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Ein Kampf für die Pressefreiheit

Erstellt von Rene, 18.07.2005, 17:47 Uhr · 2 Antworten · 732 Aufrufe

  1. #1
    Rene
    Avatar von Rene

    Ein Kampf für die Pressefreiheit

    Düstere Zeiten für Regierungskritiker in Thailand: Wer es wagt, sich mit einflussreichen politischen Kreisen anzulegen, der wird versetzt oder mundtot gemacht.

    In Thailand wurden in jüngster Zeit schon politisch ambitionierte Sendungen aus dem Rundfunk-Programm genommen, eine bekannte Radiostation dichtgemacht und sogar Internetseiten von Autoritäten geschlossen. Manche Kritiker werden aber auch mit einer Verleumdungsklage überzogen, wie zum Beispiel die Medienrechtlerin Supinya Klangnarong. Für sie wird es jetzt ernst, am Dienstag (19.7.) beginnt der Gerichtsprozess, den die mächtige Shin. Corp., Thailands Medien- und Kommunikationsriese, gegen sie angestrengt hat.

    Gefährliche Personalunion


    Im Sommer 2003 hatte Supinya der Zeitung "Thai Post" ein Interview gegeben. Darin hatte sie unter anderem erklärt, dass die Profite der Shin. Corp. deutlich angestiegen sind, vor allem seit Premierminister Thaksin Shinawatra und seine regierende Partei "Thai Rak Thai" 2001 an die Macht gekommen waren. Der Konzern, einst von Thaksin und seiner Frau gegründet, ist heute Thailands größter Mobilfunkanbieter, bestimmt das Satellitengeschäft und hält Anteile an Rundfunk- und Fernsehkanälen. Auch ist Shin. Corp. mehrheitlich am Sender ITV beteiligt, einst einziger unabhängiger Nachrichtenkanal des Landes. Als Thaksin Regierungschef wurde, hatte er seine Unternehmensanteile offiziell seiner Frau und seinen Kindern überschrieben, die den Konzern Shin Corp. somit kontrollieren.

    Quelle und weiter: DW

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Jinjok

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    Re: Ein Kampf für die Pressefreiheit

    Zitat Zitat von Rene",p="260495
    Darin hatte sie unter anderem erklärt, dass die Profite der Shin. Corp. deutlich angestiegen sind, vor allem seit Premierminister Thaksin Shinawatra und seine regierende Partei "Thai Rak Thai" 2001 an die Macht gekommen waren. Der Konzern, einst von Thaksin und seiner Frau gegründet, ist heute Thailands größter Mobilfunkanbieter, bestimmt das Satellitengeschäft und hält Anteile an Rundfunk- und Fernsehkanälen. Auch ist Shin. Corp. mehrheitlich am Sender ITV beteiligt, einst einziger unabhängiger Nachrichtenkanal des Landes. Als Thaksin Regierungschef wurde, hatte er seine Unternehmensanteile offiziell seiner Frau und seinen Kindern überschrieben, die den Konzern Shin Corp. somit kontrollieren.
    Die Parteizentrale der TRT-Partei lag bis vor einer Woche praktischerweise auch gleich im Shin Tower III o.g. Familienunternehmens. Aber damit die offensichtliche Verquickung zwischen Familienimperium (Wirtschaft) und Partei (Politik) etwas weniger augenfällig wird, hat Shinwatras Frau der Partei zum 7. Gründungstag einen eigenen Glaspalast bauen lassen.
    Jinjok

  4. #3
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Ein Kampf für die Pressefreiheit

    Journalistin trotzt Asiens Berlusconi

    Weil sich Supinya Klangnarong nicht von der geballten Macht des Medienkonzerns von Thailands Premierminister Thaksin Shinawatra einschüchtern ließ, wird ihr ab heute der Prozess gemacht. Das führt zu großer Solidarität mit der mutigen Frau


    AUS BANGKOK NICOLA GLASS


    Ihr Lächeln ist tapfer, doch die großen Augen in ihrem kindlich wirkenden Gesicht haben dunkle Ränder: Viel geschlafen hat Supinya Klangnarong in den letzten Wochen vor ihrem heute beginnenden Strafprozess nicht. Als Generalsekretärin der kleinen Nichtregierungsorganisation Campaign for Popular Media Reform (CPMR) ist die Medienaktivistin nie zuvor in die Schlagzeilen geraten.

    Doch dann wagte die heute 32-Jährige im Juli 2003, die mächtige Shin Corporation öffentlich anzuprangern. Sie erklärte damals, dass die Profite von Thailands größtem Medien- und Telekomkonzern deutlich gestiegen seien, seit Thaksin Shinawatra und seine regierende Partei Thai Rak Thai (Thais lieben Thais) 2001 an die Macht gekommen waren. Das Pikante: Der einst von Thaksin und seiner Frau gegründete Konzern wird heute vom Familienclan des Premiers kontrolliert.

    Quelle: taz

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