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Die im Dunkeln sieht man nicht

Erstellt von Rene, 29.06.2006, 12:46 Uhr · 30 Antworten · 1.593 Aufrufe

  1. #1
    Rene
    Avatar von Rene

    Die im Dunkeln sieht man nicht

    Trotz Massnahmen gegen Kinderprostitution in Asien floriert das 5exgewerbe im Verborgenen
    Der Kampf gegen den 5exuellen Missbrauch von Kindern in Asien ist trotz härteren Gesetzen noch nicht gewonnen. Zuhälter, die nun die Justiz fürchten müssen, weichen mit ihren Opfern vermehrt in den kriminellen Untergrund aus.
    Quelle: Der Bund

    René

  2.  
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  3. #2
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    Das Beste was ich seit langem zu dem Thema gelesen habe.

    Dickes Lob an den Autor.

    Sioux

  4. #3
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    Der Artikel ist wirklich gut,
    sachlich, nüchtern, keine Effekthaschrei oder billiger Sensationsjournalismus. Auch die Tatsache, dass der Autor - habe das so noch nicht lesen können - klar sagt, dass LOS besser ist als sein Ruf trägt sicher zur Sympathie bei uns LOS-Fans bei.

  5. #4
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    Kinderprostitution - ein Geschäft im Dunkeln

    Der Massentourismus hat auch dazu geführt, dass immer mehr Kinderprostituierte auch von Reisenden 5exuell missbraucht werden. Dabei geht der Trend zu immer jüngeren Kindern. Bis heute können sich Touristen, die im Ausland Kinder missbrauchen, in ihrer Heimat relativ sicher sein. Zwar haben in den letzten Jahren 21 Staaten exterritoriale Gesetze erlassen, die es der Justiz ermöglichen, Straftaten zu ahnden, die im Ausland begangen wurden, aber in der Praxis sind erst sehr weniger solcher Fälle wirklich verhandelt worden. Touristen machen aber nur einen Bruchteil der Kunden aus, die Kinder in Asien oder Lateinamerika 5exuell missbrauchen. Die meisten Täter sind Einheimische.

    Obwohl in den 90-er Jahren das Bewusstsein für die 5exuelle Ausbeutung von Kindern geschärft wurde, boomt das Milliarden-Geschäft mit den Kindern weiter. Ausgebeutet werden vor allem Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, aber auch Jungen und jüngere Kinder.


    Allein in Thailand wird im 5ex-Geschäft laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) zwischen 14 und 16 Prozent des Bruttoinlandprodukts erwirtschaftet, davon ein großer Teil von Minderjährigen. Die Nachfrage nach Kinderprostituierten steigt auch, weil viele Kunden offenbar glauben, diese seien seltener mit dem HIV-Virus infiziert. Dabei stecken sich gerade Heranwachsende leichter an, denn sie sind anfälliger für Verletzungen und können kaum den Gebrauch eines Kondoms durchsetzen. Befragungen in Asien zeigen, dass dort etwa die Hälfte der Minderjährigen Prostituierten HIV-positiv ist. Kinderprostituierte leben meist unter erbärmlichen Umständen, sie sind ihren Zuhältern wehrlos ausgeliefert, bekommen oft nicht genug zu essen und keine medizinische Versorgung. Wenn sie krank werden, holen sich die .......besitzer eben neue Opfer.


    (c) www.unicef.at
    gesehen:
    http://www.kinderschrei.de/5extouris...ostitution.htm - 16k -

  6. #5
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    Und das ist das genaue Gegenteil in der Qualitaet der Berichterstattung.

    Klischeebehaftet, reisserisch, voellig falsches Zahlenmaterial und dazu voller Vorurteile. Danke fuer die Gegenueberstellung.

    Sioux

  7. #6
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    es wird mit Sicherheit einiges getan.
    Jedoch bin ich der festen Meinung, viel zu wenig.

