Umfrageergebnis anzeigen: Findet Ihr die Bailoutprogramm für unfähige Banken gut?

Teilnehmer
36. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
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Ergebnis 101 bis 110 von 120

Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

Erstellt von J-M-F, 02.10.2008, 22:58 Uhr · 119 Antworten · 4.904 Aufrufe

  1. #101
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    11.10.2008

    Kettenreaktion an der Börse
    Die Herde trampelt los

    Tag für Tag pflanzt sich die Panik an den Börsen der Welt fort. Der Ausgangspunkt: Die USA. Die Auswirkungen sind weltweit zu spüren. VON ULRIKE HERRMANN

    Wenn die Stimmung an den Börsen schlecht ist.

    In der weltweiten Finanzkrise zeichnet sich ein typisches Muster ab: Erst bricht der Börsenindex Dow Jones in den USA ein, dann pflanzt sich die Panik nach Asien fort, und schließlich erwischt es den deutschen DAX. Zeitverzögert wandert der Crash dann rund um den Globus. So war es in dieser Woche nahezu Tag für Tag.

    Aber der Startpunkt ist eben immer derselbe: Die Panik geht von den USA aus. Dabei beunruhigt die Beobachter besonders, dass die Stimmung an der US-Börsen innerhalb von Minuten kippen kann. So begann etwa der Donnerstag ganz ruhig. Erst in der letzten Handelsstunde brach der Dow Jones dann schlagartig zusammen. Marktbeobachter sprachen von einer "Kernschmelze des Finanzsystems" oder auch von einer "Kapitulation der Märkte". Das sind große Worte. Dahinter mag sich auch ein bisschen Hysterie verbergen. Schließlich neigen Börsianer zum Herdenverhalten: Erst waren viele Händler allzu optimistisch überzeugt, an einem Boom teilzunehmen - nun verfallen sie genauso radikal in eine Massendepression.

    Doch jenseits dieser psychologischen Anfälligkeiten gibt es sehr gute Gründe, anzunehmen, dass die USA in einer desaströsen Krise stecken, die weit über den Finanzsektor hinausreicht. Denn es ist aufschlussreich, was den Kursrutsch am Donnerstag ausgelöst hat: Unter den Händlern sprach sich herum, dass die sehr einflussreiche Ratingagentur Standard & Poors erwäge, die Kreditwürdigkeit des Autokonzerns General Motors abzuwerten. Daraufhin brachen die Kurse von General Motors und Ford dramatisch ein. Die Börsianer decodierten eben sehr genau, was die Ankündigung von Standard & Poors zu bedeuten hat: Faktisch ist General Motors pleite.

    So wird ein Szenario denkbar, das die Grundfesten der USA erschüttert: Nicht nur der Finanzsektor muss weitgehend verstaatlicht werden, sondern auch noch die Automobilindustrie und vielleicht sogar die Fluglinien. In den USA wirkt die Finanzkrise wie ein Brandbeschleuniger, der alle Schwelfeuer in der Realwirtschaft dramatisch entflammt.

    Denn wirklich neu sind die Probleme bei Ford, General Motors und Chrysler nicht. Viel zu lange haben sie trotz der steigenden Ölpreise an ihren Riesenschlitten festgehalten. Auch die gigantischen Verluste von einer Milliarde Dollar pro Monat und Firma sind schon regelrecht Routine. Aber wegen die Finanzkrise wird es eben sehr schwierig, noch Kredite zu erhalten. Zudem haben sehr viele Amerikaner bisher auf Pump konsumiert. Sie müssen jetzt sparen, und so bricht der Absatz bei den Autokonzernen weiter ein. Es ist ausweglos.

    Die Krise in den USA wird auch die Exportnation Deutschland treffen. Schließlich waren die Amerikaner bisher gute Kunden für die bundesdeutschen Unternehmen. Zudem hat die GM-Tochterfirma Opel auch hier mit ihrer Produktpalette zu kämpfen - und musste europaweit vorübergehende Werksschließungen ankündigen. Das hat auch die Standorte Bochum und Eisenach getroffen.

