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Einmarsch in Kambodscha

Erstellt von DisainaM, 15.07.2008, 21:15 Uhr · 218 Antworten · 11.445 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Samuianer

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    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Heute berichtet "The Nation" davon das der Herr Thaksin beschwoert er haette nichts damit zu tun, absolut nichts!

    Ich meine wenn ich mit einer Geschichte nichts am Saum habe, dann brauch ich das doch nicht auch noch zu beschwoeren... ah' Alle wollen diesem guten Mann nur immer Boeses!

    Der Herr Samak betont dies ebenfalls, das sei Alles Propaganda der PAD die das Land teilen und Unfrieden schueren wollen.

    Er beschuldigt den Premier von Kambodscha, Hun Sen den Konflikt heraufbeschworen zu haben, um das fuer seinen Wahlkampf aus zu schlachten, nach den Wahlen wird sich die Situation entspannen.

    Das kann auch zwischen den Zeilen heissen, wenn Hun Sen wiedergewaehlt wurde, ist der Plan der Investitions-Bauvorhaben um den Prae Vihar garantiert!

    Kambodscha es gar nicht noetig da irgendwas herauf zu beschwoeren, hat die UN den Tempel schon '62 diesem Land zugesprochen... als was geht ab?

    Komischerweise stellt sich Thailand d.h. die jetztige Regierung, punkto Beobachter aus der ASEAN Gemeinschaft quer und besteht darauf den "konflikt" bilateral zu loesen, warum?



    ist schon lustisch... hinter all dem steht ein gigantischer Investmentplan... und wer ist wohl der "Investor"?



    Mal abwarten was da noch geht.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von Loso

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    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Zitat Zitat von Samuianer",p="612330
    Kambodscha es gar nicht noetig da irgendwas herauf zu beschwoeren, hat die UN den Tempel schon ´62 diesem Land zugesprochen... als was geht ab?
    Dass der Tempel selber zu Kambodscha gehört, ist in der thailändischen Politik eigentlich ziehmlich unstrittig, es geht um die ca.4,5qkm nordöstlich davon. Da hat man still und leise schon im Jahr 2000 in einem memorandum of understandig den Kambodschanern zugebilligt, eine Serpentinenstrasse an der einzig möglichen Stelle zu bauen, die dann auch 2003 mit einem riesen Fest mit 10.000 Leuten im nationalen Überschwang eingeweiht wurde. 99% Prozent der Thais halten zwar immer noch das ganze Areal samt Tempel für das ihre, die Regierung hatte sich jedoch längst mit der Annex-Karte der Franzosen abgefunden und die Errichtung einer Siedlung am später wegen der Verschmutzung zum Ärgernis gewordenen Grenz-Bach gebilligt. Das Problem ist, dass man nie und nimmer bereit war, dies offiziell und schriftreif zu machen. Die eingereichte Karte zum Weltkulturerbe war dieser causus knacktus, die der weitsichtige Aussenminister abgenickt hat. Durch die aufgestachelten Ultra-Nationalisten der PAD ist somit eine für beide Seiten missliche Lage entstanden. Kambodscha war so unklug, diese Leute festzunehmen, statt abzuschieben, und so das Gebiet weiterhin in gegenseitigem Einvernehmen als eine Art Niemandsland zu behandeln. Beide Seiten wissen, dass sie aufeinander angewiesen sind, wenn man vom Tourismus dort profitieren möchte. Denn auf absehbare Zeit wird der Grossteil der Besucher noch von thailändischer Seite kommen.

  4. #53
    Avatar von Samuianer

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    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Zitat Zitat von Loso",p="612347
    .... Durch die aufgestachelten Ultra-Nationalisten der PAD...
    Na klar, die Jungs wieder, beschrei ich ja... das die die wahren Ruepel in der ganzen Affaere sind!

    Na die Zukunft wird es zeigen... das es eigentlich um ganz was Anderes geht!

    Schaut sich halt jeder seinen Lieblingsfilm an!

  5. #54
    Avatar von Ricci

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    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Hossa,

    hier mal meine Ansicht aus Phnom Penh.

    Das Argument, Hun Sen würde die Situation ausnutzen, um wiedergewählt zu werden, musste ja aus der Thai-Propaganda Maschinerie kommen.

