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Beistand für den Todeskandidaten

Erstellt von wedelich, 12.03.2007, 06:40 Uhr · 99 Antworten · 5.360 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von songthaeo

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    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Ich habe mal abgeschrieben
    "Souveränität
    Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Unabhängigkeit“, „Überlegenheit“."(aus http://www.hanisauland.de/lexikon/s/souveraenitaet.html)
    in dem Sinne bezieht sich die Diskussion hier im Moment weniger.
    Und Unabhaengigkeit/Ueberlegenheit gegenueber dem Tode kann der Mensch naturgegeben nicht haben.Gegenueber der Todesstrafe schon etwas mehr, je nachdem in welchem Land er geboren wurde.Aber es kann ihn das Schicksal in Thailand wie in vielen Staaten der USA wie in China oder auch in Japan ereilen, mit der Todesstrafe verurteilt zu werden.
    Da es im Thema um Beistand geht kann man auf zweierlei Art agieren/reagieren
    1.persoenlich oder
    2.politisch.
    Darum rate ich denen, die politisch agieren wollen, eine Petition an Ihre Landesregierung zu stellen, vielleicht kann man auch als Nichtthailaender eine Petition an den Koenig/das Koenigreich von Thailand stellen.

  2.  
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  3. #72
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Zitat Zitat von songthaeo",p="464031
    Ich habe mal abgeschrieben
    "Souveränität
    Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Unabhängigkeit“, „Überlegenheit“."(aus http://www.hanisauland.de/lexikon/s/souveraenitaet.html)
    in dem Sinne bezieht sich die Diskussion hier im Moment weniger..
    Für dich vilelleicht nicht, - für mich schon. Abgesehen davon dass ich die Bedeutung und den klitzekleinen Widerspruch zwischen „Unabhängigkeit“ und „Überlegenheit“ bereits kannte, geht es hier genau darum. Die Gesetzgebung (und die Unantastbarkeit) eines souveränen Staates gründet zu erst auf Unabhängigkeit. Die "Überlegenheit" selbigen souveränen Staates ist aber auch das, was eine andere oder besser "auswärtige" Räson, sowie solch wichtigen Dinge wie Menschenrechte oder internationale Rechte mit links in den Schatten stellt.

    Genauso ist es teilweise bei der Argumentation hier - einesteils gibt es souveräne-, im Sinne von unabhängigen -Meinungen, die aber aus Gründen der Souveränität im Sinne von "Überlegenheit", einfach nur wegen dem Argumentieren des Argumentierens Willen geführt werden - und das auch bei solch einem sensiblen Thema.

  4. #73
    Avatar von wedelich

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    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Wie deutsche Richter "Im Namen des Volkes" sprechen . .

    Frankfurt/Main (dpa) - Das Frankfurter Amtsgericht hat eine Richterin in einem Ehescheidungsverfahren für befangen erklärt, weil sie mit Bezug auf den Koran eine vorzeitige Scheidung der muslimischen Partner abgelehnt hatte. Das hat ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch bestätigt. Eine Frau hatte die Scheidung noch vor Ablauf des Trennungsjahres beantragt, nachdem sie eigenen Angaben zufolge von ihrem marokkanischen Mann geschlagen wurde. Die Amtsrichterin habe in dem Verfahren gesagt, in dem marokkanischen Kulturkreis der Ehepartner sei das Züchtigungsrecht des Mannes gegenüber seiner Frau nicht unüblich, berichtete das Gericht Sie hielt es deshalb für "keine unzumutbare Härte", das Trennungsjahr abzuwarten. Die Frau, eine Deutsche marokkanischer Abstammung, hatte den Marokkaner 2001 in dem nordafrikanischen Land "gemäß den Vorschriften des Korans" geheiratet, wie das Amtsgericht berichtete. Nachdem die Richterin vorgeschlagen hatte, das Verfahren bis zum Ablauf des Trennungsjahres ruhen zu lassen lehnte die 26-jährige Klägerin die Juristin wegen Befangenheit ab. Dem Antrag gab ein anderer Richter am Mittwoch statt. Damit ist für das weitere Verfahren eine andere Richterin des Amtsgerichts zuständig. Die Ehefrau hatte nach Angaben des Gerichts Prozesskostenhilfe für den Scheidungsantrag vor Ablauf des Trennungsjahres beantragt. Sie argumentierte, es sei für sie unzumutbar, weiter mit ihrem Mann verheiratet zu sein, weil sie von dem 28-Jährigen schwer misshandelt und auch nach der Trennung im Mai 2006 noch von ihm bedroht worden sei. Das Familiengericht hat daraufhin im Juni 2006 der Frau die eheliche Wohnung zur alleinigen Nutzung zugewiesen, der Ehemann durfte sie nicht mehr betreten und sich der Wohnung auch nur bis auf eine Entfernung von 50 Metern nähern. Die Anwältin der 26-Jährigen, Barbara Becker-Rojczyk, sagte, die nun abgelehnte Richterin habe sich auf die Sure 4.34 des Korans berufen und argumentiert, Männer aus einem Land wie Marokko könnten danach ihre Frau schlagen, wenn sie ungehorsam sei. Ungehorsam könne nach der Argumentation der Richterin schon dann vorliegen, wenn die Frau einen westlichen Lebensstil pflege.

