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Volkszählung im Mai

Erstellt von Conrad, 08.01.2011, 11:12 Uhr · 30 Antworten · 2.154 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Conrad

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    Volkszählung im Mai

    Ob es da auch wieder so einen Aufstand gibt, wie 1987 ? Wahrscheinlich nicht.

    Aber wenn schon die rechtsradikale NPD Interviewer losschickt, ist doch zu hoffen, das auch die linksradikale PDS-Die Linke-Die Linkspartei (oder wie immer der Verein gerade heißt) ihr Fußvolk ausschwärmen läßt. Und natürlich auch die Ideologen und Betonköpfe der Grünen sollten kräftig mitmischen u. die Gelegenheit nutzen, das Volk nach Kräften zu indoktrinieren......

    Empörungspotential ist doch reichlich vorhanden Oder ?!?

    Recht5extreme als Volkszähler

    Wenn der NPD-Mann zweimal klingelt


    Millionen Deutsche werden bei der bundesweiten Volkszählung im Mai Besuch von Fragestellern bekommen. In Sachsen könnten auch Rechtsradikale unter den Interviewern sein: Die NPD ermuntert ihre Sympathisanten, sich als Freiwillige zu melden - um politische Gegner auszuforschen.

    --------------------------------------------------
    Die NPD sieht darin offenbar eine Chance: Die recht5extreme Partei ruft ihre Mitglieder und Sympathisanten im Internet dazu auf, sich bei einer der 39 Erhebungsstellen in Sachsen zu melden und bei der Befragung mitzuhelfen.

    Mit Hintergedanken: Der "besondere Reiz" liege darin, "Eindrücke von den persönlichen Lebensverhältnissen des einen oder anderen 'Antifaschisten' bekommen" zu können, schreibt die Partei. Außerdem will die NPD "nationaldemokratische 'Marktforschung' zur idealen Wähleransprache" betreiben, wie es in dem Aufruf des sächsischen NPD-Abgeordneten Jürgen Gansel heißt.

    Recht5extreme als Volkszähler: Wenn der NPD-Mann zweimal klingelt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Leipziger

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    Ob es da auch wieder so einen Aufstand gibt, wie 1987 ?
    Normalerweise ist doch jeder über die Einwohnermeldeämter registriert ......... für was also überhaupt ein "Volkszählung" ....... ???

  4. #3
    Avatar von Chak

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    Die Antwort lieferst du doch selber: "Normalerweise" heißt nicht, dass das auch jeder macht. Abgesehen davon weiß man eben nur, wer wo gemeldet ist. Danach sollte man nicht unbedingt planen.

  5. #4
    Avatar von Leipziger

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    Hallo Chak

    Die Antwort lieferst du doch selber: "Normalerweise" heißt nicht, dass das auch jeder macht.
    Aber "unnormalerweise" bzw. die überhauptnicht irgendwo gemeldet sind können doch nur Obdachlose oder illegale Einwanderer sein ........ und ob die sich zählen lassen wollen ........

  6. #5
    Avatar von Chak

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    Leipziger, wo jemand gemeldet ist ist aber auch zunehmend weniger aussagekräftig.

  7. #6
    Avatar von Conrad

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    Die letzte Volkszählung war 1987, seit damals hat die Bevölkerung der BRD durch die Wiedervereinigung ja um ca. 17 Mio. Menschen zugenommen, da muß wohl nochmal neu gezählt werden. Ausserdem hat die EU es angeordnet, dem hat die Regierung des Bundesstaates Deutschland natürlich nachzukommen, denn Deutschland ist ja kein souveränes Land.

