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Zähneputzen mit Wasserasseln

Erstellt von DisainaM, 14.07.2009, 14:14 Uhr · 1 Antwort · 994 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Zähneputzen mit Wasserasseln

    Manch einer ekelt sich in Thailand, eine ......lake zu verspeisen, obwohl es sich nur um reines Protein handelt, was dem Körper und der Gesundheit nicht schadet.

    Oft kommt dann der Spruch, dass man aus einem zivilisierten Land kommt, und sowas nicht macht.

    In Wirklichkeit ist dies jedoch nur die Unkenntnis über die eigenen Zustände, denn die Frage müsste lauten, wieviel Wasserasselbestandteile dieser zivilisierte Mensch täglich zusich nimmt.

    Wer putzt nicht seine Zähne und spült mit Leitungswasser seinen Mund aus ?

    Das aber in dem meisten deutschen Wasserrohren alles voll von Wasserasseln ist,
    besonders in Norddeutschland,
    wird von den Wasserversorgern gern verschwiegen, und man hört lieber Vergleiche, das deutsche Leitungswasser sei gleichwertig mit Mineralwasser.

    Die Wahrheit ist eine andere.

    Wenn Assel-Kadaver aus dem Hahn sprudeln
    Trinkwasser

    08.07.2009,

    Was wie Rost in der Leitung aussieht, sind oft ... und Kadaver von Asseln. Wasserwerke wissen das, reden aber nicht gern darüber. Aus guten Gründen.

    Nur selten erzeugt das Problem Schlagzeilen. Doch im brandenburgischen Brieselang war es in diesem Frühjahr so. Einer der 11.000 Einwohner der Stadt hatte kleine Tiere im Leitungswasser gefunden und die Lokalpresse informiert. Eine regelrechte Hysterie war die Folge.

    Feuerwehrautos fuhren nachts durch den Ort und warnten per Lautsprecher vor dem Trinkwasser. Manche Brieselanger steckten sogar ihre Schnittblumen nur noch in Mineralwasser aus Flaschen. Das havelländische Gesundheitsamt empfahl, das Wasser vor dem Trinken und Zähneputzen abzukochen. Man schüttete Chlor in die Leitungen, um etwaige Keime abzutöten.

    Der Grund der Aufregung war schnell gefunden. Wasserasseln (Asellus aquaticus), die zur Gruppe der Krebstiere gehören, hatten sich in den Leitungen von Brieselang breit gemacht. Weniger bekannt ist, dass diese Tierchen kein seltenes oder lokal begrenztes Problem sind. Asseln sind fast überall zu finden, wo Wasser durch Leitungen fließt - wie auch andere, kleinere wirbellose Lebewesen.

    Die Asseln krallen sich innen an Rohrleitungen fest, und wenn sie ihren ... ausscheiden oder sterben, gerät das alles ins Trinkwasser. Wasserwerke überall in Deutschland wissen das, hängen es aber aus guten Gründen nicht an die große Glocke. Eine Aufregung wie in Brieselang möchte kein Wasserversorger erleben, schon gar nicht in einer deutschen Großstadt. "Wasserasseln findet man in vielen Trinkwasserleitungen. Besonders dort, wo Oberflächenwasser zur Trinkwassergewinnung genutzt wird", sagt Günter Gunkel vom Institut für Technischen Umweltschutz der Technischen Universität Berlin.

    [highlight=yellow:1ac2111033]Ausgerechnet im Leitungswasser, das Menschen bedenkenlos zum Duschen, Zähneputzen, Trinken und für Babybrei benutzen, schwimmen Assel-Kadaver und deren Ausscheidungen? Für weite Teile Deutschlands ist diese Frage mit Ja zu beantworten - allerdings nicht ohne den Zusatz, dass es der menschlichen Gesundheit offenbar nicht schadet.[/highlight:1ac2111033]

    "In erster Linie ist das Vorkommen von Wasserasseln ein ästhetisches Problem: Es kommt zu Verbraucherbeschwerden, wenn die Tiere bis zum Wasserhahn oder vor den Hausfilter des Kunden gelangen, was eine verringerte Akzeptanz des Lebensmittels Trinkwasser zur Folge hat" - so schreibt es Gunkel in der Broschüre "Wasser Berlin 09".

    Was Installateure wie Laien als Rost in den Rohren bezeichnen würden, ergaben Analysen der TU Berlin, ist tatsächlich zu großen Teilen Asselkot. "Asselkot ist im Wasser sehr stabil (über zwei Wochen), reichert sich somit im Rohrnetz an. Die im Allgemeinen als Rostablagerungen angesprochenen Feststoffe im Rohrnetz bestanden in den untersuchten norddeutschen Städten zu 30 bis 70 Prozent aus Asselkot."
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/210/479698/text/

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Schwarzwasser

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    Re: Zähneputzen mit Wasserasseln

    Deutsches Wasser ist ein Lebensmittel, idR. gut und nicht gesundheitsschädlich, so streng kontrolliert wie kaum ein anderes Gut. Die Wasserwerke bewerben es aber nicht mit Deinen Worten, daß es so gut wie Mineralwasser sei.

    Der letzte Test von Öko-Test hat wieder einige Mineralwässer getestet, die bspw. zu hohe Uran - oder Bariumwerte hatten. Das kann bei einem Heilwasser angehen, aber nicht bei Mineralwässern.

    Ich habe den Beitrag vor einer Woche auch gelesen. Es liegt ja nicht am Wasserwerk, sondern in dem Fall am Leitungsnetz. Das eingespeiste Gut Wasser ist beim Verlassen des Werkes ja einwandfrei. Daß die Rohrnetze in vielen Städten schadhaft bis marode sind, ist ein anderes Problem.

    Und wer von uns trinkt bspw. in Thailand aus dem öffentlichen Wassernetz ohne Abkochen ? Gerne würde ich mal eine Trinkwasseranalyse nach deutschen Standards aus BKK oder Pattaya sehen. Mit Sicherheit wären dann Asselkot wie in Deutschlands Norden noch das geringste Problem. Escherichia Coli - Bakterien kommen dort sicherlich zuhauf vor. Im Leitungswasser wohlgemerkt, denn im Badewasser sind sie sowieso zuhauf.

    Nun einen Vergleich zu ziehen, daß D hier mit LOS gleichzusetzen wäre, halte ich für übertrieben. So optimistisch kann man ja gar nicht sein ;-D

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