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Der vergessene Deutsche von Thailand

Erstellt von antibes, 02.09.2010, 10:08 Uhr · 37 Antworten · 6.229 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von tomtom24

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    Ich denke, wenn er eh keine Angehoerigen hat, waere es wohl sinnvoller gewesen, die Spenden zur weiteren Pflege in Thailand zu nutzen. Dort haette das Geld mit Sicherheit fuer eine noch lange Zeit gereicht und auch insgesamt waeren die Kosten nur ein Bruchteil dessen, was sie jetzt ausmachen. Noch dazu, wo der Typ ja eh ausgewandert zu sein scheint.

    Wobei ich dazu aber sagen muss - wenn mir heute was zustoesst als Expat, dann sollte ICH selbst Vorkehrungen treffen. Bzw. man sollte die deutschen Behoerden nicht so schlecht reden. Denn wenn ich als Expat nicht abgesichert bin, ist es meine Schuld und in meiner Verantwortung.

    Andererseits ist es natuerlich schon aergelich, wenn man sieht, wieviel an Steuergeldern fuer andere Laender und Menschen anderer Nationalitaet ausgegeben wird.

    Wenn man sich in Deutschland abmeldet (und da muss man ja normalerweise, wenn man auswandert) oder aber auch bei jedem Flug ins Ausland sollte man untschreiben muessen, dass man fuer sich selber verantwortlich ist. Das liesse sich doch bestimmt zusammen mit dem Ticketkauf arrangieren. Sollte man ueberhaupt bei jedem Auslandsflug machen. So wird den Menschen (oder auch nur einigen) vielleicht mehr nahegebracht, dass man bei Auslandsreisen ein Risiko eingeht, das man auch immer netsprechend absichern kann.

    Und wenn jemand sagt, er kann sich das nicht leisten, dann ist meine Meinung, dass er sich die gesamte Reise dann eigentlich nicht leisten kann. Denn eine Reiseversicherung sollte immer gemacht werden. Hab sogar ich damals gemacht.

  2.  
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  3. #32
    Avatar von franky_23

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    tom
    erst mal, er hat in D noch Angehörige z.B. eine Mutter. Auch wurden angeblich weitere Verwandte ausfindig gemacht.

    dass der Mann besser hätte vorsorgen sollen sehe ich in der gleichen Art und Weise.

    Das Kind ist in den Brunnen gefallen und dass Thailand auf den Kosten sitzen bleibt wäre auch nicht angebracht.

    Was hätte dem Mann eine Reisekrankenversicherung genutzt, wenn er dann dauerhaft in Thailand lebt. Da greift keine normale Reisekrankenversicherung.

  4. #33
    Avatar von tira

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    Exclamation

    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    ....dass der Mann besser hätte vorsorgen sollen sehe ich in der gleichen Art und Weise....
    Was hätte dem Mann eine Reisekrankenversicherung genutzt, wenn er dann dauerhaft in Thailand lebt. Da greift keine normale Reisekrankenversicherung.
    ebend,

    bei geplantem aufenthalt >4-6 wo wäre wohl eine andere absicherung sinnvoll gewesen.

    der fall kann eigentlich nur als möglicher fingerzeig dienlich sein.


  5. #34
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Der Fall wird immer rätselhafter:

    Komapatient: Rätselraten um den ?Bamberger? | Panorama.- Frankfurter Rundschau

  6. #35
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Danke, Reinhard oder Frederic, wie du in Frankreich genannt wurdest.
    Jetzt weiss ich, warum ich dich schon vor 40 Jahren gut fand.

  7. #36
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    schau mal in Post Nr. 18, da waren die merkwürdigen Umstände schon Thema.

  8. #37
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Falsche Klinik - Komapatient verlegt | inFranken.de

    Falsche Klinik - Komapatient verlegt

    Die Betreuerin des Bamberger Koma-Patienten hat eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus angeordnet. Die Spezial-Klinik sei nicht für eine Behandlung geeignet gewesen. Die Verantwortlichen schweigen.

    Offenbar falsch oder gar nicht behandelt wurde der als "Bamberger Komapatient" bekannte 39-jährige Matthias Stefan Koch. Deswegen wurde er nur zwei Tage nach seiner Ankunft aus Thailand von einer angeblichen Spezialklinik im Nürnberger Land in eine andere verlegt.

    Die Vorwürfe aus dem Umfeld der Betreuerin aus Hamburg sind hart. Die Klinik sei gar keine Klinik, sondern ein Pflegeheim. Überhaupt nicht ausgelegt auf die Therapie des am Kopf schwerst verletzten Patienten. Als die Betreuerin nach zwei Tagen immer noch nichts von der angeblichen Klinik gehört hatte, ordnete sie die Verlegung an.

    Bei einem derart kranken Mann hätte das nicht passieren dürfen, sagt sie. Zumal die Verantwortlichen der Einrichtung hätten wissen müssen, wie schwer der Bamberger verletzt sei. Eine Verlegung sei eine zusätzliche Strapaze.

    Tatsächlich aber handelt es sich bei der Einrichtung, die sich "Intensiv-Pflegeklinik" nennt, lediglich um ein Pflegeheim.

    Dass es der Heimaufsicht untersteht, bestätigt das zuständige Landratsamt. Dort versuche man seit einiger Zeit, der Einrichtung das Prädikat "Klinik" wegzunehmen und durch den Begriff "Heim" zu ersetzen.

    Aus dem ärztlichen Umfeld des Patienten wurde deutlich, dass "der Patient nichts hier verloren hat". Die Betreuerin bestätigte, dass er ein Fall für ein Akut-Krankenhaus sei. Ärzte, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchten, bestätigten dies. Normalerweise hätte erst der Allgemeinzustand und "das Schädigungsbild" des Patienten untersucht werden müssen, erst dann hätte er einem passenden Krankenhaus oder Pflegeheim zugewiesen werden können.

