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Sind Texte in Transkription für Thai eigentlich überhaupt verständlich?

Erstellt von Robert1111, 31.01.2012, 14:01 Uhr · 12 Antworten · 2.371 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Warum? Analysieren wir dies am Namen Udon. Denn in Udon haben wir sehr viele alte Behoerden, die ihrem Namen Udorn schreiben
    Der Grund dafür ist nicht Deiner, sondern meiner: Auf Thai wird UDON อุดรธานี geschrieben; das RoRüa von Udon wird jedoch als NoNuu ausgesprochen. Um sicher zu sein hat man also in der Transkription sowohl das tatsächl. geschriebene R als auch das gehörte N verwurstet.

    Diese Vorgehensweise der Offiziellen ist jedoch auch inkonsistent, so transkribiert man häufig จลบุรี "Chonburi" (so wird es gesprochen), oft auch "Cholburi" jedoch nie "Cholnburi"

  2. #12
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von berti Beitrag anzeigen
    .....Auf Thai wird UDON อุดรธานี geschrieben; das RoRüa von Udon wird jedoch als NoNuu ausgesprochen. Um sicher zu sein hat man also in der Transkription sowohl das tatsächl. geschriebene R als auch das gehörte N verwurstet.
    Der Begriff des "Verwustens" als Teil einer Erklärung erscheint wohl jedem, wohl auch Dir, suboptimal. Man hätte auch gleich "irgendwie" schreiben koennen, um auszudrücken, dass man etwas nicht hinreichend kausal erklären kann.

    Wieviel einfacher haben es da die Anhänger der Romanisierungsregeln des koeniglichen Instituts. Setzt man das von Phimax in Beitrag #10 verlinkte Programm einfach einmal ein, dann wirft das Programm die folgende Loesung für "อุดรธานี" aus:
    Udon Thani.

    Udon Thani ist also die richtige Romanisierung, wendet man die Regeln des koeniglichen Instituts an.
    Regeln sind Konventionen, die man vorher akzeptieren muß, sonst geht es nicht einvernehmlich weiter. Glücklicherweise haben "die Offiziellen" inzwischen alle das eigene Regelsystem akzeptiert und wenden es an. So sie nicht gerade einen Fehler machen. Jedenfalls steht auf dem neuesten Amtsschild der Udon Immigration Police nicht mehr Udorn, sondern eben Udon.

    Diese "Principles of romanization of thai script" sind in englischer Sprache hier erhältlich:

    http://www.arts.chula.ac.th/~ling/tts/principles_eng.pdf

    PRINCIPLES OF ROMANIZATION FOR THAI SCRIPT (by The Royal Institute)

    In Thai hier:

    http://www.royin.go.th/upload/246/Fi...d/416_2157.pdf

    Weitere Erklärungen und Hintergründe findet der stark interessierte Leser hier:

    Royal Thai General System of Transcription - Wikipedia, the free encyclopedia

    ISO 11940 - Wikipedia, the free encyclopedia

    Die beiden links geben auch die Antwort auf die Frage:

    Zitat Zitat von phimax Beitrag anzeigen
    Alles ISO 11940 oder was?
    Die Antwort lautet: Ja.
    Warum sollten die Thais ihr eigens entwickeltes System nicht in den Rang einer Internationalen Norm erheben lassen? Wer anders sollte dies tun koennen?

  3. #13
    Avatar von prach

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    Auf Thai wird UDON อุดรธานี geschrieben; das RoRüa von Udon wird jedoch als NoNuu ausgesprochen. Um sicher zu sein hat man also in der Transkription sowohl das tatsächl. geschriebene R als auch das gehörte N verwurstet.
    Hier würde ich gern widersprechen - die alte Schreibweise mit "r" ist von der englischen Umschrift inspiriert, und im Englischen markiert ein "r" eben häufig eine Vokallängung. Daß hier im Thai noch ein "r" steht, ist reiner Zufall.

    Das ร hat wie fast alle Konsonanten im Anlaut einen anderen Lautwert als im Auslaut - das "r" wird also stets zu einem "n" im Auslaut. Steht zudem in der zugehörigen Silbe kein weiterer Vokal, so impliziert diese Schreibung "Anfangskonsonsant plus ร ohne Vokal" automatisch ein langes offenes "o".

    Diese Vorgehensweise der Offiziellen ist jedoch auch inkonsistent, so transkribiert man häufig จลบุรี "Chonburi" (so wird es gesprochen), oft auch "Cholburi" jedoch nie "Cholnburi"
    Ist eigentlich auch nicht korrekt - das "ล" hat im Anlaut immer den Lautwert eines "l", im Auslaut immer den eines "n". Da hier auch kein Vokal geschrieben wird, erfolgt die Verwendung eines kurzen geschlossenen "o" als inhärenter Standardvokal. Die Romanisierung ist also auch hier logisch und korrekt.

    An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Unterschiede zwischen Romanisierung und echter Lautschrift hinweisen - bei der Romanisierung wird eine näherungsweise korrekte Aussprache mit den allgemein üblichen lateinischen Buchstaben nachgebildet, Feinheiten wie die Unterscheidung zwischen offenen und geschlossenen oder langen oder kurzen Vokalen sind hier nicht enthalten. Eine echte Lautschrift ist nur mit dem IPA-System möglich, das wirklich für jedes Minimalpaar einen eigenen Buchstaben verwendet.

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