    Hun Sen ist hier noch einige Nummern mächtiger als es Toxin in THL war. Der Wahlkampf ist eine Farce. Ebenso wird das Ergebnis nach den Wahlen an diesem Wochenende ein Witz sein. Wer hier in Kambodscha ernsthaft daran glaubt, daß es auch nur ansatzweise einen fairen Wahlausgang geben wird.....er (oder sie) glaubt wahrscheinlich auch an den Klapperstorch.

    Es ist z.B. jeder oppositionellen Partei verboten, in den Medien gezeigt zu werden. Naja.....verboten stimmt nicht ganz. Eher so: Wenn ein Sender die Opposition zeigt, wird mal kurzerhand die komplette Führungsriege im Vorstand ausgetauscht.

    An den Hauswänden klebende Werbezettel werden in Nacht- und Nebelaktionen wieder weggerissen.

    Oppositions Wahl-Pickups werden kontrolliert und beschlagnahmt.

    Abgesehen davon geht die Vertriebung der einheimischen Bevölkerung im absoluten Berlin-Ghetto-Stil (wie bei Adolf) munter weiter. Leute werden nachts aus den Häusern gezogen, verprügelt oder erschossen, nur Daß Hun Sen seinen zweiten Golfplatz bauen kann. Entschädigung? Wasn das??? Zorn auf Hun Sen? Nööö, wird doch im Keim erstickt. Und wer nicht spurt....so ne alte Klaschnikov kann durchaus noch gut Kugeln spucken.

    Schmiergelddurchzogene Ministerien, 8000 Generäle (!) bei einer Truppenstärke von 12000 Mann. Ein Skandal jagt den anderen und Hun Sen sagt zu seinen eigenen Landleuten im Landkonflikt mit Vietnam: "Ok, macht doch Stress da unten, ich schicke euch ein paar Särge. Ihr Deppen." Alles während er sich live auf allen Kanälen als Messias feiern lässt. Da kennt er nix.

    Seine Sprachgewandtheit und Diplomatie gleichen denen einer usbekischen Bergziege.

    Der Hun Sen hat hier alles fest im Griff. Sagte er nicht neulich:"Danke für die zahlreichen Spenden und für die Entwicklungshilfe. Ich stecke davon 80% in die Armee. Denn nur mit einer starken Armee ist man ein starker Staatschef."

    Es gibt in Kambodscha übrigens mehr "Hummer" Autos als in Thailand. Aber das nur so am Rande erwähnt.

    Hun Sen und die Khmers kümmert's wenig was da im Norden mit dem Tempel vor sich geht. Weiß er doch, daß er die volle Unterstützung der anderen hat. Naja....außer die der Thais natürlich.

    Schade, daß sich die Thais (mal wieder) schamlos blamieren. Ich glaube, daß es bald nach dem Credo geht: Ist der Ruf erst ruiniert.......usw. Die Kambodschaner machen das jedenfalls schon so.


    Gruss
    Der Khmer-Schreck

  6. #55
    Avatar von Hippo

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    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Donnerstag, 24. Juli 2008
    Streit um grenznahen Tempel
    Kriegsgefahr


    Ein alter Tempel, ein kleines Stück Land, auf dem seit Jahren Gestrüpp wuchert: Trotzdem ist der Streit um die Preah-Vihear-Anlage zwischen Thailand und Kambodscha plötzlich zur echten Kriegsgefahr eskaliert. Für beide Seiten geht es je nach Sichtweise um Ehre und Vaterland - oder auch Geschäfte und Korruption.

    Rund 2000 Soldaten stehen sich an der Grenze rund 400 Kilometer nordöstlich von Bangkok gegenüber. Die 900 kambodschanischen Familien, die in der Nähe der Touristenattraktion wohnen, sind geflüchtet. Als die Kambodschanerin Sor Sarom vor wenigen Tagen in einer Pagode 600 Meter vom Tempel entfernt beten wollte, hielt ihr plötzlich ein thailändischer Soldat ein Gewehr ins Gesicht.

    Refugium auf umkämpftem Land

    Der kambodschanische Chefmönch ist bekümmert. "Als Buddhisten sind Kambodschaner und Thailänder alle gleich, ein thailändischer Kommandeur hat mir sogar Geld für dem Tempel gegeben", sagt Khan Yon. "Es stimmt mich traurig, dass wir nun Waffen in der Pagode haben, ich bin auch Buddhist", sagt der thailändische Oberst Chay An Huay Sooner. "Aber ich bin Soldat, ich gehorche Befehlen." Die Thailänder zogen sich nach internationalen Mahnungen ein paar hundert Meter zurück.