    Es werden zwar immer wieder einige Pädophile Gott sei Lob und Dank verhaftet und vor Gericht gestellt, aber wenn ich mir z.B. anschaue, wie z.B. die kleinen Blumenverkäuferinnen von 6 ?? bis 10 Jahren offen, und unter Dudung der Polizei bis frühmorgens arbeiten müssen und wer weiss was sonst noch alles verkaufen müssen, so wird mir schon kotzübel.
    Sprich mal mit einem Thailänder über sowas, jeder wird den Kopf schütteln wie schlimm sowas sei aber ändern wird keiner was. Sind ja eh nur Burmesen- oder Kambodschanerkinder.

    Mandybär

  8. #7
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    @Mandybär
    und wer weiss was sonst noch alles verkaufen müssen
    Wenn es denn so ist, hast du absolut recht. Aber, siehe Beitrag Sioux, so wie du es schreibst als bloße Vermutung gehört es genau in diese Sensationsjournalismus-Kategorie.
    Auf Dauer ist nur was mit wirklich konsequent sauber recherchiertem, tatsachenjournalismus ohne Emotion und Effekthascherei zu gewinnen. Dass auch in LOS noch einiges zu tun ist ist dabei völlig unstreitig, nicht nur mit kinderprostitution, auch mit Kinderarbeit und Sklaverei.

  9. #8
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    Kinderarbeit und -prostitution

    Die Sachlage:
    Armut treibt sie auf die Straße. Sie stehen in den Straßenecken der Tourismuszentren von Bangkok oder anderen Städten und prostituieren sich: Mädchen und Jungen. Ein Leben, das sie freiwillig nie gewählt, für das sie sich ohne den Druck der Erwachsenen und die Unzulänglichkeiten der Gesellschaft, nie entschieden hätten. Ein Überlebenskampf, der an Härte und Grausamkeit kaum zu überbieten ist. Das Alter bestimmt den Marktwert. Achtjährige und jüngere – eher die Regel als die Ausnahme.

    Kinder deren Leben zerstört wurde, noch ehe es richtig begann, verblüht, noch ehe es sich entfalten konnte. „Ich war acht und wurde eine Frau, noch ehe ich ein Mädchen war“, so formuliert es ein ehemaliges Straßenmädchen. Sie schaffte es. Sie fand Menschen, die ihr halfen, eine echte Alternative zu dem Leben auf der Straße aufzubauen. Und die meisten der anderen? Sie werden krank, oftmals HIV-infiziert. Durchschnittliche Lebenserwartung: 21 Jahre.

    Die Reaktionen:
    Schlagzeilen, Betroffenheit, oftmals verbunden mit einem Gefühl tiefer Hilflosigkeit: Was kann ich als Einzelner am Schicksal dieser Kinder schon ändern? Ist es nicht in erster Linie Sache der jeweiligen Regierungen, hier einzugreifen? Fragen die immer wieder gestellt werden. Und sie sind berechtigt. Doch was nützt es diesen Kindern, wenn sie von der Polizei gejagt und in Erziehungsheime, vergleichbar mit Gefängnissen, gesteckt werden? Ein Gewaltpotential baut sich auf und kaum entlassen, kehren die meisten dorthin zurück, wo man sie aufgegriffen hat: auf die Straße.

    Doch es ist leichter, diese Situation anzuprangern, als nach Wegen und Möglichkeiten zu suchen diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Denn was diese Kinder vor allem brauchen, auch vor allem suchen, ist Zuwendung. Sie wollen nicht nur „abgespeist“ und „verwahrt“ werden. Sie brauchen auch nicht nur eine medizinische Behandlung der Wunden ihres Körpers, sie brauchen vor allem eine Behandlung ihrer seelischen Wunden, eine Aufarbeitung der traumatischen Erfahrungen der Straße.

