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Diskussion zu Ferseh-Tips

Erstellt von Jinjok, 19.10.2002, 10:50 Uhr · 74 Antworten · 4.153 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Jinjok

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @ DasianaM
    Mir will nicht ganz einleuchten, wo der Vorteil einer solchen ´Kulturentrennung´ im Film liegen kann, was nicht heissen soll, daß es sie nicht gäbe.

    Über die Feirtage war ja auch der Film "7 Jahre in Tibet" zu sehen. Hier wurden die Kulturen ganz ordentlich gemischt und die Beziehung zu den Einheimischen durchliefen ettliche Stadien bis es letztlich zur Annahme der Sitten und Gebräuche bei dem einen (Peter) und zum Wunsch zur Verteidigung des Landes beim anderen kam (Heinrich).

    Nicht alle Hollywood-Schinken sind wohl eins.
    Jinjok

  2.  
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  3. #42
    EO
    Avatar von EO

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    So ein Mist schon lange nicht gesehen.
    Traurig das dafuer viele Palmen erschlagen wurden.
    Spaeter auf Druck der Oeffentlichkeit wieder aufgeforstet.
    Landschaftsaufnahmen ok.Da haben junge Farangs aus der ganzen Welt
    das Buch gelesen,wollten dieses Aussteigerdasein auch geniessen,und haben sich auf den Weg nach Thailand gemacht.Die Insel hat einen Boom erlebt.Schau dir heute Kho Phangnan an .Frueher leichte FullMoonPartys
    mit bisschen Gras,heute voll Hardcore ausgeschlachtet.mit allem negativem versehen.Muellproblem und Drogenproblem(YABA) der Farangs und Thais.

  4. #43
    Avatar von DisainaM

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @ Jinjok,

    es ist nicht nur ein Problem in den USA,
    schau Dir in Deutschland an, was aus Personen, wie Ming-Khai gemacht wurde. Die ihr angebotenden Drehbücher liessen nicht viel Raum, es wurden (wenn überhaupt) die alten Schubladenfiguren der Asiatin in Deutschland benutzt. Jetzt, mit 31 ist sie nun schon auf die Seite der Regisseure gewechselt, die eine Förderung für eine Vietnamdokumentation bekam - wars das dann ?
    Ein Aufbau von anderen jungen Deutsch-Asiaten in der Fernsehindustrie fand überhaupt nicht statt.

    Das Land bekommt um 18.00 in einigen soaps etwas von Deutschland Multi-kulti zu sehen, aber damit hat es sich.

    Niemals wär das Land fähig, das um 20.00 zur Tagesschau ein deutscher Schwarzafrikaner als Nachrichtensprecher 'Guten Abend meine Damen und Herren' sagt.

    Die USA haben dagegen ein Nebeneinander von Kulturen im Fernsehen produziert.
    Wie die in RTL2 ausgestrahlten Produktionen mit Will Smith, oder Brandy, sieht man die Produktionen für Schwarze mit Schwarzen, wo es selbstverständlich kein Weiß/Schwarzes Päärchen gibt.

    Es gibt zwar Kulturfilme über fremde Kulturen,
    aber kaum Filme von Multi-kulturellen Beziehungen,
    die sich mit dem Thema fair auseinander setzen.

    In vielen deutschen Filmen lautet der Tenor;
    wir sind doch alle gleich,
    es sei denn, sie heissen,
    nicht ohne meine Tochter.

  5. #44
    mehling
    Avatar von mehling

    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @Dauwing

    Bei Ming Khai lag es ja wohl mehr am nicht vorhandenen Talent, was als viva-Moderatorin noch gerade so bei kiddies durchgeht ist noch lange nicht genug um als ernst zu nehmende Schauspielerin zu überzeugen.
    "The Beach" war so mit der größte Schrott den ich je gesehen habe...bis zur Hälfte um genau zu sein

    mehling

  6. #45
    Avatar von Jinjok

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @ DisainaM
    Schade, daß Du nicht auf das von mir genannte Beispiel eingehen wolltest. Es wäre für mich interessant gewesen, wie Du den Film einordnest.

