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Was will uns die Geschichte sagen ?

Erstellt von DisainaM, 18.10.2001, 12:54 Uhr · 16 Antworten · 1.814 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Was will uns die Geschichte sagen ?

    Mein Lieblingsvampir

    Es war einmal ein schönes Mädchen. Sie wohnte allein in einer Hütte im Schwarzwald. Eines Tages ging sie spazieren und schlief unter dem Apfelbaum , weil sie sehr müde war.
    Als ein schöner junger Mann vorbei lief, sah er sie und verliebte sich in das schöne Mädchen.
    Er war eigentlich ein Vampir, der auf der Suche nach dem Essen, dem Blut. Und er dachte " Was soll ich tun, jetzt habe ich großen Hunger, wenn ich kein Blut von diesem Mädchen trinke, werde ich bald tot. Warum muss ich mich in dich verlieben?". Dann sagte er leise " Ich habe großen Hunger".
    Plötzlich stand das Mädchen auf und fragte ihn " Haben Sie Hunger ?". Gehen Sie doch mit mir zu meiner Hütte. Dort gibt es Essen für Sie".
    Danach gingen sie zur Hütte des Mädchens und sie gab ihm Puter zu essen. Nach dem Essen fragte er sie " Warum wohnst du allein in der Hütte? Hast du keine Angst vor den Geistern ?". Das Mädchen sagte " Nein, ich sah keine Geister in diesem Wald. Wo wohnst du denn ?" Er antwortete " Ich habe keine Wohnung". Deswegen sagte sie " Ich werde mit dir das Zimmer teilen." Dann wohnte er mit dem Mädchen zusammen und half ihr beim Haushalt. Beide waren sehr glücklich miteinander.
    Aber eines Nachts ging es dem Vampir schlecht und er erzählte dem Mädchen die Wahrheit. Er sagte zu dem Mädchen " Ich bin eigentlich ein Vampir und jetzt werde ich sterben, weil ich kein Blut von dir trinke." Dann fragte das Mädchen ihn " Warum tötest du mich nicht und nimmst das Blut von mir , damit du weiter leben kannst. ?"
    Danach umarmten sie sich und der Vampir sagte " Ich liebe dich, ich kann das nicht tun, du bist mein Herz, du bist mein Leben. Ich werde mich für ewig schuldig fühlen, wenn ich dich töten. Du, meine Liebste, ich möchte dir sagen, dass ich dich so sehr liebe."
    Schließlich war er tot in dem Arm des Mädchens. Das Mädchen weinte und sagte " Ich liebe dich auch. Oh, du mein Lieblingsvampir!"

    -----------------------------
    gefunden unter :
    http://www.thaimisc.com/cgi-bin/free...tsvd&topic=467

    im Board von
    http://www.thai-students.de/webboard...Frameset-1.htm

    -----------------------------

    Was will uns die Geschichte sagen ?
    Oder anders gefragt,
    wo hört Egoismus auf,
    und fängt die gesunde Selbstliebe an ?

    Eine wohl schwierige Frage, nicht nur in Thaipartnerschaften.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Jinjok

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    05.07.2001
    Beiträge
    5.556

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Hallo DisainaM

    Eine schoene Geschichte vom Schwarzwaelder Vampir. Gegen alle Klischees vom Schwarzwald - find ich gut. Aber wir beschaeftigen uns ja auch immer ernsthaft mit den Geschichten und da moechte ich doch etwas mehr Sachlichkeit ins Spiel bringen. Wer die Schriften des Dr. van Helsing kennt weiss, dass ein Vampir nicht Hungers sterben kann.. Rein technisch sind sie untod und koennen daher ueberhaupt nicht sterben - auch nicht durch Bluthunger, wohl aber zerstoert werden. Zum Beispiel durch Sonnenlicht, einen Kruzifix oder indem Du seine linke Socke klaust, sie mit Steinen fuellst und in einen Fluss wirfst.

    Nehmen wir also lieber an, der Mann war Kanibale und starb weil sie nichts mehr zu essen im Hause hatten und die einzige Rettung waere gewesen, es verspeiste seine Geliebte. Was er aus ethisch-moralischen Gruenden natuerlich ablehnen musste und worauf er daher folgerichtig an chronischer Unterernaehrung verschied.

