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US-Finanzkrise

Erstellt von Conrad, 16.09.2008, 13:21 Uhr · 448 Antworten · 17.422 Aufrufe

  1. #171
    Avatar von Conrad

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    Re: US-Finanzkrise

    Neu ist das alles ja nicht:

    Weltweit hat es seit Mitte der 80er Jahre rund 130 größere und kleinere Finanzkrisen gegeben. In Japan dauerte die letzte Misere zehn Jahre. Wirklich erholt hat sich die dortige Wirtschaft und Bankenbranche aber bis heute nicht

    Ganz anders das Beispiel Schweden. Wie in Japan kam es auch hier Anfang der 90er Jahre zu einer schwerwiegenden Bankenkrise. Doch das schnelle und tatkräftige Eingreifen des Staates machte es möglich, dass diese innerhalb von zwei Jahren überwunden wurde.

    Anfang der 90er Jahre platzte die Blase in Schweden. Die Konjunktur verschlechterte sich und die Banken saßen auf Bergen notleidender Kredite. Gleichzeitig setzten Währungsspekulanten die schwedische Krone unter Druck. Auf dem Höhepunkt der Krise beliefen sich die Kreditausfälle auf zwölf Prozent des schwedischen Bruttosozialprodukts. Das Finanzsystem der Schweden stand kurz vor dem Kollaps.


    http://debatte.welt.de/kolumnen/71/f...e+in+den+griff

    Deswegen ist auch keine Panik angebracht. Alles schon mal dagewesen und das nicht nur einmal.

  2.  
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  3. #172
    Avatar von Samuianer

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    Re: US-Finanzkrise

    Finanzkrise der "Tigerlaender" in Suedostasien 1997/8 ?

    Und der Vorstand der AIG hat Heute bekanntgegeben das die Gelder zurueckgezahlt werden!

    Zyklen... keine Geschaeft der Welt laeuft ausschliesslich positiv oder gar neutral ohne Schwankungen.

  4. #173
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: US-Finanzkrise

    Oel steigt gerade wieder stark.
    Die Spekulanten koennen einfach nicht ruhig werden!

  5. #174
    Avatar von Palawan

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    Re: US-Finanzkrise

    Klar verläuft alles in Zyklen aber dem "alles schon mal dagewesen" stimme ich nicht zu.

    Ist schon ein Unterschied, ob ein einzelnes kleines Land wie Schweden / aufstrebende Märkte in Südostasien eine Krise haben oder das grösste Finanzsystem der stärksten Wirtschaftsmacht der Welt vor dem Kollaps steht. Ein klares Zeichen dafür ist, dass innert kürzerster Zeit das gesamte Investment Banking der USA ausradiert wurde.

    Des weiteren setzt Du somit schon mal voraus, dass mit der Intervention des US Staates die Krise wie in Schweden bereits überwunden sei.

    Da warten aber noch weiter Risiken wie z.B. die von Paddy angesprochene Kreditkartenblase. Weiter ist interessant, was nach der Aera der Heuschrecken mit den vielen riskanten Hedge - Fonds passiert.

    Gruss Palawan

  6. #175
    Avatar von Samuianer

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    Re: US-Finanzkrise

    Zitat Zitat von Palawan",p="634878
    Klar verläuft alles in Zyklen aber dem "alles schon mal dagewesen" stimme ich nicht zu.

    Ist schon ein Unterschied, ob ein einzelnes kleines Land wie Schweden / aufstrebende Märkte in Südostasien eine Krise haben oder das grösste Finanzsystem der stärksten Wirtschaftsmacht der Welt vor dem Kollaps steht. Ein klares Zeichen dafür ist, dass innert kürzerster Zeit das gesamte Investment Banking der USA ausradiert wurde.

    Des weiteren setzt Du somit schon mal voraus, dass mit der Intervention des US Staates die Krise wie in Schweden bereits überwunden sei.

    Da warten aber noch weiter Risiken wie z.B. die von Paddy angesprochene Kreditkartenblase. Weiter ist interessant, was nach der Aera der Heuschrecken mit den vielen riskanten Hedge - Fonds passiert.

