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Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

Erstellt von Jinjok, 14.03.2003, 12:58 Uhr · 31 Antworten · 1.593 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von seven

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    @pef
    Bin gerade im Capitol, von denen habe ich auch die Info, dass die Grenze fuer uns offen ist. Spaetestens in Sihanoukville, wo wir mit dem Boot ueber die Grenze wollen, werden wir eine verbindliche Antwort haben. Schliesslich wird wohl kein Reiseunternehmen so dumm sein und Fahrten zur Grenze unternehmen, wenn diese geschlossen ist.

    Danke fuer den Tipp mit dem Speedboat, aber das habe ich heute frueh schon hinter mich gebracht, nur eben in die andere Richtung von Siem Reap nach Phnom Penh. War ein wahrer Hoellentrip: 6 Stunden auf dem Dach eines Speedboates, direkt ueber dem Motorblock, der immer heisser wurde und so laut, dass ich jetzt noch schlecht hoere. Nicht zu vergessen die sengende Sonne. Zum Glueck habe ich keine Probleme mit Sonnenbrand, aber haettest mal die bleichen Briten und Daenen sehen sollen. Jeder Hummer waere vor Neid erblasst.

  2.  
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  3. #12
    pef
    Avatar von pef

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    @ seven,
    gut beobachtet; mann muss sich halt vorher informieren und früh da sein für die angenehmsten Plätze; denn die farangs kriegen - wenn sie nicht aufpassen - die schlechten

    Ich hoffe dir hat Angkor gefallen und du geniesst noch ein paar sanuk sabai tage in PP; vergiss nicht Killing fields und das Genozid Museum.

  4. #13
    Avatar von seven

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    Heute hatte ich mal die Zeit mich ein wenig mit ein paar Kambodschanern zu unterhalten. In Siem Reap war dies immer schlecht moeglich, da einem dort jeder blos etwas verkaufen will.
    Wir kamen natuerlich auch auf das Thema Thailand zu sprechen und noch immer - fast 2 Monate nach den Auseindersetzungen - glaubten zumindest meine Gespraechspartner, dass Thailand ihnen Angkor Wat wegnehmen will. Anscheinend hat dieser Ministerpraesident es bisher noch nicht fuer noetig gehalten die Spannung aus diesem Konflikt herauszunehmen. Zwar versuchte ich ein wenig ueber das Thema zu diskutieren und Vorurteile abzubauen, aber ich bin mir meines Erfolges nichts so sicher. Mir wurde einfach das Argument entgegengehalten, dass ihr Ministerpraesident etwas anderes gesagt hat und der ist fuer die Menschen hier wohl - anders als bei uns - eine ernstzunehmenede Autoritaet.
    Wenn man hier durch die beiden Laender reist und die Diskussionen in den Medien mitbekommt, wird einem der Irrsinn dieses Konfliktes erst so richtig bewusst.

  5. #14
    Avatar von Jinjok

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    Die Ansprache soll wohl ziemlich bedrueckend ( was isnd wir doch fuer arme Menschen) gewesen sein. Mit der Begruendung, auch wenn Leute in Thailand uns unser kulturelles Erbe streitig machen wollen, duerfen wir nicht Thailaender bedrohen und ihr Eigentum zertstoeren. Daher muessen wir die geforderten Summen unbesehen bezahlen und werden auch nicht ueber die Hoehe feilschen. Das gebietet unser Stolz. Der Preis dafuer wird sein, dass wir wichtigen Projekte fuer die Entwicklung unseres Landes, die vor allen den Aermsten zu gute kommen sollten nun fuer die Reparationszahlungen an Thailand mehrere Jahre zurueckstellen muessen.

    Naja, ist irgendwie klar, dass das beim kleinen Mann am Reisfeld auf fruchtbaren Boden faellt.

    @ Seven
    Du machst Dich um die Voelkerverstaendigung verdient.
    :bravo:
    Jinjok

  6. #15
    Avatar von seven

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    Zitat Zitat von Jinjok
    Die Ansprache soll wohl ziemlich bedrueckend ( was isnd wir doch fuer arme Menschen) gewesen sein. Mit der Begruendung, auch wenn Leute in Thailand uns unser kulturelles Erbe streitig machen wollen, duerfen wir nicht Thailaender bedrohen und ihr Eigentum zertstoeren. Daher muessen wir die geforderten Summen unbesehen bezahlen und werden auch nicht ueber die Hoehe feilschen. Das gebietet unser Stolz. Der Preis dafuer wird sein, dass wir wichtigen Projekte fuer die Entwicklung unseres Landes, die vor allen den Aermsten zu gute kommen sollten nun fuer die Reparationszahlungen an Thailand mehrere Jahre zurueckstellen muessen.

    Naja, ist irgendwie klar, dass das beim kleinen Mann am Reisfeld auf fruchtbaren Boden faellt.

