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Forscher warnen vor neuem Beben

Erstellt von Pacifica, 18.03.2005, 18:16 Uhr · 10 Antworten · 1.157 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Pacifica

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    Forscher warnen vor neuem Beben

    Noch immer sind die Auswirkungen der Katastrophe nicht zu uebersehen, schon droht neues Unheil. Der Spiegel berichtet heute darueber:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/e...347069,00.html

  2.  
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  3. #2
    Avatar von zipfel

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    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    servus

    Heute Nacht gab es wieder ein Beben in Indonesien 6,2 aber keine Schäden ( wie auch )


    ts

  4. #3
    Avatar von funfun

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    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    Bisher hat es noch niemand geschafft ein Erdbeben zuverlässig vorherzusagen, deshalb sind alle diesbezügliche Aussagen nur Spekulation.

  5. #4
    Avatar von Samuianer

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    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    Zitat Zitat von funfun",p="225829
    ... diesbezügliche Aussagen nur Spekulation.
    Und Lueckenfueller - nachdem was passiert ist verkauft sich alles was mit Tsunami, Erdbeben etc. zu tun hat...ganz einfach! Der Spiegel ist sowieso nicht mehr auf dem Niveau auf dem er sich mal zu Augsteins Zeiten befand.. aber was solls auch die muessen Umsaetze machen - mangels radikaler Studenten brauche sie halt neue Themen.

  6. #5
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    Gewaltiger Erdstoß erschüttert Japan

    Tokio (AP) Japan ist zum zweiten Mal in sechs Monaten von einem gewaltigen Erdstoß erschüttert worden. Dabei wurde am Sonntag eine 75-jährige Frau in der Stadt Fukuoka von einer einstürzenden Wand erschlagen, wie ein Behördensprecher mitteilte. Mindestens 381 Menschen wurden verletzt. Der Erdstoß der Stärke 7,0 löste eine Tsunami-Warnung aus, die nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde.

    Quelle: Yahoo

    Vielleicht ist ja an der Warnung doch was dran.

    Erst Erbeben im Irak, dann Ausbruch dem Mount St. Helens in den USA, jetzt Erbeben in Japan. Irgendwie scheint eine Erschütterung der tektonischen Platten rund um die Welt zu laufen. Um das zu beuerteilen bräuchten wir schon einen Experten. Ist nur so meine laienhafte Meinung.

    René

  7. #6
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    Zitat Zitat von Rene",p="226150
    Um das zu beuerteilen bräuchten wir schon einen Experten.
    Ich bin zwar kein Experte, habe aber einen Zeitungsartikel verfügbar
    17. März 2005 Das Erdbeben vor Sumatra, das am zweiten Weihnachtstag des vergangenen Jahres den verheerenden Tsunami im Indischen Ozean auslöste, war erheblich stärker als bisher vermutet. Nach einer genauen Auswertung langperiodischer Seismogramme berechneten amerikanische Seismologen für die Magnitude des Erdbebens einen Wert von 9,3. Bisher war die Stärke mit 9,0 angegeben worden.

    Die Veränderung um 0,3 Punkte bedeutet, daß das Beben etwa zehnmal so energiereich war wie bisher angenommen. Selbst heute noch schwingt die Erde wie eine Glocke. Offenbar führte das Sumatra-Beben auch zu erhöhter Aktivität an manchen Vulkanen.

    Oberflächenwellen-Magnitude

    Je stärker ein Erdbeben ist, desto schwieriger ist es, seine Magnitude genau zu erfassen. Das liegt daran, daß die Perioden der von einem Erdbeben ausgelösten seismischen Wellen mit zunehmender Magnitude immer länger werden. Kleinere Beben mit Magnituden bis zu fünf strahlen ihre Energie hauptsächlich in seismischen Wellen ab, deren Periode etwa eine Sekunde lang ist.

    Aus der Amplitude dieser Wellen wird die Magnitude gemäß der Richter-Skala berechnet. Bei stärkeren Beben steckt dagegen der größte Teil der Energie in Wellen mit Perioden von mehr als zwanzig Sekunden. Weil sich diese Wellen entlang der Erdoberfläche ausbreiten, berechnen die Seismologen daraus die sogenannte Oberflächenwellen-Magnitude eines Erdbebens.

    Ähnlich einer Glocke

    Bei Beben mit Magnituden von mehr als acht läßt sich die Stärke dagegen nur aus dem "seismischen Moment" berechnen. Diese Größe wiederum wird in einem aufwendigen mathematischen Verfahren aus den Aufzeichnungen vieler Erdbebenstationen bestimmt. Für das Sumatra-Beben wurden dazu zunächst die Registrierungen von Wellen mit Perioden von fünf Minuten herangezogen. Daraus errechneten Mitarbeiter des amerikanischen Geologischen Dienstes in Golden (Colorado) eine Magnitude von 9,0.