    Die jetzige Krise in den USA ist letztlich ohne Vorbild. Seit dem Zweiten Weltkrieg ereigneten sich die wirklich schweren Bankzusammenbrüche und Finanzkrisen in den Schwellenländern oder in der Dritten Welt. Stichworte sind die Rubelkrise, die Asienkrise oder der Staatsbankrott von Argentinien. Diesmal aber findet der Crash mitten in den Industrieländern statt. Das gab es zuletzt in der Weltwirtschaftskrise ab 1929. Und noch etwas fällt an dieser Krise auf: Der Crash ist umfassend. Die Kurse fallen nicht nur für Aktien, sondern auch für Rohstoffe und Immobilien. "Auf allen Märkten wurde gleichzeitig spekuliert. Das ist historisch einmalig", sagt Stephan Schulmeister vom österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). "Dieses gigantische Wettbüro bricht jetzt zusammen."

    Quelle: http://www.taz.de/1/zukunft/wirtscha...-trampelt-los/

  2.  
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  3. #102
    Avatar von ChangLek

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    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    ......und ein fast schon königliches Vergnügen ist es, wenn man sich dieser Tage in irgendwelche Talkschows etc. hineinzapt: "....ja wir haben doch schon immer gewußt, das das mit der Spekulation so haltlos übertrieben war, blahblahbah....." . Aber wo waren denn bitteschön all diese schlauen Leute z.B. von: Zentralbanken, Aufsichtsbehörden, Finanzministerien, Wirtschaftsverbände, Parteien, Ökonomieprofessoren, Gewerkschaften, Journalisten usw. Das klang doch jahrelang ganz anders :-( !!!

    .......hab´ jetzt ich was, oder haben "die" was verpaßt . Und nun haben sie alle Kreide gefressen - und das nicht zu knapp; man muß schon Angst haben das für die Schullehrer nichts mehr übrig bleibt . Ja ja, erst kamen sie tief in die Kreide - jetzt mußten sie sie auch noch fressen....... ;-D ;-D

    .......bleibt zu hoffen das sie nicht alle nur feige Wendehälse sind und daraus für die Zukunft gelernt haben.....

  4. #103
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    Zitat Zitat von ChangLek",p="641477
    ......und ein fast schon königliches Vergnügen ist es, wenn man sich dieser Tage in irgendwelche Talkschows etc. hineinzapt: "....ja wir haben doch schon immer gewußt, das das mit der Spekulation so haltlos übertrieben war, blahblahbah....." . Aber wo waren denn bitteschön all diese schlauen Leute z.B. von: Zentralbanken, Aufsichtsbehörden, Finanzministerien, Wirtschaftsverbände, Parteien, Ökonomieprofessoren, Gewerkschaften, Journalisten usw. Das klang doch jahrelang ganz anders :-( !!!

    .......hab´ jetzt ich was, oder haben "die" was verpaßt . Und nun haben sie alle Kreide gefressen - und das nicht zu knapp; man muß schon Angst haben das für die Schullehrer nichts mehr übrig bleibt . Ja ja, erst kamen sie tief in die Kreide - jetzt mußten sie sie auch noch fressen....... ;-D ;-D

    .......bleibt zu hoffen das sie nicht alle nur feige Wendehälse sind und daraus für die Zukunft gelernt haben.....
    Wendehälse sind sie sicher. Aber das haben Deutsche im Blut.

    Wir sollten uns nicht einbilden, es würde nicht weiterhin nach Pfründen gesucht. Es wird sicher nicht perfekt. Aber vielleicht befassen sich die Menschen mal etwas unvoreingenommener mit anderen politischen Ideen? Man muss sie ihnen nur als "Neu" verkaufen.

    Paradox wirkt jedenfalls der Schlenker in eine linke Richtung. Aber zu der ruft schon selbst unser unverdächtiger Bundespräsident auf.