    Anmerkung Klaus: Die multikulturelle Rechtssprechung in Deutschland steht der manchmal unverstaendlichen und unbergreifbaren in Thailand kaum nach. Jedes Land hat da seine eigenen Besonderheiten und Auslegungen.

    -dpa/klaus wedelich -

  5. #74
    Avatar von songthaeo

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    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Luk,
    mir faellt es ja oft schwer,Deinen Beitraegen zu folgen und sie auch zu verstehen.
    In diesem speziellen Thread stelle ich darum noch mal die Frage, die fuer mich droht, unterzugehen:
    gibt es fuer Nichtthailaender, die Moeglichkeit eine Petition an den Koenig/das Koenigreich von Thailand zu richten.Welche Chancen hat sie beachtet/bearbeitet zu werden?

  6. #75
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Zitat Zitat von songthaeo",p="464040
    Luk,
    mir faellt es ja oft schwer,Deinen Beitraegen zu folgen und sie auch zu verstehen.
    In diesem speziellen Thread stelle ich darum noch mal die Frage, die fuer mich droht, unterzugehen:
    gibt es fuer Nichtthailaender, die Moeglichkeit eine Petition an den Koenig/das Koenigreich von Thailand zu richten.Welche Chancen hat sie beachtet/bearbeitet zu werden?
    Sorry wenn ich dich regelmässig überfordere, aber laut deiner Frage kann ich dir ein einfaches Beispiel liefern:

    Eine Petition an den Koenig/das Koenigreich von Thailand zu richten, wäre gerade wegen den beiden Aspekten von „Unabhängigkeit“ und „Überlegenheit“ des souveränen Staates (Thailands) ein besserer Schuss in den Ofen. Souveränität im Sinne von Unabhängigkeit bedeutet ja, dass man alleine entscheiden kann was richtig und falsch, was zweckdienlich und was überholungsbedürfig ist. Die Souveränität in Form von Überlegenheit wiederum bedeutet dass man sich nicht nur erlauben kann eine Petition schlicht und einfach zu ignorieren. Denn ob es jetzt eine gute Anregung oder eine berechtigte Forderung wäre oder nicht, man würde sie wohl aus Prinzip ignorieren, um Überlegenheit zu demonstrieren!

  7. #76
    Avatar von songthaeo

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    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    macht nichts Luc,
    aber die bisherige Verfassung kennt das "Institut" der Petition.Und so bin ich nun noch mehr verwirrt?

  8. #77
    Avatar von x-pat

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    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Galilei: Es gibt wie Du wohl selbst am besten weist in Deinem post wesentlich mehr Unstimmigkeiten, auf die ich aber, weil sie diesen thread erstens uferlos erweitern würden und zweitens...

    Galilei, du kannst angebliche Unstimmigkeiten in meinen Posts entweder (1) aufzeigen und kommentieren, oder (2) sie unbeachtet lassen. Aber behaupten, dass es es Unstimmigkeite gäbe ohne diese zu benennen ist einfach schlechte bzw. fehlerhafte Argumentationstechnik. Ich kann den Ball jedoch gleich zurückspielen und Unstimmigkeiten in deinen eigenen Äußerungen aufzeigen, denn du behauptest allen Ernstes:

    Galilei: Ich wehre mich ganz einfach dagegen, dass man, nur weil der Aufenthalt in den thailändischen Gefängnissen nicht mit dem Erholungsurlaub in deutschen Haftanstalten zu vergleichen ist, die thailändische Justiz hier der Menschenrechtsverletzung beschuldigt.