    Ist fast genausogut wie mit dem Vampir. Wir haben es hier mit der Bereitschaft zur Selbstaufopferung auf beiden Seiten zu tun. Die eine bietet sich zur Rettung des Liebsten selbst zum Mahle an und der andere verweigert das dargebotene Opfer zugunsten des Ueberlebens seiner Liebsten. Es gibt hier einen Konflikt der Interessen, den der Mann fuer sich entschieden hat. Er gewinnt, weil er die Liebste verschont, die nun mit ihrem Kummer zurueckbleibt, er entledigt sich quasi aller Sorgen, aber auch aller Freuden.

    Der Geschichte kann man vielerlei Deutungen entlocken, bin schon gespannt auf die anderen. Aber die eigentlich Frage die hier unmissverstaendlich im Raume steht ist doch: Was moechte DisainaM uns mit dieser Geschichte in einem Thai-Forum sagen?

    Mit Gruss vom Jinjok

  4. #3
    Airport
    Avatar von Airport

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Hallo @ DisainaM,
    so leid es mir tut, aber ich kann deiner Frage nicht folgen !
    Die Geschichte kannte ich aus einem Buch mit kleinen Erzaehlungen.
    Nur ich kann deine Beweggruende fuer das Veroeffentlichen dieser Geschichte nicht nachvollziehen. Ich kenne die Hintergruende nicht, die fuer dich diese Geschichte so wertvoll erscheinen laesst. Fuer mich selbst ist es eine Geschichte aus der Sagen-und Fabelwelt des Schwarzwaldes. Ich kann da keinen Zusammenhang mit der realen Welt verbinden.
    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich diese Geschichte eben nur als Geschichte lese und nicht zwischen den Zeilen lese.
    Versuche doch es mal zu verdeutlichen, inwieweit diese Geschichte mit deinem Leben zu tun hat oder ueberhaupt etwas mit deinem Leben zu tun hat !
    Danke.....

    [move:1585dfcb93]FAAG JAI BAI ISAN. !!!!!!![/move:1585dfcb93]

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    26.872

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Zu der zum Schluß von mir gestellten Frage :

    Oder anders gefragt,
    wo hört Egoismus auf,
    und fängt die gesunde Selbstliebe an ?

    Wenn der Vampier aus Selbstliebe es also vorzieht,
    die Beziehung aufzugeben, um sich eine andere Nahrung zu suchen,
    wäre ein Weg - wäre es egoistisch ?

    Oder, er saugt sie doch aus, weil er sonst keine andere Möglichkeit hat, - wäre das egoistisch.

    Nicht nur im Buddhismus gibt es den Satz,
    man kann andere nur lieben,
    wenn man sich selber liebt.

    Also, lieben, bis zur Selbstaufgabe,
    oder vorher die Notbremse ziehen.



    Was hat das mit dem Thema Partnerschaften usw, zutun ?

    Naja, es ist halt auch die ständige Frage, wieweit man
    Kompromisse macht, und vorallem,. welche ?

  6. #5
    Airport
    Avatar von Airport

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Aha, jetzt hat es geklingelt !!!!
    Egoismus und Kompromissbereitschaft liegen im staendigen Clinch miteinander.
    In einer Partnerschaft muss man staendig abwaegen, inwieweit man bereit ist, seinen gesunden Egoismus zurueckzustellen und Kompromiss bereit zu sein. Dabei darf aber der Kompromissmus nicht bis zur Selbstaufgabe seinen eigenen Ichs fuehren. Denn dann hat man sich zum Hampelmann gemacht, zum Deppen.
    Man muss seine eigene Persoenlichkeit bewahren, um sich noch im Spiegel ansehen zu koennen.
    Wenn Du auf diesem Wege Antworten oder gar Tipps erwartet hast, dann vergiss es !! Du wirst 50 Postings lesen, mit all den Erfahrungswerten, die die Einzelnen erlebt haben und trotzdem keine Hilfe bekommen !
    Vielleicht Denkanstoesse, aber keine Hilfe !!
    Du kommst nicht drum herum, deinen Egoismus und deine Kompromissbereitschaft selbst bei und mit deinem Partner auszutesten !!
    Ja, da wird es ne Menge Rueckschlaege geben, auf beiden Seiten.
    Aber das verbucht man dann spaeter unter der Rubrik: ERFAHRUNG !
    Naehmlich die Erfahrung, die die Anderen z.T. schon gesammelt haben.
    Aber Du kannst diese Erfahrungswerte nicht nutzen, da Du sie selbst erst machen musst.
    Und lass Dir gesagt sein, als einzigen Tipp, den ich dir gebe:
    Durch die in eurer Partnerschaft erlernten Erfahrungswerte, schweisst diese Partnerschaft zusammen. Denn gemeinsame gesammelte Erfahrungen sind der Grundstein einer funktionierenden Partnerschaft.
    Bei uns seit 23 Jahren. !!.
    Alles klar???


