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Wing Chun

Erstellt von Azrael, 03.08.2006, 21:12 Uhr · 52 Antworten · 3.627 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Azrael

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    Re: Wing Chun

    Zitat Zitat von UAL",p="381369
    Man lernt Selbstsicherheit Respekt vorm Gegner seine Beweglichkeit zu fördern
    Das ist eine gute Aussage, also arbeiten an sich selbst...
    Natürlich an sich selbst, an wem denn sonst?

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Azrael

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    Re: Wing Chun

    @cayoty

    Jetzt hab ich ein sehr schönes Video mit Anwendungen gefunden. Sehr anschaulich, die Angriffe sind realistisch, und vor allem wird alles in Zeitlupe wiederholt, so dass man auch mitbekommt was der da eigentlich macht:



    ...und solche Situationen kenne ich selbst auch aus dem Reallife, ich kann versichern es funktioniert genau so.

    Die Garagenszene mit dem Mädel ist natürlich sehr entschärft, so setzt in dem einen Beispiel die Handkante auf der Schulter auf statt auf dem Kehlkopf, der Ellbogen ebenfall Schulter statt Kiefer, Kettenfausstöße gehen in die Luft ect.

  4. #23
    Avatar von Azrael

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    Re: Wing Chun

    Noch etwas, sowohl Wing Chun als auch Escrima gehören zu den sogenannten "Kriegskünsten", die Phillipinos haben mit ihrer Kampfkunst jahrhundertelang sehr erfolgreich ihre Heimat gegen Invasoren verteidigt (und die Spanier haben es auch nur durch die Masse geschafft, und mit riesigen Verlusten). Die Stilbegründerin (Wing Chun) "Ng Mui" ist eine ganze zeitlang kämpfend durch China gereist, eine beliebte Form von Meistern sich zu messen waren die sogenannten "Pflaumenblütenpfähle", hohe Baumstämme in Form einer Pflaumenblüte angeordnet, auf dieser Höhe wurden die Zweikämpfe ausgetragen. Auf dem Boden in den Zwischenräumen waren so "Nettigkeiten" wie Schwerter, Speere etc., d.H. wenn du da einmal einen Kampf verloren hattest, dann ziemlich endgültig. Wing Chun und Escrima sind beides schlachtfelderprobte Kampfsysteme, wer damals Mist gemacht hat, hat in der Regel nicht allzulange überlebt um diesen zu unterrichten und weiterzugeben.

  5. #24
    Avatar von Azrael

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    Re: Wing Chun

    ...ein Großmeister der sehr schön ein paar Basics erklärt:


  6. #25
    Avatar von Azrael

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    Re: Wing Chun

    Und noch ein paar Anwendungen, anschaulich erklärt:



    ...ist schon fast a bisserl Fernuntericht, was ich hier mache. ;-D

  7. #26
    Avatar von Azrael

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    Re: Wing Chun

    ...und noch ein´s mit Anwendung des ganzen, sehr realistische Szenen und Angriffe, und die Hälfte davon schön in Zeitlupe damit man auch noch mitkommt (die Bildqualität wird übrigens nach 30 sec. besser, da hat am Anfang anscheinend einer seinen Verfremdungstrieb ausgelebt):



    ....nicht den "Hauch einer Chance" gegen Ungelernte, ich brech echt zam. ;-D



    ...geht nahtlos da weiter wo der erste Teil aufgehört hat. Man beachte die verbundenen Augen, und nein, das ist keine Effekthascherei, das ist real. Weil es eben ein taktiles System ist, im Gegensatz zu ALLEN anderen. Wenn erst mal Kontakt besteht, brauch ich meine Augen nicht mehr, ganz im Gegenteil.

    P.S.: Ich weiß, gerade ab der Hälfte, da auf der Wiese, wirkt das ganz extrem brutal. Fakt ist, ein realer Kampf ist brutal. Auch wenn ein Gegner schon am Boden ist, bleibt er eine potentielle Bedrohung (weiß ich ob der nicht noch ein Messer dabei hat, daß er gleich zieht?) die es gilt auszuschalten. Und obwohl die Fauststösse da aussehen wie wildes d´rauf einprügeln, so kann man das doch auch sehr genau dosieren, d.H. ich muss auch meinen Gegner mit dem was ihr da seht nicht unbedingt wirklich ernsthaft verletzen.

    Wobei ich persönlich in dem Moment die Schläge an sich einstellen würde, wo ich merke der ist "gebrochen", d.H. wenn da keine Gegenwehr mehr kommt und er sich nur noch abdeckt. Es gibt da durchaus Mittel ihn trotzdem zu kontrollieren, mit der Option zu reagieren, sollte sich herausstellen dass der echt so blöd ist und noch einmal angreifen will.

    Wie gesagt, reines Selbstverteidigungssystem, eine Bedrohung für mein Leib und Leben so sicher, und so effizient und schnell wie möglich auszuschalten.

  8. #27
    Avatar von cayoty

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    Re: Wing Chun

    @Azrael,

    ich diskutiere mit dir nicht mehr über das Thema,
    bleibe bei der Realität das ist alles Utopie für uns,
    würde gerne von dir wissen ob du dich überhaupt sportlich betätigst?
    Meine Analysen sind natürlich und nirgendwo rauskopiert.
    Mehr habe ich nicht zu berichten.

    Servus.

  9. #28
    Avatar von Azrael

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    Re: Wing Chun

    Zitat Zitat von cayoty",p="381414
    @Azrael,

    ich diskutiere mit dir nicht mehr über das Thema,
    bleibe bei der Realität das ist alles Utopie für uns,
    würde gerne von dir wissen ob du dich überhaupt sportlich betätigst?
    Meine Analysen sind natürlich und nirgendwo rauskopiert.
    Mehr habe ich nicht zu berichten.

