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Das Demokratie Verständnis der Rothemden

Erstellt von maphrao, 23.07.2012, 08:17 Uhr · 70 Antworten · 5.645 Aufrufe

  1. #61
    Antares
    Avatar von Antares
    Was kann der gemeine Farang schon tuen, egal welche pseudodemokratische Interessengemeinschaft gerade die Regierung stellt, eigentlich wollen thailändische Politiker keine westlichen Ausländer im Land. Schon garnicht welche die noch die Thailändische
    Sprache erlernen und mit den Nachbarn reden. Man sieht es doch an der restrektiven Visumpolitik, gewünscht ist allenfalls der Qualitätstourist welcher in 3 bis 4 Wochen 4000 bis 6000€ im Land ausgibt. Pensionäre werden geduldet wenn genügend Einkommen vorhanden ist um den Kindern ihrer thailändischen Ehefrau ein Studium zu finanzieren sowie die scheiß Rechnungen der Mischpoke zu begleichen. Die Thais brauchen nicht viel, eating, sleeping and watching TV. Wichtig ist auch das das Heer der preiswerten Fabrikarbeiter/innen nie zu klein wird damit der Reibach der Konzerne gesichert wird. Niemand hat in Thailand Interesse daran das zusammenleben und die politischen Entscheidungen demokratischer zu gestalten, weder die roten noch die gelben.

    M.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von gerhardveer

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    05:30 Uhr ?? Das könnte eine beginnende präsenile Bettflucht sein, oder die Hähne im Isaan lassen den Gerhard nicht schlafen....
    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Manchmal sogar frueher (wenn ich in TH bin).Ich geniesse das Kommen des Tages und die Restfrische der Nacht.
    Und ja, die Haehne...
    Beide habt ihr recht - außer mit "beginnend"! Ich gehöre zu den abnormen Figuren, die den morgendlichen " Thailand sucht den Supercaruso- Contest" der Hähne lieben! Ich hatte im Elsass 20 lange Jahre die Biester, die zeigen mir - s. Strike - wann die auch für mich schönste Stunde anbricht...

    Das ist übrigens das Schöne, wenn man mit der Family unterwegs ist - wenn die sich noch zehnmal rumdrehen, habe ich schon meinen ersten Fotostreifzug hinter mir.
    Ich liebe diese Stunde auch in den Städten! Warum - niemand hat das jemals besser beschrieben als 1968 Jaques Dutronc in seinem berühmten Chanson "Il est cinq heures - Paris s'éveille..."

    Zitat: Das Chanson beschreibt diverse Szenen, die ein am frühen Morgen durch die Stadt schlendernder Beobachter kommentiert. Dabei werden... verschiedenen Personengruppen (Straßenfeger, Transvestiten, Stripteasetänzerinnen, Pendler, Bäcker, Arbeiter) ...erwähnt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Il_est_...27%C3%A9veille

    Das musste ich jetzt los werden - wenn auch immer noch OT

  4. #63
    Avatar von gerhardveer

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    Was kann der gemeine Farang schon tuen, egal welche pseudodemokratische Interessengemeinschaft gerade die Regierung stellt, eigentlich wollen thailändische Politiker keine westlichen Ausländer im Land. Schon gar nicht welche die noch die Thailändische Sprache erlernen und mit den Nachbarn reden.
    Wichtig ist auch das das Heer der preiswerten Fabrikarbeiter/innen nie zu klein wird damit der Reibach der Konzerne gesichert wird. Niemand hat in Thailand Interesse daran das zusammenleben und die politischen Entscheidungen demokratischer zu gestalten, weder die roten noch die gelben.
    Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu. Allerdings denke ich, dass in den oberen Etagen der Roten schon eher erkannt wird, dass nur ein besseres Bildungsniveau den globalen Anschluss sichern kann. Die Shinawats sind Leute aus der Wirtschaft, die sicher genauso habgierig wie ihre gelben Brüder sind, aber sie sind die "Dagobert Ducks" unter den Thais und wissen, dass das Mehren der eigenen Kohle nur mit dem Anschluss an die Globalisierung geht. Die Gelben sehe ich eher als alten Feudalklüngel an, der sich sein Vermögen über die Jahrhunderte zusammengepresst und -geklaut hat und noch viele weitere Jahrzehnte davon leben kann, wenn man sich das Militär weiter als Lebensversicherung warm hält.
    Wie der Spagat zwischen besserer Bildung / bessere Wirtschaftsleistung und nicht gewünschter besserer Bildung / mehr Demokratie zu lösen sein könnte, bereitet den "Verantwortlichen" vermutlich ziemlich Kopfschmerzen und dass von den Farangs wohl eher Kritik als Wirtschaftskraft zu erwarten ist, macht sie sicher nicht beliebter...

  5. #64
    Avatar von x-pat

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    7.208
    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Sprich: wir sollten uns wieder dem Demokratieverstaendnis der Rothemden widmen.
    Das Problem ist, dass es dazu nicht allzu viel zu sagen gibt. Die meisten Rothemden wissen soviel über Demokratie wie über analytische Zahlentheorie oder Tropenfischzucht. Frag' mal einen Rothemden was ein Referendum ist, oder lass dir den Unterschied zwischen direkter und repräsentativer Demokratie erklären, oder das Paritätsprinzip, oder einen anderen demokratischen Grundbegriff. Auf die Antworten darf man gespannt sein.

    Ich kenne zufällig ein paar High-Profile Rothemden in Chiang Mai. Die haben ihre unter der Thaksin-Regierung erschummelten Millionen inzwischen durch riskante Geschäfte und opulenten Lebensstil verschleudert und brauchen dringend Nachschub, d.h. sie brauchen mehr Rothemden im Stadtrat die ihnen wieder lukrative Projekte zuspielen. Die haben auch mit Steinewerfen oder Feuerlegen überhaupt kein Problem, denn schließlich ist das -wie sie selbst einmal erklärt haben- zum Wohl des Landes.