    [move:3488ff9520]FAAG JAI BAI ISAN. !!!!!![/move:3488ff9520]

  7. #6
    Jakraphong
    Avatar von Jakraphong

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Es war einmal ein. junger Mann, ein hübscher blonder Jüngling, von dem eine Jungfrau nur träumen konnte.
    Eines Tages, nachdem er Erwachsen geworden war, packte er seine sieben Sachen und zog hinaus in die weite Welt. Er wollte lernen und seinen Geist bilden, Erfahrungen sammeln um später einmal eine hübsche Jungfrau heiraten zu können, Kinder zu haben und glücklich miteinander leben zu können. Er war sehr streng erzogen worden und Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit war das erste Gebot, dass er von seinen Eltern gelernt hatte.

    So kam es, dass er eine feste Anstellung fand, die ihm Freude bereitete und er begann seinen kleinen Lohn, den er für seine schwere Arbeit bekam für sich und die Zukunft zu sparen. Er gönnte sich nichts, war immer hilfreich und sagte niemals nein, wenn man ihn darum bat, die liegen gebliebene Arbeit zu vollrichten.

    Eines Tages lernte er ein sehr hübsches Mädchen kennen, er dachte sich, für dieses hübsche Mädchen lohnt es sich zu arbeiten und auf eigennützige Dinge zu verzichten. Vielleicht würde sie ihn auch lieben und schätzen lernen. Eines Tages, nachdem er genug gespart hatte, fragte er sie, ob sie ihn heiraten mochte, und sie sagte Ja. Sie liebten sich sehr und es dauerte nicht lange bis die junge Frau eine kleine Tochter gebar. Sie waren plötzlich zu dritt und das Geld dass er verdiente reichte nicht hinten und auch nicht vorne. So begann er Tag und Nacht zu arbeiten damit sie einigermaßen gut Leben konnten. Kaum hatte er noch Zeit, sich um seine Familie zu kümmern und seine Frau begann sich zu langweilen, trotz der vielen Arbeit mit dem Kind. Wie es so ist im Leben, auch für die gemeinsame Liebe blieb immer weniger Zeit übrig und es vergingen die Monate und Jahre und nichts weltbewegendes geschah, außer dass sie eines Abends mit dem Kind verschwunden war und alles bare was sie gemeinsam erspart hatten, was übrig geblieben war, ebenfalls verschwunden mit samt den Möbeln und was so in den Jahren an Hausrat sich angesammelt hatte. So stand er nun alleine ohne Hab und Gut auf der Strasse und wusste nicht wie es weitergehen sollte. Er war sehr traurig über den Verlust und auch zornig, er schwor, sich von nun an egoistischer zu sein und nur noch für sich zu leben, egal wie es kommen mag. So begann er, wie damals vor vielen Jahren, als er noch jung und stark war, von einem
    hübschen Mädchen zu träumen, dass zu ihm halten würde und auch zu lieben bereit war.
    So war er gezwungen, noch mehr, als in den vergangenen Jahren, zu arbeiten um all die Kosten die durch die Trennung von seiner geliebten
    jungen Frau entstanden waren gerecht und wie erzogen ehrlich zurückzahlen konnte.

