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DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

Erstellt von phimax, 16.05.2010, 15:23 Uhr · 2.290 Antworten · 59.400 Aufrufe

  1. #1361
    Avatar von Samuianer

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Zitat Zitat von atze",p="860376
    Vermisse bei einigen Hauptakteuren des "gelben Forummobs" etwas Sportsgeist. Nach solch einem Etappensieg, den Endsieg seh ich noch nicht, sollte man doch etwas verbal wieder zurückfahren können und mit dem "Gegner" etwas rücksichtsvoller umgehen. Zumal ja Waani etwas aussetzt. Soll der Strike jetzt alles abbekommen?
    Du verwechselt da was.... Fussballstadion mit einer (politischen) Diskussion!

    Aber vielleicht sammelst du ja deine Diskussionskultur bei Hertha im Olympiastadion oder im Wilhelm Pieck Stadion beim.... "Hurraaaaaaaaaaaaaaaaaaaa" oder "Toooooooooooooooor" schreien.. un jubeln...

  2.  
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  3. #1362
    Avatar von kcwknarf

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Zitat Zitat von Make",p="860359
    Es liegt in der Natur das jeder Anführer braucht.
    Ein Anführer muss aber kein Machthaber sein. Es kann auch ein Koordinator sein, bzw. jemand, der eine Gruppe im Sinne einer demokratischen Entscheidung anführt.
    Genau das ist aber in den menschlichen Staaten nicht gegeben, denn die Bürger haben hier nach dem Abgeben ihrer Stimme nichts mehr zu melden. Und das ergibt dann halt Terror.

    Zitat Zitat von Make",p="860359
    Dann gibt es Anarchie, denn es gibt überall Paten auf der Welt.
    Und was sind Paten? Sind das etwa keine Führer? Was man heutzutage verachtlich für Anarchie hält ist doch nichts anderes als ein Staat im Kleinen.
    Die meinen damit nämlich kleine Rebellengruppen, die sich gegen den Staat auflehnen. Aber jede Rebellengruppe hat einen Führer. Und somit ist das keine Anarchie mehr.

    In einer echten Anarchie gibt es keine Führung. Da ist jedes Wesen gleichberechtigt. Alles wird echt demokratisch entschieden. Und somit ist die Anarchie eigentlich die allerbeste Demokratieform.

    Die Anarchie wird aber von fast keinem als gute Alternative angesehen. Warum wohl? Weil die Staatspropaganda perfekt funktioniert. Gehirnwäsche! Das sind Scientology-Methoden, die Staaten hier anwenden.
    Bloß nicht einem Bürger jemals überhaupt zum Gedanken bringen, es gäbe etwas besseres als einen Staat. Nur dadurch können sich heute noch so viele Staaten halten.
    Aber es gibt immer mehr Freidenker im wahrsten Sinne des Wortes, die sich aus der Fesselung befreien.

    Und dann herrscht irgendwann kein Chaos, sondern echtes friedliches Zusammenleben. Dene kann ja keine Machthaber mehr geben.

    Zitat Zitat von Make",p="860359
    Solange ein System funktioniert ist es egal ob es eine Diktatur, eine Demokratie oder Kommunismus ist. Es geht doch einfach nur darum, dass es der Mehrheit gefällt.
    Das ist richtig. In Thailand zeigt ja gerade die Mehrheit, dass ihr das System nicht gefällt.
    Also ist gerade jetzt die Möglichkeit, einen ganz neuen weg zu gehen. Man muss sich nur trauen.

  4. #1363
    Avatar von Dieter1

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    Re: aktuelle Situation in Thailand

    Zitat Zitat von Volker M. aus HH.",p="860348
    Tja Dieter, Zapfenstreich um 21:00
    Nee, so schlimm is nich :-) .

    In dem Gewirr von Sois und Subsois bei mir interessiert das niemand. Die Kneipen waren alle offen und gut besucht.

  5. #1364
    Avatar von Conrad

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Wie es aussieht, ist das Kind in Thailand nun endgültig in den Brunnen gefallen. Ob das noch was mit Thaksin zu tun hat ?

    Parolen wie "Wie wollen endlich ein soziales Netz" oder dergleichen oder "Mindestlöhne für alle" oder sowas in der Art, hört man ja nicht. Langsam frage ich mich, was die Protestierer überhaupt erreichen wollen ?

    Thaksin zurückholen wird wohl nichts und wäre sowieso sinnlos, man kann die Zeit nicht einfach um 5 Jahre zurückdrehen u. da weitermachen, wo Thaksin zuletzt aufgehört hat.

    Also worum gehts den Rothemden überhaupt ? Kann mir mal einer der Experten diese Frage beantworten ?

  6. #1365
    Avatar von strike

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Zitat Zitat von Samuianer",p="860374
    Diese ganze Debatte ist doch hirnloser Unsinn - MAN kann NIEMENDEN einfach so, irgendwo auf der Welt in einem fremden Land verhaften lassen!
    Es ging hier auch nicht darum, sondern um die Erledigung der Formalitaeten davor: Ausstellung eines internationalen Haftbefehls.