  5. #104
    Avatar von wingman

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    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    hoffen wir einmal das die garantie der spareinlagen für die bürger nicht auch etwas zu gross ist/war.
    am ende ist kein geld mehr für neue panzer da..........

  6. #105
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    Zitat Zitat von wingman",p="641483
    hoffen wir einmal das die garantie der spareinlagen für die bürger nicht auch etwas zu gross ist/war.
    am ende ist kein geld mehr für neue panzer da..........
    Das CDU-Genie Öttinger möchte sogar eine Staatsgarantie auf Aktien.

    Besser als Panzer auf jeden Fall.

  7. #106
    Avatar von J-M-F

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    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    Zitat Zitat von wingman",p="641483
    hoffen wir einmal das die garantie der spareinlagen für die bürger nicht auch etwas zu gross ist/war.
    am ende ist kein geld mehr für neue panzer da..........

    die ist nicht zu groß. denn das war kein versprechen, dass die sparguthaben sicher sind!!! das war eine drohung, dass sie sicher weginflationiert werden. was bleibt dem staat auch anderes übrig

  8. #107
    Avatar von J-M-F

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    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    das die banken die falschen adressen für die gelder sind sehen wir zb hier

    Internationale Schifffahrt teilweise unterbrochen. Waren stapeln sich an Häfen. Globalisierung vor dem Aus. Versorgungskette gefährdet.

    Letzte Woche in Dubai. Ich blätterte wie üblich beim Frühstück die regionalen Zeitungen durch. Dabei geriet ich bei der „Gulf News“ in die Rubrik „Transport“.


    Transport ist in der Wirtschafts-Wunder-Blase Dubai ein wichtiger Aspekt. Denn alles, was dort ihn den Himmel gebaut wird, muss von irgendwo angeliefert werden. Deshalb entsteht in Dubai auch der größte Container-Hafen der Welt.

    Doch was in dieser Rubrik Titel-Thema war, könnte nicht nur Dubai, sondern die ganze Welt wie ein Hammerschlag treffen.

    Es ging darum, dass immer öfter Güter nicht nach Dubai transportiert werden können, weil der internationale Schifffahrtsverkehr unter der Kreditkrise leidet.

    Dazu müssen Sie wissen, dass 90% des weltweiten Warenverkehrs per Schiff abgewickelt wird. Und immer, wenn ein Schiff irgendwo auf der Welt einen Hafen verlässt, ist ein Kredit im Spiel.

    Mit so genannten „Letter of Credits“ (LoC, Akkreditiv) werden die zu transportierenden Waren finanziert. Dahinter steckt ein international gebräuchliches Verfahren, in dem große Banken dem Verkäufer garantieren, dass er auch das Geld kriegt - denn dieser kann es sich in der Regel ja kaum selbst vor Ort in Dubai abholen.

    Doch dieses System ist in höchster Gefahr. Banken akzeptieren immer seltener LoCs, weil sie ihren internationalen Counterparts nicht trauen. Ohne Geldsicherheit werden die Waren aber nicht abgeschickt. Folge: In den Häfen stapeln sich die Waren.

    Insbesondere US-Häfen und südamerikanische Häfen sollen derzeit davon betroffen sein. Doch die Krise breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus. Alle Güter sind davon betroffen: Nicht nur Energie (Kohle, Ölprodukte, Benzin) sondern auch Lebensmittel, wie zum Beispiel Getreide.

    Das Dramatische: Wenn die Schiffe keine Ware mehr transportieren, dann droht dem Reeder schnell der Bankrott. Denn die meisten Schiffe selbst sind mit Kredit gekauft. Schon ein paar Tage Ausfall können lebensbedrohlich sein.

    Gehen aber die Reeder Bankrott, weil sie ihre Kreditraten nicht mehr zahlen können, dann droht der vollständige Kollaps auf den Weltmeeren.

