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Haftbefehle erlassen!

Erstellt von Samuianer, 15.08.2008, 06:26 Uhr · 53 Antworten · 4.206 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Samuianer

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    Klar, ohne Frage!

    Wenn das die Politiker nicht in die "Haende" nehmen wollen, dann wird es, wie es aussieht, die Buerokratie, sprich Judikative tun!

    Erinnere an die Neujahrsansprache des Koenigs, meine mal es war zum 2. Amtsantritt von Mr.T., da sprach der Koenig lange ueber Korruption und das er befuerchtet das Korruption so weit in die Wurzeln der Gesellschaft gewachsen ist, das keiner mehr so richtige erkennen kann wann diese beginnt und wie weit sich diese erstreckt.

    Auch seine Anregung zur Kritikfaehigkeit, mit seinem Selbstbeispiel: "Wenn ich was falsch gemacht habe und die Leute sagen: Da hast du was verbockt! Dann werde ich versuchen das nach allen Kraeften zu richten, und mich nicht ueber die Besorgten aergern und diese verdammen, die wollen ja nur helfen!"

    Wer weiss ob ohne seine Weisungen sich in der Affaere ueberhaupt etwas getan haette.

    Im Nachhinein heisst es ja das der Kronrat denn (letzten) Coup mindestens begruesst habe!

    Warten wir ab, wie sich das in die Zukunft entwickeln wird.
    Auf alle Faelle ein Mega-Schritt in die richtige Richtung!

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    Zitat Zitat von Samuianer",p="620637
    Erinnere an die Neujahrsansprache des Koenigs, meine mal es war zum 2. Amtsantritt von Mr.T., da sprach der Koenig lange ueber Korruption und das er befuerchtet ...

    Wer weiss ob ohne seine Weisungen sich in der Affaere ueberhaupt etwas getan haette.
    Tja, in der Öffentlichkeit und (im Sinne des Respekts für König und Könighaus - und somit eingeschränkten Meinungsfreiheit) sind es Weisungen. Bewahre ich Respekt und spreche dennoch frei (und beschreibe es rein aus meiner Sicht), dann nenne ich es Warnungen. bzw. in Richtung Herrn Taxin mit dem Scheunentor gewunken.

    Seien wir doch auch hier- und auf dieser Ebene, repekvoll sowie diplomatisch dass es kracht - aber doch nicht naiv.

  4. #23
    Avatar von Samuianer

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="620644
    .....edit....
    Tja, in der Öffentlichkeit und (im Sinne des Respekts für König und Könighaus - und somit eingeschränkten Meinungsfreiheit) sind es Weisungen. Bewahre ich Respekt und spreche dennoch frei (und beschreibe es rein aus meiner Sicht), dann nenne ich es Warnungen. bzw. in Richtung Herrn Taxin mit dem Scheunentor gewunken.

    Seien wir doch auch hier- und auf dieser Ebene, repekvoll sowie diplomatisch dass es kracht - aber doch nicht naiv.

    Ja klar, halt die hiesige Art und Weise mit Konfliktpersonen umzugehen, besonders halt mit Personen hoeheren gesellschaftliche Ranges.

    Ist halt so... selbst der Strauchdieb kriegt nochmal 'ne Chance und je "groesser der Strauchdieb" je' groesser die Chance, (innerhalb der Verhaeltnissmaessigkeit, werden de Mittel gewaehlt) Krokodilshaut Politik!

    Und halt die omnipraesente vaeterliche Vergebungshaltung, ganz im Rahmen des Gesellschafts-und Sittenkodexes, des Oberhauptes der thailaendischen Familie.

    Strenge waltet erst wenn die vorgegebene Linie uberschritten wurde, das "Mass voll" ist!


    (Zu "auf dieser Ebene, repekvoll sowie diplomatisch dass es kracht - aber doch nicht naiv. " fehlt mir der Faden....!?)

  5. #24
    Avatar von Serge

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    The unseen hand.

  6. #25
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    @ Serge
    Ich glaub´ wir haben uns schon gesehen, wo wir uns getroffen hatten.
    [/img] :-)

  7. #26
    Avatar von Samuianer

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    Zitat Zitat von Serge",p="620666
    The unseen hand.
    ...like in "the Phantom of the Opera"!

  8. #27
    Avatar von Serge

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    schau mir in die augen kleines. ;-D

    Na ja, vielleicht so aehnlich ohne oper.

  9. #28
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    Serge hat es verstanden- oder?

