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Deutschland bietet Frühwarnsystem an

Erstellt von Rene, 13.01.2005, 18:04 Uhr · 9 Antworten · 518 Aufrufe

  1. #1
    Rene
    Avatar von Rene

    Deutschland bietet Frühwarnsystem an



    Die Bundesregierung hat gemeinsam mit deutschen Wissenschaftlern den von der Flutkatastrophe betroffenen Ländern in Asien ein Frühwarnsystem angeboten. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sagte nach Beratungen mit Experten, die Bundesregierung wolle einen Beitrag leisten, "damit die Bevölkerung früher gewarnt und auch Menschenleben gerettet werden können". An dem Treffen hatten außer Bulmahn und Wissenschaftlern auch Bundeskanzler Gerhard Schröder, Außenminister Joschka Fischer und Bauminister Manfred Stolpe teilgenommen.


  2.  
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  3. #2
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Deutschland bietet Frühwarnsystem an

    Ja, das sollte man unbedingt machen, und es nicht etwa den Japanern oder den Amis (die sowas schon gebaut haben und sich damit auskennen) überlassen.

    Auch ihre Vorbildung

    Volksschule, Aufbaugymnasium Petershagen. Nach dem Abitur ein Jahr Auslandsaufenthalt im Kibbuz Bror Chail (Israel); anschließend Studium der Politischen Wissenschaften und der Anglistik an der Universität Hannover.

    befähigt die Dame, zu technischen Dingen zu schwafeln.

  4. #3
    Avatar von Peanut

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    Re: Deutschland bietet Fr�hwarnsystem an

    Ich denke die Technik ist nichts was die Gute selbst uebernimmt.Aber allein die Idee und das Engagement in dieser Sache sollte gerade von uns im Thaiforum nicht angemahnt werden.
    Ueber Kleinigkeiten koennen wir uns streiten, aber in solch einer wichtigen Sache, sollte man nicht politisch Stellung beziehen.

  5. #4
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Deutschland bietet Frühwarnsystem an

    Zitat Zitat von Peanut",p="206769
    Ich denke die Technik ist nichts was die Gute selbst uebernimmt.
    Nein, aber die Gute hat behauptet Deutschland sei hier technisch führend, warum?

    Die FAZ schreibt hierzu:

    13. Januar 2005 Die Bundesregierung will bei der UN-Weltkonferenz zur Flutkatastrophe in Südostasien in der kommenden Woche im japanischen Kobe das von deutschen Wissenschaftlern entwickelte Konzept für ein Tsunami-Frühwarnsystem vorstellen. "Wir sind hier weltweit technolgisch führend", sagte Forschungsministerin Edelgard Bulmahn am Donnerstag in Berlin, nachdem Bundeskanzler Gerhard Schröder und andere Mitglieder des Kabinetts mit Fachleuten über die zügige Verwirklichung des Konzepts beraten hatten.


    Ein älterer Artikel der gleichen Zeitung heißt:

    Tsunami-Warnsystem
    Japaner reagieren drei Sekunden nach dem Beben

    [Zynismus ein]
    Mit dem deutschen, weltweit führenden System - das auchnoch erstmal zu entwickeln wäre - werden’s dann zweieinhalb???
    [Zynismus aus]

    Die (eher linke) TAZ schreibt hier in der aktuellen Onlineausgabe:
    Noch ist jedoch unklar, welche Rolle Deutschland beim Aufbau des Warnsystems tatsächlich spielen wird. Denn die Industrienationen scheinen derzeit einen regelrechten Wettbewerb um die Führungsrolle zu veranstalten. Auch die USA, Japan und Australien haben schon Zusagen abgegeben, bei dem Aufbau mit Geld und Know-how behilflich zu sein.

    Zitat Zitat von Peanut",p="206769
    Aber allein die Idee und das Engagement in dieser Sache sollte gerade von uns im Thaiforum nicht angemahnt werden.
    Die Gefahr von Flutwellen ist ja kein thailandspezifisches (und auch kein auf Asien beschränktes) Problem.

    Ich habe nur das Gefühl, einige Politiker (und nicht nur die, sondern auch der gesammelte Sensationsjournalismus) haben mächtig Interesse, aus der bedauernswerten Situation mächtig Profit zu schlagen. In dieses Bild passen Aussagen, wie die von Frau Bulmahn.

  6. #5
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Deutschland bietet Frühwarnsystem an

    Ich halte es für gut, dass ein solches System angeboten wird.

    Warum aus dem Beitrag jetzt eine pol(em/it)ische Diskussion gemacht werden soll verschliesst sich meiner Sichtweise.

  7. #6
    Avatar von Peanut

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    Re: Deutschland bietet Fr�hwarnsystem an

    Warum aus dem Beitrag jetzt eine pol (em/it) ische Dikussion gemacht werden soll verschliesst sich meiner Sichtweise.
    Meiner Sichtweise auch, denn das habe ich im ersten Post bereits angeregt.