    Seit diesem Wochenende klingeln überall die Alarmglocken. Doch die Branche ist wie gelähmt. Insider berichten, wenn sich hier nicht schnell was tut, dann droht in Kürze die Logistik Katastrophe.

    Auch wenn nicht alles zusammen bricht, so ist doch zu befürchten, dass die Versorgungskanäle abnehmen. Das bedeutet im Klartext: Die Globalisierung steht vor dem Aus. Mit dramatischen Folgen für die Emerging Marktes und alle so genannten Schwellenländer.

    Und noch viel wichtiger: Es wird eine bedrohliche Knappheit in den Abnehmerländern erzeugt. Die wenigen Waren, welche noch geliefert werden können, werden damit zwangsläufig teurer. Das betrifft Öl und Energieprodukte genau so wie alles andere, wie zum Beispiel Nahrungsmittel, insbesondere Getreide. (Aber auch Kaffee)

    Damit haben wir dann das, was man als depressive Hyperinflation bezeichnet: Alle werden ärmer, alle Assets fallen im Preis, Menschen werden arbeitslos. Auf der anderen Seite steigen die Preise für Waren dramatisch. Schlimmer kann es kaum kommen.
    http://www.mmnews.de/index.php/20081...e-anlegen.html

    weiterhin tauchen blogs auf, die von versorgungsenpässen reden

    http://www.tickerforum.org/cgi-ticke...www?post=66661

  9. #108
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    Sonntag, 12. Oktober 2008
    Unterstützung für G7-Plan
    IWF öffnet Geldschatulle

    Die Weltgemeinschaft steht nach Angaben des IWF im Kampf gegen die dramatische Finanzkrise hinter dem Aktionsplan der sieben führenden Industrieländer (G7). Die 185 Mitgliedsstaaten des Internationalen Währungsfonds (IWF) hätten den Fünf-Punkte-Plan der G7 "entschieden gebilligt", erklärte der IWF-Lenkungsausschuss (IMFC) am Samstagabend (Ortszeit) in Washington. "Die erste Koordinierung zwischen Industrieländern und dem Rest der Welt ist auf die Schiene gebracht", sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn. Er sei zuversichtlich, dass bereits "in den nächsten Tagen" die Märkte positiv reagieren werden und der derzeit zum Stillstand gekommene Kreditmarkt wieder in Schwung komme.

    Der Fonds zeigte zugleich Bereitschaft, allen seinen Mitgliedsländern, also auch Deutschland, "schnell und substanziell" zu helfen, um finanzielle Engpässe zu überwinden. "Wir stehen bereit, allen zu helfen, die Unterstützung anfragen", sagte Strauss-Kahn. "Wir haben eine Menge Ressourcen, die zur Verfügung stehen."

    Die G20 erklärten in einer gemeinsamen Erklärung, die Probleme, vor denen man weltweit stehe, könnten nicht von einem einzelnen Land oder einem einzigen Kontinent gelöst werden. Der Chef des Internationale Bankenverbands, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, sagte, die Politik werde sich zunehmend bewusst, dass eine systemischen Krise auch einer systemischen Antwort bedürfe. Unterdessen arbeitet die deutsche Regierung an einem Hilfeplan von angeblich bis zu 400 Milliarden Euro, der am Sonntag bei einem Gipfel der Euro-Länder diskutiert werden soll.


    Führende Rolle bei der Analyse der Krise

    Der IWF selbst will überdies eine führende Rolle bei der Analyse der Ursachen der Finanzkrise übernehmen und Empfehlungen zur Wiederherstellung von Vertrauen und Stabilität abgeben, hieß es in der IMFC-Erklärung weiter. Damit solle sofort begonnen werden.

    "Die Unterstützung der gesamten Finanz-Weltgemeinschaft (für den G7-Plan) ist eine entscheidende Komponente, um Vertrauen wiederherzustellen", sagte der Vorsitzende des Lenkungsausschusses, Youssef Boutros-Ghali. "Das ist keine Kleinigkeit."