    Eines Tages lernte er jedoch ein sehr hübsches Mädchen kennen, er dachte sich, für dieses hübsche Mädchen lohnt es sich zu arbeiten und auf eigennützige Dinge zu verzichten. Vielleicht würde sie ihn auch lieben und schätzen lernen. Eines Tages, nachdem er genug gespart hatte fragte er sie, ob sie bereit sei mit ihm zu leben und Kinder zu gebären, obwohl er nicht einer der reichsten wäre. Zu seinem Glück sagte sie ja und sie versprachen sich, bis an das Ende ihres Lebens gegenseitig treu zu sein. Bald war die Hochzeit arrangiert und nach 9 Monaten bekamen sie eine kleine Tochter. Nun waren sie wieder zu dritt und das Leben konnte von vorne beginnen. Eines Tages fragte man ihn ob er denn bereit sei, weit weg von zu Hause für eine kurze Zeit zu arbeiten zu wollen. Da er nicht nein sagen konnte begab er sich dorthin. Aus den zwei Monaten die man ihm versprochen hatte, wurden viele Jahre. In dieser Zeit verliebte sich seine Frau in einen anderen und zog mit ihm von dannen. Von seinem hübschen kleinen Töchterlein hatte er nur ein Bild in seiner Tasche und kannte nicht mal ihre Stimme.
    Das machte ihn sehr traurig und er schwor sich, dass so etwas nicht noch mal passieren dürfte.
    Jahre später musste er aus der Ferne eine traurige Nachricht entgegennehmen, sie hatte sich gänzlich von der Realität des Lebens entfernt und begann den Wein und den Schnaps mehr zu lieben als ihr eigenes Kind. So starb sie in jungen Jahren an einem Feuer, dass sie selbst gezündelt hatte. Darüber war er sehr traurig, obwohl er sie nicht mehr liebte, zu groß war sein Hass gewesen. Mitgenommen hat sie alles was sie beide besessen hatten. So kam es, dass der Mann ein drittes Mal vor einem Neuanfang in seinem Leben stand.

    Von nun an, beschloss er, werde er sehr egoistisch sein und nur das tun was ihm selbst gut tun würde. Mittlerweile war aus ihm ein richtiger Mann im mittleren Alter geworden, und er beschloss ein drittes Mal auf Suche zu gehen, weil er nicht allein sein und in Einsamkeit verweilen wollte. So ergab sich der Zufall, dass er weit weg von Zuhause Arbeit finden konnte und um die halbe Welt reisen durfte.

    Eines Tages lernte er ein sehr hübsches Mädchen kennen, er dachte sich, für dieses hübsche Mädchen lohnt es sich zu arbeiten und auf eigennützige Dinge zu verzichten. Vielleicht würde sie ihn auch lieben und schätzen lernen. Er fragte sie ob sie seine Frau werde wollte, worauf sie mit ja antworte und sie lebten fast einundzwanzig Jahre zusammen, mit allen Hochs und Tiefs die es im Leben so gibt.
    Er hatte sehr viel Geld verdient in den Jahren seiner Reisen und sie begannen ein Haus zu bauen, gründeten zusammen eine Firma.
    Der Erfolg gab ihm Recht, das konnte endlich das Leben sein, dass er sich vorgestellt hatte. Er hatte viele Angestellte und war ein sehr
    uneigennütziger Chef geworden. Er lernte viele nette Menschen kennen und konnte sich vor Freundschaften nicht retten. Er arbeitete mehr
    als je zuvor in seinem Leben, damit alle um ihn herum an seinem Erfolg teilhaben konnten. Und so vergingen die Jahre bis eines Tages,
    zu den Zeiten der Rezession, alles zum scheitern verurteilt war. Zu viele Freunde, auch die netten Herrn von den Banken die er kennen gelernt hatte sowie die Eintreiber in den großen backsteinernen Gebäuden aus der Gründerzeit wollten nicht mehr an seinen Erfolg glauben und begannen ihm nicht mehr helfen. Es kam wie es kommen musste. Er verlor sein Haus, sein Auto das er so geliebt hatte, einfach alles,seine Lebensgefährtin verließ ihn mit einem seiner besten Freunde der auch ein wichtiger Angestellter seiner Firma war. Was wollten sie auch noch mit einem der es nicht geschafft hat sein Leben in den Griff zu bekommen, ein Versager, nein so einen wollten sie nicht mehr haben als Freund oder Mann. In Armut leben, nein niemals womöglich wieder kämpfen müssen, gar hungern, nein nicht mit einem solchen Egoisten!