  8. #7
    Avatar von DisainaM

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    Re: Deutschland bietet Frühwarnsystem an

    Das Toll Collect Debakel sitzt wohl noch einigen in den Knochen,
    daher wohl die Angst, mit einem System zu kommen, daß nachher praxistaugliche Probleme bringt.

    IMO sollte in den Urlaubsregionen schonmal eins gemacht werden,
    an jedem frequentierten Touristenstrand eine Alarmsirene,
    die sowohl von einem 'Baywatch-Turm' bedient werden kann,
    als auch von einer regionalen Leitstelle.

    Auf den 'Baywatchtürmen' dann ein Aufpasser mit einer schönen neuen Uniform, sowas läßt sich im TV gut vermitteln, daß nun für die Sicherheit was getan wird.

    Ansonsten den Aufbauaufwand gleich verbinden, daß eine Kanalisation geelegt wird, damit der Mist endlich mal ins Klärwerk kommt, statt ins Meer.

  9. #8
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Deutschland bietet Frühwarnsystem an

    Ich wollte doch nur darauf hinweisen, daß es in der Politik weit verbreitet ist zu versuchen von Katastrophen bombig zu profitieren.

    Vgl. auch den Auftritt von G. Bush Sen. zum Thema Indonesien (der das sogar mehr oder weniger zugab).

    Ich bin mit Sicherheit der Meinung, daß Hilfe für die durch die von der Katastrophe betroffenen Menschen dringend notwendig ist.

    Ich lehne jedoch Showveranstaltungen, wie die Frühwarnsystem .... sind technisch führend auf diesem Gebiet .... Erzählungen der Frau Bulmahn ab (zumal niemand, der ein gerade einmal ein Konzept - wie könnte man soetwas realisieren - in der Schublade hat, demjenigen der solche Systeme erfolgreich betreibt gegenüber technischen Vorsprung hat), haben sie doch IMHO nur das eigene Wohl und nicht das Wohl der betroffenen im Auge.

    Gruß

    Ralf

  10. #9
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Deutschland bietet Frühwarnsystem an

    Nachtrag hierzu, aus Spiegel Online vom 11.1.2005

    ....
    Die Amerikaner haben 1984 die ersten Drucksensoren auf dem Grund des Pazifiks installiert, die Bojen folgten ab 1992. "Wir haben acht Jahre lang an der Entwicklung der Echtzeit-Messung gearbeitet", sagte PMEL-Ozeanografin Marie Eble SPIEGEL ONLINE. In der Zwischenzeit brachten wiederholte Fehlalarme die Forschung an den gefährdeten Pazifikküsten in Misskredit.

    Erst ein Seebeben November 2003 ermöglichte einen vertrauensbildenden Erfolg. "Die ersten Daten lagen zwei bis drei Minuten nach dem Beben auf unserem Schreibtisch", sagte Eble. Die Wissenschaftler analysierten die Zahlenkolonnen und gaben für Hawaii Entwarnung. Die Siedlungen an der Küste wurden nicht evakuiert, der Tsunami blieb aus.
    ....

    .....
    US-Forscherin Eble warnt indes vor den überzogenen Zeitplänen der Deutschen: "Wer immer das versucht", sagte die Forscherin, "ich wünsche ihm viel Glück." Lauterjung gibt sich derweil gelassen. "Wir sind optimistisch, dass unser Konzept funktioniert." Ob der Plan allerdings in die Tat umgesetzt wird, können die Forscher ebenso wenig beeinflussen wie die Erdbeben selbst. "Das hängt ganz davon ab, wie sich die Bundesregierung positioniert."

  11. #10
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Deutschland bietet Frühwarnsystem an

    Konferenz zu Flutwellen-Frühwarnsystem kommende Woche in Thailand

    Bangkok (AFP) - Vertreter von 43 Ländern und 13 Organisationen wollen sich kommende Woche in Thailand treffen, um einen Plan für ein Flutwellen-Frühwarnsystem im Indischen Ozean zu erarbeiten. Die Tagung finde am kommenden Freitag und Samstag auf der Insel Phuket im Süden des Landes statt, teilte das Außenministerium in Bangkok am Freitag mit. Die teilnehmenden Staaten würden größtenteils durch ihre Außenminister vertreten. Thailand habe vorgeschlagen, dass das geplante Frühwarnsystem auf das bestehende Katastrophenschutzzentrum für Asien aufbaue, das in Bangkok ansässig sei. Das Treffen in Thailand folgt auf eine internationale Katastrophenschutzkonferenz der Vereinten Nationen, die bis Samstag in der japanischen Stadt Kobe stattfindet.



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