    Zahlenangaben zur Kinderarbeit


    Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Geschätzt wird die Zahl der Kinderarbeiter unter 15 Jahren weltweit auf 100 bis 250 Millionen, davon allein 15 Millionen in Bangladesch, 44 Millionen in Indien, etwa 60 Millionen in Lateinamerika, davon ein Drittel allein in Brasilien, und elf Millionen in Mexiko. Für Kolumbien werden 800.000, für Guatemala mehr als eine Million Kinderarbeiter angegeben.
    Der erwähnte ILO-Bericht geht davon aus, daß weltweit 20 bis 30 Prozent der Kinder zwischen sechs und 15 Jahren arbeiten, gleichzeitig beträgt die Rate der arbeitslosen Erwachsenen in vielen sogenannten Entwicklungsländern 20 bis 30 Prozent. Hiermit legt er den Kurzschluß nahe: Mit der Abschaffung der Kinderarbeit schaffen wir Arbeit für die Eltern. Der aber genauso falsch ist wie die Vorstellung, daß man in Deutschland nur alle Ausländer nach Hause schicken müßte, um den deutschen Arbeitslosen Arbeit geben zu können. Der Hauptgrund für ausbeuterische Kinderarbeit sind die niedrigeren Kosten: Kinder sind billige Arbeitskräfte, leicht zu disziplinieren und nicht organisiert. 55 Prozent der arbeitenden Kinder sind Jungen, 45 Prozent Mädchen. Nur 38 Prozent werden entlohnt. Arbeitende Mädchen sind in der Regel noch mehr benachteiligt als arbeitende Jungen. Viele dieser Kinder tragen mit zum Familienunterhalt bei, so allein 22 Prozent der Kinder aus brasilianischen Familien, deren Pro-Kopf-Einkommen 50 Prozent des Mindesteinkommens beträgt. Kinder arbeiten heute in nahezu allen Bereichen: sie pflücken Baumwolle und Kaffee, arbeiten in Marmorsteinbrüchen und Bergwerken, knüpfen Teppiche oder drehen Zigaretten. Sie arbeiten unter extrem gesundheitsschädigenden Bedingungen in der Kokainproduktion, in Gerbereibetrieben, der Streichholz- oder der Glasindustrie. Ihre Arbeit macht auch das Leben in den Industriestaaten angenehm: das Baumwoll-T-Shirt, der Orangensaft, die Geburtagsblume wurde mit ihrer Arbeit hergestellt. Und es wächst jährlich die Zahl sich prostituierender Kinder, in Lateinamerika vor allem der Mädchen, aber in anderen Regionen wie den Philippinen oder Sri Lanka, auch zunehmend von Jungen. Häufig in Zusammenhang mit dem Massentourismus. In Thailand wird ihre Zahl auf 800.000 geschätzt. Allein in der chilenischen Stadt Concepción gab es 1990 bereits 4.000 Kinderprostituierte.
    Die Mehrheit arbeitet allerdings mittlerweile im informellen Sektor auf der Straße (Verkäufer von Losen oder Süßigkeiten, Schuhputzer, Autoaufpasser, Träger im Supermarkt oder auf dem Markt etc.), im Haushalt (vor allem Mädchen als Hausangestellte) oder Kleinbetrieben.
    Statistisch gesehen kann ein Kind schon ab drei bis vier Jahren mehr einbringen als es zum Leben braucht.

  10. #9
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    Hallo Günny,

    daß mit sauber recherchiertem Journalismus mehr erreicht wäre, da kann ich Dir selbstverständlich nur beipflichten.
    aber: 1. bin ich kein Journalist ( was man ja an meinem Geschreibsl unschwer erkennen kann ) und 2. glaube ich, diejenigen die in diesem Milieu sauber recherchiert haben, haben nicht mehr oft die Möglichkeit hier was zu posten oder sauber recherchiert zu veröffentlichen.

    Ich stelle solche Sachen nicht einfach so hier rein, sondern weil ich in meinen oftmaligen Aufenthalten in THL auch viel erlebt und gesehen habe.

