat Zitat von woody",p="393990
    Das heutige Thailand versucht, ähnlich wie die europäsischen Länder vor ca. 150 Jahren zu einer Nationalstaatlichkeit zu finden.
    Ja, da ist natürlich was dran, es scheint tatsächlich so, dass man (nicht nur in Thailand) mit "Identitätsarbeit" ein wenig hintendran ist.

    Aber ist diese "Arbeit" in Europa denn tatsächlich abgeschlossen, bzw. wie stark sind denn die Unterschiede noch, bzw. wie stark werden sie immer noch, innerhalb von Ländern und Ethnien wahrgenommen? Erst einmal in Deutschland: also ich glaube schon, dass ich sogar als "Nichtgermane" bereits das eine oder andere Mal (sogar innerhalb des Forums) glaube, einen klaren Unterschied zwischen einem Hessen und einem Bayern machen zu können. Einmal ganz abgesehen davon, dass ich vermuten kann, wer gerade noch innerhalb der Oder-Neiße Linie beheimatet ist.

    Dann denke ich aber vor allem an Belgien, ein "Kleinstaat" in dem es zwei grundverschiedene Völkergruppen gibt, die sich nicht nur sprachlich nicht verstehen, sondern noch nie wirklich riechen konnten. Und seit dem Jugoslawien Krieg esse ich auch keine serbische Bohnensuppe mehr.

    Also finde ich im Nachhinein (ohne mich jetzt weiträumig in Europa umzuschauen), dass man in Thailand da nicht unbedingt dermaßen weit hintendran sein dürfte. Dass der Issaner als "Lao" gilt, ist dann wohl irgendwo auch verständlich. Ob er im Schnitt nun wirklich dunkelhäutiger, als etwa der Nordthailänder ist, wäre ja nicht einmal erwähnenswert, wenn Thais dem keine Bedeutung zumessen würden. Aber solche ´Mythen´ gibt es bei allen "Farbigen", da heißt es stets: je heller umso "besser". In dieser Frage möchte Jeder immer das sein was er nicht ist. Nun, wenn man es genau nimmt, ist der ´abendländische Sonnenkult´ auch mit nichts zu rechtfertigen. Anderseits glaube ich dass man schon zu einer betroffenen ´Minorität´ bzw. Ethnie gehören muss, um eine solche Denkweise wegen der Hautfarbe überhaupt nachvollziehen zu können.

    Man sagt den Isaanern mitunter sogar Unehrlichkeit nach! Wieso wohl, frage ich mich (ganz unrhetorisch gemeint)?

    Einmal ganz abgesehen von diesem weiteren groben Klischee, - Ehrlichkeit muss man sich erst einmal leisten können! Auch diese Überlegung ist auf Anhieb nicht selbsterklärend. Aber es gibt tatsächlich immer noch Orte auf dieser Erde, wo ein ehrlicher Mann urplötzlich ein toter Mann sein kann! Und auch dazu bedarf es keineswegs der Mühe, den ganzen Ozean zu überqueren.

  5. #54
    woody
    Avatar von woody

    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Hi Luc

    Interessantes weiterspinnen von dir ;-D

    Zu meiner Feststellung: das Staatsvolk wurde im Feudalstaat über seinen Herrscher definiert.

    Diese Tatsache hat in Europa bis zur französischen Revolution gegolten. Danach ist die ´Nation´ in Europa aus der Taufe gehoben worden.

    Davor galt, jeder der mein Untertan ist, gleich welcher Sprache oder Herkommens ist mein Untertan, der Staat bin ich(der Souverän)

    Noch ein Nachsatz:

    Du bezeichnest dich nicht als Germane, das tue ich auch nicht, denn die Germanen gibt es wie die Römer schon lange nicht mehr. Wir gehören unterschiedlichen aber benachbarten Regionen an, und sprechen die gleiche Sprache. Wir sind Bürger einer Union die versucht, die Nationalstaatlichkeit hinter sich zu lassen.

