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Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung verha

Erstellt von x-pat, 04.09.2008, 05:01 Uhr · 99 Antworten · 5.132 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von ReneZ

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Zitat Zitat von mipooh",p="628982
    Thai tun auch nicht oft oder nicht lange was er sagt oder wünscht. Wenn sie zu müssen glauben, dann wahren sie "das Gesicht", mehr aber nicht wirklich. Gelbe Hemden wurden damals ganz schnell zu einem Zwang, eine rechte Gesinnung zu demonstrieren, sie waren nicht, wie oft behauptet wurde, ein Ausdruck der reinen Wertschätzung.
    Sehe ich gar nicht so, oder ich verstehe Dich falsch.
    Das Tragen von gelben Hemden wurde sehr spontan von
    einer grossen Mehrheit der Thais als Aeusserung ihrer
    Verehrung des Königs aufgenommen. So wie 2006 bei der
    Fussball WM hunderttausende von Leuten freiwillig mit
    deutschen Fähnchen am Auto rumgefahren sind.
    Aber dann doch etwas grösser und langfristiger.

    Als der König letztes Jahr um Rosarot gebeten hat, ist die
    Mehrheit bei gelb geblieben. Da kann man nicht von
    Zwang reden.

    Gruss, Rene

  2.  
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  3. #72
    Avatar von ReneZ

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Zitat Zitat von antibes",p="629159
    Zitat Zitat von zero",p="629150
    Sie war eine der Frauen von
    Rama V, und ertrank bei Ko Kret vor den Augen ihrer
    Diener, weil sich niemand getraute, sie aus dem Wasser
    zu ziehen, da das Berühren eines Mitglieds des Königshauses
    verboten war.
    Eine Geschichte, die totz der menschlichen Tragödie, fast
    schon wundersam wirkt. Nichts für das Verständnis eines
    Mitteleuropäers.
    Tatsächlich.
    Wer aber kennt den wirklichen Ablauf dieser Tragödie?
    Unter 'Farangs/Mitteleuropäer' nur wenige.

    Hat aber mit diesem Thread gar nichts zu tun.

    Gruss, René

  4. #73
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Zitat Zitat von ReneZ",p="629185
    Wer aber kennt den wirklichen Ablauf dieser Tragödie?
    Unter 'Farangs/Mitteleuropäer' nur wenige.
    Jeder Reiseführer im Sommerpalast von Bang-Pa-In erzählt dort die Geschichte. Die Kultur-Touristen und die Expats, die sich integriert haben, sollten das also wissen.
    Wäre eine gute Frage für einen Einbürgerungstest.

  5. #74
    Avatar von garni1

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    @Knarf, der Ablauf der Geschichte sagt, ein Diener sprang hinterher und rettete sie, wurde aber deshalb geköpft. Steht das dort so geschrieben? Interessiert mich.
    Gruß Matthias

  6. #75
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Zitat Zitat von garni1",p="629199
    @Knarf, der Ablauf der Geschichte sagt, ein Diener sprang hinterher und rettete sie, wurde aber deshalb geköpft. Steht das dort so geschrieben? Interessiert mich.
    Gruß Matthias
    Ich kann dir sagen, was die Reiseleiter sagen, wenn dort Führungen stattfinden (ich war schon 3 mal dort):

    Königin Sunanda Kumariratana und Prinzessin Karnabhorn Bejraratana ertranken am 31. Mai 1880 bei einem Schiffsunfall auf dem Menam Chao Phraya. Das Boot kenterte.

    Niemand, der den Unfall beobachtet, half. Bis dato war es verboten, Mitglieder der königlichen Familie zu berühren. Daraufhin wurde das Verbot vom König aufgehoben.

    Das Memorial für Queen Sunanda Kumarirattana enthält eine Eingravierung auf Thai und Englisch, die vom König stammt.

    Was genau darauf steht, kann ich dir aber nicht exakt sagen. Ich kann es ja mal abschreiben, wenn ich wieder mal dort bin.

  7. #76
    Avatar von garni1

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Tragisch, sehr tragisch war für ihn der Tod seiner geliebten dritten Frau, Königin Sunanda Kumariratana und ihres gemeinsamen Kindes, Prinzessin Karnabhorn Bejraratana. Seine erst 19jährige Gattin (geboren am 10.November 1860) ertrank am 31. Mai 1880 bei einem Schiffsunfall mit der erst 1jährigen Prinzessin (geboren am 12.August 1878) auf dem Menam Chao Phraya. Sie fuhr auf dem Menam Chao Phraya, als aus ungeklärten Gründen das Boot kenterte.

    Kein Untergebener hatte es jedoch gewagt, den Ertrinkenden zu Hilfe zu eilen, denn es war bei Todesstrafe verboten, Mitglieder der königlichen Familie zu berühren. Nach diesem schrecklichen Unfall hob der König das seit Jahrhunderten geltende Verbot auf, das König Thibodi eingeführt hatte

    Dann meinst du dieses Ereignis @knarf.
    Die Sage behauptet, ein Diener wollte sie Retten und berührte sie. Wurde mir öfters von Thais so geschildert. Das ist dann Sage, deine Info ist Tatsache.
    Gruß Matthias

  8. #77
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Zitat Zitat von garni1",p="629206
    Dann meinst du dieses Ereignis @knarf.
    Die Sage behauptet, ein Diener wollte sie Retten und berührte sie. Wurde mir öfters von Thais so geschildert. Das ist dann Sage, deine Info ist Tatsache.
    Interessant. Die Sage kannte ich noch nicht.