    „Schluss jetzt“ sagte er zu sich selbst und er beschloss von nun an endlich, richtig egoistisch zu sein und in Selbstliebe zu versinken.
    Viel hatte er nicht mehr vorzuweisen, doch das Leben musste weitergehen. So beschloss er ein viertes Mal, sich umzuschauen nach einer lieben Frau die ihn lieben und schätzen wollte. Er hatte Glück und lernte eine wunderschöne hübsche, braun gebrannte, asiatische Frau aus dem fernen Thailand kennen, in die er sich schneller verliebte als ihm recht war. Bei einem Spaziergang, an einem lauen Abend im Monat Mai, in einer Nacht in der man mit etwas Glück die ersten Sternschnuppen des Jahres am Himmel sehen kann, traf es ihn wie ein Blitzschlag. Er wünschte sich spotan kein Haus mehr, kein Auto mehr sondern dass, die soeben gewonnene Liebe ewig halten mag.
    Ja das musste das Glück sein, das er ewig gesucht und nie in den vielen Jahren gefunden hatte. Und so beschloss er aus Dankbarkeit
    fortan wieder unegoistisch zu sein wie in den Jahren seines langen Lebens zuvor.
    Ob ihm das nun etwas genützt hat, mag dahingestellt sein, für ihn war es wichtig das er endlich glücklich sein durfte, wie lange das Glück anhalten wird, vermag er nicht abzuschätzen, dazu ist er noch zu egoistisch eingestellt? Am Ende der Geschichte kann gesagt werden, dass es nicht so entscheidend im Leben ist, ob er nun egoistisch ist oder war bzw. sich selbst mehr liebt als alle anderen.
    Es soll Leute geben die einfach nicht „Nein“ sagen können, und ich glaube daran liegt das Problem.
    Es kann so oder so positiv oder negativ ausgehen. Wer kann diese Frage beantworten?

    Jakra

  8. #7
    Chainat-Bruno
    Avatar von Chainat-Bruno

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Peter
    ich muss es einfach einmal loswerden. wir können unsere ehen nicht vergleichen mit denen, die erst vor ein paar jahren oder gar monaten geschlossen wurden.
    ich für meinen teil, spreche hier nur für meine erfahrungen, hatte das glück oder teilweise auch das problem, dass es noch keine weiteren thais in der nähe gab. auch gab es noch nicht all die bücher, in denen über die thaimentalität geschrieben wurde, die vielfach leider verallgemeinert wird. dadurch musste sich meine frau an unsere mentalität anpassen, um mit verwandten, freunden und bekannten von mir zu kommunizieren etz. ich mächte hier nicht den eindruck erwecken, dass sich die thais anpassen müssen, ist immer auf dem gegenseitigen pohl. doch war die anpssung von nöten, da Mon gerne in der gesellschaft von leuten ist, die sprache erlernen wollte, die diese leute reden und auch nicht immer in ein fettnäpfchen tretten.

    heute ist dies zum grössten teil nicht mehr möglich, was die frauen, die früher zu uns gekommen sind noch lernen mussten. heute ist an jeder ecke eine thaifrau, die den neulingen alles erklären will, wenn es auch nur sch------ ist. jede neue wird verarscht, nützliche dinge werden fast nichts weitergegeben.

    leider hatten wir auch den nachteil, dass es diese asien und vor allem thaishops noch nicht gab und da tauchte doch ab und zu mal das problem des kochens und essens auf.