    Wo ist 'Schwarzafrika' und wieso gibt es dort Deutsche? Warum sollte einer von dort die Tagesschau moderieren? Wenn Du damit meinst, im deutschen TV wären farbige Topmoderatoren/ -schauspieler nicht hoffähig/ Massengeschmack/ quotenbringend, dann irrst Du wohl (Cherno Jobatey, Mola Adebisi, Arabella Kiesbauer, Radost Bokel, Barbara Becker).
    Jinjok

  7. #46
    Avatar von DisainaM

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @ Jinjok,

    wie ich schon angeschnitten hatte, IMO gehört dieser Tibetfilm, wie auch ein paar andere eher zu den Ausnahmen.
    Doch auch hier wird alles selktiert, frei nach dem Motto,
    wenn wir bestimmte Sachen zeigen, würde es im Westen falsch verstanden werden, also pflegen wir auch das im Westen vorhandene Buddhismusbild.

    Im Westen wird der Buddhismus als sanfte, gewaltlose Weltanschauung verstanden.
    Wer sich jedoch mit Entwicklungen beschäftigt, die im japanischen Shintoismus als Bushido 'Weg des Kriegers' bezeichnet werden,
    und welche auch in anderen buddhistischen Formen enthalten sind,
    wird feststellen, das derartiges aus Filmen gefiltert werden.
    Man ist einfach der Überzeugung, der Westen würde sich von der oberflächlich auftauchenden Gewalt blenden lassen, und weder den Zusammenhang, noch die Bedeutung verstehen.
    So wurden die Bilder des Fotographen Araki ja auch als frauenverachtend im Westen bezeichnet, weil man sich einfach nicht der Bedeutung öffnen wollte, wie eine nackte ausgepeitschte Frau zu einer religiösen Erkenntniss kommen kann / noch größer war das Unverständnis in Frauengruppen, das die japanischen Modelle es als eine große Ehre betrachtet hatten, in Bushido-Stellungen von Araki dargestellt zu werden.
    Hier sind die westlichen Wahrnehmungsmuster einfach zu platt,
    weil sie von der fest zementierten Vorstellung, wir sind doch alle gleich, kommen und deshalb nicht verstehen wollen, das dies einfach nicht stimmt.
    Daher werden "Diskrepanzen" ausgeblendet, da sie nicht förderlich sind, für das gemeinsame Völkerverständnis zwischen den Kulturen,
    und schließlich wollen die Filmemacher ja kommerzielle Erfolge mit ihren Werken erzielen, und keine Grundsatzdebatten und neue Vorurteile bewirken.
    Da die Vorbildung der Zuschauer einfach sehr unterschiedlich ist,
    besteht allseits der Harmoniekonsenz, nur das zu zeigen, was gut ankommt, oder positiv aufgenommen wird.

    Werden dann mal Eheschicksale verfilmt, wie "Nicht ohne meine Tochter", dann wird plötzlich das nichtverstandene Fremde plötzlich verteufelt, weil sich die kulturellen Verhaltensmuster plötzlich gegen die eigene harmonische Wunschvorstellung richten.

    Aus diesem Zwiespalt kann der Film niemals einen Volksbildungscharakter bekommen,
    er bleibt deshalb immer schön seicht.

    Deine Fragen;
    Es wäre für mich interessant gewesen, wie Du den Film einordnest.
    Zu den Ausnahmefilmen, da aber ebenfalls selektiert haben, um Buddhismusneulinge nicht abzuschrecken.

    Wo ist 'Schwarzafrika' und wieso gibt es dort Deutsche?
    Wir nannten das Land "Deutsch-Südwest-Afrika", und brachten etliche hunderte Schwarzafrikaner vor über 100 Jahren nach Deutschland,
    die auf 'Expogeländen' ihr Dorfleben für diejenigen zeigten, die sich Reisen nicht leisten konnten.
    Als diese Menschen dann in die Deutsche Gesellschaft 'integriert' wurden, waren sie für Beispiele gut, wie z.B. in ....filmen das Rassenbild zu fördern, wie der faule kleine Pagenjunge, der des öfteren eine Ohrfeige verdient hat.

    Heute haben wir natürlich einige Ausnahmeerscheinungen, wie Arabella (Pro7), Mola (Viva), und im ZDF Freitagskrimmi.
    Barbara Becker hat das Land ja seinerzeit mit der Bemerkung verlassen, sie möchte in einem Land leben, wo ihre Kinder eine unbeschwerte Kindheit haben.