    Ein kleiner aber feiner Unterschied, der sich jetzt vielleicht auch Dir erschliesst.
    Wenn man den hat, duerfte es in der Tat etwas einfacher werden.

    Manfred, willste nicht doch lieber noch einmal zurueckblaettern?
    Selbst auf die Gefahr, dass Du erkennst, dass Du an der eigentlichen Frage und Deinen Argumenten ttasaechlich vorbeigeschlittert bist?
    Komm, sei kein Hasenfuss

    Alles gute, altes Haus!


  7. #1366
    Avatar von Silom

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Welcome to Thailand




    Edit: Entgegen den meisten Thais, die entsetzt über das Ausmaß von Bangkok reagieren, wird hier anscheinend immer noch der Schwarze Peter zugeschoben.

  8. #1367
    Avatar von strike

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Zitat Zitat von ernte",p="860372
    Das sieht das ZDF auch schon wieder anders. Gestern abend im Heute-Jounal.
    Das ist fuer mich auch okay und Teil einer meinungsoffenen Gesellschaft.
    Deswegen mein Hinweis, oefter mal hin und her zuschalten.
    Ich halte beide Sender aus.
    Das ich dann zunaechst auf die Seite verlinke, die meine Sicht teilt, ist wohl einfach nur menschlich.
    Schliesslich interessieren mich qualifizierte Gegenargumente.
    Penetrantes und droeges "Boeser Thaksin, Boeser Thaksin" - Gebloecke halte ich allerdings in der Tat fuer voellig unqualifiziert.
    Und schein damit ja nicht voellig allein zu sein.
    GottseiDank

  9. #1368
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Wie gesagt halte ich mich aus euren Politikdiskussionen raus - hier nur einmal eine kleine Arbeit zum Thema Koenig von Marco Bünte -
    Leibnitz/-Institut fuer Globale und Regionale Studien

    vielleicht fuer den ein oder anderen mal Interessant nicht nur die Boulevardpresse zu lesen.
    Das hier ist ein kleiner Auszug:

    Legitimitätsreserve oder Netzwerk-Monarchie? Der König als
    Gestalter der Politik


    Nach Maßgaben der thailändischen Verfassung von 1992 und 1997 ist die Aufgabe des Königs auf wenige politische Funktionen beschränkt. Neben seiner Repräsentationsfunktion
    (s.o.) als Staatsoberhaupt hat er ein suspensives Vetorecht bei Gesetzen (Art. 94). Von diesem hat er bislang jedoch erst einmal im November 2003 Gebrauch gemacht, als er ein Gesetz zur Reform des Erziehungswesens
    aufgrund von technischen Fehlern ablehnte.

    Darüber hinaus ernennt der König förmlich den Regierungschef, Kabinettsmitglieder und die Richter des Landes.
    Im thailändischen Verfassungsdenken geht man davon aus, dass jeder Staatsangestellter ein Beamter des Königs ist und ihm gegenüber loyal zu sein hat (Kobkua 2002:59). Neben diesen verfassungsrechtlich verbrieften Einflussmöglichkeiten nutzt der Monarch seine informellen Beziehungen zur Lösung vieler Probleme.

    Er tritt regelmäßig mit dem Premierminister und seinem Kabinett, mit hochrangigen Beamten und angesehenen Persönlichkeiten zusammen, um gesellschaftliche
    Probleme zu erörtern. Der Kronrat steht ihm dabei beratend zur Seite. Die königlichen Audienzen erzeugen Druck auf Politiker und Beamte, Lösungen für die betreffenden Probleme zu finden. Da dies jedoch nicht immer zum gewünschten Erfolg führt, scheut der Monarch auch nicht davor zurück, seine große moralische Autorität durch öffentliche Zurechtweisungen der Regierenden in die Waagschale zu werfen.

    Seine Geburtstagsansprache gilt traditionell als Mittel, um Entwicklungen in seinem Sinne zu beeinflussen. So kritisierte er in den vergangenen Jahren Premierminister Thaksin und forderte ihn auf, sich offener gegenüber der Presse und Kritik zu zeigen. In den 1990er Jahren kritisierte er die Kabinette Banharn und Chavalits, nachdem diese sich trotz vollmundiger Versprechungen nicht um die Lösung des Verkehrschaos oder der Überschwemmungen in Bangkok gekümmert hatten (Rüland 1998: 76). Rüland macht darauf aufmerksam, dass solche Eingriffe nicht unproblematisch sind, da sie ein Legitimitätsdefizit der gewählten Regierungen offenbaren und zu Außerparlamentarischem Handel auffordern (ebd.).

    Der König fungiert hier quasi als Legitimitätsreserve für das politische System,dessen übrige Institutionen sich nicht in der Lage zeigen, politische Probleme effizient zu lösen.

