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Augsburger Insolvenzverwalter pfändet dem Kronprinzen die Boeing

Erstellt von J-M-F, 12.07.2011, 22:53 Uhr · 1.107 Antworten · 81.969 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von J-M-F

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    Augsburger Insolvenzverwalter pfändet dem Kronprinzen die Boeing

    Der Insolvenzverwalter wird sich nun in Thailand nicht mehr blicken lassen dürfen, sonst Bau wegen LM ...?


    Zoff mit Thailand: Augsburger Insolvenzverwalter pfändet Kronprinzen-Boeing | FTD.de

    dummerweise funktioniert der Link schon nicht mehr.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von J-M-F Beitrag anzeigen
    Der Insolvenzverwalter wird sich nun in Thailand nicht mehr blicken lassen dürfen, sonst Bau wegen LM ...?


    Zoff mit Thailand: Augsburger Insolvenzverwalter pfändet Kronprinzen-Boeing | FTD.de

    dummerweise funktioniert der Link schon nicht mehr.
    Also bei mir funktioniert der Link noch.
    Ich kopier den text mal hier rein.
    Der Insolvenzverwalter des ehemaligen deutschen Baukonzerns Walter Bau streitet sich mit Thailand um Millionen. Die Geschichte ist um ein aufsehenerregendes Kapitel reicher: Um den Druck zu erhöhen, ließ er das Flugzeug des thailändischen Kronprinzen beschlagnahmen. von Gerhard Hegmann München
    Das Boeing -Flugzeug des thailändischen Kronprinzen ist durch eine spektakuläre Pfändungsaktion am Münchner Flughafen beschlagnahmt worden. Der Insolvenzverwalter des ehemaligen großen deutschen Baukonzerns Walter Bau hat am heutigen Dienstag die Boeing 737 der Royal Thai Air Force sicherstellen lassen. Dies bestätigte ein Sprecher des Augsburger Wirtschaftsprüfers Werner Schneider auf Anfrage der Financial Times Deutschland.
    Hintergrund der Beschlagnahmung des Fliegers von Kronprinz Maha Vajiralongkorn ist eine Forderung von rund 30 Mio. Euro des Insolvenzverwalters gegen den thailändischen Staat. Seit Jahren streiten der Insolvenzverwalter und zuvor der drittgrößte deutsche Baukonzern Walter Bau mit Thailand über ein vor 20 Jahren gestartetes Autobahnprojekt bei Bangkok.



    Thailands Kronprinz Maha Vajiralongkorn

    Immer wieder versuchte Schneider das Geld aus dem 26 Kilometer langen "Tollway Project" einzutreiben. Thailand reagierte angeblich nicht auf die Forderungen oder spielte auf Zeit. Ein internationales Schiedsgericht in Genf bestätigte Mitte 2009 die Forderung und legte deren Höhe fest. Thailand zahlte weiterhin nicht. Daher soll die Beschlagnahme des Flugzeugs jetzt als Druckmittel dienen, damit endlich Geld fließt, heißt es auf Anfrage.
    Von der thailändischen Botschaft in Berlin war kurzfristig keine Stellungnahme zu erhalten.
    Der Insolvenzverwalter musste bei der Aktion sehr diskret vorgehen, damit der Kronprinz nicht gewarnt war. Schneider war mit seinem Antrag auf Sicherungsvollstreckung bei Gericht dennoch erfolgreich, weil der häufiger in Deutschland weilende Kronprinz Vajiralongkorn in den vergangenen Tagen und Wochen diverse deutsche Flugplätze mit seiner Boeing 737-400 der Royal Thai Air Force ansteuerte.

  4. #3
    antibes
    Avatar von antibes
    Bei mir hat er auch funktioniert.

    Bin ja auf das Nachspiel gespannt.

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    das Privatvermögen des Königshauses wird bei Forbes aus dem Grund aufgeführt,
    weil es eben mit dem Staatsvermögen des Staates Thailand nicht identisch ist,

    sonst können Deutsche im Ausland zukünftig ja auch befürchten,
    dass sie privat für Schulden der Bundesrepublik haften muessen.