    @ Mehling,

    ist ja auch eine Sache der Förderung, schließlich haben wir genug deutsch-asiatische Jugendliche, die auf eine Chance warten.

    Dauwing

  8. #47
    Avatar von Jinjok

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @ DisainaM
    Da sind wir uns also soweit einig, daß der Film "7 Jahre in Tibet" nicht der von Dir so genannten ´Kulturentrennung im Film´ entspricht. Warum Du dann aber dafür japanische Besonderheiten des Buddhismus oder japanische Auswüchse wie die Fotografien von gefesselten Frauen als Lustobjekt als Argument ins Felde führst, um hintenrum doch auszusagen, daß in dem Film nicht die Wahrheit über die Kultur zeigen wollte, sondern nur bereits bestehende westliche Sichtweisen festigen soll, geht mir nicht in den Kopf. Immerhin hat der Film von Tibet und nicht Japan gehandelt, mir scheint da hast Du die falschen Argumente ins Feld geführt.

    Der Film zeigte für mich eindeutig unterschiedliche Ansichten der Tibetaner. Der eine ließ alle Waffen sprengen um nicht gegen die Chinesen kämpfen zu müssen, also Gewaltfrei sein Schicksal erdulden zu können. Der Andere verfluchte an der Seite Heinrich Harrers die Vernichtung der Waffen, mit deren Hilfe er aktiv die Chinesen im Partisanenkrieg auf Monate oder Jahre aus Tibet hätte heraushalten können. Diese Widerspüche wurden klar und deutlich am Endes des Films benannt. Das hätte man weglassen können, wenn man wie Du meinst, die absolute Gewaltlosigkeit dem Westen vorspielen wollte.

    Ist Dir die Fähigkeit etwas so genießen zu können wie es ist abhandengekommen, daß Du immer das meist möglich Negative in jede Sache interpretieren mußt? Diesen Eindruck erweckst Du mit vielen hier im Forum geschriebenen Aussagen.

    Was hat die Entscheidung von Barbara Becker ihrer Kinder wegen in den USA zu leben mit der Tatsache zu tun, daß ´exotische´ Gesichter im Deutschen TV/Film als positive Imageträger und Topacts mehr als etabliert und akzeptiert sind? Das heißt auch, daß sie keine Ausnahmeerscheinungen wie noch in den 80ern mehr sind, sondern ganz alltäglich.
    Jinjok

  9. #48
    Avatar von Micha-Dom

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @Im Westen wird der Buddhismus als sanfte, gewaltlose Weltanschauung verstanden.
    Wer sich jedoch mit Entwicklungen beschäftigt, die im japanischen Shintoismus als Bushido 'Weg des Kriegers' bezeichnet werden,
    und welche auch in anderen buddhistischen Formen enthalten sind,
    wird feststellen, das derartiges aus Filmen gefiltert werden.

    Nein, Dauwing der Vergleich ist schlicht weg falsch. Shinto ist eine Naturreligion und hat nichts mit Buddhismus zu tun. Bushido auch nicht. Genauso wenig wie Taoismus oder Konfuzius. Genauso wäre es, wenn ich Christen mit Druiden, Kelten und Wiccas auf eine Stufe stellen würde. :???:
    Der Buddhismus stammt aus Indien und hat sich in die asiatische Welt ausgebreitet. Nicht alle die sich als Buddhisten bezeichnen, können als Buddhisten angesehen werden, da hier nicht alle Christen auch Christen sind.
    Der weitere Anklang oder des Durchblicken das Buddhisten eine gewisse Lobby/Einflussnahme in der Filmindustrie haben, ich weis net, wie manche auf solche Gedanken kommen. Naja, Talibans sind auch überall zu bemerken, selbst im Aldi.

