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Buchvorstellung

Erstellt von dieterjandt, 08.10.2015, 09:18 Uhr · 7 Antworten · 1.397 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von dieterjandt

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    Buchvorstellung

    Hallo,

    ich würde gern meinen neuen Kriminalroman vorstellen, der in Thailand spielt. Herausgeber ist der Oktoberverlag. Ich arbeite nomalerweise als freier Autor + Journalist für den Hörfunk. Diesmal also dieser Krimi, der ein Nachfolgeroman von "Rubine im Zwielicht" ist, der auch mit Thailand zu tun hat. Meine Frau stammt aus Chiang Rai, und so spielen einige Szenen dort, aber auch in Bangkok und Korat.
    Ich würde mich natürlich über Feedback freuen

    978-3-944369-52-5, Mord und Nachschlag 21, Klappenbroschur, 218 Seiten, auch als E-Book erhältlich.


    Viele Grüße

  2.  
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  3. #2
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von dieterjandt Beitrag anzeigen
    [...] ich würde gern meinen neuen Kriminalroman vorstellen, der in Thailand spielt. [...]
    Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie Dein Roman jetzt wirklich ist, vielleicht lese ich ihn ja auch, aber bisher haben mich solche "Thai-Krimis" jedenfalls nicht überzeugt:

    Kriminalromane haben mich immer interessiert, die guten jedenfalls, und da mich Thailand auch interessiert, kaufe ich manchmal auch welche, die in Thailand spielen.

    Gemeinsam ist den Thai-Krimis, die ich kenne, stets, dass sie nicht von Thais geschrieben wurden, und auch von völlig falschen 'Anfangsbedingungen' ausgehen, etwa davon, dass ein Farang in Thailand als freischaffender Privatschnüffler arbeitet, der mit der lokalen Polizei beste Kontakte hat und von dieser unterstützt, ja sogar manchmal angefordert wird. Für mich sind solche Szenarien keine Krimis, sondern Fantasie-Romane.

    In einem Fall schreibt ein Engländer in der Ich-Form als thailändische Kriminalreporterin, also ein männlicher Farang versucht sich als Thailänderin. Was da an zwischenmenschlichen Dingen abgeht hat nach meinen persönlichen Erfahrungen sehr wenig mit der Psyche einer Thailänderin zu tun. Das funktioniert ja nicht einmal wenn ein deutscher Mann einen Roman in Ich-Form als deutsche Frau schreibt. Wie soll das dann erst recht bei den großen Kulturunterschieden funktionieren?

    Ich habe etwa 5 oder 6 solche Krimis. In meinem Bücherschrank finde ich aber auf die Schnelle nur diese 3 (um ein paar Titel zu nennen):

    - Kakerlaken
    - Der Tote trägt Hut
    - Der Untreue-Index

    Viel interessanter wären für mich Krimis, die von Thailändern geschrieben wurden und in Thailand spielen. Kennt da jemand solche Bücher (wobei ich natürlich nur mit einer Übersetzung Deutsch oder Englisch etwas anfagen könnte).

  4. #3
    Avatar von dieterjandt

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    gesunde Skepsis, muss ich sagen. Du kannst aber das erste Kapitel bei Oktober Verlag in Münster lesen. Vielleicht gefällt es dir ja.
    Ich habe einmal Kurzgeschichten von einem Thailänder gelesen, der wohl zeitweise auch in Amerika lebt. Aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr den Namen. Er schrieb über seine Jugenderlebnisse, ich glaube im Süden von Thailand, Phuket?, seine Mutter war wohl mit einem Amerikaner liiert, das klang autobiographisch. Ich fand die Text ziemlich gut, ungeschminkt, was man bei ThailänderInnen eigentlich nicht so erwartet. Aber das ist vermutlich wieder Klischee. Falls mir der Name noch einfällt, melde ich mich.

  5. #4
    Avatar von Taunusianer

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    Zitat Zitat von dieterjandt Beitrag anzeigen
    Ich habe einmal Kurzgeschichten von einem Thailänder gelesen, der wohl zeitweise auch in Amerika lebt. Aber ich weiß beim besten Willen nicht mehr den Namen. Er schrieb über seine Jugenderlebnisse, ich glaube im Süden von Thailand, Phuket?, seine Mutter war wohl mit einem Amerikaner liiert, das klang autobiographisch.
    Ich denke mal, Du meinst das Buch "Sightseeing" von Rattawut Lapchoensap. Habe ich auch gelesen, hat mich persönlich aber nicht so bewegt. Aber das ist sicherlich persönlicher Geschmack. Ich selber war einige Zeit ein Freund der Christophoer G. Moore Serie gewesen. Und auch wenn all das Zutrifft, was ccc so schreibt, war es trotzdem zumindest eine Zeit lang sehr unterhaltsam.