    Der Preah-Vihear-Tempel aus dem 11. Jahrhundert gehört seit 1962 zu Kambodscha. Das entschied damals der internationale Gerichtshof in Den Haag. Er bezog sich dabei auf eine Landkarte, mit der Franzosen Anfang letzten Jahrhunderts die Grenze festlegen wollten. Thailand hatte sich offiziell nie gegen die Karte gewehrt und akzeptierte das Urteil. Doch ein Gebiet von rund 4,6 Quadratkilometern um den Tempel herum blieb weiter umstritten.

    Kulturerbe weckt Begehrlichkeiten

    Von thailändischer Seite aus ist der Tempel einfach über eine natürliche Rampe zu erreichen, auf kambodschanischer Seite fällt das Gelände dagegen steil ab wie eine Klippe. Als Kambodscha die Tempelgegend als UNESCO-Weltkulturerbe vorschlug, brach der Streit in diesem Jahr wieder aus. Thailand protestierte zuerst. Doch nachdem Kambodscha das umliegende Land aus seinem Vorschlag herausnahm, unterstützte es den Antrag - vorübergehend.
    Dann kam die Opposition in Bangkok auf den Plan: Sie roch ein dubioses Geschäft der verhassten Regierung, die dem gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra nahesteht. Der steinreiche Thaksin hatte gerade ein Millionengeschäft in Kambodscha abgeschlossen. "Es sieht so aus, als sei hier persönlicher Gewinn über die Nationalinteressen gestellt worden", sagte Oppositionsmitglied Kraisak Choonhavan. Das Parteienbündnis peitschte die Thailänder mit nationalistischen Parolen auf - die Regierung geriet so in Bedrängnis, dass sie ihre Unterstützung für den kambodschanischen Antrag in letzter Sekunde zurückzog. Zu spät: Am 7. Juli wurde Preah Vihear in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen.

    Kambodscha hat selbst große Pläne, den Tempel als Touristenattraktion weiter aufzubauen. Eine chinesische Firma hat dem Vernehmen nach schon Pläne für einen Hotel- und Kasinokomplex in der Nähe vorgelegt. Die Spieler sollen dann zwischen den Roulette-Runden mit einer Seilbahn über die Klippe zum Tempel gebracht werden. Der Tempel ist dem Hindu-Gott Shiva geweiht, bekannt als "der Zerstörer".

    Christiane Oelrich, dpa

    mehr (Bilder) ntv

  7. #56
    Avatar von Samuianer

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    Re: Einmarsch in Kambodscha

    interessant, in dem Text, wird genau das angesprochen was ich meine, was die tatsaechliche Hintergruende sind!

  8. #57
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Kambodscha hat selbst große Pläne, den Tempel als Touristenattraktion weiter aufzubauen. Eine chinesische Firma hat dem Vernehmen nach schon Pläne für einen Hotel- und Kasinokomplex in der Nähe vorgelegt. Die Spieler sollen dann zwischen den Roulette-Runden mit einer Seilbahn über die Klippe zum Tempel gebracht werden. Der Tempel ist dem Hindu-Gott Shiva geweiht, bekannt als "der Zerstörer".

    Ist kulturell natürlich äusserst förderlich, aus alten Kulturdenkmälern Casinos und Eventanlagen zu machen.
    Da geht der Trend hin, da muss sich was rühren wenn man die junge, reiche Gesellschaftsschicht als Kunden gewinnen will.
    Wie schon Samuianer schrieb: Ein Schelm, wer schlechtes dabei denkt.

    Grüße
    Mandybär

  9. #58
    Avatar von janosch

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    32

    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Jeder der schon mal die Ruinen besichtigt hat (gehöre auch dazu) muss doch erkennen , dass sie Landschaftlich und v.A. Topografisch zu TH gehören müssten .
    janosch

  10. #59
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Einmarsch in Kambodscha

    wenn man so argumentiert, dann gibt`s noch hoffnung für ostpreussen.
    die tempelanlage gehört eindeutig nach kambodscha. eine ca. 1200 jahre alte gründung der khmer-könige und dazu ein hindutempel.

  11. #60
    Avatar von Hippo

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    5.765

    Re: Einmarsch in Kambodscha

    Im Prinzip stimme ich ja mit dir überein, aber was haben die Khmer in Bezug auf Hinduismus den Thai voraus?

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