  6. #5
    Avatar von Ban Bagau

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    Thumbs down

    Bleibt abzuwarten ob das Flugzeug zum königlichen Privatvermögen zählt oder von Thailändischen Staat gestellt wird. Ähnlich der Flugbereitschaft der Bundeswehr.
    Auf jedenfall wird es zu einen Politischen Eklat, bei dem Stellenwert der Königlichen Familie in der Thailändischen Gesellschaft führen. Egal ob es sein Privateigentum ist oder nicht, wird die Bloßstellung eines Angehörigen der Königsfamilie, auf die Art, "das er Quasi zu Fuß nach hause laufen muß", einen erheblichen Rattenschwanz nach sich ziehen.
    Ich hoffe, das der Insovenzverwalter die Kohle zum Begleichen der massenhaft ausstehenden Löhne der Angestellten und für den maroden Baukonzern tätigen Klein und Subunternehmer eintreibt. Aber sicherlich wird er wiedermal nur eine Bankkreditforderung eintreiben. Die ohnehin schon durch den Steuerzahler bezahlt wurde.
    Trotz der im Artikel beschriebenen Fallbeispiele, liegt der Fall hier wohl etwas anders (wegen der Stellung der Königsfamilie), also Dümmer gehts nimmer.
    Auf Diplomatischen Parkett geht so was gar nicht.
    Wenn man sonst keine Sorgen hat, aber auf diese Art und Weise das Ansehen Deutschlands weltweit zu beschmutzen.

  7. #6
    Avatar von Waitong

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    Recht muss Recht bleiben !


    Endlich tut sich etwas.

  8. #7
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Ban Bagau Beitrag anzeigen
    ... auf diese Art und Weise das Ansehen Deutschlands weltweit zu beschmutzen.

    Du armseliger Leisetreter. Wenn sich hier jemand beschmutzt, dann derjenige der fuer eine erbrachte Leistung nicht zahlt.

  9. #8
    Avatar von x-pat

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    Interessante Neuigkeiten. Das Flugzeug ist vermutlich Staatseigentum, sonst wäre die Pfändung nicht rechtens. Allerdings ist H.M. Vajiralongkorn ein ausgebildeter Pilot und soviel ich weiß fliegt er die 737 selbst. Das dürfte ihn dann vielleicht schon ein wenig wurmen. Bin mal gespannt welche Signale das senden wird. Die wichtigste Signal ist vielleicht, dass die Zahlungsmoral in Thailand nicht ganz so überwältigend ist. Nach meiner Erfahrung ist sind dabei die staatlichen Institutionen die schlechtesten Zahler, durch die Bank schlechter als die Unternehmen in Thailand.

    Cheers, X-Pat

  10. #9
    Avatar von Ban Bagau

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    Thumbs down

    @Waitong
    Danke für den Leisetreter. Falls du annehmen solltest ich wäre ein Anhänger von Königshäusern oder mache mich wie manch anderer hier stark für ebend jenes genannte, da irrst du dich.
    Es gehört nun mal zur Thailändischen Leitkultur und ist in der Gesellschaft mehr als jedes andere Verflochten.
    Es gibt aber nun mal auf dem diplomatischen Parkett Spielregeln und Umgangsformen. Polynesische Ureinwohner haben dafür das Wort "Tabu" erfunden.
    Tabu

    Ich glaube kaum das der Prinz die Straße in Auftrag gegeben hat und dafür noch zahlen muß. So könnte es dann vielleicht auch dem Insolvezverwalter ergehen wie in dem Artikel beschriebene Genfer Firma.
    Messeveranstalter "erstaunt"

    Die Veranstalter zeigten sich in einer Mitteilung erstaunt über das Vorgehen der französischen Justiz, weil man sich hier an Privatunternehmer hält, die auf dem Salon vertreten sind, während die Aktion der Noga doch gegen die russische Regierung gerichtet ist.

