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Es gärt in Myanmar

Erstellt von Rene, 20.09.2007, 20:25 Uhr · 175 Antworten · 7.392 Aufrufe

  1. #121
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Es gärt in Myanmar

    Zitat Zitat von Sioux",p="533108

    Und Demokratie forderte von den Demonstranten keiner. Wie kommt ihr auf so eine tolle Idee?
    Aehhm, sie haben es selbst gerufen, auf englisch und birmesisch. Habe es im TV/net gesehen und gehoert. Die wollten keinen Sturz (auch wenns aufs selbe herausgekommen waere), aber sie wollten "Democracy!" Der Wunsch war nicht zu ueberhoeren.

    Und er wird brutal unterdrueckt und zusammengeschlagen.

    Chock dii, hello_farang

  2.  
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  3. #122
    Avatar von E.Phinarak

    Registriert seit
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    1.516

    Re: Es gärt in Myanmar

    „China ist der größte Handelspartner und der größte Investor in Birma“, sagt Wirtschaftswissenschaftler Sean Turnell, Birma-Experte an der Macquarie University in Sydney. Mit großzügigen Krediten der chinesischen Entwicklungsbank finanziere Birma den Ausbau seiner Infrastruktur. Straßen, Eisenbahnstrecken, Staudämme – überall im Land sind Chinesen an großen Projekten beteiligt.


    http://www.zeit.de/online/2007/40/china-birma[/url][/quote]

  4. #123
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Es gärt in Myanmar

    Wenn ihr euch mal die Wirtschaftsdaten anseht werdet ihr feststellen, dass das thailaendische Handelsvolumen mit Burma dreimal so stark ist wie das chinesische.
    Ist ja schoen wenn ein Wirtschaftswissenschaftler etwas anderes behauptet. Vielleicht sollte er aber ganz einfach nur mal seinen Job machen.

    Imd Uebrigen geht es um FREIHEIT. Die Leute haben schlicht nichts mehr zum beissen. Was ist das denn Demokratie? Was sollen die Menschen in Burma jetzt damit anfangen?
    Entschuldigung, aber das ist doch kalter Kaffee!

    Wir sprechen hier von einem Land in dem mehr Kindersoldaten kaempfen als in jedem anderen Land der Welt, wahrscheinlich mehr als in allen afrikanischen Laendern zusammen, und das auf beiden Seiten, und ihr faselt von Demokratie.

    Sioux

  5. #124
    Avatar von kcwknarf

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    10.249

    Re: Es gärt in Myanmar

    Sag mal, Sioux, du hast den Link von #99 nicht verfolgt, oder?

    Demnach müsste man auch Deutschland boykotieren. Einige Auszüge:

    "Deutsche und europäische Burma Gruppen sind besorgt, ob die Bundesrepublik wieder härtere Sanktionen verhindern wird, wie sie es in der Vergangenheit auch getan hat.
    Daher ist für heute eine Demonstration vor der deutschen Botschaft in London angesetzt.

    Deutschland war einer der engsten Wirtschaftspartner Burmas. Nach dem Putsch von 1962 war Deutschland das erste Land, daß wirtschaftliche Beziehungen mit Burma 1986 wieder aufnahm, trotz der selbst-erhobenen Isolationspolitik der Generäle Burmas. Richard von Weizsäcker besuchte das Land 1986. Während seines Besuches wurden Studenten und Bewohner Rangoons gezwungen, sich an der Straße aufzureihen, um Weizsäcker zu begrüßen. Einige von ihnen standen mehrere Stunden in der Februar Hitze, fielen in Ohnmacht und mussten später im Krankenhaus behandelt werden.
    1988 wurden bei den blutigen Massakern friedliche DemonstrantInnen mit von Deutschland produzierten G.3 Gewehren erschossen.

    Alleine in 2006 war Deutschland der größte europäische Importeur burmesischer Waren (102 Millionen Euro). Im selben Jahr exportierte Deutschland Waren im Wert von 32 Millionen Euro nach Burma..."

