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Woran Asiaten bei uns verzweifeln

Erstellt von kcwknarf, 17.09.2008, 06:54 Uhr · 84 Antworten · 5.058 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von maphrao

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="650004
    Was hinter verschlossenen Räumen oder in dubiosen Gegenden abgeht, wenn Alkohol im Spiel ist, kann ich nicht beurteilen. Da treiben sich aber zumeist auch keine Kinder und normale Familien rum.
    Die wenigsten Thais können sich geschlosseneWohnsiedlungen erlauben, ich rede vom Alltag in den Millionen Familien, die nach wie vor in sehr ärmlichen Verhältnissen leben.
    Fahr mal in den Isaan, vielleicht geht dir dann mal ein Licht auf. Die meisten Menschen dort sind sehr liebenswert, aber du wirst auch sehr viel Elend hautnah miterleben und erkennen, dass Thailand nicht nur aus Mittelstand ohne größere Sorgen besteht.

  2.  
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  3. #72
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von maphrao",p="650021
    Die wenigsten Thais können sich geschlosseneWohnsiedlungen erlauben, ich rede vom Alltag in den Millionen Familien,
    Ich meine ja nicht nur geschlossene Wohnsiedlungen, sondern normale Wohnstraßen in Bangkok.
    Ich gebe dir aber recht, dass ich meine Beobachtungen nur auf den Teil beziehen kann, in denen ich schon war. Der Isaan gehört nicht dazu. Mag also sein, dass es dort rauher zugeht.

    Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch in Deutschland relativ friedliche Gegenden, z.B. im Allgäu.

    Sagen wir also mal so: Bangkok ist friedlicher als Deutschlands Großstädte nördlich von Würzburg und die südlichen deutschen ländlichen Gebeite sind friedlicher als der Isaan. Dann hätten wir vielleicht einen Konsenz.

  4. #73
    Avatar von mipooh

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Geh mal abends durch Hamburg. Aus jedem zweiten Haus hörst du brüllende Ehepartner oder siehst auf Schulhöfen sich schlagende Kinder.
    Ich wohne in Hamburg und habe nicht einmal im Ansatz sowas je erlebt...
    Irgendwie scheint mir, Du übertreibst.

    Mit Konfliktregelung habe ich nun gar nicht ungeregelte Konflikte oder Gewalt angesprochen, sondern die Fähigkeit, sie im Gespräch zu regeln. Scheint Dir vielleicht fremd, aber ich habe das sogar auf einer professionellen Ebene gelernt...

    Wenn man erst drei Tage braucht um "runterzukommen", halte ich das nicht für eine Verbesserung, bei mir dauert das selbst im schlimmsten Fall nicht so lange. Zumindest solange der Gesprächspartner noch ansprechbar ist.

    Dass es auch hier Menschen gibt, die das alles nicht können, das weiss ich schon. Nur halte ich Konfliktregelung (selbstverständlich per Gespräch) für geschickter als Verdrängung.

    Meine Frau, die ja bekanntlich Thai ist, ist damit wesentlich zufriedener als sie es früher in TH war und sie leidet wesentlich seltener an Magenproblemen.

  5. #74
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Angefangen hat die leidige Diskussion über Kinder mit der recht abenteuerlichen Behauptung über die meist "unglücklicheren" Kinder in Deutschland. Ich habe die glücklichen Kinder der Thais in den .......en Pattayas, Phukets, etc. gesehen. Mein Vater wäre nie auf die Idee gekommen, seine Töchter zu Finanzierung eines "besseren" Lebens dorthin zu schicken.

    Vor der Liebe zu den Kindern kommt erst die jahrelange Erziehung und Arbeit, manchmal sogar Mühe, für die Kinder. Hier entscheidet sich das Glück der Kinder und nicht bei einem Nachmittagsbesuch in Disneyland.

    Knarf, hast du auch Kinder oder kennst du sie nur als Neffen?

  6. #75
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von mipooh",p="650038
    [...]
    Irgendwie scheint mir, Du übertreibst.
    [...]
    Mir drängt sich der Verdacht auf, das knarfi einige Dinge nur aus der Perpektive seiner Kindheit in Erinnerung hat.

    War es sehr schlimm, dass dich die Jungs, oder waren es gar die Mädels, immer wieder als Opfer ihrer Gewaltexesse aussuchten?
    Warum hast du dich nicht gewehrt, wie dir deine Eltern wahrscheinlich immer wieder nahegelegt haben?

    Hast du deswegen die Pausen immer alleine verbringen müssen?