    Gruss Palawan
    Dazu "Der Spiegel"

    Zum Kapitalismus gehört, dass jeder für seine Fehler bestraft werden sollte; dass sich niemand darauf verlassen darf, dass jemand anderes für ihn geradesteht.
    Und dennoch, die Verantwortlichen in den USA handeln richtig und verantwortungsvoll. Dass Regierung und Notenbank in den USA gleich reihenweise Banken und Versicherungen übernehmen, bedeutet nicht, dass sie sich der Weltsicht eines Hugo Chavez beugen. Das Gegenteil ist der Fall. Der Sozialist aus Venezuela verstaatlicht die Unternehmen seines Landes in der Überzeugung - so viel sei ihm immerhin zugestanden -, um Gutes zu erreichen (was ihm, das lehrt die Geschichte, nicht gelingen wird). Die US-Regierung handelt, um Schlimmeres abzuwenden (und wird damit vielleicht Erfolg haben). Chavez und viele seiner Sympathisanten im Westen wollen den Kapitalismus überwinden, die Amerikaner wollen ihn retten.
    Sie lassen sich dabei von einer einfachen Überlegung leiten: Taumelnde Finanzriesen aufzufangen, kann teuer sein, sie nicht aufzufangen, kann noch viel teurer werden. Diese Erkenntnis ist eine der Lehren aus der Weltwirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Damals sahen die Regierungen in den USA und Deutschland tatenlos zu, wie Banken zusammenbrachen. Beide Länder versanken in Depression und Massenarbeitslosigkeit, in Deutschland kamen die ..... an die Macht.

    Was die Marktverächter der vereinigten Linken dazu im Angebot haben, taugt leider nicht, auch wenn sie sich derzeit bestätigt fühlen. Gleichgültig ob ihre Forderung nach festen Wechselkursen, einer Börsenumsatzsteuer oder dem Verbot von Aktienoptionen - keines dieser Instrumente leistet einen zeitgemäßen Beitrag, das Risiko von Finanztransaktionen einzudämmen und gleichzeitig einen funktionsfähigen Kapitalmarkt zu erhalten. Im Gegenteil, Lafontaines fixe Idee, die Währungen weltweit wieder mit festen Wechselkursen aneinanderzuzurren, würde Spekulanten ganz neue Verdienstmöglichkeiten eröffnen. Die machten sich schon in der Vergangenheit regelmäßig einen lukrativen Spaß daraus, die Haltbarkeit solcher Konstruktionen zu testen. Häufig gewannen sie. Angesichts der Kompliziertheit moderner Finanzinstrumente sind Lafontaines Vorschläge ähnlich wirkungsvoll wie ein Aderlass bei einer HIV-Infektion.
    Aus den vergangenen Krisen des Kapitalismus lässt sich eine Konstante ableiten: Das Nützliche überlebt. So war es nach dem Hype um amerikanische Eisenbahngesellschaften, die im 19. Jahrhundert dutzendweise in die Pleite fuhren. Erst wurden viele reich, dann viele wieder arm, aber das Land verfügte am Ende über ein leistungsstarkes Eisenbahnnetz, das der Wirtschaft zum Aufschwung verhalf. So war es nach dem Zusammenbruch der Internet-Blase. Viele Unternehmen wurden erst hoch gehandelt und verschwanden dann wieder. Dennoch ist das Internet bis heute Wachstumstreiber für die Weltwirtschaft geblieben. Und so war es schon nach dem holländischen Tulpenwahn, jener Periode im 17. Jahrhundert, als einzelne Blumenzwiebeln gegen Häuser getauscht wurden.

