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Zum Tod des verwegen-genialen Malers Jörg Immendorff

Erstellt von DisainaM, 28.05.2007, 15:24 Uhr · 15 Antworten · 1.547 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Zum Tod des verwegen-genialen Malers Jörg Immendorff

    Jörg Immendorff zählte zu den bekanntesten Malern im Nachkriegsdeutschland

    Kunst ließ sich nicht mit Stechuhr zu Bürozeiten produzieren, man mußte sich in extreme Situationen begeben, um dies autentisch wiedergeben zu können.

    Dabei war es klar, dass dies nur durch Bruch der Strafgesetze möglich war,
    er organisierte mit Prostituierten Kokainparties und erschuf dadurch seine genialen Meisterwerke - Jörg Immendorff ist tot.

    Er starb im Alter von 61 Jahren in seinem Haus in Düsseldorf. Das teilten seine Ehefrau Oda Jaune-Immendorff und sein betreuender Neurologe Thomas Meyer mit. Immendorff litt seit Jahren an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) und wurde an der Charité in Berlin behandelt. Der Lieblingsmaler und enge Freund von Gerhard Schröder starb an einem plötzlichen Herzstillstand.



    http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B...~Scontent.html

  2.  
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  3. #2
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Zum Tod des kriminell-genialen Malers Jörg Immendorff

    wie du es schilderst hat er zeitlebens kokainpartys gefeiert, was nicht war ist. die partys in verbindung mit kokain wurden ihm in den jahren 2003 nachgewiesen. vorher hatte er mit dem zeugs nichts zutun. zu diesem zeitpunkt war er schon sehr krank, was natürlich keine entschuldigung ist.
    er brauchte vorher auch keinen stoff für seine inspirationen.

  4. #3
    Met Prik
    Avatar von Met Prik

    Re: Zum Tod des kriminell-genialen Malers Jörg Immendorff

    Zitat Zitat von deguenni",p="486697
    die partys in verbindung mit kokain wurden ihm in den jahren 2003 nachgewiesen. vorher hatte er mit dem zeugs nichts zutun.
    Wie du ja selbst schreibst "2003 nachgewiesen", was aber noch lange nicht aussagt, dass er davor nichts mit Koks zu tun hatte :P

  5. #4
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Zum Tod des kriminell-genialen Malers Jörg Immendorff

    aber deswegen muss man noch lange nicht "kriminell-genialen" schreiben.
    er hat nicht mit kokain gehandelt er hat es lediglich benutzt.
    die menschen die eine haschzigarette geraucht haben sind auch nicht kriminell.
    es hört sich etwas zwielichtig an, wie kriminelle machenschaften.
    jeder der bei rot über die ampel fährt ist auch nicht kriminell.

    naja, er war ein genialer maler, durfte ihn mal persönlich aus beruflichen gründen kennen lernen. seine bilder haben mich fasszieniert. die bilder werden jetzt wohl im wert steigen.
    konnte mir bisher auch nur litografien leisten.

  6. #5
    Avatar von Serge

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    Re: Zum Tod des kriminell-genialen Malers Jörg Immendorff

    Zitat Zitat von deguenni",p="486702
    aber deswegen muss man noch lange nicht "kriminell-genialen" schreiben.
    [mod:0fd18f9b4b="Serge"]Seh ich auch so, und habe deshalb den Titel in geaendert.[/mod:0fd18f9b4b]

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Re: Zum Tod des verwegen-genialen Malers Jörg Immendorff

    Der Begriff kriminell-genial erschien mir aus folgenden Überlegungen berechtigt.

    Wenn Kunst durch Kokain entsteht, so nimmt dieses Ergebnis eine zweischneidige Rolle ein, denn der Entstehungsprozess einer später, von vielen bewunderten Kunstform,
    ist eindeutig mit der Einnahme einer illegalen Substanz vernetzt,
    deren Konsumentengruppe in Deutschland dem kriminellen Umfeld zugerechnet werden, da Beschaffungskriminalität für den normalen Konsumenten zur Alltagsrealität gehört.

    Sind nun Drogenkünstler genial und erfolgreich, so sind sie nur eine Minderheit, denn der Durchschnittliche Konsument bringt durch seine Abhängigkeit nichts zustande, sondern bringt sein Leben auf den Nullpunkt.

    Deshalb erscheint es mir sehr wohl notwendig, das man bei der Betrachtung der kleinen Ausnahmegruppe etwas Abstand bei der Betrachtung hat,
    deshalb vor dem genial das kriminell,
    damit jeder sogleich den Preis dieser Genialität abschätzen kann.

