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Der Reis wird knapp

Erstellt von Rene, 24.05.2006, 15:36 Uhr · 143 Antworten · 7.322 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von wingman

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    Re: Der Reis wird knapp

    Wenn hungernde Völker aufstehen werden sie die Ausplündernden aus dem Land verjagen oder sogar töten.
    Beim hungern oder verhungern hört die Plünderung irgendwann auf,zwangsläufig. Haiti war nur der Anfang.
    Und schnell lenkte diese korrupte Regierung ein.
    Das ganze Drama beginnt an dem Übel des ganzen, den Börsen.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von Huanah

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    Re: Der Reis wird knapp

    Derivate sind gegenseitige Verträge, deren Preisbildung im Allgemeinen auf einer marktabhängigen Bezugsgröße (Basiswert oder Underlying) basiert. Solche Basiswerte können andere Wertpapiere (z.B. Aktien, Anleihen), marktbezogene Referenzgrößen (Zinssätze, Indices) oder andere Handelsgegenstände (Rohstoffe, Devisen) sein....
    Aus Wikipedia

    Gruss

    Dieter

  4. #53
    Avatar von Hippo

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    Re: Der Reis wird knapp

    Trockenheit bedroht Reisanbau in Thailand
    Bangkok (AFP) — Trockenheit bedroht die anstehende Reisaussaat in Thailand. 55 der 76 Provinzen des Königreichs vor allem im Norden, im Nordosten und im Zentrum litten unter Dürre; betroffen sei rund die Hälfte des Anbaugebietes in den wichtigsten Anbauprovinzen, teilte die thailändische Katastrophenschutzbehörde mit. Der erste Reis des Jahres wurde von Ende März bis Anfang April geerntet, im Mai steht die nächste Aussaat an. Wegen der derzeit hohen Preise für das Grundnahrungsmittel versuchen viele Bauern, den Termin vorzuziehen.

    Thailändischer Reis der Sorte Pathumthani kostete nach Angaben der thailändischen Exportvereinigung Anfang April 50 Prozent mehr als im März. Die Nachfrage aus dem Ausland ist groß, weil wichtige Anbauländer wie Vietnam und Indien ihre Reis-Exporte eingeschränkt haben, um die eigene Bevölkerung versorgen zu können. Thailand ist der weltweit größte Exporteur von Reis.

    afp

  5. #54
    Avatar von Chris61

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    Re: Der Reis wird knapp

    Dienstag, 22. April 2008
    Prei5explosion bringt Hunger
    Kein Reis im Markt

    Die explodierenden Reispreise sind für die Regierungen in Asien eine Zeitbombe. Manche Sorten sind heute doppelt so teuer wie im Dezember. Drei Milliarden Menschen in der Welt ernähren sich überwiegend von Reis, 90 Prozent davon in Asien. Um die ständig wachsende hungrige Bevölkerung satt zu bekommen, geben die Regierungen schon jetzt Milliardenbeträge für Subventionen aus. Das Horrorszenario eines Aufstands von Millionen Hungernder bereitet Politikern schlaflose Nächte.
    "Selbst Leute, die seit 30, 40 Jahren im Geschäft sind, haben so etwas noch nie gesehen", sagt Wanlop Pichpongsa, Manager bei Capital Rice Company, einem der größten thailändischen Rei5exporteure. "Der Preis ändert sich von morgens bis nachmittags, wie im Aktienmarkt."

    Weltweit werden nach Angaben des auf den Philippinen ansässigen Internationalen Reis-Instituts (IRRI) im Jahr 457 Millionen Tonnen Reis verzehrt. Von Pakistan bis zu den Philippinen, von China bis Indonesien kommt morgens, mittags und abends Reis auf den Tisch. Darauf zu verzichten, ist für viele undenkbar. "Jeder Sack Reis ist 20 bis 30 Prozent teurer als der letzte", sagt Nui Surasak, ein Fahrer in Nordthailand. "Meine Frau sagt, wir sollten mehr Nudeln essen, aber Nudeln?" fragt er mit deutlicher Abneigung. "Ich kann mir Fleisch und Fisch kaum leisten, Reis ist das einzige, was meinen Bauch füllt", sagt Bauarbeiter Monty San Diego auf den Philippinen.

