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Wenn Arbeit arm macht

Erstellt von Monta, 16.01.2007, 13:05 Uhr · 191 Antworten · 14.806 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von sunnyboy

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    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Wir muessen gar nicht so weit schauen. Siemens ist gross im Skytraingeschaeft. Aber das wenigste wird von Deutschland beigetragen
    ich bleib mal ein bischen provokativ oder frag mal dumm ?

    Hätten sie das Ding in BKK mit deutschen Arbeitern bauen sollen ?

    Die Entwicklung ging doch in hiesigen Gefilden von statten und das kostet, oder .

    Mal weiter im Takt

    wenn ein Unternehmen es nötig hat Arbeitsplätze zu verlagern bzw. nicht einzustellen muß doch einen Grund geben
    ?

    Stellt sich dann die Frage ob diese Gründe berechtigt sind, oder ob es zu Fehlentscheidungen gekommen ist oder eine dritte Partei, nennen wir sie Regierung, schafft Anreize für dieses Handeln.

    Das ganze ist doch ein ganz einfache Kosten/Nutzenrechnung, denn Zahlen sprechen für sich. Lassen wir mal die Regierung aussen vor - weiß ja die stellen viel an, wenn der Tag lang ist.

    Umdenken ist angesagt, ergo das Land/Arbeitnehmer schafft es sich so zu qualifizieren das Deutschland bzw. Arbeitnehmer es wert sind tariflich hoch generiert zu werden oder es geht den Bach hinunter.

    Angebot und Nachfrage, gilt seit der Steinzeit das Prinzip.
    Hat nichts mit Großunternehmen zu tuen.

    Mal kurz zu den von manchen so verhassten Großunternehmen, boykottiert ihr diese?

    Sich beschweren ist leicht, aber wirklich etwas ändern wesentlich schwieriger.

    In diesem Sinne.

    Sunnyboy
    (der mal dringend das Weizenbier sein lassen muß, hält ihn unnötig wach)

  2.  
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  3. #22
    Avatar von Ralf_aus_Do

    Registriert seit
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    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Zitat Zitat von sunnyboy",p="437643
    [...]
    Hätten sie das Ding in BKK mit deutschen Arbeitern bauen sollen ?

    Die Entwicklung ging doch in hiesigen Gefilden von statten und das kostet, oder .

    Mal weiter im Takt

    wenn ein Unternehmen es nötig hat Arbeitsplätze zu verlagern bzw. nicht einzustellen muß doch einen Grund geben
    ?

    Stellt sich dann die Frage ob diese Gründe berechtigt sind, oder ob es zu Fehlentscheidungen gekommen ist oder eine dritte Partei, nennen wir sie Regierung, schafft Anreize für dieses Handeln.
    [...]
    (der mal dringend das Weizenbier sein lassen muß, hält ihn unnötig wach)
    Ich gehe mal darauf ein, wie das so läuft, wenn ein Unternehmen aus welchem Land auch immer irgendwas großes in einem anderen Land ... meinetwegen Thailand um den Bezug nicht zu verlieren ... baut. Das Unternehmen nimmt ja zunächst an einer Art Wettbewerb teil, bekommt eine Ausschreibung zugesandt und wird anhand dessen ein Angebot legen, das ist recht viel arbeit. Hierbei macht sich das Unternehmen nicht nur Gedanken drüber wie das ganze kostengünstig zu handeln ist, sondern wie nun überhaupt. Das Unternehmen wird recht schnell zu dem Schluß gelangen, daß es nicht nur von den Kosten sondern auch von der Realisierung günstiger ist alle nicht komplexen Aufgaben von Unternehmen im Zielland erledigen zu lassen. Hierbei sollte nicht in Vergessenheit geraten, daß auf sonner durchschnittlichen Kraftwerksbaustelle z.B. zu Spitzenzeiten 3000 Mann befinden, der logistische Aufwand wäre kaum zu stemmen. Abgesehen davon wäre ein Facharbeiter, der dem Unternehmen etwa 400 Euro je Arbeitstag bei etwa 1000 Euro / Woche durch Auslandsaufenthalt / Reise verursachten Kosten auch irrsinnig teuer, bei 6 Tagen pro Woche etwa 170 Euro pro Manntag mehr als bei heimatnahem Einsatz. Wenn also z.B. Siemens aus falsch verstandenem Patriotismus beschließen würde das GuD Kraftwerk was irgendwo im Isaan entsteht (ich meine die bauen gerade wirklich eins, Mitsubishi auch) hätten sie mal so gesehen riesige Logistikprobleme und unvertretbar hohe Kosten, würden also nicht mehr sonderlich lange irgendwo Kraftwerke bauen sondern müßten nur noch nach recht kurzer Zeit in der Hauptverwaltung das Licht ausschalten, darüber wäre niemand glücklich.

