Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 19

Der Welle folgten die Sperrzäune

Erstellt von Rene, 13.03.2005, 15:07 Uhr · 18 Antworten · 1.249 Aufrufe

  1. #1
    Rene
    Avatar von Rene

    Der Welle folgten die Sperrzäune

    Die obdachlos gewordene Bevölkerung weiß wegen ungeklärter Besitzverhältnisse nicht wohin.

    Ban Thung Dep - Neben dem gut zwei Meter breiten Pfad aus Betonplatten blühen wieder erste Blumen. Blassrosa ragen sie aus dem Sand hervor, auf dem einmal das Dorf Ban Thung Dep auf der Insel Koh Phrathong stand. Oder sie kämpfen sich zwischen dem verdörrten Gestrüpp der umgefallenen Bäume durch, die am 26. Dezember 2004 von der riesigen Flutwelle entwurzelt wurden, die Südasiens Küsten verwüstete. Mit einem Bagger haben Arbeiter einen tiefen Graben gezogen, durch den das Salzwasser abfließen kann, dass nach der Überschwemmung in Fischteichen zurückblieb. Die ehemalige Schule, die wie durch ein Wunder stehen blieb, erhält gerade ein neues Dach. Doch von neuen Häusern für die früheren Bewohner ist zweieinhalb Monate nach der Katastrophe nichts zu sehen.

    „Wir können in der Beziehung nichts machen, solange die Frage der Landtitel nicht geklärt ist“, sagt Lorenz Schmid von der staatlichen Schweizer Entwicklungshilfeorganisation „DEZA“. Während bei internationalen Tourismusmessen Thailand mit geräumten Stränden und reparierten oder neu auf den mit Chemikalien und Treibstoff verseuchtem Schutt aufgebauten Hotels wirbt, tobt entlang der Westküste des Landes ein ungleicher Kampf um Grund und Boden - und das nicht nur in Thailand, sondern fast in der gesamten Katastrophenregion.

    Quelle:

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.865

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    Zitat Zitat von Rene",p="223933
    Während bei internationalen Tourismusmessen Thailand mit geräumten Stränden und reparierten oder neu auf den mit Chemikalien und Treibstoff verseuchtem Schutt aufgebauten Hotels wirbt,
    [highlight=yellow:1ecfaa0bb4]verseuchtem Schutt aufgebauten Hotels [/highlight:1ecfaa0bb4]
    hier arbeitet offensichtlich die Anti-Thailand-Fraktion,
    wer veröffentlicht schon solche Pauschalurteile

  4. #3
    Avatar von Malivan

    Registriert seit
    26.06.2003
    Beiträge
    293

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    Hallo
    Die Wahrheit ist oftmals nicht so schön :O

    Gruß Malivan

  5. #4
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.865

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    Echt, Du meinst, alle aufgebauten Hotels stehen auf verseuchtem Grund ?

  6. #5
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    @ DisainaM

    Das hat überhaupt nichts mit thailandfindlichen Medien-Fraktionen zu tun. Es ist doch allgemein bekannt, daß neben Phuket gerade Khao Lak in Pang Nga auf einer planierten Mondlandschaft der ehemaligen Zinn/Zink-Gruben entstand. Die Flutwelle hat nun die bis zu 200 Jahre alten Sünden der Vorväter wieder freigespült. Manche Pools der 4 Sterne-Resorts wurde direkt in alten Erzwaschbecken gebaut. Gerade durch den vorangegangen kompletten Raubbau an der Natur, hat die Zerstörung Khao Lak so umfassend getroffen.

    Das andere Drama ist aber, daß die vielen Fischer, die seit Generationen nun dort an den Stränden wohnten und sich bisher noch nicht von den touristischen Großkonzernen vertreiben ließen, nun plötzlich ihre Dörfer nicht mehr aufbauen dürfen. Es stellte sich heraus, daß sie nie einen Anspruch auf ihr angestammtes Land bei den Behörden haben registrieren lassen. Aus unwissenheit oder typischer Ignoranz. Die Konzerne haben hingegen, zwar gefälschte, aber immerhin Papiere, die von den korrupten Beamten des Ampörs nun in Tatsachen (Baugenehmigungen) verwandelt werden.

    Vor jedem Gericht, selbst in Thailand, werden die gefälschten Besitzurkunden für nichtig erklärt werden, aber jeder weiß, daß in Thailand kein millionenschwerer Tourismusriese sein Resort wieder abreißen muß, wenn es ersteinmal steht und zahlungskräftigen Besucher ins Land lockt. Ähnliches passiert übrigens gerade auf Koh Phi Phi.

    Sie werden ihre Objekte behalten dürfen und die Fischer mit ein paar Handvoll Muschgeld entschädigen müssen. Aber die Fischer haben ihre Lebensgrundlage (Zugang zum Meer) verloren und die Konzerne haben endlich erreicht, was sie vor dem Tsunami nie geschafft hätten, die traditionellen Fischerdörfer zum Verkauf ihre angestammten Ländereien gezwungen. Das ist ein weiteres tragisches Resultat des Flutwelle und es ist menschengemacht.
    Jinjok

  7. #6
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.865

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    @ Jinjok,

    natürlich wird es dieses Fälle geben, wie Du sie auf Khao Lak angesprochen hast,
    nur mir ging es um den Mangel der differenzierten Behandlung des Themas, was den Verdacht immer nahe legt,
    daß der Autor andere Interessen verfolgt, als das vordergründige Thema.