    McCargo hat das Eingreifen des Königs als neue Form der Regierungsführung, als Netzwerk-Monarchie gekennzeichnet (McCargo 2006). Demnach hätte der König durch seine informellen Beziehungsnetzwerke eine „parapolitische Institution“ aufgebaut, die einer neuen Form semimonarchischer Herrschaft gleichkomme.

    Wesentliches Kennzeichen ist nach McCargo, dass der König zur Hauptquelle nationaler Legitimität geworden ist. Ferner wirkt er durch seine Kommentare und
    Tätigkeiten als Agenda-Setter und greift auch bei der Lösung wichtiger Probleme mit Hilfe des Kronrats (und seines Vorsitzenden Prem) gestaltend ein (Hewison
    1997: 72).
    Er interveniert bei Ernennungen von Militärs und legt Koalitionen mit fest (McCargo 2006: 501). Dieses „illiberale“ System führt zur Marginalisierung
    formaler politischer Institutionen und Prozeduren und unterhöhlt Rechtsstaatlichkeit und Volkssouveränität (ebd.).
    Beispielhaft für die Regierungsführung innerhalb der Netzwerk-Monarchie ist die Politik gegenüber Thailands Süden. Nachdem mehr als 500 Menschen im Süden Thailands Opfer separatistischer Gewalttaten geworden waren und die
    Thaksin-Regierung eine Politik der harten Hand verfolgt hatte, versuchte der König, eine Änderung dieser Politik herbeizuführen (McCargo 2006:514f.).
    Er berief einige Regierungskritiker in den Kronrat und drängte den Premierminister, seine Politik zu ändern. Nachdem Thaksin jedoch weiterhin an seiner Politik
    der harten Hand festhielt, rief der Präsident des Kronrates in einer öffentlichen Rede im Februar 2005 dazu auf, den Worten des Königs Folge zu leisten. Kurze
    Zeit später wurde die Nationale Versöhnungskommission eingerichtet, in die prominente Royalisten und enge Vertraute des Königs berufen wurden.
    Das Beispiel zeigt, wie stark der politische Einfluss des Königs auf die Tagespolitik des Königreichs ist.

    Diskussionswürdig erscheint jedoch, ob der Einfluss der Netzwerk-Monarchie tatsächlich auf alle Politikbereiche gleich groß ist. Hier lässt sich sicherlich argumentieren, dass der Einfluss des Königtums auf Politikfelder, die Einheit und Sicherheit des Landes berühren, größer ist als beispielsweise auf die Wirtschaftspolitik.

    Hier vertreten König Bhumipol und der Kronrat seit Ausbruch der Asienkrise die Philosophie einer von buddhistischen Zügen geprägten autarken Wirtschaft.
    Diese soll sich zwar nicht vom Weltmarkt isolieren, wohl aber stärker lokales Wissen und lokale Traditionen nutzen. Insbesondere die starke Abhängigkeit Thailands von ausländischem Kapital steht in der Kritik (Prem 2001).

    Einige einflussreiche Royalisten (wie der angesehene Prawet Wasi) machten sich zum Fürsprecher dieser Konzeption. Thaksin nahm auch einige dieser Gedanken in
    sein Wirtschaftskonzept mit auf, wie die Förderung von Kleinindustrien und das One-Tambon, One-Product- Projekt. Zu einer stärkeren Abschottung vom Weltmarkt hat dies jedoch nicht geführt (Bünte 2004). Das Königtum kann folglich in Politikfeldern, die Sicherheit und Einheit berühren, großen Einfluss ausüben – in anderen Feldern hingegen bleibt der Einfluss des Königs relativ gering und der Gestaltungsspielraum von Interessengruppen größer.

  10. #1369
    Avatar von strike

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    Zitat Zitat von Bukeo",p="860377
    Aber im allgemeinen schwenken hier im Forum schon einige mehr oder weniger um.
    Von Silom kommen momentan schon wesentlich bessere Beiträge.
    Sind nur noch ein paar Hardliner, die an Thaksin und den Rothemden festhalten.
    Na, das wird Silom sicher riesig freuen, dass Du ihn lobend erwaehnst und seinen Beitraegen eine gewisse Qualitaet nicht voellig absprichst

    Wer sind denn fuer Dich die noch verbliebenen roten Hardliner, die gefallenen Engel?
    Haettest Du dann noch eine Liste der Neutralen?
    Und eine der gelben Hardliner, aehhh, Sympathisanten?
    Danke fuer Deine Muehe und offene Sicht der Dinge!

  11. #1370
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: DISKUSSION: aktuelle Situation in Thailand

    UInd noch was zum lesen

    Bünte, Marco (2000)
    Probleme der demokratischen Konsolidierung in Thailand

    Bünte, Marco (2004)
    „Thailand unter Thaksin — Eine Bilanz der ersten Amtszeit“

    Rüland, Jürgen (1998)
    Politische Systeme in Südostasien. Eine Einführung

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