    Ich habe aber auch ein paar Bücher von alten Forenkollegen gelesen, die Deinem Dieter, sehr ähneln dürften. Es war zumindest immer unterhaltsam, auch wenn dort kaum der Literaturnobelpreis zu erwarten war (vielleicht klappt es bei Dir ja)

    Was thailändische Literatur in Thai angeht, so greife ich gerne auf Jugendliteratur zurück, einfach auch deshalb, weil es verständlicher geschrieben ist. Zuletzt habe ich die schon etwas ältere, auch verfilmte Geschichte "ความสุขของกะทิ" gelesen. Empfehlenswert.

    Wer authentische Geschichten von Farangs in Thailand lese möchte, der sollte z. B. mal auf "ก๋วยเตี๋ยวเส้นเหล็ก" vom in Thailand landesweit bekannten Andrew Briggs zurückgreifen. Da kann man sich kaputtlachen.

    Bin aber auch für neue Tipps dankbar.

  6. #5
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Taunusianer Beitrag anzeigen
    [...] Ich selber war einige Zeit ein Freund der Christophoer G. Moore Serie gewesen. [...]
    Von ihm kenne ich "der Untreue-Index". Held der Story ist eine Art Philip Marlowe. Diese Figur passt ja ganz gut in ein amerikanisches Umfeld, aber in Thailand gibt es keine Farangs, die als Privatdedektive arbeiten, legal sowieso nicht, und mit eigenem Büro und sie anschmachtenden einheimischen Sekretärinnen erst recht nicht.

    Wenn ich mich recht an die Story erinnere, wird der Farang-Privatschnüffler sogar von der thailändischen Polizei unterstützt und ein thailändischer Gangsterboss engagiert ihn auch noch.

    Wie gesagt, ein reiner Fantasie-Roman.

  7. #6
    Avatar von Taunusianer

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    Zitat Zitat von ccc Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ein reiner Fantasie-Roman.
    Da hast Du wohl recht. Auf der anderen Seite wird das diese Serie mit wohl allen Krimis gemein haben, den die wahre Polizeiarbeit sieht wohl anders aus, als das was uns sonst so präsentiert wird, und die Realität wäre wohl auch kaum unterhaltend. An den 7er BMW fahrenden Rolexbestückten Derrick glaubt ja sonst auch keiner.

    Diese Jahr wirst Du ja mal das Glück haben, einige Autoren aus dem benachbarten Indonesien kennen zu lernen, dass Gastland auf der Büchermesse in Frankfurt ist. Dort gibt es wohl auch immer einige thailändische Verlage und evtl. kann man dort ein paar brauchbare Vorschläge bekommen.

    Mir schreckt die thailändische Literatur immer etwas ab, wenn ich allein die Buchcover in den Buchhandlungen sehe, welche ich immer gerne besuche. Entweder hast Du Auslandsliteratur ins Thai übersetzt. Oder es geht um die üblichen Themen (Liebe, Geister, Eifersucht, Geld). Kann man ja auch an die durchaus liebenswert gemachten Thaifilmen erkennen, die oftmals überraschend aufwendig produziert sind. Nette Geschichten für 2 Stunden Unterhaltung, aber lesen würde ich einen Großteil davon nicht wollen.

    Mal sehen, wann es Thailand als Gastland auf die Buchmesse schafft. Kann aber noch dauern, weil eine große Lesenation sind die Thais halt auch nicht, auch wenn sich dies derzeit in kleinen Schritten ändert.

  8. #7
    Avatar von StefanM

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    Dieter, kannst Du in 3, 4 Zeilen den roten Faden Deines Krimis darlegen? Bisher ist die ganze Info, die hier im Forum dazu existiert, dass Du einen Krimi geschrieben hast. Worum geht es, was passiert da, worauf liegt der Schwerpunkt? Dazu vielleicht, was die gedruckte bzw. die E-Buch-Ausgabe kostet, wieviel Seiten (gedruckt), damti man einen Eindruck bekommt...

    Stefan

  9. #8
    Avatar von dieterjandt

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    Lieber Stefan,

    freut mich, dass du dich für den Krimi interessierst, auf dieser Seite kannst du alles nachlesen, was du wissen willst:

    Oktober Verlag in Münster

    Es gibt auch eine Buchkritik in der online-Ausgabe von "Der Farang", und es gab vor Monaten eine gute Rezension auf WDR 5 (Scala) sowie WDR 3. Wenn du noch etwas wissen willst, melde dich.

    Dieter