    Keine Menschenrechtsverletzungen in Thai Gefängnissen? Du kannst dich über die Situation in den Thai Strafanstalten auf folgenden Webseiten informieren:

    http://www.thaiprisonlife.com/
    http://www.buzzle.com/editorials/4-22-2006-94120.asp
    http://web.amnesty.org/library/index/engasa390032002

    Außerdem ist folgendes Buch zu empfehlen:

    http://www.amazon.com/Damage-Done-Tw.../dp/1840180706

    Luk: "Korrigieren" klingt leider nur gut, viel mehr hat es mit Korrektur aber wohl nicht zu tun.

    Luk, das ist ein Mißverständnis dem auch Tramaico auferlegen ist. Zum Glück lässt sich das leicht klären. Der juristische Begriff von "Korrektur" bzw. "Corrections" bezieht sich nicht auf die Korrektur des Verhaltens von Einzelnen (obwohl auch das möglich ist), sondern auf die Korrektur des Verhaltens von Gruppen bzw. der Gesamtgesellschaft. Die Existenz des Strafrechts bezieht seine Berechtigung gerade aus dem Gedanken des "Berichtigens" von unerwünschtem Verhalten durch Kriminalisierung desselben. Insofern ist der Gedanke der Prävention von Straftaten größer und wichtiger als die nachträgliche Korrektur. Die Prävention geschieht eben -wie Tramaico schon richtig beschrieben hatte- durch die Kriminalisierung und Androhung von Strafe.

    Tramaico: Worauf beruht denn dieses vermeindliche Recht oder gar die Pflicht?

    Das ist zwar schon einigermaßen ausdiskutiert, aber trotzdem eine kurze Antwort. Falls dies eine juristische Frage ist, würde ich sagen, dass Recht ergibt sich aus völkerrechtlichen Konventionen, aus der UN Charta, und aus der Thai Verfassung. Falls es sich um eine persönliche Frage handelt, würde ich sagen, dass Recht zur Kritik ergibt sich einfach aus einer generellen Sympathie für Artgenossen. Ich sehe nun mal nicht gerne Menschen misshandelt, weder in meiner Geburtsheimat noch in meiner Wahlheimat. Hier in Thailand sind die Probleme etwas extremer und davor sollte man nicht die Augen verschließen.

    Cheers, X-Pat

  9. #78
    Gilalei
    Avatar von Gilalei

    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Zitat Zitat von x-pat",p="464505
    Galilei: Es gibt wie Du wohl selbst am besten weist in Deinem post wesentlich mehr Unstimmigkeiten, auf die ich aber, weil sie diesen thread erstens uferlos erweitern würden und zweitens...

    Galilei, du kannst angebliche Unstimmigkeiten in meinen Posts entweder (1) aufzeigen und kommentieren, oder (2) sie unbeachtet lassen. Aber behaupten, dass es es Unstimmigkeite gäbe ohne diese zu benennen ist einfach schlechte bzw. fehlerhafte Argumentationstechnik. Ich kann den Ball jedoch gleich zurückspielen und Unstimmigkeiten in deinen eigenen Äußerungen aufzeigen, denn du behauptest allen Ernstes:
    NFV (Neue Foren Verordnung)

    § 1 X-Pat aus Chiang Mai hat immer recht

    § 2 Sollte X-Pat aus Chiang Mai ausnahmsweise einmal nicht recht haben, tritt automatisch § 1 in Kraft.

    Wie schon geschrieben, ich gebe auf. Rechthaberisch ist nichts dagegen.

    Walter

  10. #79
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Gilalei, ich sehe da eine gewisse Strategie bei dir immer dann aufzugeben, wenn es argumentativ etwas schwierig wird für dich.

  11. #80
    Gilalei
    Avatar von Gilalei

    Re: Beistand für den Todeskandidaten

    Es bleibt Dir chak3 unbenommen, die Dinge so zu sehen, wie Du sie sehen willst.

    Walter

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