    Jetzt haben Seth Stein und Emile Okal von der Northwestern University in Illinois die Amplituden von Schwingungen mit noch längerer Periode untersucht. Starke Erdbeben geben der Erde einen derart starken Ruck, daß der ganze Erdkörper zu schwingen beginnt - ähnlich einer Glocke, die mit einem Klöppel angeschlagen wird. Bei diesen "Eigenschwingungen" kann sich beispielsweise der gesamte Erdkörper ausdehnen und wieder zusammenziehen. Er kann aber auch seine Form verändern und rhythmisch zwischen der Form einer Kugel und der eines Rugbyballs hin- und herschwingen. Diese Art der Eigenschwingung hat eine Periode von 54 Minuten. Nach dem Beben von Sumatra betrug ihre Amplitude im Durchschnitt 0,1 Millimeter.

    Das zweitgrößte Beben

    Es erscheint auf den ersten Blick recht gering, wenn sich der Erdboden innerhalb von knapp einer Stunde rhythmisch um einen Zehntelmillimeter bewegt. In dieser Bewegung steckt aber eine außergewöhnlich große Energie, denn die Schwingungen erfassen den gesamten Erdkörper.

    Aus den Untersuchungen der Eigenschwingungen berechneten Stein und Okal nun für das Sumatra-Beben eine Magnitude von 9,3. Damit wäre das Erdbeben vom 26. Dezember 2004 das zweitgrößte Beben, das seit Einführung von Seismometern vor mehr als hundert Jahren registriert wurde. Das bisher stärkste Erdbeben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich am 22. Mai 1960 im Süden Chiles.

    Auf einer Länge von 1.200 Kilometern

    [highlight=yellow:0fe2a26628]Auch heute noch halten nicht nur die vom Sumatra-Beben ausgelösten Eigenschwingungen des Erdkörpers an.[/highlight:0fe2a26628] In dem Bereich zwischen Sumatra und den Andamanen-Inseln ereignen sich täglich noch Dutzende von Nachbeben. Im Vergleich zum Hauptbeben ist die in allen diesen Nachbeben enthaltene Energie aber extrem gering. Insgesamt ist sie nicht größer als die seismische Energie eines einzigen Bebens der Magnitude von 7,5.

    Mittlerweile liegen auch genaue Informationen über den Ablauf des Erdbebens vor Sumatra vor. Das Erdbeben nahm in etwa zwanzig Kilometer Tiefe wenige Kilometer nördlich der vor der Westküste Sumatras gelegenen Insel Simeulue seinen Anfang. Der Bruch im Gestein breitete sich dann entlang des Sundagrabens auf einer Länge von 1.200 Kilometern in Richtung Norden aus und erreichte nach etwa sieben Minuten die Andamanen-Inseln. Die Verschiebung der beiden Gesteinsschollen betrug dabei stellenweise bis zu zwanzig Meter. Insgesamt steckte in dem Erdbeben etwa soviel seismische Energie wie in allen Erdbeben auf der Erde in den Jahren 1976 bis 1990 zusammen.

    Die Grundlage für die Untersuchungen

    Die Erdoberfläche schwang beim Durchgang der seismischen Wellen so stark wie noch nie. Auf Sri Lanka wurde eine Amplitude von 9,2 Zentimetern gemessen, in Ecuador, dem Antipoden des Epizentrums, betrug sie immerhin noch einen Zentimeter. Diese Oberflächenwellen bewegten sich in den ersten Stunden nach dem Beben mehrmals um die Erde.

    Allerdings wurden die Bewegungen von den Menschen nicht wahrgenommen, denn die Periode der Schwingungen betrug mehr als zwei Minuten. Sie können aber von empfindlichen Breitband-Seismometern aufgezeichnet werden. Die Aufzeichnungen wiederum sind die Grundlage für die Untersuchungen der Seismologen.

    Eine mehrere Meter hohe Flamme

    Offenbar waren die Schwingungen der Erde in der Lage, an einigen Vulkanen Magmabewegungen auszulösen. So wurden am 11.000 Kilometer vom Epizentrum entfernten Mount Wrangell in Alaska immer dann Schwärme kleiner Erdbeben gemessen, wenn die vom Sumatra-Beben ausgelösten Oberflächenwellen Alaska unterquerten.

    Der indische Geophysiker Vineet Gahalaut beobachtete auch, daß ein Schlammvulkan auf der Insel Middle Andaman in den ersten Tagen nach dem Sumatra-Beben besonders aktiv war. Unter anderem entzündete sich das von ihm ausgestoßene Methangas, und tagelang stand eine mehrere Meter hohe Flamme über seinem schlammigen Krater.
    Text: hra, F.A.Z., 16. 03. 2005

  8. #7
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    Danke Ralf, interessanter Artikel.