    Dann wundert mich die Haltung der Khmers nicht. Eine Rede mit diesem Inhalt verschaerft als entspannt den Konflikt ja eher noch. Hoffentlich gibt es auch unter den Khmers genug Leute, die das durchschauen und bei der bevorstehenden Wahl dies auch quittieren. Genuegend unabhaengige Medien gibt es hier zumindest in den Grossstaedten.

    @Jinjok
    Ja, ja die Voelkerverstaendigung, aber Du weisst doch, gelernt ist gelernt. Schon als Jungpionier habe ich Postkarten gemalt, um politische Haeftlinge in der ganzen Welt zu befreien und Bleistifte gesammelt fuer die Kinder in Nikaragua. Das praegt einen einfach.

  7. #16
    Avatar von Jinjok

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    Ja Seven,
    Auch wir haben Weihnachtspakete nach Polen geschickt, als die Streiks die Wirtschaft voellig zum Erliegen gebracht hatten und nur noch die Bauern was zu essen hatten. Anderes Thema.

    Der Grenzkonflikt ist eigentlich taeglich Thema auf irgendeine Weise in der Presse. Heute gabs mal einen bericht von vor der Grenzschliessung aus Farang-Sicht. TRAVEL DIARY: A letter from the border

    Viele Gruesse aus
    Krabi

  8. #17
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    Hun Sen zahlt 251,7 Mio Baht
    Für die durch (von ihm provozierte?) Vandalen zerstörte Thai-Botschaft in Phnom Penh sind jetzt als Entschädigung 251,7 Millionen Baht an Thailand überwiesen worden. Die etwa 2 Milliarden Baht Schaden an Thai-Privateigentum während der Terrorakte befinden sich noch im Überprüfungsstadium.
    Währenddessen beklagen zwei eng mit dem Diktator befreundete Kasinobetreiber in den Grenzbezirken Kambodschas über Umsatzrückgänge von wöchentlich 300 bis 500 Millionen Baht durch die Grenzschließung, die Thai-Zocker abhält, Devisen nach Kambodscha und in ihre Taschen fließen zu lassen.
    Sie sollen sich schon um Vermittlung an Vizepremier Chavalit Yongchaiyudh gewendet haben, dem beste private Beziehungen zu Machthabern in Kambodscha nachgesagt werden.

    Gruss

    Otto

  9. #18
    Avatar von Jinjok

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    Zitat Zitat von Otto-Nongkhai
    Hun Sen zahlt 251,7 Mio Baht
    Das ist sachlich richtig und war bereits heute vor einer Woche, wie man auch entsprechend in diesem Thread ausführlich nachlesen kann.

    Um mal wieder etwas aktuelles zu den Thema zu bringen:

    Seit Samstag sind alle Grenzübergänge zwischen Thailand und Kambodscha wieder in beiden Richtungen uneingeschränkt passierbar und seit heute haben auch die 7 Kasinos in Kambodscha wieder geöffnet. Allerdings sind die Kontrollen für Thais restriktiver geworden, es wird jeder auf seine papiere hin kontrolliert und ohne gültigen Pass kommt kein Thai mehr herüber. Vielleicht ist das der Grund, warum 10x so viele Kambodschaner gestern über die Grenze wollten wie Thai. Villeicht lags auch daran, daß die Spielhallen noch nicht geöffnet hatten. Tahiland möchte mit seinen Kontrollen etwas genauer auf die Spieler unter den Grenzgängern achten.
    Jinjok

  10. #19
    Avatar von Jinjok

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    In seiner wöchentlichen Radio-Adresse an seine kambodschanischen Mitbürger hat Sen begrüßt, daß durch die mit einem offiziellen Akt in der Provinz Takeo wiedereröffneten Grenzen, die Beziehungen zu Thailand wieder auf dem alten Niveau seien.

    Auch die kambodschanische Seite spricht nun von ungeprüften Anschuldigungen als Asulöser für die Brandschatzung der thailändischen Botschaft und den folgenden Zerstörungen von thailänische Firmen am 29.01.

    Wörtlich sagte Sen: "Beide Seiten müssen zukünftig solche Mißverständnisse vermeiden helfen" und ergeht mit seinem neuen Schmusekurs gegenüber der Thai Rak Thai-Regierung sogar noch weiter: "PM Shinawatra hat seiner Überzeugung nach die Einstellung eines guten Staatsmannes und mit der von ihm geleiteten Regierung habe Kambodscha seit 20 Jahren die besten Ansprechpartner überhaupt". Bei der Gelegenheit mahnte Sen seine Landsleute auch auf eine Stabilisierung der Beziehungen zu Laos und Vietnam hinzuarbeiten.

    2 Monate Zeit zum Nachdenken waren für Sen offenbar genug um ein paar wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen.
    Jinjok

  11. #20
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Die Rechnung für den 29. Jan. an Phnom Phenn

    Ich waere trotzdem vorsichtig ,
    Kambotscha zu bereisen ,
    wenn ich ein Thai waere.

    Gruss

    Otto

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