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zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

Erstellt von pumlakum, 22.11.2007, 17:50 Uhr · 188 Antworten · 7.632 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Pee Niko

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Zitat Zitat von Leipziger",p="545645
    Hallo Pee Niko
    4 Mrd. Euro setzen bei einem Rentenbeitrag von 20% 8 Mio. fleissige Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen monatlichen Einkommen von 2.500 Euro voraus.

    Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
    Falsch , du kannst eben nicht rechnen oder hast da vielleicht keinen Einblick .............

    [...]
    Recht haste, mit Beidem.

    Naechtes Mal zaehle ich die Nullen vorher, eine durchgehende 3+ bis zur 9. Klasse im Rechnen reichte anscheinend nicht.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von Leipziger

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Hallo Pee Niko
    Naechtes Mal zaehle ich die Nullen vorher, eine durchgehende 3+ bis zur 9. Klasse im Rechnen reichte anscheinend nicht.
    500,-EUR Rentenbeiträge x 12 Monate x 8 Millionen ???

    Ich hatte übrigens auch nur eine 3 in Mathematik...............

  4. #63
    Avatar von Shuai_ran

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Zitat Zitat von Leipziger",p="545671
    Bitte von wem möchtetes du denn deine Rente finanziert bekommen ?
    Ich am liebsten vom Staat . Es ist immer wieder schön zu hören, wie grosszügig Politiker Dinge vom "Staat" bezahlen lassen
    Hauptproblem ist: Politiker, welche die Probleme ansprechen, werden nicht gewählt. Die Wähler bevorzugen die Politiker, welche die schönsten Versprechen machen und wenn die dann nicht gehalten werden (können) jammern alle über die verlogenen Politiker.
    Mir (25 Jahre alt) wäre auch lieber, wenn ich mit 60-65 in Rente gehen könnte. Aber lieber etwas später in Rente als gar nichts mehr bekommen. Man muss auch sehen, dass zum Zeitpunkt, als die Renten (in der Schweiz wie auch in DE) eingeführt wurden, die Lebenserwartung viel kleiner war. Wer überhaupt das Rentenalter erreicht hat, hatte vielleicht noch ein paar Jahre, die man geniessen konnte. Heute leben die Menschen nicht nur länger, die Lebensqualität im Alter ist ebenfalls gestiegen. Von daher hätte man es heutzutage auch mit Rentenalter 70 besser als in den 50ger/60ger Jahren, weil man den Ruhestand länger geniessen kann.
    Das Rentenalter erhöhen ist nur eine mögliche Massnahme, ein paar andere hatte ich erwähnt, aber alle sind sehr unpopulär. Wenn der "Staat" (also die Arbeitende Bevölkerung und die Firmen) das ganze zahlen soll, dann werden entweder die Löhne sinken, die Preise steigen oder beides. Auch höhere Mehrwertsteuern verteuern das Leben und machen insbesondere ärmere Menschen noch ärmer. Auch die Renten verlieren so real an Wert.
    Natürlich kann sich der Staat auch noch mehr verschulden, aber damit verschiebt man das Problem nur auf die nächste Generation.


    Noch eine Bemerkung zu Mackenroth:

    Ich finde die These eigentlich gut. Aber auch die Kritik ist berechtigt. Das Problem ist, dass These und Kritik reine Gedankenexperimente sind, ein wissenschaftlich korrektes Experiment ist nicht möglich (das ist ja eines der Hauptprobleme der Wirtschaftswissenschaften). Für Mackenroth spricht die (relative) Einfachheit der Theorie.

    Es ist klar, dass in der Schweiz eher Contra Mackenroth argumentiert wird, da falls er recht hat, das System geändert werden müsste.
    Das gleiche gilt in DE: Falls Mackenroth recht hat, muss man das System nicht grundlegend ändern bzw. jede Veränderung wäre sogar schädlich.
    Was nun stimmt, ist unmöglich zu sagen, vielleicht wird dies die Zukunft zeigen. In dem Bericht von Zimmermann (s.h. link in meinem vorherigen Post) wird ja auf die komplexen Wechselwirkungen in Wirtschaftssystem eingegangen. Ich persönlich glaube an die Effizienz der Kapitalmärkte und die Möglichkeiten der Globalisierung, deshalb glaube ich, dass die Mackenroth-These nicht unter allen Umständen zutrifft.