    Angefangen hat das vor gut 20 Jahren als ich als Greenhorn am Don Muang in eines dieser Taxis, damals noch mit schwarzen Scheiben eingestiegen bin Richtung Malaysia-Hotel, Boston Inn, Blue Fox-Bar usw.
    1.Frage des Taxlers nach Bekanntgabe des Zielortes: "You want Girl ?"
    Als ich verneinte 2.Frage: "You want Boy?" auf meine abermalige Verneinung 3.Frage: "You want Baby, i have very young, 2 Years?"

    Was machst Du nach dieser Meldung ??
    erst mal Deine Englischkenntnisse nochmal im Geiste überprüfen ob nicht irgendwo falscher Input reinkommt.
    1.Tag in BKK, vorher ordentliche Storys über die Taxis mit den schwarzen Scheiben im Loose gelesen, soll ich den Taxler nach seinem Namen fragen um ihn nachher anzuzeigen , notieren des Nummernschildes geht nicht, sah damals aus wie ein Gemälde von Rubens für mich
    soll ich versuchen den Kerl aus dem Taxi zur nächsten Polizei zu schleifen (Helden sterben einsam)
    Ich weiss, im nachhinein hätte wahrscheinlich jeder todsichere Tips, solche Perverslinge seiner gerechten Strafe zuzuführen, aber wenn Du mittendrin steckst ist es nicht so leicht.

    Etwas aktueller, um bei den Blumenkindern zu bleiben, vor 3 Jahren einen Tag Aufenthalt in BKK vorm Weiterflug nach Samui gehabt. Abends ins Nana auf ein paar Bierchen ins Woodstock. Blumenmädchen aquiriert bei meinem Barnachbarn, einem Australier, dieser lädt die Kleine auf eine frische Nam-Som ein und kauft nichts ab. Nach 10 Min. kommt die Aufpasserin der Kleinen und fragt den Aussie ganz unverblümt ob er Interesse an der Kleinen habe.
    Nachdem der Aussie ganz verdutzt einfach "Nein" gesagt hat, waren die zwei verschwunden.(Schreck- und Zornessekunde )
    Was machst Du dann, läuft denen im Nana hinterher und machst Wirbel Da hast Du mit Sicherheit ein Messerchen im Bauch, daß Du am Rücken noch Sate-Spießchen für 300 Baht draufhängen könntest.

    Was ich damit sagen will, solche Sachen passieren immer noch, es gibt zwar vielversprechende Ansätze in der Executive,neue Möglichkeiten der Stafverfolgung von Ausländern usw. aber z.B. bei dem Fall, den ich im Nana erlebt habe, glaube ich nicht, das sowas ohne Wissen und Deckung einiger Braunhemden vonstatten geht.

    Grüße
    Mandybär

  11. #10
    Avatar von PengoX

    Registriert seit
    17.02.2003
    Beiträge
    1.987

    Re: Die im Dunkeln sieht man nicht

    Es ist immer wieder erstaunlich wie gerne mit übergroßen Zahlen polemisiert wird.

    @deguenni: stammt dieser Text von dir?

    Zitat Zitat von deguenni",p="362800
    Und es wächst jährlich die Zahl sich prostituierender Kinder, in Lateinamerika vor allem der Mädchen, aber in anderen Regionen wie den Philippinen oder Sri Lanka, auch zunehmend von Jungen. Häufig in Zusammenhang mit dem Massentourismus. In Thailand wird ihre Zahl auf 800.000 geschätzt.
    Ja, geschätzt - aber von wem? von Menschen die absolut keine Ahnung von Zahlen haben!

    In einem schönen Artikel versucht Stickman die Anzahl der Prostituierten die westlichen Touristen in Thailand zur Verfügung stehen zu überschlagen.
    http://www.stickmanbangkok.com/Weekly2006/weekly264.htm
    Und er kommt auf eine Zahl von gerade mal 30.000.
    Selbst wenns doppelt so viele sind - wo sollen denn noch die 800.000 Kinderprostituierten hin? In die Isaanpuffs? Aber da ist ja dann wieder kein [...]Häufig in Zusammenhang mit dem Massentourismus.[...]

    PengoX

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