  7. #76
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von mipooh",p="650038
    Nur halte ich Konfliktregelung (selbstverständlich per Gespräch) für geschickter als Verdrängung.
    Wenn es denn mal richtige Konflikte wären. Meist wird in Deutschland ja über Kleinigkeiten getritten. Klassischer Fall: einer Ehefrau gefällt es nicht, dass der Mann das Frühstücksei köpft anstatt es seitlich mit einem Messer zu enthaupten oder zu pellen. Habe ich nicht nur einmal erlebt. Völlig überflüssiger Konflikt.

    Ich denke, in Thailand würde das jedem piepschnurzegal sein. Das hat nichts mit Verdrängung zu tun.

    Entscheidend ist also nicht die Konfliktbewältigung, sondern das Fördern der eigenen Friedfertigkeit, damit nicht aus jeder Maus ein Elefant gemacht wird - also Konfliktvermeidung.
    Genau darin besteht aber der gewaltige Unterschied zwischen Thais und Deutschen.

    Allerdings müssen i.d.R. beide Seiten dazu in der Lage sein. Ich kenne viele Leute, die mögen Streits. Ohne Streit ist denen das Leben zu langweilig. Und sie freuen sich danach auf die Versöhnung. Meinetwegen, aber nicht mit mir. Ist eine primitive Lebensweise, die nicht zu einer eigentlich hochentwickelten Spezies passt.
    Daher sind die Thais wesentlich weiter in der Entwicklung. Und deshalb fühle ich mich hier wohl, zumal ich in der Beziehung niemals deutsch war.

  8. #77
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von antibes",p="650041
    Ich habe die glücklichen Kinder der Thais in den .......en Pattayas, Phukets, etc. gesehen. Mein Vater wäre nie auf die Idee gekommen, seine Töchter zu Finanzierung eines "besseren" Lebens dorthin zu schicken.

    Knarf, hast du auch Kinder oder kennst du sie nur als Neffen?
    Ich habe eine Tochter und viele Neffen. Keines dieser Kinder arbeitet in einem ........

    In Deutschland habe ich allerdings mich selber zur Verbesserung der finanziellen Lage prostituieren müssen, indem ich als Kind bei Wind und Regen Zeitungen ausgetragen habe. Es hat mir nicht geschadet und ich war froh, meine Eltern entlasten zu können.

    Bei meiner Tochter hoffe ich natürlich, dass ich immer so viel verdiene, dass ich die ganze Familie ausreichend versorgen kann, so dass sich meine Tochter voll auf Sanuk und aufs Lernen konzentrieren kann. Ich hoffe, es klappt.

  9. #78
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="650417
    Mir drängt sich der Verdacht auf, das knarfi einige Dinge nur aus der Perpektive seiner Kindheit in Erinnerung hat.
    Nicht nur, aber natürlich zum großen Teil.
    Die Kindheit ist immerhein i.d.R. der härteste Teil des Lebens, obwohl er eigentlich der schönste sein soll.

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="650417
    War es sehr schlimm, dass dich die Jungs, oder waren es gar die Mädels, immer wieder als Opfer ihrer Gewaltexesse aussuchten?
    Warum hast du dich nicht gewehrt, wie dir deine Eltern wahrscheinlich immer wieder nahegelegt haben?

    Hast du deswegen die Pausen immer alleine verbringen müssen?
    Natürlich war es schlimm. So schlimm, wie es halt für die Mehrheit aller Schulkinder auch heute noch ist.
    Aber es schauen ja alle weg. Hauptsache, man hat einen guten Jugendschutz und kann über andere Länder wie Thailand herziehen. Absolute Heuchelei!

    Wenn ich mich gewehrt hätte, wäre ich jetzt lange tot und könnte wohl kaum hier schreiben.
    Außerdem haben mir meine Eltern so etwas natürlich nicht beigebracht. Auch ich selber habe früh erkannt, dass Frieden der einzige richtige Weg im Leben ist. Gewalt ist etwas für Leute mit einem zu kleinen ....... Mit Kinder ohne Gehirn und Fantasie. Für Außenseiter ohne Selbstbewusstsein. Für Kids, die ihr Dasein mit körperlicher Gewalt und Dummheit rechtfertigen.

    Leider beherrschen diese Vollpfosten die Welt, insbesondere die deutschen Schulhöfe und Kindergärten.

    Selbst wenn ich körperlich gleichwertig gewesen wäre, hätte ich mich nicht gewehrt. Soll ich mich von Idioten provozieren lassen?

    Nein, diese Art von Konflikten lehne ich strikt ab. Eltern, die ihre Kids zu so etwas erziehen und somit nicht nur ihre eigenen, sondern auch andere Kinder zutiefst mißbrauchen, weil sie wohl selber nicht mit dem Leben klarkommen und sich innerlich klein mit Hut fühlen, sind für mich absolut schlechte Menschen.