    Schmerzliche Versäumnisse

    Die Gründe für die Prei5explosion sind vielfältig, sagt der deutsche Forschungsdirektor des Reis-Instituts, Achim Dobermann. "Der Verbrauch ist mit dem Bevölkerungswachstum rasant gestiegen, die Anbauflächen schrumpfen um Platz für Bebauung und lukrativere Pflanzen zu machen, Unwetter, Trockenheiten und Viruskrankheiten haben viel zerstört - seit sieben Jahren wird mehr verzehrt als geerntet", sagt er. Der Preis sei 2001 auf einem historischen Tief gewesen, Investitionen in besseren Ernteertrag folglich auch.

    Das ging gut, weil nach Rekordernten die Lager voll waren. Die gehen aber jetzt zur Neige. Die Philippinen müssen für ihr 88-Millionen-Volk mehr als eine Million Tonnen Reis im Jahr importieren, so viel wie kein anderes Land. Für die Regierung ist der rasante Preisanstieg ein Alptraum. Sie hat ab sofort die Umwandlung von Reisfeldern in Bauland verboten. Die Präsidentin stellte 600 Millionen Euro zur Ankurbelung der Nahrungsproduktion bereit - ein überfälliger Schritt, meint Agrarökonomin Feny Cosico: "Unsere Produktion ist rückständig. Weniger als ein Prozent unserer Reisbauern haben Traktoren oder elektrische Pflüger." Weniger als die Hälfte der bewässerbaren Felder hätten tatsächlich Wasserversorgung.

    Handelsketten unterbrochen

    Wegen knapper Lagerbestände und aus Sorge vor einer Hungersnot im Milliardenvolk hat Indien Anfang dieses Jahres seine Rei5exporte gestoppt. "Wer den heimischen Markt so stabilisiert, exportiert die Instabilität aber", sagt Sumitr Broca von der Weltagrarorganisation (FAO) in Bangkok. Ägypten liefert nicht mehr, Kambodscha auch nicht und Vietnam, dessen Ernten im Mekongdelta von Virusepidemien schwer dezimiert wurden, verhängte strikte Exportobergrenzen, ebenso China.

    "Jetzt kommen alle nach Thailand", sagt der Präsident des thailändischen Rei5exportverbandes, Chookiat Ophaswongse. Die ersten thailändischen Exporteure mussten schon Lieferverträge platzen lassen, obwohl die Ernten gut waren. "Es wird immer schlimmer, wir finden einfach keinen Reis im Markt", sagte er. Dazu tragen auch Spekulanten bei, die die teure Ware horten und damit künstlich weiter verknappen, um von den steigenden Preisen zu profitieren.

    Innovation tut Not

    Die Lösung der Krise, sagt Dobermann, ist eigentlich einfach: Mit besseren Anbaumethoden, Düngung, Wasser- und Pestmanagement sowie besserem Transport und Lagerung könnte er Ertrag sofort um 20 Prozent gesteigert werden. Langfristig seien bessere Sorten nötig, solche, die Überschwemmungen überleben, salzwasser- und schädlingsresistent sind. "Der politische Wille muss da sein", sagt er: für Investitionen in bessere Ausbildung der Bauern und Bewässerungsanlagen, und schnellere Zulassungsverfahren für neue Sorten.

    http://www.n-tv.de/952326.html

  6. #55
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Der Reis wird knapp

    Zitat Zitat von Chris61",p="584239
    [...]Manche Sorten sind heute doppelt so teuer wie im Dezember.[...]
    Sicher sind es verschiedene Ursachen, die zu einer Verteuerung führen. Erklärt aber nicht den explosionsartigen Anstieg.