    bruno


  9. #8
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    @Bruno
    Du sprichst mir aus der Seele. In meiner anfänglichen Naivität hatte ich mir gedacht: Mensch, toll, Suay hat ihre Schwester hier, ihre Cousine hier, ein paar andere ´nette´ Thais hatten wir ja anfangs auch kennengelernt. Da kann nichts schiefgehen. Die werden ihr schon die wichtigsten Dinge beibringen. Der Kulturschock für Suay ist ja im Grunde noch größer, als der, den ich in Thailand erlebt habe. Nur konnte ich ihn definieren, mich durch Literatur und Gespräche mit Bekannten damit auseinandersetzen. Sie ist ja einfach hier so hereingefallen. Und die von mir stillschweigend vorausgesetzte Hilfestellung ?? Hat sich was. Ihre Schwester verführte sie zum Trinken, drei Frauen zocken, zwei oder drei andere liegen ihren Männern ständig mit diesen berühmten Wasserbüffeloperationen und anderen monetenträchtigen Angelegenheiten in den Ohren. Und die, die nach unserem Verständnis vernünftig erscheinen, die halten sich von den vorher angesprochenen fern. Es gibt sie, diese netten und lernbereiten, sie rennen sich nur nicht ständig die Bude ein.
    Was bei uns noch dazu kommt, ist, daß durch die gehäufte Zahl - es werden noch mehr aus ihrem Dorf -. die innerfamiliären und nachbarschaftlichen Probleme jetzt hier ausgetragen werden.
    Ich kann mich glücklich schätzen, daß Suay von sich aus nicht viel Kontakt zu anderen Thais haben will. Nun gut, dann erkläre ich ihr eben die Funktionsweise der Waschmaschine noch zwanzig Mal, und der Einkauf wird eben ein wenig länger geübt. Hat sowieso nicht mehr viel Zweck, gibt ja bald neues Geld.
    Und, wenn ich ehrlich bin, auch wenn wir relativ viel mit Leuten zusammen sind, unser Leben spielt sich in unserer Zweisamkeit ab, und da gehören eben diese ganzen schon angesprochenen sensitiven Geschichten und diese Balance zwischen gesundem Egoismus - überlebenswichtig - und für beide Teile annehmbare Kompromisse zu.
    Ein Wort noch zu der Vermittelbarkeit der Erfahrung ---> kann nicht vermittelt werden. Ich kann von meinen Erfahrungen berichten, die Entscheidung für sein Handeln trifft jedoch jeder selbst. Aber das bestätigt ja nur, daß jeder Mensch, und somit auch jede Beziehung zwischen Menschen, einmalig ist.
    Mit Gruß, Kali, der sich trotzdem auf die ein oder andere Überraschung einstellt....

  10. #9
    Airport
    Avatar von Airport

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Stimmt Bruno,
    wir haben eigentlich mehr Glueck gehabt, als all die "Neuen" !!
    Wir hatten andere Vorraussetzungen und mussten alle Erfahrungen selber machen. Da war ne Menge Auf und Ab´s in den vergangenen Jahren.
    Aber wie ich schon weiter oben erklaerte: Diese Erfahrungen koennen den Anderen kaum helfen, da andere Zeit und anderer Jahrgang.
    Aber Denkanstoesse koennen wir geben, soweit die irgendjemand haben will.
    @Kali,
    es ist schwer zu sagen: halt deine "Frau" von anderen Thais fern ! Das klappt sowieso nicht.
    Du musst halt auf ihren gesunden Menschenverstand hoffen, dass sie sehr schnell durchblickt, wer ihr gut und wer ihr schlecht will!!
    Sei immer fuer sie da, aber enge sie auch nicht ein. Das ist ne bloede Gratwanderung.

    [move:d054ff224f]FAAG JAI BAI ISAN. !!!!![/move:d054ff224f]

  11. #10
    Avatar von Azrael

    Registriert seit
    13.07.2001
    Beiträge
    1.304

    Re: Was will uns die Geschichte sagen ?

    Ich denke die Zeit hat aber durchaus auch was positives. Ich bin aus Thailand zurückgekommen und wußte nichts! Dann hab ich bei Fireball einfach mal "Bangkok" eingetippt. Die Informationsquellen die sich mir total unbedarften erschlossen haben, sind einfach Gold wert. Ich denke ich hätte vielleicht sonst das ein oder andere verbockt, aus Unwissenheit. Auch der Erfahrungsaustausch oder nur das lesen hat tiefe Einblicke gegeben. Es gibt alle möglichen Arten von Geschichten, ich finde es hat mir zumindest ungemein geholfen. Und man bekommt ein vollständigeres Bild. Ich habe einfach die total negativen und die total verklärt/blauäugigen Stories eliminiert und geschaut was im weiten Mittelfeld übrig bleibt. Dadurch habe ich einfach mehr von ihr verstanden und uns so manche Mißverständnisse erspart. Wie Marcus schonmal so trefflich formuliert hat, man sollte halt seinen persönlichen "Filter" bei der Informationsaufnahme mitlaufen lassen... Und sogar die "Thaifrauen zocken dich nur ab" Geschichten haben mir weitergeholfen, denn es gab bei diesen Stories immer Gemeinsamkeiten im Verhalten der Damen. Dadurch wurde mir sehr schnell klar dass mein Schatz definitiv nicht dazu gehört, fand ich doch kein einziges dieser "Zeichen" und oft sogar das absolute Gegenteil. Hatte schon manchmal fast dass Gefühl, jemand wie sie dürfte es garnicht geben (zumindest wenn man einige Geschichten hört)

    Gruss
    Alex

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