    Die Aktion auf der Luftfahrtschau erfolgte kurz vor dem Anfang Juli geplanten Besuch des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac in Russland. Das französische Aussenministerium gab bekannt, über die Aktion informiert worden zu sein. Frankreich sei in den Handelsstreit nicht verwickelt.

    Die Import-Export-Firma Noga hatte letzten Sommer in Frankreich bereits den russischen Viermaster Sedow beschlagnahmen lassen, weil sie nach eigenen Angaben offene Rechnungen von 63 Millionen Dollar mit der russischen Regierung hatte.

    Ein Gericht hatte die Konfiszierung aufgehoben, worauf das grösste Schulschiff der Welt aus dem Atlantikhafen Brest auslaufen konnte. Noga wurde zu der Zahlung einer Entschädigung verurteilt.
    Genfer Firma wollte russische Flugzeuge beschlagnahmen lassen - swissinfo

  11. #10
    Avatar von jai po

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    Teil2

    Augsburger Insolvenzverwalter pfändet Kronprinzen-Boeing


    Erfahrung mit Pfändung von Flugzeugen
    So flog er meist von München aus nach Dresden, Saarbrücken, Nürnberg und Berlin-Tegel. Offensichtlich will der 58-jährige einzige Sohn des Thailändischen Königs seine Pilotenausbildung auf dem 16-Jahre alten Flugzeug - das seit zehn Jahren nicht mehr gebaut wird - vertiefen. Nebenbei macht er eine Deutschland-Sightseeing-Tour. So steuerte er jüngst das Flugzeug nach Dresden und besuchte mit seiner 40-köpfigen Gefolgschaft eine Porzellanmanufaktur.
    Ob der aktuelle Marktwert der Boeing die 30-Mio.-Euro-Forderung abdeckt, war zunächst nicht bekannt. Einige Details des Flugzeugs, wie die Innenausstattung, sind nicht öffentlich.
    Der studierte Betriebswirt, Wirtschaftsprüfer und Insolvenzverwalter Schneider hat Erfahrung in der Pfändung von Flugzeugen. Im Herbst 2008 ließ er ein Flugzeug der libanesischen Regierung auf dem Flughafen von Istanbul pfänden, um eine Forderung von gut sieben Millionen Dollar für die Walter Bau-Gläubiger einzutreiben.

    Die Pfändung der staatlichen Thai-Boeing ist auch ein Beleg für die umfangreichen Aufräumarbeiten nach einer Großpleite. Der Insolvenzverwalter treibt seit Jahren die Forderungen des ehemals drittgrößten deutschen Bau-Konzerns ein, der im Februar 2005 Insolvenz anmelden musste.
    Von den damals knapp 10.000 Beschäftigten konnten mehr als 5700 - vor allem durch einen Verkauf des Baugeschäftes an den Strabag-Konzern - gerettet werden. Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass noch Jahre bis zu einem endgültigen Abschluss vergehen; auch weil Forderungen im Ausland eingetrieben werden müssen. Über 25 Mitarbeiter sind sechs Jahre nach der Pleite noch mit der Eintreibung der Forderungen beschäftigt.
    Dass Flugzeuge zur Deckung von Forderungen gepfändet werden, kommt hin und wieder vor. Viele Zugriffe werden nur nicht öffentlich. 2001 wollte die Schweizer Firma Noga auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget russische Kampfjets beschlagnahmen lassen. Durch einen Blitzstart der Piloten entgingen sie dem Zugriff. 2006 soll es auf der Berliner Luftfahrtmesse ILA zu einem vorzeitigen Abflug von russischen Tupolew-Flugzeugen gekommen sein, weil ein bayerischer Unternehmer angeblich die Flugzeuge pfänden wollte.
    Zoff mit Thailand: Augsburger Insolvenzverwalter pfändet Kronprinzen-Boeing, Seite 2 | FTD.de

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