  9. #78
    Avatar von mipooh

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Es ist mir eigentlich völlig egal, ob es sich um eine Tatsache handelt oder um eine Geschichte.
    Was ich weiss ist, dass dies sich in den Köpfen der Thai befindet und sie daher eine ungeheure Scheu haben, den König wie einen ihresgleichen zu sehen.
    Das ist für beide Seiten ein Nachteil denn es verunmöglicht einen Dialog bei dem beide lernen könnten.

    Und ohne diesen Dialog in Augenhöhe bleibt Demokratie ein leerer Begriff.

  10. #79
    Avatar von DisainaM

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    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    der erste Gedanke eines Farang, der in einem th. Gefängnis wegen Majestätsbeleidigung einsitzt,
    sich sofort zu töten.

    es sind die kalten Blicke der Mitgefangenen Mörder in der 90 Mann Zelle, die ihm mit der Zeit Todesangst versetzen,
    wielange dauert es, bis der erlösende Stich kommt ?

    In dieser Situation kommt einem nur noch ein Gedanke,
    selber das Leiden zu beenden.

    Thailand threatens jail for defaming king
    Richard Lloyd Parry in Bangkok

    Until six days ago when the men in uniform led him away at Bangkok
    airport, Harry Nicolaides was just one more flamboyant expatriate in
    Thailand. He visited first from Australia five years ago, and made his
    living as an English teacher with a bit of writing on the side.

    He wrote seedy columns about his escapades with Thai bar girls and
    serious articles about child ..........y. He described himself as “an
    individual who achieved brilliance with raw talent and tenacity”. He
    liked to wear Panama hats and cream suits.

    Last Sunday, as he was about to board a flight home to Melbourne, his
    career came to a crashing end.

    Since then he has been locked in a cell - ill, scared and suicidal,
    and facing a 15-year sentence on one of the gravest charges in the
    Thai criminal code. Mr Nicolaides, 41, is not a drug smuggler or
    gunrunner, like plenty of the other foreign prisoners here. The
    trouble in which he finds himself is over nothing more vicious than an
    obscure and forgotten book.
    Related Links

    * YouTube blocked after film insults Thai King

    * Thai king insult could land Swiss in jail

    Mr Nicolaides is the latest person to be charged with lèse-majesté,
    the crime of defaming the monarchy. In 2005 he published a novel
    entitled Verisimilitude, which contains references to rumours about
    the “romantic entanglements and intrigues” of the family of the Thai
    king, Bhumibol Adulyadej, and particularly his son, Crown Prince Maha
    Vajiralongkorn. The contentious material amounts to 103 words that
    could change Mr Nicolaides' life.

    In an interview with The Times at the Bangkok Remand Prison yesterday,
    he said that he has suffered from a seizure and fever and has been
    unable to sleep in a cell that he shares with 90 Thai detainees, some
    of whom are hostile because of the charge against him.

    “I've been getting icy stares from men covered in tattoos,” he said.
    “On the first night I would have committed suicide if I'd had the
    means ... I want to immediately apologise to the Royal Family for my
    reckless choice of words. I want to write a letter of apology, with
    the greatest humility.”

    Mr Nicolaides says that before publication he wrote to Thailand's
    Bureau of the Royal Household, asking for their reaction to the
    contentious paragraph, and received no reply. He has raised 500,000
    baht (£8,200) bail, but this was denied. It is unclear why he has been
    arrested this week after coming and going over the past seven months.
    But there seems to have been a general increase in lèse-majesté
    prosecutions over the past few years.

    Within Thailand the law has made any discussion of the role and future
    of the monarchy impossibly dangerous. There seems to be no limit on
    what can qualify as insulting the monarchy. Jonathan Head, the BBC's
    Bangkok correspondent, is under investigation for lèse-majesté. Among
    the complaints against him is that a photograph of King Bhumibol
    appeared below that of a Thai politician on a page on the BBC website
    - rather than at the top.

    * Have your say

    The lesse majeste law in Thailand is now widely abused as a dirty
    tricks tool by politicians, police and business competitors. Its abuse
    is now endemic. Mr Nicolaides will have annoyed someone.

    The strange thing is that HM The King has stated several times that he
    thinks the law should be repealed

  11. #80
    Avatar von x-pat

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    7.208

    Re: Australier Harry Nicolaides wegen Majästetsbeleidigung v

    Ich kenne weder Mr. Nicolaides noch sein Buch und die wenigen Ausschnitte, die ich von ihm gelesen habe, fand ich auch nicht besonders beeindruckend. Trotzdem ist seine Verhaftung unakzeptabel, falls sie tatsächlich nur auf der Lese Majeste Anklage beruhen sollte. Dies ist eine der bendenklichen Seiten von Thailand. Ich finde es deprimierend, dass der König dieser Unsitte noch kein Ende bereitet hat.

    Dies lässt sich in meinen Augen auch nicht mit "andere Länder andere Sitten" entschuldigen. Besucher und hier Lebende müssen sich selbstverständlich den Sitten und Gebräuchen anpassen und die Gesetze respektieren, wenn sie sich nicht in Schwierigkeiten bringen wollen. Einschränkungen der Menschenrechte sind jedoch nicht akzeptabel, auch nicht in Thailand. Die in TH angewandte Praxis verstößt klar gegen Artikel 19 und 9 der UN Deklaration.

    Cheers, X-Pat

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