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Garnelentod

Erstellt von Samuimike, 14.07.2013, 09:45 Uhr · 47 Antworten · 4.535 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Frankie

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    Wenn man eine Freude daran hat, dass es anderen Leuten schlecht geht und die ihre Grundlage für ihr Leben verlieren, dann freut es halt den deutschen Auswanderer-Michel auch gerne doppelt.

  2.  
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  3. #32
    KKC
    Avatar von KKC

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    @JT29, hast Du recht!
    Entweder zusammenführen oder den hier löschen.

  4. #33
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von KKC Beitrag anzeigen
    ... zusammenführen ...
    ..... erledigt.

  5. #34
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    warum graben die Nachrichtenagenturen die alten Nachrichten von vor 3 Monaten wieder aus?
    Ist doch einfach zu erklären. In Schleswig-Holstein sind die innländischen Aquakulturen an Horrormeldungen aus SOA mehr als interessiert.

  6. #35
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Frankie Beitrag anzeigen
    Wenn man eine Freude daran hat, dass es anderen Leuten schlecht geht und die ihre Grundlage für ihr Leben verlieren, dann freut es halt den deutschen Auswanderer-Michel auch gerne doppelt.
    Ich lebe ja in Thailand in einer Gegend die durch Aquakulturen geprägt ist und die Horrormeldungen kann ich nicht nachvollziehen.

    Hier in Rayong-Chantaburi werden in den Aquakulturen neben den Gung* schon seit Jahren Salzwasserfische und Taschenkrebse herangezogen und der Export geht fast ausschliesslich nach Japan. Und die Japaner nehmen nur einwnadfreie Ware.

    *Gung
    Betroffen von der Krankheit ist unter den mehr als 2000 Garnelenarten nur die Sorte "Litopenaeus Vannamei", betont Radke vom Deutschen Seafood-Verband. Diese rund zehn Zentimeter große Garnele wird gerne zum Braten und Grillen genommen.

  7. #36
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Cantor Beitrag anzeigen
    Bei dem Chemiecoktail der in die Zuchttümpel gegossen wird, kein Wunder.
    Das ist doch Quark. Antibiotika verhindert diese Krankheiten.

    Es wird immer mehr auf Antibiotika verzichtet. Fast 30% der Salzwasserkulturen kommen ohne Antibiotika aus, mit der Folge dass sich natürlich auch das Erkrankungsrisiko erhöht.

  8. #37
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Zitat Zitat von Frankie Beitrag anzeigen
    Wenn man eine Freude daran hat, dass es anderen Leuten schlecht geht und die ihre Grundlage für ihr Leben verlieren, dann freut es halt den deutschen Auswanderer-Michel auch gerne doppelt.
    Dieses Phaenomen findet seinen Eingang in die Fachliteratur unter dem Namen Thaiforensyndrom.
    Entscheidender Faktor ist das Relativierende des Betroffenen.

  9. #38
    Avatar von DisainaM

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    nun lebt woody in Rayong, wo sich nicht nur der grösste Teil der Garnelenzucht in Thailand befindet,
    sondern auch andere Unternehmen ihren Sitz haben,
    wir erinnern uns an die explodierte Chemiefabrik oder dem bekanntgewordenen Leck der Ölpipeline im Meer,
    die zu einer Ölrafinerie führte, die in ihrem Betrieb mutmasslich auch schon andere Umweltbelastungen vor Ort verursacht.

    Wie hängt das nun mit der Garnelenzucht zusammen ?

    "Bei uns begann das Problem im August vergangenen Jahres, wir haben 80 Prozent unserer Produktion verloren", sagt Prayoon Hongrat, der in Ostthailand eine Aquafarm betreibt. "Wir müssen Wasser von außerhalb besorgen und ich nehme an, dass unsere Zuchtbecken dadurch kontaminiert wurden."
    In asiatischen Aquakulturen sterben tonnenweise Garnelen

    Das angesprochende Problem,
    vor Ort ist das Grundwasser bekanntermassen vergiftet,
    nun ist auch das Wasser von Ausserhalb betroffen,
    wobei man sich überlegen kann,
    von wie weit ausserhalb das Wasser nach Rayong kommt.

    Was sich hier ankündigt, ist ein Problem, dass in ganz Thailand keine staatliche Verpflichtung zur Analyse der Wasserqualität besteht,
    und so vergiftetes Wasser aus Brunnen in Umlauf kommt,
    das nicht nur für die Garnelen zum Problem wird.
    Die Tiere sind gewissermassen ein Indikator, an dem man ablesen kann,
    dass etwas nicht in Ordnung ist,
    und deshalb für die Menschen eine Warnung sein sollte.

    Das Problem ist hinreichend bekannt, sonst hätte man ja nicht vor langer Zeit mit der Zulieferung des Wassers von "Ausserhalb" begonnen.

    Was den Boden der Garnellenteiche angeht, so wird dieser reglmässig renoviert,
    was in Thailand so aussieht,
    dass ein Garnellenzüchter irgendwo ein Grundstück von 50 Rai kauft,
    und den Boden ausbaggern lässt.
    In die Kuhlen kommt dann der vergiftete Aushub aus den Garnellenteichen,
    während der gesunde Mutterboden zur Auffrischung der renovierten Garnellenteiche verwendet wird.
    So läuft das schon seit Jahren, um die Garnellenzucht am laufen zu halten.

    Diese 50 Rai Grundstücke werden dann regelmässig verkauft,
    und auf manchen dieser Grundstücke stehen heute kleine Siedlungen.

    Nur beim jetzt aufgekommenden Problem,
    nämlich dass das Wasser im weiteren Umkreis um Rayong ebenfalls vergiftet ist,
    ändert das nichts,
    da hilft es nur, in Gebiete umzuziehen, wo man noch unvergiftetes Wasser bekommen kann.

  10. #39
    Willi
    Avatar von Willi
    Wie sieht denn so ein Garnelentod aus ? Kann das jemand etwas detailierter darstellen. Müssen sie lange mit dem Tod ringen oder geht das innerhalb von 5 Min. über die Bühne ?

    Bei Mücken ist dieses Phänomen ja bekannt. Deshalb werden sie ja auch vorher injiziert.


  11. #40
    Willi
    Avatar von Willi
    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    wir erinnern uns an die explodierte Chemiefabrik oder dem bekanntgewordenen Leck der Ölpipeline im Meer,
    die zu einer Ölrafinerie führte, die in ihrem Betrieb mutmasslich auch schon andere Umweltbelastungen vor Ort verursacht.

    Wie hängt das nun mit der Garnelenzucht zusammen ?


    In asiatischen Aquakulturen sterben tonnenweise Garnelen

    Das angesprochende Problem,
    vor Ort ist das Grundwasser bekanntermassen vergiftet,
    nun ist auch das Wasser von Ausserhalb betroffen,
    wobei man sich überlegen kann,
    von wie weit ausserhalb das Wasser nach Rayong kommt.
    Klingt alles ganz logisch. Viel interessanter würde ich finden, was die Behörden unternehmen um die Bevölkerung zu schützen ? Denn diese sind ja schließlich abhängig vom Grundwasser als Nahrungsmittel.

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