    Aber: Egal ob Mackenroth recht hat oder nicht, es gibt kein Patentrezept, dass man "Pfannenfertig" bereit hat. Insbesondere gibt es keine Massnahmen, die niemandem "schaden".
    Wenn ich wählen könnte zwischen Rentenalter 60, dafür bin ich mit 60 schon alt und gebrechlich und habe nur noch 2-3 Jahre zu leben oder Rente mit 70, dafür bin ich mit 70 noch gesund und kann noch gut 10 Jahre in guter Gesundheit geniessen, dann würde ich mich für das letztere entscheiden. Aus dieser Perspektive ist eine Erhöhung des Rentenalters nicht unfair. (77 wäre IMHO deutlich zu hoch).

    Man muss auch bedenken, dass durch die Überalterung viele Arbeitskräfte (v.a. Fachkräfte) fehlen. Von daher muss man auch alternative Modelle mit einem "gleitenden" Austritt aus der Erwerbstätigkeit betrachten. D.h. nicht bis 70 voll durchackern, sondern mit 60-65 die Arbeitszeit langsam reduzieren. Ältere Menschen, welche viel Erfahrung in ihrem Beruf haben, können auch als Berater oder Ausbilder tätig sein. In der Schweiz fehlen z.B. in der Uhrenindustrie Fachleute, deshalb halten die Firmen die alten Uhrmacher mit allen möglichen Mitteln in der Firma, weil ihre Erfahrung unersetzbar ist. Wenn alle Uhrmacher sich mit 65 aus dem Berufsleben zurückziehen würden, hätte die Uhrenindustrie massive Probleme.

    Ein weiters Problem, es wurde in diesem Thread auch schon angesprochen, ist die Belastung der sozialwerke durch die wachsende Zahl an IV-Renten. Das Thema ist wahres "Minenfeld": Es ist unbestritten, dass die IV-Renten eine sinnvolle Sache sind und es Menschen gibt, welchen diese Renten zustehen.
    Ich kann jetzt nur für die Schweiz sprechen, aber in DE wird das Problem ähnlich sein: Die Kosten für IV-Renten steigen, die Anzahl der Bezüger steigt. In der Schweiz wird dies durch die Rentenversicherung (AHV) quersubventioniert. Dadurch wird das finanzielle Problem der Rentenversicherung noch verstärkt (es macht keinen Unterschied, wenn die IV-Rente über die Steuern bezahlt wird. Am Schluss zahlt der "Staat"). Besonders in den Städten steigt die Anzahl der Bezüger (u.a. weil in der Stadt die "soziale Kontrolle" schwächer ist). In der Schweiz werden oftmals Langzeitarbeitslose in die IV eingegliedert, dann gibts weniger Arbeitslose. Das System ist bei uns nicht darauf ausgelegt, die "Invaliden" wieder ins Arbeitsleben einzugliedern. Insbesondere bei psychischen Erkrankungen (Burn-Out, Depression..) ist dies fragwürdig, insbesondere weil etwa 40% der Neubzezüger psychische Probleme geltend machen. Die Menschen werden einfach ins Retensystem eingegliedert, es gibt weder Anreize noch Zwang zur Wiedereintritt ins Arbeitsleben. Ob das Selstwertgefühl eine psychisch kranken Person steigt, wenn sie einfach aufs "Rentenabstellgleis" geschoben wird, wage ich zu bezweifeln. Besonders bei Drogensüchtigen (selbst chronische ...... erhalten z.T. eine Rente) verschlimmert dies die Lage: In einem schweizer Magazin hat die Schwester eines chronischen ......s beklagt, dass sich die Situation ihres Brudes seit dem Erhalt der Rente massiv verschlechtert hat.
    Ich kenne einen, der hat geltend gemacht, dass er Probleme mit Autorität hat und die Gefahr bestünde, dass er dem Chef eine reinhaut, wenn der ihn kritisiert. Er hat eine IV-Rente bekommen.
    Solche Personen belasten das System doppelt: Erstens durch die Rente, zweitens durch fehlende Beiträge.
    Hinzu kommt, dass der soziale Frieden dadurch nicht unbedingt gefördert wird.

  5. #64
    Avatar von Leipziger

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Hallo Shuai_ran

    Noch eine Bemerkung zu Mackenroth:

    Ich finde die These eigentlich gut. Aber auch die Kritik ist berechtigt. Das Problem ist, dass These und Kritik reine Gedankenexperimente sind, ein wissenschaftlich korrektes Experiment ist nicht möglich (das ist ja eines der Hauptprobleme der Wirtschaftswissenschaften).
    Nimm 1000 Rentner , lade sie auf ein Schiff , setzte sie auf einer menschleeren Insel ab .................... 500 bekommen einen Koffer mit viel Geld ................ 500 bekommen einen Koffer mit Rentenansprüchen aus dem Umlageverfahren !!!

