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Wir sind alle verdächtig

Erstellt von Rene, 12.04.2007, 13:16 Uhr · 26 Antworten · 1.529 Aufrufe

  1. #21
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Wir sind alle verdächtig

    [highlight=lightyellow:e51bdffe93]sioux hat geschrieben: Da hat einer einen A 4 vor den Bahnhof gestellt, 4 Stehtische drumrum mit Gewinnspielflyern fuer das Auto. [/highlight:e51bdffe93]

    ist meiner frau auch passiert. stuttgart hauptbahnhof. 3 wochen später kam ein anruf in welcher farbe und ausstattung wir das kfz haben wollen. wir wären schon in der endrunde mit fast 100%er gewinnzuteilung. 5 minuten später kam die katze aus dem sack. wollen sie ein abo für eine zeitschrift? z.b. automagazin. ich entgegnete nur, dass ich kein automagazin mehr benötige, da ich ja das kfz sicher gewinne. das wars. die freigeräumte garage kann ich wohl wieder vollmüllen.

  2.  
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  3. #22
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Wir sind alle verdächtig

    Zitat Zitat von dutlek",p="470417
    Zitat Zitat von dutlek",p="470239
    Nur jemand, der was verbrochen hat, oder was zu verbergen hat, sollte sich dann Gedanken machen...
    Wenn ich es mir recht ueberlege, mussen auch die, die sich nie was zu schulden kommen lassen haben, doch Gedanken machen. Spaetestens dann, wenn sie einer Verwechlung unterliegen und dadurch in die Muehlen der Justiz kommen.
    Nicht nur durch Verwechslung. Aus beruflicher Erfahrung weiß ich, wie leichtfertig manche Behörden Strafverfolgungen einleiten. Es ist erschreckend, wie schnell aus einem vermeintlich rechtschaffenen Bürger da in deren Augen ein Krimineller wird. Gesetze spielen da wenig eine Rolle.

    Aber schön, dass dir selbst wenigstens der eine Fehler in deinem Argument aufgefallen ist.

  4. #23
    Avatar von tomtom24

    Registriert seit
    09.03.2006
    Beiträge
    4.421

    Re: Wir sind alle verdächtig

    Vor ein paar Jahren sind Bekannte auf der Autobahn nach Passau gefahren (wohnen selbst bei Muenchen). Zur selben Zeit war da irgendeine Geschichte mit einem verschwundenen oder toten Kind/Baby. Die Personenbeschreibung passte grob auf die Freundin meines Bekannten, die dann spaeter zwecks Bitte um DNA Test zur Polizei gebeten wurde. Wie sie auf die Freundin meines Bekannten gekommen sind? Ueberall rund um Muenchen ist dieses Verkehrsleitsystem, bei dem in jeder 2.Bruecke auch ne Kamera drin ist. Diese Daten wurden abgeglichen.

    Oder was ist mit der Terroristensoftware, die jetzt bei Schwarzgeld eingesetzt werden kann. Ab wann ist beim Einsatz eine Berechtigung gegeben?

    Trojanereinsatz durch die Polizei. Wurde ja vom BGH verboten. Aber fast untergegangen ist bei den Meldungen, dass durchaus Trojaner eingesetzt werden, die halt nicht soviele Daten sammeln. Nur was ist „nicht soviele“ Daten?

    Oder was ist, wenn jemand mal was falsch gemacht hat und einen Eintrag in seine Akte bekommt. Nach einer bestimmten Zeit kommt das ja raus. Aber nicht in dem Sinne von geloescht sondern was da war steht immer noch in der Akte mit dem Zusatz geloescht. Sehr gut fuer objektive Beurteilung...

    Usw. usw.

  5. #24
    Avatar von andydendy

    Registriert seit
    25.12.2003
    Beiträge
    2.746

    Re: Wir sind alle verdächtig

    Die Stasi war doch gut im bespitzeln und warum
    soll man das was gut war nicht übernehmen.
    Nein man will nur den Bundesbürger bespitzeln,
    die Verbrecher fängt man damit bestimmt nicht.