    Niemand kam damals auf die Idee, den Handel mit Tulpen oder die Blumen selbst zu verbieten. Bis heute hält sich in Holland und vielen anderen Weltgegenden eine Vorliebe für die schönen Pflanzen.
    mehr dazu hier, Quelle:

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...579638,00.html

  7. #176
    Avatar von Palawan

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    Re: US-Finanzkrise

    Zitat Zitat von Spiegel",p="634897
    Sie lassen sich dabei von einer einfachen Überlegung leiten: Taumelnde Finanzriesen aufzufangen, kann teuer sein, sie nicht aufzufangen, kann noch viel teurer werden. Diese Erkenntnis ist eine der Lehren aus der Weltwirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Damals sahen die Regierungen in den USA und Deutschland tatenlos zu, wie Banken zusammenbrachen. Beide Länder versanken in Depression und Massenarbeitslosigkeit, in Deutschland kamen die ..... an die Macht.

    Zitat Zitat von Palawan",p="632781
    Aber weshalb werden diese Unternehmen gerettet und fallen nicht der Marktbereinigung zum Opfer? Weshalb greift eine Regierung, welche immer auf die volle Lieberalisierung des Marktes drängte so massiv ein?

    Gugu gugu... [highlight=yellow:80d97ccb58]sie müssen, weil wenn sie es nicht machen das System kollabiert[/highlight:80d97ccb58]. Entschuldige, dieses Wort hörst Du ja nicht gerne, muss aber sein.
    Zitat Zitat von Palawan",p="633987
    Aber ich muss dem amerikanischen Steuerzahler doch ein Kränzchen winden.

    [highlight=yellow:80d97ccb58]Denn wenn der amerikanische Staat nicht interveniert hätte, wäre das globale Finanzsystem abgeschmiert und 1929 wäre vermutlich noch harmlos gewesen. Nicht nur für die Amis, auch für uns wäre zappen duster geworden.[/highlight:80d97ccb58] Handkehrum muss ich auch sagen, sie haben diese S.cheisse angerührt, dann mal guten Appetit.
    Klar, von einer "sehr schlechten" und einer "sehr sehr schlechten" Variante wurde logischer weise die harmlosere "sehr schlechte" gewählt. Dass sie aber so handeln mussten, schrieb ich bereits am 17. und 20. September

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die US Wirtschaft grundliegende Probleme hat. Sie konsumieren mehr als das sie produzieren, auf pump mit ausländischem Geld.

    Auch das erneute überschwemmen der Märkte mit ( geborgtem ) Geld ist nur ein kurzer Zeitgewinn.

    Ev. sollten sie aber doch mal überlegen, ob diese seit Jahren aufgeblähten Rüstungs- und Verteidigungsetat volkswirtschaftlich Sinn machen oder die Prioritäten nicht langsam anders gewichtet werden sollten.

    Gruss Palawan

  8. #177
    Avatar von eletiomel

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    Re: US-Finanzkrise

    Ev. sollten sie aber doch mal überlegen, ob diese seit Jahren aufgeblähten Rüstungs- und Verteidigungsetat volkswirtschaftlich Sinn machen oder die Prioritäten nicht langsam anders gewichtet werden sollten.
    definitiv nein.das wäre tatsächlich eine katastrophe.
    die welt wurde zu einem platz der grossen kriege werden,nicht nur der kleineren wie bisher.
    man kann auf die bösen amis schimpfen,sie bewahren uns mit ihrer rolle aber vor einer viel grösseren zerstöhrung.

  9. #178
    Avatar von mipooh

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    Re: US-Finanzkrise

    Zitat Zitat von Eletiomel
    sie bewahren uns mit ihrer rolle aber vor einer viel grösseren zerstöhrung.
    Hast Du irgendwelche besonderen seherischen Fähigkeiten?

  10. #179
    Avatar von eletiomel

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    Re: US-Finanzkrise

    nein,nur kenntnis der geschichte.

  11. #180
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: US-Finanzkrise

    Soll einer sagen, Fehler sind nicht profitabel.

    Laut einem Bericht zufolge wurden die beiden Vorstandsmitglieder Detlef Leinberger und Peter Fleischer nach der Überweisung von 300 Mio. Euro an die zusammengebrochene US-Bank Lehman Brothers bislang nur vom Dienst suspendiert. Sie erhalten deshalb weiterhin ihre Bezüge von insgesamt jeweils 400.000 Euro im Jahr.

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