    Ich denke, Reis ist auch zu einem Spekulationsobjekt geworden, wobei Erzeuger und Händler die Ware zurück halten, um einen noch günstigeren Preis zu erzielen.

    Im Übrigen vermelden viele Regionen - Thailands - ungewohnte Trockenheit, die in diesem Jahr einer erfolgreiche Ernte in Frage stellen dürfte.
    So auch eine fsmiliäre Rückmeldung aus der Gegend von Nong Bua Lamphu.

  7. #56
    Avatar von Chris61

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    Re: Der Reis wird knapp

    "Wenn nicht bald etwas passiert, kriegen die Leute kein Essen mehr"
    Reis und Weizen werden immer teurer, in Entwicklungsländern kommt es zu Hungeraufständen. Trotzdem hält Star-Investor Jim Rogers die Preise für zu niedrig. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview verlangt er Marktwirtschaft pur - damit sich der Lebensmittelanbau für die Bauern wieder lohnt.

    SPIEGEL ONLINE: Mr. Rogers, die Preise für Weizen, Reis, Mais und viele andere Lebensmittel schießen in die Höhe. Was ist der Grund?


    Rogers: Landwirtschaft ist ganz klar ein Boom-Markt. Es gibt jede Menge Nachfrage, aber kaum Angebot. Die Lagerbestände befinden sich in vielen Fällen auf dem tiefsten Stand der letzten 50 bis 60 Jahre. Allein beim Weizen gehen die Ackerflächen seit über 30 Jahren zurück. Außerdem verbrennen wir immer mehr Lebensmittel als Biosprit. Wenn nicht bald etwas passiert, kriegen die Leute am Ende kein Essen mehr, egal zu welchem Preis. So etwas hat es in unserer Lebenszeit noch nicht gegeben, das kennen wir nur aus den Geschichtsbüchern. Ich fürchte, so etwas kann wieder passieren.

    SPIEGEL ONLINE: Warum?

    Rogers: Bauer zu sein war in den letzten 30 Jahren doch eher eine Wohltätigkeitsveranstaltung. Es hat sich einfach nicht gelohnt. Sie kennen wahrscheinlich viele Journalisten, Anwälte oder Banker. Aber wer von Ihren ehemaligen Mitstudenten ist schon Landwirt geworden? Deshalb haben wir jetzt einfach nicht genug Bauern. Und dafür muss jetzt die ganze Welt bezahlen.

    SPIEGEL ONLINE: Warum ist die Lage beim Reis besonders problematisch?

    Rogers: Es ist das Gleiche wie fast überall in der Landwirtschaft. Es fehlt an allem: Saatmittel, Dünger, Traktoren und sogar Traktorreifen, weil auf den Rohstoffmärkten auch Gummi knapp ist.

    SPIEGEL ONLINE: Sie haben vergessen, den Einfluss von Finanzinvestoren zu erwähnen. Hedgefonds und Pensionskassen treiben weltweit die Preise in die Höhe. Wieso fließt derzeit so viel Geld in die landwirtschaftlichen Rohstoffe?

    Rogers: In den neunziger Jahren steckten die Leute ihr Geld in Aktien, weil die Grunddaten stimmten. Jetzt investieren sie eben in Rohstoffe, weil nun hier die Fundamentalwerte stimmen.

    SPIEGEL ONLINE: Ethische Probleme haben Sie keine, wenn Investoren wie Sie prächtige Gewinne mit Weizen oder Sojabohnen machen - und am andern Ende der Welt den Armen das Geld fehlt, solche Lebensmittel zu bezahlen?

    Rogers: Moment mal. Das ethische Problem besteht doch darin, dass Regierungen die Lebensmittelpreise kontrollieren. Wenn man die Preise nicht steigen lässt, müssen Menschen verhungern. Die Reisbauern werden ihre Produktion ganz einfach nicht erhöhen, solange sich damit kein Geld verdienen lässt.