    Damals gab es jedenfalls ein Theater deswegen, einfach sagenhaft:

    25.05.2007 09:36

    Vor 20 Jahren: 10 Minuten, die allen helfen [Update]


    Heute vor 20 Jahren schwärmte eine halbe Million Volkzähler aus, um die Menschen in Westdeutschland zu befragen. Mit dem Stichtag 25. Mai 1987 wurde die letzte umfassende Volkszählung durchgeführt, musste ein umfassender Fragebogen (PDF-Datei) ausgefüllt werden. Zuvor hatte unter dem Slogan "10 Minuten, die allen helfen" eine der aufwendigsten Werbekampagnen der Bundesregierung in Funk, Fernsehen und Zeitschriften für die Akzeptanz der Volkszählung geworben. Denn vier Jahre vorher war eine Volkszählung am Widerstand der Bevölkerung gescheitert.



    Die letzte deutsche Volkszählung hatte eine turbulente Vorgeschichte. Ursprünglich wäre die Volkszählung des gesamten deutschen Volkes im Jahre 1981 fällig gewesen. Während die DDR die Zählung durchführte, konnten sich Bund und Länder in der BRD nicht über die Finanzierung der Zählung einigen. Die Volkszählung wurde auf den 27. April 1983 verschoben, unter anderem mit dem Argument, eine besonders detaillierte Volkszählung wissenschaftlich vorzubereiten. Das Ergebnis war ein umfassender Fragebogen, der mit kleinen Änderungen dann 1987 zum Einsatz kam.
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    Dieser Fragebogen wurde heftig kritisiert und politisch wie juristisch bekämpft. "Zählt nicht uns – zählt eure Tage" rief man auf Demonstrationen gegen die Volkszählung.



    1984 stand vor der Tür, das symbolische Jahr des Orwell'schen Überwachungsstaates. Bereits beschlossene Sache war die Einführung eines maschinenlesbaren Personalausweises zur Beschleunigung des Datenabgleichs mit Fahndungslisten. Für besondere Empörung sorgte eine Bestimmung der Statistiker, dass die Volkszähler Kopfprämien für aufgestöberte Bürger ohne polizeiliche Anmeldung bekommen sollten. Geklagt wurde gegen die Weitergabe der Volkszählungsdaten an die Meldeämter wie gegen den umfangreichen Fragenkatalog. Auch die zehnjährige Aufbewahrungsfrist der Fragebögen war Gegenstand der Kritik.



    heise online - Vor 20 Jahren: 10 Minuten, die allen helfen [Update]



    Zensus 2011 beschlossen

    EU plant die Mega-Volkszählung

    Von Khuê Pham
    Der Bundestag hat die Vorbereitung der umstrittenen Volkszählung 2011 beschlossen. In der EU gibt es Pläne, viel persönlichere Fragen zu stellen als bisher üblich - zu Glauben, Einkommen, ethnischer Herkunft.


    Hamburg - In vier Jahren findet in Deutschland der erste Zensus seit der Wiedervereinigung statt. Heute hat der Bundestag das Vorbereitungsgesetz gegen die Kritik des Bundesrats verteidigt und dessen Einspruch überstimmt. Damit ist es verabschiedet - eine komplette Volkszählung wie zuletzt 1987 (BRD) und 1981 (DDR) wird es aber nicht geben. Zu groß sind die Datenschutz- und Kostenbedenken. Stattdessen werden Daten von Meldebehörden und Arbeitsämtern benutzt und stichprobenartig bis zu acht Millionen Bürger und alle 17,5 Millionen Wohnraumbesitzer schriftlich befragt.




    Die geplante Verordnung sieht vor, dass außer den üblichen Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort auch detaillierte Informationen gesammelt werden. Fragen zu Job, Familienstand und örtlicher Infrastruktur sollen obligatorisch sein. Darüber hinaus wird auch die Erfassung des Einkommens, der Glaubenszugehörigkeit und der ethnischen Herkunft empfohlen.


    Zensus 2011 beschlossen: EU plant die Mega-Volkszählung - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Fragen nach der Religion ? War da nicht schonmal was ???? Tatsächlich:

    Volkszählung 1939




    Die Volkszählung 1939 war ein im Deutschen Reich durchgeführter Zensus. Ursprünglich für das Jahr 1938 geplant, wurde sie jedoch wegen des „Anschlusses Österreichs“ auf den 17. Mai 1939 verschoben. Der Sicherheitsdienst des ............s SS und die Geheime Staatspolizei hofften, bei dieser Gelegenheit Datenmaterial für eine Judenkartei zu erhalten.