    Allerdings ist die Einrichtung, deren Arzt den Komapatienten vor einer Woche sogar vom Flughafen Nürnberg abgeholt hatte, nicht auf eine neurologische Untersuchung ausgelegt. Sie hat lediglich die "Zulassung" für Patienten mit Schädel-Hirn-Traumata der Stufe "F", kann also nur unterstützende, betreuende Maßnahmen und Langzeittherapie bieten. Für Patienten, bei denen keine Aussicht auf wesentliche Besserung mehr besteht. Aber Blut-Untersuchungen, ein EEG und Röntgenkontrolle des verletzten Kopfes habe es nicht gegeben.

    Koch sollte deshalb von einem niedergelassenen Neurologen untersucht werden. Als es um die Übernahme dieser Kosten ging - die "Klinik" wollte die Krankenversichertenkarte des Patienten - kam es ans Licht: die "Klinik" hat gar keine Möglichkeit, den Patienten angemessen zu untersuchen, ist gar keine Klinik.

    Den Patienten unter dieser Voraussetzung aufzunehmen, sei eine "Fahrlässigkeit", heißt es aus dem Umfeld der Betreuerin.

    Die "Klinik" ist nach Angaben der Betreuerin als Klinik an sie herangetreten, nicht als Pflegeheim. Sie habe sich ein Krankenhaus voller Intensivstationen vorgestellt, sagte sie. Offensichtlich sei die Betreuerin "falsch informiert" worden, sagt ein am Verfahren Beteiligter.

    Für die Betreuung des Patienten zeichnet das Bamberger Amtsgericht verantwortlich, auch für die Unterbringung in der Spezialklinik. Allerdings war gestern Abend niemand mehr für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Landratsamt Nürnberger Land wollte den Vorgang nicht kommentieren. Wortkarg gab sich Pressesprecher Rolf List: In Thailand habe der Patient in einem Krankenhaus gelegen und sei hier in ein "Pflegeheim" gekommen. Gesucht sei wohl eher ein Krankenhaus worden, in dem er hätte therapiert werden können.

    Als "falscher" Arzt verurteilt

    Eingetragen ins Handelsregister aber ist die Einrichtung seit sechs Jahren unter der Bezeichnung "Vorsorge- und Rehabilitationsklinik", das bestätigt die Industrie- und Handelskammer in Nürnberg. Firmeninhaber ist ein 50-jähriger Mann mit Doktortitel.

    Den aber darf er gar nicht mehr tragen. Denn er war im Februar 2007 wegen Titelmissbrauchs und Körperverletzung vom Landgericht Hersbruck verurteilt worden. Als Klinikleiter hatte sich Walter S. als Arzt ausgegeben. Aber er hätte weder den Titel tragen noch als Arzt tätig sein dürfen. Lediglich medizinische Grundkenntnisse hatte er sich an der Uni Erlangen angeeignet - in fünf Semestern. Eine Zwischenprüfung hat er nicht gemacht. Nach einem angeblichen, nicht nachweisbaren Abschluss in Österreich hat er nach eigenen Angaben die Spezialklinik für Schädel-Hirn-Patienten aufgebaut.

    Walter S. hatte bis Juli auch eine Station an der Euromed-Clinic in Fürth gemietet, was eine Sprecherin der Klinik bestätigte. Dann aber war er mitsamt seiner Station an ein Krankenhaus im Nürnberger Land umgezogen - ohne das den Behörden zu melden.

    Die Intensiv-Pflegestation im Nürnberger Land galt mit ihrem Konzept als vorbildliche Einrichtung. Auch die Betreuerin des Komapatienten sagte, dort gebe es "keine wirklich schlechte Pflege".

    Warum sich die Klinik überhaupt um die Pflege des Komapatienten bemühte, bleibt erst einmal im Dunkeln. Keiner der beiden Leiter war gestern zu einem Gespräch bereit.

    Die Klinik, in der der Komapatient Matthias Stefan Koch jetzt behandelt wird, hat nach Angaben der Betreuerin nach zwei Tagen eine Diagnose mitgeteilt.

    Die Odyssee des Matthias Stefan Koch aus Bamberg

    Unfall

    Der Bamberger erleidet im Oktober 2009 nach einem Unfall in Thailand ein Schädel-Hirn-Trauma und fällt ins Koma.

    Mysteriös

    Nach Berichten der thailändischen Polizei hatte der 39-Jährige bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus Schnitte an Hals und Armen, die sich der Mann allem Anschein nach selbst beigebracht hat.

    Verwandte

    Das Krankenhaus sucht zusammen mit deutschen Behörden zunächst vergeblich nach Verwandten des Mannes, der zuletzt in Bamberg gemeldet war. Dann stellte sich heraus, dass in Franken eine Großmutter und weitere Angehörige leben. Die aber können den kostspieligen Transfer nicht bezahlen.

    Besserung

    Anfang September berichtete das thailändische Krankenhaus, dass der 39-Jährige langsam aus dem Koma erwache, er aber nicht sprechen könne.

    Spenden

    Durch Spenden, unter anderem des Sängers Reinhard Mey, gelang es, den Bamberger nach Franken zu fliegen.

  9. #38
    Avatar von franky_23

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    Stellt sich doch auch die Frage, weshalb das Amtsgericht in Bamberg eine weit vom Schuss agierende Betreuerin aus Hamburg zuordnete. Da ist doch das Problem vorprogrammiert, denn die Frau wird die Lokalitäten sicherlich nicht vor Ort in Augenschein nehmen.

    Die Betreuerin verdient an dem Patienten doch ordentlich.

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