    Auch wenn Sunny die deutsche Wirtschaft stützt Junge, sauf nicht so viel

  4. #23
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
    26.05.2004
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    4.213

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Ein Mindestlohn von ca. 8 Euro würde viele Desaster vermeiden
    Das kann wirklich nur von Leuten kommen die selber nie selbstaendig waren!
    Habt ihr ne Ahnung wieviel 10tausende arbeitslose wir dann mit einem Schlag mehr haetten bzw. alternativ dazu sofort ansteigende "Schwarzarbeit"!

  5. #24
    olisch
    Avatar von olisch

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Zitat Zitat von sunnyboy",p="437638
    Gruß Sunnyboy
    (der immer wieder versucht einen neutralen Standpunkt beizubehalten)
    Nö, ist definitiv kein neutraler Standpunkt, aber ein sehr guter :bravo:

    Gruß

  6. #25
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="437698
    ...Habt ihr ne Ahnung wieviel 10tausende arbeitslose wir dann mit einem Schlag mehr haetten bzw. alternativ dazu sofort ansteigende "Schwarzarbeit"!
    frank, die Diskussion an dieser Stelle zu führen ist für den Allerwertesten. Das Problem sind doch nicht die 8 Euro/Std. für den Arbeiter sondern das, was alles drumrumhängt, Steuern, Sozialabgaben, Verwaltungs-/Bürokratiekosten im Unternehmen um das alles auf die Reihe zu kriegen etc. pp. Das macht doch die Suppe teuer, nicht die 8 Euro. Also gönnt doch den Beschäftigten den 8 Euro Mindestlohn und sorgt dafür dass die anderen Kosten massiv runtergehen, das nutzt beiden und da ist viel mehr zu holen.

  7. #26
    Avatar von Niko

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    121

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Hätten die Gewerkschaften und ihre Mitglieder niemals so extrem nach der %tuale Lohnerhöhung gefordert, hätten wir viele Probleme nicht.


    Ist eine Ganz einfache Rechnung.

    So 1961 verdiente ein Arbeiter im schnitt zwischen 300 und 400 DM, durch die Prozentuale Lohnerhöhung kommt er nun gut auf eine null mehr, also 3000 - 4000 DM in EURO 1500 bis 2000 EURO, damit ist nun der Nettolohn gemeint.

    Die Leute in der Unternehmensführung, verdienten so 1961 ca. 10000 bis 20000 DM was damals viel Geld war und heute noch ist.

    Da diese ja Angestellte des Unternehmens sind, wurde deren Gehalt ja ebenfalls um die von den Gewerkschaften und ihren Mitgliedern geforderten %sätzen erhöht. Nach meiner Rechnung oben eben auf 100000 bis 200000 DM, aber die haben sich natürlich ihre Gehälter noch um einiges weiter erhöht, die EURO Umrechnung haben die sich auch 1 zu 1 umgerechnet, somit verdienen diese Führungskräfte eine Wahnsinns summe.

    Was wäre nun wenn die Lohnerhöhungen seit 1961 nicht um %punkte sondern um die jährliche Kostenerhöhung der Lebenshaltungskosten erhöht worden wäre?

    Würden die Arbeiter dann mehr verdienen wie heute?
    und was würde in den Führungsetagen verdient?

    Zum Thema Kanzler fällt mir nur ein, solange in der Wirtschaft einer mit Wirtschaftsstudium mehr verdient als der Kanzler und seine Unterkasperl, wird sich niemals einer oder eine die wirklich was drauf hat, für diesen scheiss job in der Öffentlichkeit interessieren.
    Den Job machen nur diese Dummschwätzer, die schon in der Studienzeit ihre sinnlosen Gespräche in der Wirtschaft (glaub die heißen da Studentenkneipen ) gemacht haben.


    Ich möchte dazu noch sagen, ich habe von Politik keine ahnung :???: , aber irgentwie merkt auch der dümste das da schon in den 60ern was falsch gelaufen ist.
    Das mit der Prozentualen Lohnerhöhung war so etwas.

    Das die Japaner ihre Autos so billig in Deutschland verkaufen konnten war dann anfang der 70er der nächste große fehler, da hätte man die Einfuhrsteuer dermassen erhöhen müssen damit es sich nur lohnt ein Toyotawerk in Deutschland zu bauen, aber wir hatten ja 1968 soviel Arbeit das wir uns Gastarbeiter anfordern mussten.

    Es gibt da noch soviel, aber hinterher kann jeder schlau daher reden, nur unsere Politiker geben fehler die damals gemacht worden sind nicht zu, nein es wird weiter dahin gewurschtelt und immer im Land gekürzt und die Auslandsausgaben werden weiter erhöht.

  8. #27
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Zitat Zitat von guenny",p="437707
    Also gönnt doch den Beschäftigten den 8 Euro Mindestlohn und sorgt dafür dass die anderen Kosten massiv runtergehen, das nutzt beiden und da ist viel mehr zu holen.
    Das sehe ich auch so. Allerdings loesen sich die Sozialkosten und Steuern nicht einfach in Luft auf. Es geht hier in erster Linie um ein Verteilungsproblem. Das bedeutet automatisch, dass Einige Leistungsfaehige mehr zu zahlen haben werden.