    SPIEGEL ONLINE: Was sollte denn Ihrer Meinung nach geschehen, zum Beispiel auf den Philippinen?

    Rogers: Wenn die Regierung die Preise einfriert, schränken die Menschen ihren Konsum nicht ein. Dadurch verschärft sich der Mangel in den Reisbeständen, und in anderen Ländern wächst der Hunger. In zwei, drei Jahren ist es dann womöglich so weit, dass auch auf den Philippinen Menschen verhungern. Ich finde das unverantwortlich. Wo würden Sie denn Ihren Reis verkaufen: auf den Philippinen - oder an der Rohstoffbörse in Chicago, wo die Preise steigen? Doch wohl in Chicago!

    SPIEGEL ONLINE: Wenn man Ihrem Rat folgt, können sich künftig noch weniger Arme Reis leisten.

    Rogers: Natürlich. Aber wollen Sie einem Reisbauern sagen: Du musst deinen Reis an die Armen verschenken! Ich glaube nicht, dass er das tun wird. Reisbauern haben die letzten 30 Jahre schon schlecht verdient. Keiner von denen wird seine Produktion erhöhen, wenn er damit kein Geld verdient.

    ZUR PERSON
    Jim Rogers, 65, ist der wohl bekannteste Investor auf dem Rohstoffmarkt. Früher war der studierte Philosoph Geschäftspartner von Star- Spekulant George Soros. Seit den neunziger Jahren hat er sich auf Produkte von Nickel bis Kakao spezialisiert und konsequent auf steigende Preise gewettet. Rogers lehrte an der Columbia University und schrieb mehrere Bücher. Er lebt derzeit in Singapur - weil er den Asien- Boom live miterleben will.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,548873,00.html

  8. #57
    Avatar von soulshine22

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    Re: Der Reis wird knapp

    Der Aktienmarkt bricht ein und die Zukunft gehört den Futures. Seit über 10 Jahren predigt Rogers das. Der wird sich im Moment natürlich freuen.

  9. #58
    Avatar von J-M-F

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    Re: Der Reis wird knapp

    das problem besteht vor allem an viel zu viel geld im mark. verursacht durch die zentralbanken( billigkredite und hohe m3 menge). allen voran amiland.

  10. #59
    Avatar von soulshine22

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    Re: Der Reis wird knapp

    Noch ein Nachtrag zum Rogers-Interview:

    Ich hatte von dem Mann einmal sehr viel gehalten und einige seiner Bücher gelesen. Was er in diesem Interview von sich gibt, zwar wenn man mit seiner Person vertraut ist nicht unerwartet, ist jedoch an Dummheit und fehlendem Sozialbewusstsein schwer zu übertreffen :-(

  11. #60
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Der Reis wird knapp

    Zitat Zitat von soulshine22",p="584286
    Was er in diesem Interview von sich gibt, ist jedoch an Dummheit und fehlendem Sozialbewusstsein schwer zu übertreffen :-(
    Sehe ich nicht so.
    Der Mann hat durchaus recht. Die steigenden Lebensmittelpreise sind ueberfaellig und langfristig ein grosser Segen.

    Allerdings muessen die Umwaelzungen hin zu einer vernuenftigen Wirtschaft sozial abgefedert werden. Darin liegt die grosse Herausforderung. Wenn dies geschieht haben wir das groesste und effizienteste Entwicklungsdprogramm das es je gab.

    Es war einer der groessten Fehler des 20 Jahrhunderts die Lebensmittelpreise moeglichst niedrig zu halten. Das hat Abermillionen von Menschen das Leben gekostet und die Entwicklungslaender dorthin gebracht wo sie heute stehen. Dieser Irrweg ist jetzt Geschichte. Und das ist gut so.

    Sioux

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