  6. #25
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Wir sind alle verdächtig

    Heftiger Streit um automatischen Polizeizugriff auf biometrische Passdaten

    Der erneute Vorstoß der Bundesregierung, digitale Passfotos und eventuell auch Fingerabdrücke aus der nächsten Generation der Biometriepässe für den automatischen Abgleich mit Fahndungsdatenbanken zu öffnen, stößt beim Koalitionspartner SPD und bei Datenschützern auf wenig Gegenliebe. "Ein Zugriff auf digitalisierte Passbilder der Bürger darf auf gar keinen Fall die Regel werden", erklärte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Dieter Wiefelspütz, gegenüber der Netzeitung. Er könne sich allenfalls vorstellen, dass "in begründeten Eilfällen –etwa nachts oder am Wochenende – der Polizei der Online-Zugriff auf Passfotos erlaubt werden soll". Rückhalt bei den Genossen habe er für diesen Kompromissvorschlag aber noch nicht.

    Eine Speicherung von Fingerabdrücken aus Pässen bei den Meldeämtern und somit auch einen Abgleich mit Polizeidatenbanken lehnen die Sozialdemokraten laut Wiefelspütz weiter strikt als verfassungswidrig ab. "Ein Fingerabdruck darf nicht in einer Vorratsdatei hinterlegt werden", machte der SPD-Sprecher klar. Es gebe auch "keinen vernünftigen Grund", diese hochsensiblen biometrischen Merkmale überhaupt aufzubewahren. Damit würde allenfalls die Praxis der erkennungsdienstlichen Behandlung auf den Kopf gestellt. "Fingerabdrücke dürfen nur dann genommen werden, wenn ein konkreter Tatverdacht besteht", betonte Wiefelspütz. Einer Vorratsspeicherung von Verbindungs- und Standortdaten aus dem Telekommunikationsbereich und der damit einhergehenden Aushöhlung der Unschuldsvermutung hat seine Fraktion dagegen prinzipiell bereits zugestimmt.

    Schwere Bedenken gegen die vor allem vom Bundesinnenministerium und der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag verfolgten Pläne zur Erschließung biometrischer Passdaten zur Verbrechersuche hat auch der Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), Thilo Weichert. Ihm zufolge soll "mit Salamitaktik die digitale Volkserfassung" eingeführt werden. Das Bundesinnenministerium betrachte offensichtlich jede Form der behördlichen und privaten Datenhaltung als ein "Selbstbedienungsangebot für die Polizei". Heute seien es die biometrischen Daten aus dem Passregister, morgen die Autobahn-Mautdaten und übermorgen die Daten auf den Privatcomputern, die heimlich über das Netz ausspioniert werden, verweist Weichert auf die weiteren Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum Ausbau des Überwachungsnetzes.

    Der polizeiliche elektronische Zugriff auf Passbilder und Fingerabdrücke führt dem Datenschützer zufolge aber zwangsläufig zu einem zentralen, "bundesweit abfragbaren Bevölkerungs-Biometrie-Datensystem". Dahinter stecke die falsche Annahme, dass die höchstpersönlichen Informationen für Gefahrenabwehr und Strafverfolgung notwendig wären. In Wahrheit würden aber alle Bürger damit als potenzielle künftige Straftäter behandelt. "Mit dieser Jedermanns-Verdächtigung erhält die Polizei Steine statt Brot", befürchtet Weichert einen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Strafverfolgung. Doch dieser Logik "steht unsere Verfassung entgegen", gibt Weichert Kontra. Nötig sei jetzt das Signal des Gesetzgebers, dass er diese Grenze des Grundgesetzes respektiert.

    Auch bei der Gewerkschaft der Polizei (GdP) stößt das "große Unbehagen über die Art und Weise der Neuregelung des Passgesetzes" weiter auf Verständnis. "Die Bundesregierung hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn der Widerstand gegen moderne polizeiliche Fahndungsmaßnahmen in der Bevölkerung wächst, solange sie diese notwendigen Neuregelungen im stillen Kämmerlein ausbrütet", meint der GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg. Ihm zufolge würden die Bürger eher mitziehen, wenn neue Mittel der Kriminalitätsbekämpfung "transparent und offensiv in der Öffentlichkeit" dargestellt würden.