    Das hat mit Demokratie nichts zu tun. Es ist Raffgier gepaart mit Machiavellismus. Aber den Begriff kennen sie bestimmt auch nicht.

    Cheers, X-pat

  6. #65
    ILSBangkok
    Avatar von ILSBangkok
    Ich denke, dass Demokratie, so wie wir es kennen, kein Politiker in Thailand interessiert. Beide Parteien sind nicht zu gebrauchen - um ehrlich zu sein. Es geht nur darum, durch die Position in der Politik, die eigene Familienclans mit Großaufträgen zu füttern. Das Bildungssystem zu verbessern ist nicht von Interesse der Politiker, den nur ein dummes Volk ist ein "gutes" Volk für ein Politiker.

    Ob LOS durch ASEAN oder öffnung von Burma zum anderstdenken bewegt wird, bezweifle ich. Sind doch alle SOA-Länder gleich - nicht?

  7. #66
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Die meisten Rothemden wissen soviel über Demokratie wie über analytische Zahlentheorie oder Tropenfischzucht. Frag' mal einen Rothemden was ein Referendum ist, oder lass dir den Unterschied zwischen direkter und repräsentativer Demokratie erklären, oder das Paritätsprinzip, oder einen anderen demokratischen Grundbegriff. Auf die Antworten darf man gespannt sein.
    Dann geh mal auf die Alm nach Oberbayern, nach Giesing in M, oder sonstwo in D, frage nach und vergleiche mal die Zahlen.



    Ich kenne zufällig ein paar High-Profile Rothemden in Chiang Mai. Die haben ihre unter der Thaksin-Regierung erschummelten Millionen inzwischen durch riskante Geschäfte und opulenten Lebensstil verschleudert und brauchen dringend Nachschub, d.h. sie brauchen mehr Rothemden im Stadtrat die ihnen wieder lukrative Projekte zuspielen. Die haben auch mit Steinewerfen oder Feuerlegen überhaupt kein Problem, denn schließlich ist das -wie sie selbst einmal erklärt haben- zum Wohl des Landes.

    Das hat mit Demokratie nichts zu tun. Es ist Raffgier gepaart mit Machiavellismus. Aber den Begriff kennen sie bestimmt auch nicht.

    Cheers, X-pat

    Weisst in D ist es viel diffisiler. Da sitzen die Lobbyisten im Hintergrund und füttern ihre Marionettchen. Mapus ist nur ein aktuelles Beispiel für das System, das seltenst so öffentlich zu Tage tritt.

  8. #67
    Antares
    Avatar von Antares
    Die einigende Kraft in Thailand ist der König, er wird von den Menschen verehrt und vom Militär und den Politikern respektiert, als Institution und als Mensch. Was kommt danach? Diese Frage habe ich den verschiedensten Thais gestellt, meistens wurde mir geantwortet das man daran nicht denken möchte......Thailand steuert in einen Bürgerkrieg wenn nicht in letzter Minute die älteste Partei Thailands, das Militär, die Macht übernimmt. Weder der Wille noch die Fähigkeit zur Demokratie sind in Thailand ausgeprägt vorhanden. Dazwischen wir Farang, nur relativ schachmatt. Eigentlich eine vermögende Gruppe die etwas Einfluss haben sollte in Siam, hat sie aber nicht da wir Farang es nie gelernt haben auf der Klaviatur der Thais zu spielen, oder?
    Die Thais, sie sind mir fremd in ihrer verschlossenen Art und ihrer Xenophobie. Thailand mag ich trotzdem.

    M.

  9. #68
    Avatar von strike

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    Zitat Zitat von Antares Beitrag anzeigen
    ...Thailand steuert in einen Bürgerkrieg wenn nicht in letzter Minute die älteste Partei Thailands, das Militär, die Macht übernimmt. ...
    Diese Loesung ist IMHO aktuell alternativlos.

  10. #69
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass es dazu nicht allzu viel zu sagen gibt. Die meisten Rothemden wissen soviel über Demokratie wie über analytische Zahlentheorie oder Tropenfischzucht. Frag' mal einen Rothemden was ein Referendum ist, oder lass dir den Unterschied zwischen direkter und repräsentativer Demokratie erklären, oder das Paritätsprinzip, oder einen anderen demokratischen Grundbegriff. Auf die Antworten darf man gespannt sein.
    Das ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen.

    Jetzt würde ich aber gerne auch wissen, was die andere Seite zu exakt den selben Fragen antworten würde.
    Auf die Antworten darf man auch gespannt sein.

  11. #70
    Antares
    Avatar von Antares
    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Wie der Spagat zwischen besserer Bildung / bessere Wirtschaftsleistung und nicht gewünschter besserer Bildung / mehr Demokratie zu lösen sein könnte, bereitet den "Verantwortlichen" vermutlich ziemlich Kopfschmerzen und dass von den Farangs wohl eher Kritik als Wirtschaftskraft zu erwarten ist, macht sie sicher nicht beliebter...
    Die Farangs sind für Thailand ein notwendiges Übel, selbst lavieren die Thais ja erfolgreich seit mehreren hundert Jahren zwischen den viel größeren Mächten. Thailand wurde niemals, obwohl eigentlich recht attraktiv, vom Westen kolonialisiert.
    Sie gehen ihren eigenen, aus ihrer Sicht erfolgreichen Weg. Ganz ehrlich, es ist ein Volk von Opportunisten, im positiven Sinne.

    M.

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