    Naja, es gibt einmal die Kunst das verständlich auszudrücken, was nicht ausgesprochen werden darf - aber auch den Gegenpart:

    Die Kunst zu verstehen, was in der Absicht verständlich und dennoch codiert ausgesprochen (bzw. ausgedrückt) wurde.

    Eigentlich ist das Spielchen sehr Thai und kennt so einige Spielformen von schüchtern, über Todernst, schelmich, leicht arrogant, schmeichelhaft oder wie hier spielerisch - aber irgendwo bestimmt nur Kauderwelsch für Egozentriker, die tendenziell eher das antizipieren was ihnen am besten in den Kram passt

    Aber was die besagte Thaimanier der Konfliktvermeidung und des "Laufenlassens" anbelangt klingen mir die Erläuterungen aus Samui ein wenig zu klischeehaft am Rande. Es klingt für mich (all non-due respect) irgendwo ein wenig nach zusammengeklaubt und gesammelt.

    Um zu verstehen weshalb man hier oft "gewähren- und laufen lässt", sollte man auch das Motiv kennen. Und hier glaube ich, dass es eine Mischung aus berechtigter Angst und Weisheit ist. Man möchte vor allem eine Eskalation vermeiden und die niederen Gefühle der Mitmenschen nicht nähren oder gar provozieren. Um zu vermeiden dass diese sich gegen einen wenden und man letzten Endes selbst davon befallen wird. Die alten Chinesen wussten übrigens schon, dass wer die Wahrheit sprechen möchte, ein schnelles Pferd reiten sollte.

    Die Kunst des Laufenlassens, bis der Tiger sich überschätzt und in einen Abgrund und zu tode stürzt, - ohne dass man ihm je etwas schlechtes gewünscht hätte. Das ist das Ideal! Wenn er aber zuviel unfug treibt, bekommt er eben einen leichten Schubs. Das ist die Weisheit die dem Westen wohl fehlt, weil es dort nie Tiger gegeben hat, und Säbelzahntieger lange ausgestorben sind - oder?

  10. #29
    Avatar von Samuianer

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    So, so, nett umschrieben, wie Samui da nun ins Spiel kommt.....



    Aus den eigenen Reihen wird Samak vorgeworfen nicht genug fuer Taxins Image getan zu haben und die Opposition wirft ihm vor zu zulassen das der Mann das Ansehen des Koenigreichs und die Integrietaet der der Gerichte und deren Rechtsprechung befleckt.

    Wie war das mit dem Kuchenkarton, den darin enthaltenen 2 Mill. und die dafuer verantwortliche, bereits verurteilten Anwaelte und Handlanger?


    TiT

  11. #30
    Avatar von Hippo

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    Re: Haftbefehle erlassen!

    Hier so eine Art Nachruf auf Thaksin.

    17. August 2008, 02:43 Uhr
    Von Sophie Mühlmann In Singapur
    Hochmut und Fall eines Populisten
    Thailands reicher Ex-Premier Thaksin setzt sich nach England ab, wo er ins Fußballgeschäft eingestiegen ist

    Thaksin Shinawatra, der "Berlusconi Asiens", ist beleidigt. Thailands ehemaliger Premier hielt sich stets für unangreifbar, doch jetzt will man ihn zu Hause wie einen normalen Bürger behandeln und sogar verurteilen. Da kneift er lieber, setzt sich diese Woche ab nach England und schmollt.

    Thaksin nimmt den Mund gern voll: Mal nannte er sich selbst "Asiens neuen Dschingis Khan", mal ganz unbescheiden "Südostasiens beliebtesten Staatsführer". Doch das ist lange her. Zugegeben: Als Staatschef hatte er einiges erreicht - für Thailand und für sich selbst. Seine Karriere hat der 59-Jährige, der in der nordthailändischen Provinz Chiang Mai zur Welt kam, als einfacher Polizist begonnen. An der Polizeikadettenschule stieß er auch auf sein künftiges Lebensmotto: "Es ist besser zu sterben, als wie ein Verlierer zu leben".

    Nach einem Studium in den USA stürzte er sich kopfüber in seine wahre Leidenschaft: Big Business. In den späten 80er-Jahren begann Thaksin mit dem Aufbau seines Telekommunikationsimperiums - jener mächtigen Shin Corp. Plc, die ihn zum reichsten Tycoon Thailands machte. Die Hälfte der Shin-Anteile war im Januar 2006 für umgerechnet 1,56 Milliarden Euro an die Singapurer Anlagegesellschaft Temasek Holdings verkauft worden - steuerfrei ausgehandelt für die Familie Thaksin. Das war der Stein des Anstoßes, der vor zwei Jahren zu Thaksins Sturz geführt hatte.