    René

  9. #8
    Avatar von MadMovie

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    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    @ Ralf aus Do,

    weil das Beben so stark war, haben die Messgeräte verrückt gespielt und die Geophysiker in Indonesien und auf den Hawaii Inseln haben geglaubt, es hätte nur Stärke 6,4 (Plus Minus einige Zehntel) auf der Richter Skala.
    Im Moment versuche ich für meine Fortsetzungsgeschichte im Literarischen noch heraus zu bekommen, ob das System GEOFON der Potsdamer Geophysiker den exakten Wert geliefert hat (die haben es am 26. 12. 2004 nach 12 Minuten ins Internet gestellt).

  10. #9
    Avatar von Samuianer

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    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    Zitat Zitat von MadMovie",p="226394
    .. ob das System GEOFON der Potsdamer Geophysiker den exakten Wert geliefert hat...
    Besagt ja der Artikel das es mit Zunahme der Staerke des Bebens schwieriger wird exakt den Grad der Schwere zu bestimmen.

    Jede Einheit nach dem . um die ein Beben nach der Richterskala bewertet wird ist um ein viefaches staerker als die Mess-Einheit zuvor.

    Ein Punkt mehr auf der Skala bedeutet einen etwa zehnfach höheren Ausschlag und die 32-fache Energiefreisetzung (logarithmischer Anstieg).

    Eine Stärke (Magnitude) von 2 oder weniger wird als Mikroerdbeben bezeichnet, da es von Menschen oft nicht wahrgenommen werden kann und nur von lokalen Seismographen erfasst wird. Beben mit einer Stärke von etwa 4,5 und höher sind stark genug, um von Seismographen auf der ganzen Welt erfasst zu werden. Allerdings muss die Stärke über 5 liegen, um als mäßiges Erdbeben angesehen zu werden.

    Aufgrund ihrer Definition ist die Richterskala nach oben theoretisch unbegrenzt, die physischen Eigenschaften der Erdkruste machen ein Auftreten von Erdbeben der Stärke 9,5 oder höher nahezu unmöglich, da das Gestein nicht genug Energie speichern kann und sich vor Erreichen dieser Stärke entlädt. Die Platten zerbröseln sozusagen. Das stärkste Erdbeben seit der Einführung der Richterskala ereignete sich 1960 im Pazifischen Ozean vor der Küste Chiles: Es wurde ursprünglich mit 8,6 bewertet, später aber dann von verschiedenen Institutionen (einschließlich der US Geological Survey) auf 9,5 aufgewertet. Ein mit 9,2 ähnlich starkes Erdbeben ereignete sich vier Jahre später im März 1964 im Prince William Sound in Alaska. Das letzte 9,0+ Beben ereignete sich am 26. Dezember 2004 vor Sumatra (Siehe auch: Erdbeben im Indischen Ozean 2004).

    Für die Beschreibung der Stärke und Zerstörungskraft eines Erdbebens wird hingegen häufig die modifizierte und weiterentwickelte Mercalliskala des Italieners Giuseppe Mercalli (1850-1914) verwendet.Mehr hier:

  11. #10
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Forscher warnen vor neuem Beben

    Erdbeben - oder besser gesagt die messbaren Auswirkungen von Erdbeben - sind ja nunmal 'Wellenphänomene. Ich kann mich düster daran erinnern, mich vor ungefähr 15 Jahren eingehend mit Wellenphänomenen beschäftigt zu haben (jeder der sich eingehend mit Elektrotechnik beschäftigt muß dies für diese bräsige TET Klausur - die mit 60% Durchfallquote - tun).

    Elektromagnetische Wechselfelder und die übertragung von mechanischer Energie ist miteinander vergleichbar, gehorchen beide annähernd den gleichen Gesetzen.

    Ein Erdbeben stellt eine 'unharmonische' Bewegung des Erdbodens dar, daß heißt, das die auslösende Bewegung sich nicht mit einer einfachen Sinusfunktion beschreiben läßt. Wie kommt man jetzt auf Wellenlängen? Gehen wir einfach mal dovon aus, daß sich jede unharmonische sich wiederholende Bewegung sich als Überlagerung von einfachen Sinusförmigen Bewegungen darstellen läßt. Rechentechnisch heißt das ganze Fourier-Transformation. Die Bewegungen (Wellen) geringerer Wellenlänge - höherer Frequenz - geben auf ihren Ausbreitungsweg betrachtet mehr ihrer Energie ab als die niederfrequenten Anteile. Wir gehen jetzt hier einfach mal davon aus, daß die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen weitgehend konstant ist. Bei der Betrachtung, daß diese Wellen sich nicht in der Unendlichkeit verlieren, sondern die Erde durchlaufen, wird klar daß in Frequenzbereichen, bei denen eine Welle nach dem Umlauf um die Erde phasengleich - Maximum trifft auf Maximum - mit der erzeugenden Schwingung ist sich nicht so einfach löscht. Dies Wellen gehorchen der Eigenresonanz der Erde.

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