    Und dann sieh mal nach einigen Monaten nach wer besser dran ist....................

  6. #65
    Avatar von Shuai_ran

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Zitat Zitat von Leipziger",p="545776
    Nimm 1000 Rentner , lade sie auf ein Schiff , setzte sie auf einer menschleeren Insel ab .................... 500 bekommen einen Koffer mit viel Geld ................ 500 bekommen einen Koffer mit Rentenansprüchen aus dem Umlageverfahren !!!

    Und dann sieh mal nach einigen Monaten nach wer besser dran ist....................
    Korrekterweise müsste man sagen: Statt Geld erhalten sie "Produktionsmittel", Essen oder was auch immer auf der Insel zum Tauschen/Produzieren da ist. Auf der Insel ist das Geld per se nichts Wert, weil es keine Geldwirtschaft gibt. Sagen wir, wir geben den 500 Rentnern einen Sack Saatgut, den man Essen oder investieren (sähen) kann.

    Ausserdem: Was erhalten die anderen 500? Geld oder Güter. Und woher erhalten sie es?

    In einer geschlossenen Wirtschaft gilt Mackenroth, im Inselbeispiel müsste man allerdings noch Arbeitsbevölkerung mitschicken, damit das System geschlossen ist, sonst kommt der Transfer nicht auf die Insel.


    Aber wie gesagt, ob Mackenroth gilt oder nicht, am Hauptproblem, dem demographischen Wandel, ändert sich dadurch nichts.

  7. #66
    Avatar von Pee Niko

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Zitat Zitat von Leipziger",p="545759
    [...]
    500,-EUR Rentenbeiträge x 12 Monate x 8 Millionen ???

    Ich hatte übrigens auch nur eine 3 in Mathematik...............
    Wenn ich mir so ansehe, was ich da verzapft habe, waere wohl bei mir ein `Ungenuegend` eher angebracht gewesen.
    Ja, der Zeitfaktor, wie uebel kann allen Bereichen mitspielen, besonders, wenn man ihn nicht beruecksichtigt. .

    Genug jetzt, will mich nicht noch weiter blamieren. Ausserdem muss sich checken, ob wir die Laenge der Bruecke zum Pier mit 3,4 km richtig kalkuliert haben, nicht dass da auch noch ein Rechenfehler drin steckt.

  8. #67
    Avatar von Leipziger

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Hallo Shuai_ran

    Aber wie gesagt, ob Mackenroth gilt oder nicht, am Hauptproblem, dem demographischen Wandel, ändert sich dadurch nichts.
    Hast du schon mal darüber nachgedacht warum Länder OHNE irgend welche Rentensysteme keine demographischen Probleme haben bzw. bekommen werden ?

  9. #68
    Avatar von Shuai_ran

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    Zitat Zitat von Leipziger",p="545864
    Hallo Shuai_ran

    Hast du schon mal darüber nachgedacht warum Länder OHNE irgend welche Rentensysteme keine demographischen Probleme haben bzw. bekommen werden ?
    Wegen den Anreizen Wenn etwas funktioniert, dann sind es die richtigen Anreize...
    Das staatlich organisierte Umlagesystem ist natürlich mit Verantwortlich, dass man bei uns nicht in Kinder "investiert". (BTW: Was passiert da eigentlich in China. IMHO gibts keine staatliche Renten UND die Zahl der Kinder wird streng begrenzt).
    Vielleicht herrschen bei uns ein paar Generationen später "thailändische Verhältnisse" was die Renten bzw. Unterstützung der Eltern anbelangt.

  10. #69
    Avatar von entrox

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    @Leibziger,

    weil der Staat denkt, dass das Volk nicht imstande ist für die Zukunft sprich Rente zu sorgen. Dabei sollten die Politiker sich an die eigene Nase fassen und mit der sinnlosen Neuverschuldung aufhören.

    Wenn wir im Aldi einkaufen gehen, kann ich ja auch nicht mit Schuldscheinen bezahlen?

    Betreff Rente: Das jetzige System auslaufen lassen und privat vorsorgen.

    Nur wie soll man die jetzigen Renten bezahlen?
    Antwort:
    Durch Schuldscheine, wie sonst?


  11. #70
    Avatar von J-M-F

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    Re: zukünftige Rente erst ab 70 oder gar ab 77 Jahre?

    macht euch keine gedanken leute.
    in 10-20 jahren werdet ihr für euer geld eh nix mehr bekommen.

    ausser die zentralbanken kommen mal auf die idee die geldmengenausweitung zu stoppen. zur zeit macht man aber das gegenteil

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