    Seine zweite große Passion fand der glatt gescheitelte Selfmademan mit chinesischen Vorfahren während der 90er-Jahre: die Politik. 1998 gründete er die Partei Thai Rak Thai (Thais lieben Thais). Die einfachen Leute waren begeistert. Sein lautstarker Nationalismus kam beim Volk gut an. Der charismatische Ex-Polizist wurde zum Premierminister gewählt. Auch die Wirtschaftsführer mochten seinen Stil: Thaksin führte das Land wie ein Vorstandsvorsitzender. Durch seine "Thaksinomics" gelang ihm ein neuer Boom in Thailand. Den Menschen ging es - auch mit erschwinglichen Kleinkrediten für kleine Bauern - spürbar besser.

    Und Thaksin Shinawatra wurde der erste thailändische Ministerpräsident, der in dem putschgewohnten Land eine gewählte Regierung durch die gesamte vierjährige Legislaturperiode führte und sogar wiedergewählt wurde. Doch die Stimmen mehrten sich, die Thaksins autoritäres Regime und seinen Mangel an Kritikfähigkeit anprangerten. Seine Gegner warfen ihm Machtmissbrauch und Korruption vor. Die Vorwürfe - so berechtigt sie auch waren - konnten dem alerten Premier jedoch nichts anhaben. "Don't worry", sagt er immer wieder grinsend in die Mikrofone, "ich habe alles im Griff." Der Shin-Verkauf aber, mit dem das größte thailändische Unternehmen ins Ausland ging, brachte das Fass zum Überlaufen.

    Nach über fünf Jahren an der Macht wurde er im September 2006 in einem unblutigen Militärputsch gestürzt. Er floh ins Exil nach Großbritannien und vertrieb sich die erzwungene politische Auszeit mit einer neuen Leidenschaft: Fußball. Der Multimilliardär kaufte den renommierten britischen Club Manchester City für umgerechnet 164 Millionen US-Dollar.

    Wen wundert's, dass Thaksin sich auch hier einen Namen als erratisch handelnder Tyrann machte. Um den Club "wieder an seinen rechtmäßigen Platz in der englischen Liga zu bringen", kaufte er den früheren Coach der britischen Nationalmannschaft, Sven-Göran Eriksson, ein und investierte große Summen in neue, illustre Spieler. Als die Mannschaft aber nach ersten Erfolgen plötzlich nicht mehr ganz so ruhmreich spielte, feuerte Thaksin den Trainer ohne Vorwarnung und ohne auf den Rat der Profis zu hören. Er wollte Fußballweltstars wie Barcelonas Ronaldinho nach Manchester holen, doch es kam nicht dazu. Das Phänomen Thaksin: große Worte, dramatische Gesten, Selbstüberschätzung.

    Unterdessen fürchtete die Junta daheim in Thailand Thaksins politisches Comeback, denn bei der Landbevölkerung war er stets populär geblieben. Seine Anhänger gewannen unter dem Namen einer neuen Partei Ende 2007 die ersten Wahlen nach dem Putsch - und mit dramatischem Auftritt kehrte der Mentor in die Heimat zurück. Nach der Landung in Bangkok warf er sich zu Boden und küsste die thailändische Erde. Er war heimgekehrt, um sich den Korruptionsvorwürfen zu stellen und "seinen Namen rein zu waschen". Doch er hatte sich wohl verrechnet.

    Als seine Frau Pojaman im vergangenen Monat wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, bekam es der selbstgewisse Politiker offenbar mit der Angst zu tun. Anstatt sich in der vergangenen Woche nach Rückkehr von der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele vor Gericht in Bangkok einzufinden, wo noch ein halbes Dutzend Verfahren wegen Korruption und ähnlicher Vergehen anstehen, bestieg das Paar in Peking kurz entschlossen ein Flugzeug nach London.

    Von dort aus wettert Thaksin nun gegen die politische Hexenjagd, die gegen ihn betrieben werde, gegen unfaire Justiz und Diktatur zu Hause. Seine Nachricht an sein Volk kam handgeschrieben per Fax in Bangkok an und wurde im Fernsehen verlesen. "Wenn ich Glück habe", schrieb der Mann mit dem runden Gesicht und den stets hochgezogenen Augenbrauen, "werde ich auf thailändischem Boden sterben dürfen wie andere Thailänder auch." Wird England ihn ausliefern? Wird er in Abwesenheit verurteilt? Thaksins Spiel geht weiter.

    Welt

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