    Die Pausen habe ich nicht alleine verbracht, weil es ja zum Glück noch andere friedvolle Jugendliche gibt, die lieber ihr Hirn und ihr Gefühl anschalten anstatt ihre Fäuste zu ballen oder ihre Fresse zu weit aufreissen.

    Und wenn diese Szenerien keiner nachvollziehen kann, dann fürchte ich, dass sich wohl manch ein Member ebefalls auf der Schlägerseite befand oder zumindest die Augen geschlossen hat. Wie man sich dann aber über die Mißstände in Thailand aufregen kann, ist mir ein Rätsel.
    Es ist ganz offensichtlich, dass Thaikinder friedvoller und "gesünder" sind. Die benötigen keine Gewalt, um selbstbewusst zu sein.

    Ich plädiere in Deutschland jedenfalls zur Stärkung der Privatschulen, damit solche kriminellen Dinge nicht mehr passieren. In Thailand gibt es ja zum Glück viele Privatschulen.

    Oder noch besser wäre der dänische Weg. Dort gibt es keine Schulpflicht, sondern eine Unterrichtspflicht. D.h. jedes Kind kann auch zu Hause von Privatlehrern unterrichtet werden. Wäre viel sinnvoller für ein späteres Leben und vor allem friedvoller.

  10. #79
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="650441
    [...]
    Wenn ich mich gewehrt hätte, wäre ich jetzt lange tot und könnte wohl kaum hier schreiben.
    [...]
    Selbst wenn ich körperlich gleichwertig gewesen wäre, hätte ich mich nicht gewehrt. Soll ich mich von Idioten provozieren lassen?
    [...]
    Es ist mir schon fast unangenehm, so neugierig zu sein, aber in was für einer damals schon verkommenen Gegend bist du denn zur Schule gegangen?

    Lt. deines Profiles bist du 2 Jahre jünger als ich.
    Zu "unserer" Zeit war es zwar üblich, dass es auf dem Pausenhof hin und wieder Kabbeleien zur Konfliktbewältigung gab, so wie es sie schon immer in Schulen gab, aber ein körperliche Auseinandersetzungen mit Todesgefahr waren nicht die Regel.
    Und ich versichere dir, dass Bottrop damals nicht zu den kulturellen Hochburgen gehörte.

    Ja, in den Pausen wurde manchmal gerempelt, nach der Schule gab es schon mal eine Rangelei; eine dicke Lippe war selten, eine blutige Nase noch mehr, was am Meisten leiden musste, war die Kleidung. Und für den eingerissenen Reissverschluss vom Anorak gab es dann noch Zuhause einen in den Nacken.

    Man schlug sich, war einen Tag böse aufeinander und vertrug sich am dritten Tag wieder.

    Was sich heutzutage auf einigen Schulen abspielt, ist reine Kriminalität, da gebe ich dir uneingeschränkt Recht.
    Aber es nicht mit "unserer" Zeit vergleichbar.

    Eltern, die ihren Kinder beibringen, Konflikte durch Ausweichen oder Fliehen zu behandeln, tun diesen bestimmt keinen Gefallen.
    Das ganze spätere Leben ist von Konflikten und Auseinandersetzungen durchzogen.

  11. #80
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Woran Asiaten bei uns verzweifeln

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="650523
    Es ist mir schon fast unangenehm, so neugierig zu sein, aber in was für einer damals schon verkommenen Gegend bist du denn zur Schule gegangen?
    Das war in einem Harzer Dorf.
    Aber ich habe damals ähnliches auch aus einer Stadt bei Stuttgart von meinem Cousin gehört.
    Und beides gilt ja nicht unbedingt als Problemzone. Möchte nicht wissen, was damals schon in Hamburg oder Berlin abging.
    Allerdings nur Grundschule und Orientierunsgstufe bis zur 6.Klasse (also praktisch Gesamtschule). Auf dem Gymnasium kam so etwas nicht vor, bzw. die Lehrer achteten mehr darauf.

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="650523
    Eltern, die ihren Kinder beibringen, Konflikte durch Ausweichen oder Fliehen zu behandeln, tun diesen bestimmt keinen Gefallen.
    Das ganze spätere Leben ist von Konflikten und Auseinandersetzungen durchzogen.
    Da bin ich ganz anderer Meinung. Das spätere Leben ist doch eine Folge der Schulzeit. Wer sich als Kind schon nur mit Gewalt, Zickenterror und Lügen durchsetzt, der macht das später auch im Berufsleben.

    Durch eine friedliche Kindheit hätten wir auch keine verlogenen Politiker, Abzocker-Banker, Terroristen usw.
    Konflikte fallen nicht vom Himmel, sie sind menschengemacht.

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