    Die geplante automatisierte Abfrage von Passbildern bei den Meldebehörden zu Fahndungszwecken ersetzt nach Ansicht der GdP lediglich die bereits bestehende Möglichkeit, Bilder in Papierform bei den einzelnen Passregistern anzufordern. Gegen eine solche Beschleunigung und Effizienzsteigerung könne "wohl niemand ernsthaft Bedenken haben". Im Gegensatz zur automatisierten Abfrage von Passbildern stelle eine zentrale Fingerabdruckdatei, wie sie Teile der Koalition ebenfalls beabsichtigen, für Freiberg aber "eine völlig neue Qualität der Datenerfassung dar". Daher lehne die GdP dieses Vorhaben ab.

    Der Bundesrat hatte sich Mitte Februar für eine Speicherung von Gesichtsbildern und Fingerabdrücken aus biometrischen Ausweisdokumenten sowie einen automatisierten Vergleich der höchstpersönlichen Daten mit Fahndungsdatenbanken wie dem beim Bundeskriminalamt geführten automatischen Fingerabdruck-Identifizierungssystem (AFIS) ausgesprochen. Ein "1:n"-Vergleich mit ausgefeilten Suchroutinen sei unverzichtbar, so die Begründung des Länderwunschs, um Falschinformationen enthaltende Ausweisdokumente zu entlarven.

    Nicht weit genug geht dem Bundesrat ferner eine umstrittene Klausel im Regierungsvorstoß, wonach ein Online-Abruf von Lichtbildern durch die Polizei- und Bußgeldbehörden bei Ordnungswidrigkeitenverfahren im Straßenverkehr zugelassen werden soll. Die Länderchefs fordern, dass zum einen die Beschränkung auf das Gesichtsmerkmal aufzuheben sei. Darüber hinaus wollen sie ein automatisiertes und auf Eilfälle zugeschnittenes Abrufverfahren für die biometrischen Daten in Pässen und Personalausweisen ganz allgemein eingerichtet wissen, wenn dies "erforderlich ist". Die Bundesregierung hat die Vorschläge der Länderkammer teilweise befürwortet und unterstützt die übernommenen Forderungen nun im laufenden Gesetzgebungsverfahren im Parlament.

    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/88159

  7. #26
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Wir sind alle verdächtig

    Zitat Zitat von tomtom24",p="470513
    Oder was ist, wenn jemand mal was falsch gemacht hat und einen Eintrag in seine Akte bekommt. Nach einer bestimmten Zeit kommt das ja raus. Aber nicht in dem Sinne von geloescht sondern was da war steht immer noch in der Akte mit dem Zusatz geloescht. Sehr gut fuer objektive Beurteilung...

    Usw. usw.
    Und wenn du als Arbeitgeber die richtigen Beziehungen hast kommst du an solche Daten deiner Mitarbeiter problemlos ran.

    Sioux

  8. #27
    FD53
    Avatar von FD53

    Re: Wir sind alle verdächtig

    Ihr macht Euch doch allesamt etwas vor.
    Zwar gibt es derzeit ein Gerichtsurteil gegen die Online-Durchsuchungen von PC, aber genutzt wird es schon lange und trotz des Gerichtsurteiles. Und außerdem wird man über lang oder kurz auch da vollendete Tatsachen schaffen.
    Aber wartet mal ab, wenn erst alle Kaufartikel mit Funk-Chips versehen sind. Analog den privaten Betreibern von diversen Scoring-Agenturen werden auch dann private Betreiber von damit erstellten Kundenprofilen und Bewegungsprofilen entstehen und fleißig genutzt werden.
    Und der IT-Branche eröffnen sich damit neue Märkte und neue Absatzchancen für gewaltige Mengen an Hard- und Software.

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