    Servus.
    Hallo, liest du überhaupt etwas von dem was ich dir geantwortet habe? Hier, noch einmal:

    "Zu mir, ich hab mit 6 Jahren mit Judo angefangen, mit 13 Karate (Kampfsport), und vor nunmehr 11 Jahren mit Wing Tsun und Escrima (Kampfkunst). Ich bin selbst Ausbilder in beiden Stilen seit 2001 und habe ein Trainingspensum von zeitweise ca. 100 Std. im Monat."

    Beantwortet dass jetzt deine Frage?

    Utopie vielleicht für dich, aber schließe deswegen nicht von dir auf andere.

  10. #29
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Wing Chun

    Wing Chun ist sicherlich ein sehr effektives Kampfsystem und konzentriert sich auf schnoerkelose Techniken. Unspektakulaer und "direkt ins Auge", dass heisst es wird im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsystemen keine akrobatischen Faehigkeiten, grosse Koerperkraft, Glelenkigkeit benoetigt. Techniken sind somit sicherlich relativ schnell zu erlernen auch fuer relativ unsportliche Typen.

    Im Strassenkampf ist aber sehr haeufig auch die psychische Komponente entscheidet. Furcht vor Schmerz, Verletzung. Habe oefters auch mal mit weiblichen Personen traniert und hier kam dann oft eine Hemmschwelle zum tragen, naemlich dahingehend richtig zuzuschlagen oder zuzutreten. Angst sich selbst zu verletzen und somit gibt es dann auch eine Vielzahl von Personen, die Probleme haben eine Technik mit vollem Speed und voller Kraft gegen einen Widerstand (Sandsack oder Widersacher) auszufuehren. Dieses ist die Komponente, die wohl im realen Kampf letztendlich ueber Sieg oder Niederlage wesentlich mitentscheidet.

    Ein Strassenschlaeger hat den Vorteil, dass er meist auch Nehmerqualitaeten hat und mit Schmerzen umzugehen weiss. Dieses und eine absolute Hemmungslosigkeit gegenueber jemand ernsthaft zu verletzen oder gar selbst verletzt zu werden machen ihn immer zu einem nicht zu unterschaetzenden Gegener. Strassenschlaeger attakieren meist basierend auf dem Ueberraschungseffekt heraus. Der Angriff kuendigt sich nicht erst an bzw. wird angedroht sondern wird aus dem blauen Himmel grundlos ausgefuehrt. Aeh, haste mal Feuer und wenn der Gefragte nach dem Feuerzeug sucht, bricht die Stirn des Schlaegers auf einmal ohne jegliche Vorankuendigung das Nasenbein.

    Im ultimate fighting (cage fighting) also dem Kampf ohne Regel sieht der Kampfablauf auch meist sehr unterschiedlich aus. Meist gibt es keinen Schlag- oder Trittaustausch sondern der schwerere Gegner versucht in den Infight zu kommen und seinen Gegner auf den Boden zu bringen.

    Es muss tatsaechlich schon ein ausgezeichneter Kaempfer sein, der mit 50 oder 60kg Gewicht einen 100kg plus narbenuebersaeten Strassenschlaeger durch Schlagtechnik ausschaltet. Wenn dieser Panzer tatsaechlich voll entschlossen anrollt dann wird es sehr schwierig hier etwas entgegenzusetzen, speziell wenn der Angegriffene nicht ueber eine brachiale Schlagwirkung verfuegt. Gibt auch Boxer, die technisch zwar excellent talentiert sind, schnell, gutes Auge, aber der echte zerstoererische Bums in den Faeusten fehlt.

    Unzweifelhaft verbessern sich die Chancen fuer eine im Fighting trainierte Person, aber es gibt einfach zu viele Komponenten, die in einem realen Kampf hineinspielen. Psyche ist von elementarer Bedeutung als reine Technik.

    Demonstrationen von Kampfsystemen sind sicherlich immer sehr eindrucksvoll anzuschauen, aber sie sind eben choreographiert, dass heisst die Opponenten wissen beide was da kommt und was sie zu tuen haben.

    Realistischer Kampf ist niemals spektakulaer oder gar eindrucksvoll anzusehen sondern ist brutal, gnaden- und regellos.

    Kein Kampfsystem kann aus einem Kanninchen einen Loewen machen. Dem Kanninchen kann man zwar das Beissen antrainieren, aber das es den Loewen tatsaechlich besiegen kann ist unwahrscheinlich. Ein Loewe (= Person mit Kaempferherz) kann sicherlich durch entsprechendes Training deutlich an Gefaehrlichkeit gewinnen, waehrend dass Kanninchen aber eben nur das kleine Hasenherz hat, das in der Regel noch kleiner wird, wenn es tatsaechlich einmal einem Loewen gegenuebersteht.

    Nur ein vermiedener Kampf ist ein sicherer (gewonnener) Kampf aber zumindest zu wissen wie man kaempft, wenn es wirklich unausweichlich ist, ist immer ein Bonus und hier bietet sicherlich Wing Chun einiges mehr in relativ kurzer Zeit zu erlernen als die harten Kampfsysteme, die ein hohes Mass an Kraft und koerperlicher Fitness voraussetzen.

    Meine Meinung zum Thema,
    viele Gruesse,
    Richard

  11. #30
    Avatar von mipooh

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    Re: Wing Chun

    Inwieweit kann man solche Dinge trainieren ohne in der Nähe eine Schule zu haben?
    Mich interessiert sowas schon, nur gehe ich nicht deswegen aus "meinen" Reisfeldern... einen Boxsack hab ich mir mal zugelegt und auch schon ab und an mal draufgeboxt...

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