    Im Uebrigen ist ein funktionierender Arbeitsmarkt die beste Loesung zu steigenden Loehnen. Ganz einfach nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage.

    Sioux

  9. #28
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Zitat Zitat von Niko",p="437724
    Hätten die Gewerkschaften und ihre Mitglieder niemals so extrem nach der %tuale Lohnerhöhung gefordert, hätten wir viele Probleme nicht.
    Halt, es ist genau anderrum. In der Bundesrepublik wurden die loehne immer in etwa um die Inflationsrate + einen Teil des Produktivitaetszuwachses erhoeht. Dadurch profitierten sowohl die Unternehmen als auch der Angestellte vom Fortschritt.
    Die Fuehrungsgehaelter haben damit im Uebrigen nichts zu tun. Die werden frei ausgehandelt zwischen AG und Manager.
    Die Probleme sind erst mit der Lohnzurueckhaltung der Gewerkschaften in den letzten knapp 10 Jahren entstanden. Dadurch ist die Binnenkonjunktur kaputt gemacht worden.

    Wir brauchen wieder sinnvolle Tarifabschluesse. Und es sieht auuch danach aus, dass wir wieder auf ein Level kommen mit dem die alte BRD immer gut gefahren ist.
    Und die Politik sollte sich am Besten hier ganz heraushalten. Ein Eingreifen in die Tarifautonomie ist immer schaedlich.

    Sioux

  10. #29
    olisch
    Avatar von olisch

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Zitat Zitat von Sioux",p="437731
    Die Probleme sind erst mit der Lohnzurueckhaltung der Gewerkschaften in den letzten knapp 10 Jahren entstanden. Dadurch ist die Binnenkonjunktur kaputt gemacht worden.
    Hat es nicht vielleicht auch eher etwas mit der hohen Zahl an Arbeitlosen gelegen und weniger an den Lonhsteigerungen (die ja auch dann gab, als die Produktivität rückläufig war)?

    Ist es nicht vielleicht auch richtig, dass in Deutschland, Tätigkeiten, die nur eine geringe Qualifikation erfordern, im Durchschnitt deutlich höher bezahlt werden, als in anderen Teilen der Welt? Und dass am Beginn zunächst die Jiobs abgebaut wurden, die eben diese Kriterien aufwiesen (ja ich weiß, heute sitzen auch viele Akademiker auf der Straße)


    Zitat Zitat von Sioux",p="437731
    Wir brauchen wieder sinnvolle Tarifabschluesse. Und es sieht auuch danach aus, dass wir wieder auf ein Level kommen mit dem die alte BRD immer gut gefahren ist.
    Nur zu böd, dass die Zeiten zu denen das galt, sich deutlich geändert haben. Die Zeiten, als Deutschland Wirtsschaftwachstum nur aus der Binnennachfrage generieren konnte, sind leider nun einmal lange vorbei.

    Man die Globalisierung ja verfluchen, aber man darf sie nicht ignorieren. Heute musst Du auf einem Weltmarkt agieren, sowohl mit qualitativ hochwertigen Produkten, als auf mit vernünftigen Preisen.

    Die Qualität bekommen wir meistens immer noch hin, bei den Preisen haben andere die Nase vorne.

    Wir haben uns in den vergangenen fast 60 Jahren einen Wohlstand erarbeitet, den man heute zum Teil nur sehr schlecht gegen die aufstrebenden Länder in Osteuropa, Südostasien oder meinetwegen auch Lateinamerika verteidigen kann. In diesen Ländern ist das Wohlstandsniveua noch deutlich niedriger als bei uns, dementsprechend kann man dort auch noch zu geringeren Kosten produzieren. Die einzige Hoffnung, die uns langfristig bleibt, ist die Aussicht, dass auch die Menschen in China, Vietnam oder Pakistan nicht ewig für so wenig Geld werden arbeiten wollen. Es wird ein Anpassungsprozeß stattfinden, wo sich die Arbeitskosten weltweit angleichen werden, das Wohlstandsniveau aber auch. Und ich fürchte, dass wir langfristig unser Niveau nicht werden halten können.

    Allerdings wird von uns hier im Board niemand diese Angleichung jemals erleben. Das wird wohl noch mindestens 100 bis 150 Jahre dauern.

    Gruß

  11. #30
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Wenn Arbeit arm macht

    Die Globalisierung ist fuer Deutschland nicht das Problem. Vielmehr profitiert kaum ein anderes Land so stark davon wie die BRD. Von sogenannten Wirtschaft5experten wie z.B. Herrn Sinn wird das immer gerne als Totschlagsargument verwendet. Diese Argumentation ist aber in keinster Weise schluessig. Sie hat erst zu den Problemen gefuehrt, die wir in der Vergangenheit hatten.

    Die Exportwirtschaft ist nicht das Problem in Deutschland.
    Aber leider wird Wirtschaft haeufig darauf reduziert, oder zuminest findet nur Industriepolitik statt.

    Der Handel und Dienstleistungen werden von der Politik voellig vernachlaessigt. Dabei laegen gerade hier immense Chancen.

    Sioux

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