    Finanzausstattung der Banken als Problem

    Strauss-Kahn unterstrich, dass es jedem Land frei stehe, auf seine Weise und mit seinen Mitteln die Punkte des Aktionsplans umzusetzen. Der IWF-Chef zeigte sich überzeugt, dass die Märkte positiv auf das Bekenntnis der Weltgemeinschaft zu dem Plan reagieren. Wichtigstes Problem sei derzeit die Finanzausstattung der Banken.

    In ihrem Aktionsplan hatten sich die G7-Länder USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Italien am Freitag vor der Jahrestagung von IWF und Weltbank unter anderem darauf verständigt, wichtige Finanzinstitutionen vor dem Zusammenbruch zu retten. Dazu wollen die führenden Industrienationen "alle notwendigen Schritte" unternehmen, um die zusammengebrochenen Kreditmärkte wiederzubeleben. Auch sollen Banken aus privater und staatlicher Quelle mit ausreichend Mitteln versorgt werden, um das Vertrauen in das Finanzsystem wiederherzustellen.

    http://www.n-tv.de/Unterstuetzung_fu...0/1036556.html

    Sonntag, 12. Oktober 2008
    G8-Krisengipfel
    Jetzt will auch Russland

    Nach Frankreich hat auch Russland einen baldigen Krisengipfel der G8 gefordert. An dem Treffen sollten auch wichtige Schwellenländer wie China, Brasilien, Indien, Südafrika und Mexiko teilnehmen, sagte Außenminister Sergej Lawrow nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte sich ebenfalls für eine Einladung an diese Staaten ausgesprochen.

    "Wir sind uns einig, dass auf hoher Ebene ein Treffen nötig ist, das über die klassische Gruppe der Acht hinausgeht", sagte Lawrow, der sich in Dortmund gemeinsam mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein Qualifikationsspiel der russischen und deutschen Nationalmannschaften für die Weltmeisterschaft 2010 ansehen wollte. "Das Treffen muss gut vorbereitet sein, aber es darf nicht hinausgeschoben werden."

    Offener Austausch

    In seinen informellen Gesprächen mit Steinmeier habe er den Eindruck gewonnen, dass auch Deutschland eine Erweiterung der Staatengruppe befürworte, sagte Lawrow weiter. In deutschen Teilnehmerkreisen hieß es, die beiden Politiker seien sich einig gewesen, dass eine Kooperation über die G8-Staaten hinaus notwendig sei, um die internationale Finanzkrise zu bewältigen.

    Der G8 gehören die sieben führenden Industriestaaten USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland sowie Russland an.

    In den deutschen Teilnehmerkreisen wurde der Austausch als sehr offen beschrieben. Der Konflikt über den Georgien-Krieg hatte das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen zuletzt auf den schlechtesten Stand seit dem Ende des Kalten Krieges abgekühlt. In der Finanzkrise haben sich beide Seiten um eine Annäherung bemüht.

    http://www.n-tv.de/G8Krisengipfel_Je...0/1036573.html

    Sonntag, 12. Oktober 2008
    Der Staat muss handeln
    Krisengipfel in Paris

    Vor dem Finanzkrisen-Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 15 Euro-Länder und Großbritanniens heute in Paris hat Bundeskanzlerin Angela Merkel um Verständnis für die milliardenschweren Hilfsmaßnahmen für angeschlagene Banken geworben. "Nur ein Handeln des Staates kann jetzt das notwendige Vertrauen zurückbringen", sagte sie der "Bild am Sonntag". Dabei sei es wichtig, dass nicht jedes Land einzeln handelt. Vielmehr müsse man in Europa und international koordiniert vorgehen und dann in nationaler Verantwortung die Maßnahmen umsetzen. "Wir tun das nicht im Interesse der Banken, sondern im Interesse der Menschen", sagte Merkel.