    Das Thema von Landenteignungen von Fischer und Seezigeunern auf Phuket und dem Phang Na Gebiet ist sehr vielschichtig,
    wobei der Begriff Landenteignung nicht immer korrekt ist.

    So gab es Fälle, wo Seezigeuner ihre Gemeinschaft durch einen Bevollmächtigten vertreten liessen, der dann am Ende eher seine Interessen verfolgte.
    Solche Fälle, so tragisch sie auch sein mögen, kann man jedoch nicht dem thailändischen Staat zum Vorwurf machen.

    Ein anderer Punkt sind die Fälle, wo der Staat im Rahmen eines Küstenschutzprogramms den bisherigen Status von Häusern am Strand nicht mehr zulassen kann, und keine Baugenehmigungen erteilt.
    So wurden auch Überlegungen auf PhiPhi Don laut, eine staatliche Planung für den gezielten Wiederaufbau zu verwirklichen.
    Das Schicksal der Betroffenden, deren Land so enteignet wird,
    kommt dem Schicksal von Deutschen gleich, deren Land für Autobahn oder ähnliche staatliche Hoheitsplanung herangezogen wird.

    Auch die Fälle von gefälschten Besitzurkunden kommen vereinzelt vor, sind aber nicht die Regel.

    DisainaM

  8. #7
    Avatar von martinus

    Registriert seit
    25.06.2003
    Beiträge
    2.958

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    Is ja echt ätzend, was ich da lese.
    Selbst in dieser Situation zeigt die menschliche Rasse mal wieder ihr hässliches Gesicht. Die Gier nach mehr und die Korruption treibt wieder mal extreme Auswüchse.
    Ich bin sicher, daß das kein Hoax sondern die Wahrheit ist.

    Gerade die sowieso nichts mehr haben, nimmt man auch noch den letzten Funken Hoffnung weg.
    Vielleicht werden nach Fertigstellung der tollen neuen Hotels einige davon brennen. So macht man es doch, wenn die Angestellten ihren Weihnachtsbonus in LOS nicht erhalten.

    Martin

  9. #8
    Avatar von Jinjok

    Registriert seit
    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune


  10. #9
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.865

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    In 1809, when Burmese troops raided Thalang (on Phuket island), its residents – many were tin miners – were forced to migrate north. Many settled in the quiet port town of Takua Pa to continue the tin trade. King Rama V (1868-1910) further stimulated mining activities by allowing the free-flow of Chinese labour into the Kingdom.
    ...
    “It’s still unclear who owns much of this land, much less how it should it be naturally restored for environmental protection and public access,” says Am.... Kaewnu with the Andaman Community Rehabilitation Network.

    He and others point out that land-right papers for many resorts are invalid. Not only might they have encroached on national park areas, but also many have absorbed properties that were supposed to be returned to the government after the expiration of mining and mangrove concessions.
    Richtig ist, daß in Takuapa das Zinminengeschäft aufgebaut wurde,
    und das König Rama V den Zinmienenbetreiber Sonderrechte einräumte, um das Geschäft zu stimulieren.

    So ist mir von den Eigentümern der R.A.T. Trading & Mining (Takuapa) Co.,Ltd bekannt, daß ihnen Grund und Bodenrechte übertragen wurden,
    welche sie zum Teil verkauften, und zum Teil eigene Resorts darauf errichteten, wie das Bangsak Beach Resort bei Takuapa.

    Die jetzige Behauptung, die bisherigen Landpapiere seien ungültig, weil nach Ende der Minenkonzessionen die Landrechte an den Staat zurückgefallen wären, ist unrichtig, weil die betroffenden Minenbetreiber sich auf Absprachen berufen können, die zum Teil auf die Zeit von Rama V zurückgehen.
    Vielmehr findet sich hier wohl ein gewisses Wunschdenken bestimmter Interessensgruppen wieder, die mit dieser Behauptung versuchen, sich einen Rechtsvorteil für Verhandlungen zu verschaffen.

  11. #10
    Avatar von martinus

    Registriert seit
    25.06.2003
    Beiträge
    2.958

    Re: Der Welle folgten die Sperrzäune

    @ DisainaM
    hier wohl ein gewisses Wunschdenken bestimmter Interessensgruppen
    Genau so siehts aus - und das auf ziemlich unverschämte dreiste Art und Weise.
    Mal sehen, was am Ende draus wird.

    Martin

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Diebstahl Welle am Chaweng?
    Von dear im Forum Touristik
    Antworten: 41
    Letzter Beitrag: 24.05.09, 15:06
  2. ACHTUNG heftiges Video von der Welle
    Von Kuki im Forum Event-Board
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 29.12.08, 16:44
  3. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 29.12.08, 16:37
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 21.06.05, 21:54
  5. Multi-Kulti bei der Deutschen Welle
    Von hello_farang im Forum Sonstiges
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 21.09.04, 17:05