    Aber anstatt nun Länder wie China, Russland, Thailand oder Deutschland zu boykottieren, sollte man an die eigentlichen Hardliner ran. Und die sitzen in Burma.
    Mit Warenboykott trifft man leider zu sehr die Bevölkerung, denen es eh schon nicht so gut geht.
    Gilt auch für Touristenboykott.

    Und ich bleibe dabei: es macht weiterhin mehr Sinn, zu den olymp. Spielen zu fahren und dort vor laufenden Kameras zu demonstrieren, als zu Hause zu sitzen und den Fernseher aus zu lassen. Weder die UDSSR noch die USA haben nach ihren Boykott-Spielen ihre damalige Haltung geändert.

  6. #125
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Es gärt in Myanmar

    @kcwknarf, ich bin ja auch gegen einen Boykott und gegen ein Wirtschaftsembargo.

    Das trifft immer die falschen. Die Demonstrationen wurden ja auch durch die verheerende wirtschaftliche Lage ausgeloest.Helfen kann nur eine schleichende Oeffnung des Landes. Und da kann der Tourismus einen entscheidenden Beitrag dazu leisten.

    Ich warne nur vor der naiven Meinung, dass wenn die Junta abtreten wuerde, woran ich die naechsten zehn Jahre ohnehin nicht glaube, alles besser werden wuerde.

    Sioux

  7. #126
    Avatar von Mr_Luk

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    3.114

    Re: Es gärt in Myanmar

    Zitat Zitat von Sioux",p="533208
    Ich warne nur vor der naiven Meinung, dass wenn die Junta abtreten wuerde, woran ich die naechsten zehn Jahre ohnehin nicht glaube, alles besser werden wuerde.
    Selbstverständlich - dann läuft ganz einfach "das übliche Programm" ab, das nach der Befreiung von anderen (unterentwickelten) Ländern auch abgelaufen ist. Mehr oder weniger kaotische politische Entwicklung, mehr oder weniger umfagreiche und weitreichende Blutrache an den ehemaligen Machthaberschärgen. Der Kampf um die Sicherung des "Korruptionspotentials" innerhalb der neuen Seilschaften. Sowie 'taufrische' Verschwörungen mit den neuen "Bossen" innerhalb der neuen Ordnung und der ganze Rest des Zinobers...

  8. #127
    Avatar von Volker M. aus HH.

    Registriert seit
    22.02.2007
    Beiträge
    4.781

    Re: Es gärt in Myanmar

    Moin moin,

    habe gestern beim Arzt im Stern einen Artikel gelesen.
    Demnach hat England wohl nach der Kolonialzeit einen ziemlichen Scherbenhaufen in Burma hinterlassen.
    Grösste Handelspartner sind China und Thailand. Die Grenze Thailands zu Burma ist lt. einer Karte gespickt mit Flüchtlingslagern. Das ganze Ausmass des Elends ist, glaube ich, noch gar nicht an die Weltöffentlichkeit gedrungen.
    Die schreiben auch, dass die Bevölkerung nicht mehr in der Lage ist, die Mönche mit Spenden zu versorgen. Für einen Buddhisten wohl die Höchststrafe.

    Mit Boykotten wird nur die arme Bevölkerung getroffen. Die lukrativen Einnahmequellen, wie Erdöl und Edelsteine sind fest in der Hand der Machthaber.

    Was tun ??? Im Moment bleibt mir nur Betroffenheit. Zum Hinfahren bin ich zu feige. Vielleicht besuchen wir Ende des Jahres ein, zwei Flüchtlingslager. Ich werde das mal mit meiner Frau diskutieren. Ist ja nicht so weit weg von Samui.

    Gruss Volker

  9. #128
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Es gärt in Myanmar

    Einen ausgezeichneten Artikel gab es letzte Woche in der Sueddeutschen. Sollte man gelesen haben:

    http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/254/134995/

    Sioux

  10. #129
    Avatar von eletiomel

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    1.110

  11. #130
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Es gärt in Myanmar

    Zitat Zitat von Sioux",p="533224
    Einen ausgezeichneten Artikel gab es letzte Woche in der Sueddeutschen. Sollte man gelesen haben:

    http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/254/134995/

    Sioux
    Einfach nur bitter, aber ein sehr guter Artikel.

    Chock dii, hello_farang

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