    Nicht nach US-Muster

    Bei dem Gipfel in Paris sollen gemeinsame Maßnahmen gegen die Finanzkrise beschlossen werden. Nach dem klaren Nein Merkels wird aber erwartet, dass die Euro-Staaten keinen gemeinsamen Notfonds wie in den USA einrichten. Stattdessen dürften sie festlegen, welche Mittel jeder einzelne Staat zur Rettung der Banken ergreifen darf. Dazu dürften auch staatliche Kapitalbeteiligungen an Krisenbanken und Garantien für Bankausleihungen gehören. Es wird erwartet, dass Merkel im Anschluss die deutschen Planungen im Kampf gegen die Finanzkrise aufzeigt.

    Berlin hat es eilig

    Die Bundesregierung will in einem Eilverfahren bis Ende kommender Woche ein umfassendes Stabilisierungs-Paket für die deutschen Banken durch Bundestag und Bundesrat bringen. Dazu sollen die Vorschläge bereits an diesem Montag im Kabinett beschlossen werden. Schon am Dienstag könnten sich dann die Fraktionen und der Bundestag in erster Lesung mit den notwendigen Gesetzentwürfen beschäftigen, hieß es.

    In den Fraktionen wurde noch keine Prognose gewagt, in welcher Größenordnung der Staatshaushalt am Ende belastet werden kann. Es wird nach Schätzungen jedoch mindestens eine hohe zweistellige Milliardensumme anfallen. Laut "Handelsblatt" beläuft sich das Volumen des Gesamtpakets auf 300 bis 400 Milliarden Euro.

    In den Koalitionsfraktionen hofft man, dass sich die Opposition dann mit einer schnellen Beratung einverstanden erklärt. Ziel ist es, dass das Paket spätestens am kommenden Samstag durch Bundestag und Bundesrat notfalls in Sondersitzungen gebracht werden kann. Die Regierung will den Informationen zufolge schnellstmöglich mit den Fraktionen in Gespräche über diesen Zeitplan eintreten.

    Paket mit vier Elementen

    - Mittels einer staatlichen Garantie sollen die Banken wieder motiviert werden, sich gegenseitig Geld zu leihen. Wegen des Vertrauensverlustes im Finanzmarkt ist derzeit das Vertrauen der Banken untereinander gestört. Immer mehr Banken parken überschüssiges Geld bei den Zentralbanken, anstatt es selbst zu günstigeren Zinsen anderen Instituten zu geben. Eine Staatsgarantie könnte bewirken, den Banken die Angst vor dem Geldverleihen an andere Institute zu nehmen und so wieder den für die Volkswirtschaft wichtigen Liquiditätsfluss in Gang setzen.

    - Ähnlich dem Modell in den USA könnten sogenannte Risikopositionen der Banken - also zum Beispiel Zertifikate, die auf faulen Immobiliendarlehen beruhen - bei einer "Bad-Bank" ausgelagert werden, die diese mit staatlichem Geld aufkauft. Das würde den Haushalt in jedem Fall stark belasten.

    - Die Krise hat die Eigenkapitaldecke der Banken mehr oder weniger angefressen. Grund: Wegen der faulen Positionen müssen die Banken immer höhere Abschreibungen vornehmen, was Eigenkapital kostet. Die britische Regierung will den Banken bereits zum Ausgleich Staatskapital anbieten im Gegenzug zu Beteiligungen an den Banken. Diese könnten später vom Staat wieder verkauft werden.

    - Wie von der Kanzlerin am Dienstag in der Regierungserklärung angesprochen wird in jedem Fall das Bilanzrecht geändert werden und zwar EU-weit. Ziel auch hier: Die Belastung der Rechnungslegung durch die Risikopositionen mindern nach dem Vorbild der USA.