    ----------------------------------------------------------

    Zur Vita von Jörg Immendorf,
    wikipedia schreibt über ihn,
    Am 18. August 2003 gerät der Künstler wegen einer Drogen-Affäre jedoch in die Negativschlagzeilen. Nachweislich konsumierte er am 16. August 2003 und an mehreren weiteren Terminen in der Suite eines Düsseldorfer Nobelhotels zusammen mit Prostituierten in größeren Mengen Kokain. Der Künstler selbst gab zu, seit den frühen 90er Jahren Kokain zu konsumieren. Am 4. August 2004 verurteilte ihn das Düsseldorfer Landgericht wegen Kokainbesitzes zu elf Monaten Freiheitsstrafe.
    http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Immendorff

    auch wenn er den Eigenkonsum vor der Presse nur über einen Zeitraum von 15 Jahren eingeräumt hat, sind die Meinungen über den tatsächlichen Konsum, welche seit den 60 ger Jahren bestand, gewiss geteilt,
    was wohl auch mit der Künstlersituation in Deutschland zutun hat,
    siehe
    http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/49801/index.html] 5ex 'n' Drugs 'n' Art [/url]

    Kokainkunst hat ja eine lange Tradition,
    so z.B.

    Georg Trakl Geboren in Salzburg. Während seines Pharmaziestudiums in Wien begann er Gedichte zu publizieren. Im 1. Weltkrieg diente Trakl als Sanitätsfähnrich. Zerbrochen am Leiden seiner Zeit, wählte er Anfang November 1914 im Lazarett von Krakau den Freitod durch eine Überdosis Kokain.Trakl gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Expressionismus.
    In den 30 er Jahren spielten in Deutschland Drogen wie Kokain oder Opiate eine stärkere Rolle in der darstellenden Kunst, z.B. Otto Dix (1925) " Portrait der Tänzerin Anita Berber", die kokainabhängig war, oder das Bild "Bahnhof Königsrein" (1917) des expressionistischen "Brücke"-Künstlers Ernst Ludwig Kirchner, der medikamenten- und drogenabhängig in ein Sanatorium in Königstein/Taunus gekommen war.

    Halluzinogene Drogen wie LSD , Meskalin oder Psilocybin beeinflussten die moderne Malerei der Surrealisten, wie den Zeichner und Literaten Henri Michaux, oder den magischen Realismus, die sich in den 60er Jahren zur Psychedelischen Kunst weiterentwickelte. Mitte des Jahrzehnts begannen junge Künstler in San Francisco die Postergestaltung bzw. Poster-Art zur Kunstrichtung zu entwickeln. Sie malten psychedelische Konzertplakate, die visuelle Elemente von LSD-Trips, wie feuerspeiende Fabelwesen, Mandala-ähnliche Ornamente und surreale Band-Logos verwandten, z.B. die Graffitti-Künstler Bill Graham, Stanley Mouse oder Rick Griffin.
    http://www.drogen-wissen.de/DRUGS/DW_GE/kunst.shtml

    wie auch mit Kokain geschriebende Weltliteratur, wie
    James Joyce, Ulysses (1922)

  8. #7
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Zum Tod des verwegen-genialen Malers Jörg Immendorff

    mir scheint du verdrehst hier einiges.
    drogenabhängige oder drogenkonsumenten werden offiziell als krank bezeichnet, sowie alkoholabhängige auch.
    ein dealer ist für mich von kimineller struktur, nicht aber der jenige der rauschgift konsumiert.
    in wie weit der konsum kriminell ist, entscheidet letztendlich die justiz und nicht ein forenteilnehmer. gegen solche aussagen wie die des threadstarters wehre ich mich entschieden.
    ihm obliegt es nicht zu entscheiden was kriminell ist oder nicht. wohl kann er seine persönliche meinung (und nur diese) dazu äussern, dies sollte aber auch aus der aussage erkennbar sein, sonst nichts.
    im nachhinein könnte solch eine aussage rechtlich aber verfolgt werden.
    deshalb vorsicht mit solchen aussagen.

  9. #8
    Avatar von Dieter1

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    Re: Zum Tod des verwegen-genialen Malers Jörg Immendorff

    Zitat Zitat von DisainaM",p="486722
    Der Begriff kriminell-genial erschien mir aus folgenden Überlegungen berechtigt.

    Wenn Kunst durch Kokain entsteht,......
    Ein echter Schmarren! Wenn ein Maler auch oefter mal kokst, heisst das doch noch lange nicht, dass Kunst durch Kokain entsteht. Kokain scheintst Du sehr zu ueberschaetzen.

  10. #9
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Zum Tod des verwegen-genialen Malers Jörg Immendorff

    Zitat Zitat von deguenni",p="486941
    ein dialer ist für mich von kimineller struktur
    Musste eben ein wenig schmunzeln, Du meintest bestimmt einen Dealer. Wobei obige Feststellung auch richtig sein kann, wenn man den falschen hat.

    René

  11. #10
    Avatar von tira

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    Re: Zum Tod des verwegen-genialen Malers Jörg Immendorff

    Zitat Zitat von Rene",p="486943
    Musste eben ein wenig schmunzeln,...
    iss mir auch so ergangen, obschon der anlass der meldung so lustig net iss.

    hatte gesten abend in den news ein paar bilder gesehen

    es iss inzwischen net nur die justiz, die auf geheiss der politik kriminalisiert
    ne es iss die gesellschaft, die hier bewertet.

    gruss :P

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