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Von Aventis, Airbus und dem WIR-Gefühl

Erstellt von DisainaM, 04.02.2007, 22:29 Uhr · 1 Antwort · 801 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Von Aventis, Airbus und dem WIR-Gefühl

    Die Hoechst AG war eines der drei größten Chemie- und Pharmaunternehmen Deutschlands

    1999 wurde sie mit Rhône-Poulenc zur Holding Aventis fusioniert.
    (dies geschah, weil sich die Höchst Werke nicht an dem Zwangsarbeiterfond beteiligen wollten, und es vorzogen, zu einem französischen Konzern zu werden, wobei die deutschen Arbeitsplätze 19.000, geschützt bleiben sollten.)

    Als Zwischen-Holding der Aventis - die dadurch zum weltweit drittgrößten Pharmakonzern wurde - waren Hoechst-Aktien weitere fünf Jahre, bis Ende Dezember 2004, an der Börse notiert. Nach der Übernahme durch die französische Sanofi-Synthélabo 2004 verschwand der Name Hoechst endgültig. Die verbliebenen deutschen Standorte firmieren heute unter dem Namen Sanofi-Aventis.

    2004 hieß es,
    In den Übernahmekampf der Pharmakonzerne Aventis und Sanofi-Synthélabo wollen sich Schröder und Chirac nicht einmischen. Das sei "Marktgeschehen, auf das die Politik keinen Einfluss hat", sagte Schröder. Beide Politiker betonten aber, dass die rund 9000 Aventis-Arbeitsplätze in der Region Frankfurt/Main erhalten bleiben müssten.

    Der französische Sanofi-Konzern hat Aventis ein feindliches Übernahmeangebot gemacht. Dazu sagte Bundeskanzler Schröder, es sei "prinzipiell zu begrüßen", wenn deutsche und französische Unternehmen zusammenarbeiten, um auf den Weltmärkten stärker zu sein. Dies sollte aber "freundschaftlich und nicht feindlich" organisiert werden.

    http://www.welt.de/data/2004/02/10/235263.html

    Doch schon längst zeichnete es sich ab, das bei der Frage um den Erhalt von nationalen Arbeitsplätzen, es schon längst nicht mehr um ein politikfremdes Wirtschaftsgeschehen geht, sondern um einen harten nationalen Kampf der EU Länder untereinander, welches Land den höheren Anteil von Unterstützungszahlungen an Arbeitslose leisten muß, während ein anderes Land seine Arbeitsplätze behalten darf.

    Aktuell heißt es,
    26.01.07
    Europas größter Pharmakonzern Sanofi- Aventis hat Investitionen in die Forschung und Entwicklung an seinem größten deutschen Standort in Frankfurt eingefroren. Ein Firmensprecher bestätigte am Freitag einen Bericht der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (FAZ). Ein 'zweistelliger Millionenbetrag' für neue Labors und den Ausbau des Stoffbibliothek sei 'auf Eis gelegt' worden, sagte Sprecher Tilmann Kießling.

    http://www.is-asp.pbc.deutsche-bank....9829313&wosid=


    Zeitgleich steht nun ein weiteres Gemeinschaftsprojekt, der Airbus, vor einer Neuausrichtung,
    Entlassung der dt. Arbeitsplätze, Verlagerung nach Frankreich.

    Aus für die Show eines europäischen WIR, hin zu einem offenen Machtkampft,
    wo nun die Politik fordert,
    der Staat muß sich an solchen Firmen beteiligen, um die inländischen Arbeitsplätze besser schützen zu können.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Loso

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    Re: Von Aventis, Airbus und dem WIR-Gefühl

    Zitat Zitat von DisainaM",p="447678
    (dies geschah, weil sich die Höchst Werke nicht an dem Zwangsarbeiterfond beteiligen wollten
    Die Fusion wurde lange vorbereitet, weil beide Vorstandsvorsitzenden eng befreundet waren und einander vertrauten für die Strategie als Global-Player. Alles andere ist leider nur zu wahr, ich glaube jedoch nicht dass man da auf deutscher Seite rechtzeitig umdenkt, wenn überhaupt.

    Die Zerschlagung von Grossunternehmen (Bayer-Lanxis u.v.a.) ist z.T. auch Folge des Versuches dem Würgegriff der Gewerkschaften zu entrinnen. Ich war letztes Jahr bei einer ex-Krupp Firma zu Gast, da war echt Krieg, IGM verhinderte per Gericht eine Liste der Angestellten für die Betriebsratswahl, an den Toren wurden täglich Kampfblätter von Kommunisten verteilt. Der amerikanische Eientümer verlagert ins Ausland, trotz profitablen Spitzenprodukten höchster Qualität und derzeitiger Vollauslastung, auscheidende Mitarbeiter werden durch Leiharbeiter ersetzt...

    Auch wenn´s nach aussen(Boni) anders aussieht: Privat-Unternehmer wie Patrik Schütte haben in Deutschland einfach keine Lust/Perspektive mehr, gerade jetzt ist die Gelegenheit am günstigsten zu Höchstpreisen zu verkaufen.

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