  10. #49
    mehling
    Avatar von mehling

    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @Dauwing

    ...dafür sind die 50%-50% (Farang-Thai-Kinder) aber gerade in Thailand in Musik, Film und Werbung total angesagt...

    mehling

  11. #50
    Avatar von DisainaM

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    Re: Diskussion zu Ferseh-Tips

    @ Micha-Dom,


    Deine Definition ist nicht ganz richtig, und nicht ganz falsch,

    Die wichtigsten zwei Religionen Japans sind der Buddhismus und Shintoismus. Die beiden Religionen haben über Jahrhunderte hinweg nebeneinander existiert, und sind bis zu einem gewissen Grad sogar zusammengewachsen. Das Pflichtgefühl, nur einer Religion angehören zu dürfen, das unter den Anhängern der großen drei abendländischen Religionen weit verbreitet ist, existiert in Japan daher kaum, und nicht wenige Japaner bezeichnen sich heute als Shinto-Buddhisten ...
    Zitat aus tako-ryu-bushido

    denn mir ging es um die heutige japanische Alltagsdefinition, welche unter Shintoismus nicht mehr die reine Lehre versteht, welche früher eigenständig neben dem japanischen Buddhismus verstanden wurde,
    sondern von dem Begriff der verschmolzenden Lehren.

    Zum Buschido,
    Das Ideal des Buschido

    Dieses Wort ist am besten mit "Weg des Kriegers" zu übersetzen. Damit sind die Regeln für die Lebensführung des japanischen Ritters, des Samurais, gemeint. Dazu zählen: Treue, Mut, Ehrfurcht, Höflichkeit, Achtung vor dem Feind, Selbstzucht, Opfer des Lebens für den Herrn.
    Der Buschido ist u.a. aus dem japanischen Zen Buddhismus geprägt worden.

    Bushido, d.h. "Weg des Kämpfers", wurde von drei philosphisch-religiösen Grundrichtungen beeinflußt: Shintoismus, Konfuzianismus und Zen-Buddhismus. Aus diesen drei Strömungen werden die Betrachtungsweisen von Ehre (Familienname, Ahnen, Ansehen) und Treue (z.B.: 47 Ronin von Ako) des Samurai hergeleitet.
    Quelle: Uni Braunschweig

    Der Künstler NOBUYOSHI ARAKI der sich in seinen Werken mit den bildlichen Darstellungen der Frau, welche den Weg des Kriegers geht, konzentriert, ( siehe Bilder seines aktuellen Werkes)
    ist nicht an einer Verherrlichung von Gewalt interessiert.


    @ Jinjok,

    wir reden dann von 2 verschiedenen Dingen,
    da ich den Tibetfilm als Ausnahmeerscheinung bei den Produktionen sehe, und mich folglich auf die Masse der anderen Produktionen, welche sich mit Asien mehr oder minder beschäftigen (Asien als Kulisse) beschäftige.

    Immerhin hat der Film von Tibet und nicht Japan gehandelt, mir scheint da hast Du die falschen Argumente ins Feld geführt.
    Während ich beim Thema, 'Kulturelle Darstellungen in westlichen Filmen über Asien' bin, bist Du beim Thema ' Kulturelle Darstellung in dem (von Dir genannten) Tibetfilm'.

    Weiter scheinst Du meine abstrakten Ausführungen zu einer Sache,
    (wie kommt Asien in den westlichen Filmen weg, was zeigt man, was nicht) nicht zu verstehen, weil das, was für mich eine ausgewogene Darstellung ist (ungeschönt), für Dich ein Faible fürs Negative ist.


    Ist Dir die Fähigkeit etwas so genießen zu können wie es ist abhandengekommen, daß Du immer das meist möglich Negative in jede Sache interpretieren mußt?
    Ganz falsch;
    Positives + Negatives haben beide ihren Platz,
    nichts muß verdrängt werden.
    (meine Sicht)

    Deine letzte Frage;

    Was hat die Entscheidung von Barbara Becker ihrer Kinder wegen in den USA zu leben mit der Tatsache zu tun, daß ´exotische´ Gesichter im Deutschen TV/Film als positive Imageträger und Topacts mehr als etabliert und akzeptiert sind? Das heißt auch, daß sie keine Ausnahmeerscheinungen wie noch in den 80ern mehr sind, sondern ganz alltäglich.
    Es hat damit zutun, das leider die Toleranz in Deutschland noch nicht soweit ist, das man in jeder Ecke Deutschlands seine farbigen Kinder aufziehen kann, ohne sie in der Schule von Sprüchen wie, 'Ausländer raus' fernhalten zu können.


    @ mehling,

    klar, einige haben in Thailand einen großen Kultstatus erreicht.

    Aber wie sind den die Reaktionen unter thailändischen Kids ?
    are you talking about that mix girl with the big mouth.
    Naja ...
    ... manche sind halt beliebt, andere weniger.

    Dauwing

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