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    Umstritten ist die Frage, ob und wann das vor 1933 praktizierte und heute gesetzlich festgeschriebene Statistikgeheimnis in der Zeit des Nationalsozialismus durchbrochen wurde und das Statistikamt in die Judenverfolgung verstrickt sei. Die „Ergänzungskarte“ mit personenbezogenen Daten zur „blutmäßigen Abstammung“ war in verschlossenem Umschlag abzuliefern, der laut Aufschrift nur vom Statistischen Amt geöffnet werden durfte.[10]


    Kurt Horstmann, seinerzeit Abteilungsleiter im Statistischen Bundesamt, hielt es für unwahrscheinlich, dass diese Angaben vor Ende 1941 in die Hände der ....... gelangt sein könnten: Vielmehr habe der Sicherheitsdienst sich entsprechende Daten leicht anderweitig über Meldekarteien, Standesamtsregister, Lohnsteuerkarteien etc. verschaffen können.[11]


    Götz Aly zeigte sich hingegen überzeugt, diese im „vorgeblichen Schutz des Statistikgeheimnisses gemachten und mit Strafandrohung beförderten Angaben über die Religionszugehörigkeit der vier Großeltern übertrugen deutsche Beamte […] sofort in die Spalte ‚Abstammung’ der polizeilichen Melderegister.“[12] Nach Saul Friedländers Darstellung „sorgte die örtliche Polizei dafür, daß die Volkszählungskarten von Juden und Mischlingen den Buchstaben ‚J’ trugen; Kopien aller örtlichen Volkszählungslisten sollten an den SD gesandt und an II 112 weitergeleitet werden.“[13]


    Volkszählung 1939

    Wer weiß schon, wer irgendwann mal die Daten in die Finger bekommt. Vielleicht irgendein "Sicherheitsamt" ? Oder ein "Staatsicherheitsamt".

    Natürlich wird dagegen wohl niemand demonstrieren. Denn das Demonstrieren gegen einen Bahnhofsumbau in einem Kaff wie Stuttgart ist ja so immens wichtiger........

  8. #7
    Avatar von Chak

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    Conrad, nach Glauben und Herkunft wurde auch 1987 gefragt.

  9. #8
    Avatar von Nokhu

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    Man muss ja nicht alles wahrheitsgemäss beantworten.

  10. #9
    Avatar von Conrad

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    Zitat Zitat von Nokhu Beitrag anzeigen
    Man muss ja nicht alles wahrheitsgemäss beantworten.
    In Deutschland ist ja mittlerweile Konsens, dass der Ehrliche der Dumme ist. Wurde sogar schon ein Buch drüber geschrieben:

    Piper Taschenbuch | Der Ehrliche ist der Dumme, Ulrich Wickert

    Über den allegemeinen Werteverlust habe ich mich ja auch schon hinreichend beklagt. Ein neuer Gipfel des totalen Verlustes aller jemals erreichten Werte in unserer Gesellschaft ist es, dass sich kein Mensch drüber aufregt, dass aus Mais Biosprit gemacht wird, obwohl es nicht allzuweit von Europa bereits Hungerrevolten gibt, weil durch das Verheizen von Mais und Weizen die Nahrungsmittelpreise weltweit explodieren.

    Der absolute Gipfel der Perversion, ich kann gar nicht so viel Essen wie ich Kotzen könnte, um mal Max Liebermann (falls irgendjemand von dem schon mal gehört hat)zu zitieren...

    ZITATE-ONLINE.DE +++ Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen mchte. ... (Zitate: Sprche / Allgemein)

  11. #10
    siam2011
    Avatar von siam2011
    @Conrad

    Sehr guter Beitrag !

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