    Hilfsfonds von 100 Milliarden Euro

    Das "Handelsblatt" berichtet unterdessen, dass die Regierung zur Stärkung der Eigenkapitalbasis einen Hilfsfonds von bis zu 100 Milliarden Euro bereitstellen wolle. Die Eigenkapitalspritze, die Bundesfinanzminister Steinbrück und Bundesbankpräsident Axel Weber im Rahmen des G7-Finanzministertreffens als Rekapitalisierungshilfe bezeichnet haben, soll privaten Geschäftsbanken, Landesbanken und Versicherungen angeboten werden, um Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der Finanzindustrie zu vermeiden, hieß es in Verhandlungskreisen.

    Die Vergabe der Staatsgelder will die Bundesregierung unter strenge Auflagen stellen, berichtet das Blatt weiter. Konkret sähen die Regierungspläne vor, die staatlichen Eigenkapitalhilfen nur dann zu gewähren, wenn sich die Banken verpflichten, ihre Geschäftsmodelle, Bonussysteme und Abfindungsregeln zu reformieren.

    http://www.n-tv.de/Der_Staat_muss_ha...9/1036549.html

  10. #109
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    Sonntag, 12. Oktober 2008
    Geld zurück nach Bankrott
    Island entschädigt Briten

    Island will britische Kunden der angeschlagenen heimischen Banken teilweise entschädigen. Wie die Regierung in Reykjavik in der Nacht zum Sonntag mitteilte, sei darüber "prinzipielle Einigkeit" mit Vertretern des Londoner Finanzministeriums erzielt worden. Insgesamt werden die Einlagen britischer Privatpersonen, Unternehmen und nicht zuletzt auch Gemeinden auf gut fünf Milliarden Euro geschätzt.

    Nach dem Stopp von Auslandsaktivitäten der zwangsverstaatlichten isländischen Banken Kaupthing, Landsbanki und Glitnir hatte Nationalbankchef David Oddsson zunächst erklärt, [highlight=yellow:4dcaa17c95]es gebe für Auslandskunden nicht die für Isländer geltende Garantie von Einlagen. Der britische Premierminister Gordon Brown nannte dieses Verhalten "illegal" und ließ Guthaben isländischer Banken in Großbritannien sperren.[/highlight:4dcaa17c95]

    Bei den Ende der Woche eingeleiteten Verhandlungen zwischen beiden Regierungen soll sich Island nach Medienangaben bereiterklärt haben, pro Konto Einlagen bis zu knapp 20.000 Euro zu erstatten. Vor allem Privatkunden der eingestellten britischen Onlinebank Icesaves, einer Tochter von Landsbanki, sollten schnell entschädigt werden, hieß es weiter. Unklar sei aber weiter, ob und in welchem Maß Institutionen Geld bekommen. In Deutschland besteht für 30.000 Kunden der größten isländischen Bank Kaupthing weiter völlige Unklarheit über mögliche staatliche Zahlungen aus Reykjavik.

    http://www.n-tv.de/Geld_zurueck_nach...1/1036585.html

    Deutsche Mühlen malen wohl etwas langsamer. Soviel zum Schutz unserer Bürger durch die derzeitige Regierung.

  11. #110
    Avatar von J-M-F

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    Re: Wahnsinnsbailoutprogramme in Europa für die Banken

    Zitat Zitat von Paddy",p="641590
    Deutsche Mühlen malen wohl etwas langsamer. Soviel zum Schutz unserer Bürger durch die derzeitige Regierung.
    dessen ist sich hoffentlich jeder bewusst!!

    ach noch was, die deutschen sparer der isländischen banken haben ihr geld dort größtenteils nach den markaberen sprüchen unserer kanzlerin "die spareinlagen sind sicher" dort hin gebracht.


    aber wie war das im august noch auf breiter front zu hören "es gibt keine bankenkrise"

    was war dann zu hören "der arbeitsmarkt ist stabil" - allerdings wohl nur bis die überstunden bei den zig tausenden arbeiter aufgebraucht sind und das wird nicht mehr lange dauern

    was ist heute zu hören "es wird keine witschaftskriese geben" ...
    mein gedanke dazu - hauptsache bis ende november heben die flieger noch ab

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