    Aus diesem Blickwinkel hat Thailand in seiner geschichtlichen Entwicklung noch einiges vor sich ;-D

  6. #55
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Der deutsche Nationalstaat hat nun mal eine sehr kurze, dafuer umso unruehmlichere Geschichte.

    Kann man schlecht mit Laendern wie Frankreich, England oder auch Thailand vergleichen. Deswegen hinkt der Vergleich doch sehr.

    Sioux
    der sich viel mehr als schwaebischer Bayer als als Deutscher sieht.

  7. #56
    woody
    Avatar von woody

    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Zitat Zitat von Sioux",p="394281
    Der deutsche Nationalstaat hat nun mal eine sehr kurze, dafuer umso unruehmlichere Geschichte......
    Der deutsche Nationalstaat ist vom Anfang 1848 bis zur Abdankung des Kaisers gegängelt worden. Nach einem kurzen Aufleben 1919 wurde er 1933 von den ..... wiederum vergewaltigt.

    GB war nie ein Nationalstaat und wird auch keiner mehr werden, die überspringen den Teil der Geschichte ;-D

  8. #57
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Ich weiß, philosophishe Ansätze werden nicht immer "gern genommen", aber worum geht es (oder ging es bei den letzten Posts) hier?

    Es geht doch letztendlich um das "Trennende" und das "Verbindende". Dualismus versus Monismus. Ganz egal wie man es verpackt oder ob man es aus internationaler, nationaler, ethischer oder auch politischer Ebene aus betrachtet.

    Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr wer das mal gesagt hat: "ich bin für alles Verbindende und gegen alles Trennende...

  9. #58
    Avatar von destinationkho

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    das waren noch Zeiten, als es hier ohne vielosofen und überkandideltem Geschwätze in aller Freundschaft zuging.

    Wie gesagt, das waren noch Zeiten.

  10. #59
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Nun, wenn ich mich recht erinnere waren es mitte 2001 (als ich mich zum ersten Mal hier angemeldet habe) nur zwei händevoll Philosophen, die über Thailand philosophiert haben. Heute ist es tatsächlich anders, heute ist es ratsam Fußnoten anbringen um sich dafür zu rechtfertigen :P

  11. #60
    Avatar von DisainaM

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    Re: Isaan zufrieden mit ausländischen Ehemännern

    Zitat Zitat von woody",p="393990

    Bis vor einigen Jahrzehnten definierte sich Thailand, wie jeder Feudalgesellschft über seinen Herrscher und nicht über das Volk.

    Das heutige Thailand versucht, ähnlich wie die europäsischen Länder vor ca. 150 Jahren zu einer Nationalstaatlichkeit zu finden.
    Diese Suche nach der Nationalstaatlichkeit stellt sich teilweise sehr unterschiedlich dar.

    Eine stark verankerte Richtung ist es,
    sich über die Reinheit des Blutes zu definieren.
    So weisen manche Thais untereinander sich darauf hin, dass ihr Blut zu 100 % reines Thaiblut ist.
    Lukkruengs in der 2 Generation, ("wo was anderes mit reingemischt wurde"), wird damit als 2.klassiger Thai klassifiziert.
    Seit den Verirrungen im Nachbarland Kambodscha ist diese Entwicklung der "Pol Pot-Ideologie" mit vorsicht weiter zu beobachten.

    Eine andere Richtung definiert sich über die Zugehörigkeit zu den "Thai-Werten".
    Wer in diesem Regelwerk lebt, wird als zugehörig anerkannt, unabhängig, wieweit sein Blut gemischt ist.
    Gefahr droht hier allenfalls durch verschiedene Abgrenzungstechniken gegenüber denjenigen, die man als Nicht-Zugehörig sieht, also das "Fremde".
    Gegen diese fremden Einflüsse grenzt man sich entweder zurückhaltend ab, oder, im Falle von "fremden Menschen" auch offensiv, durch die Sattahbaan oder Union Satarter oder sonstigen Abgrenzungsprogramme.

    Als der König vor einigen Jahren vor den doppelten Standarts in der Behandlung der Mitmenschen warnte,
    waren auch diese Abgrenzungsprogramme gemeint,
    die so manchen Zugereissten das Leben schwer machen.

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