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Ultimate-Fighting

Erstellt von Red_Mod_Ant, 13.06.2009, 23:42 Uhr · 99 Antworten · 4.442 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Philip

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    Re: Ultimate-Fighting

    Eine objektive und neutrale Betrachtungsweise eines Kampfsportler (35 Jahre Judo, Hapkido, Taekwondo) als Kämpfer, Trainer, Kampfrichter und Offizieller.

    Bisher bin ich dem Ultimate-Fighting weitmöglichst aus dem Weg gegangen. Habe mir weder Berichte durchgelesen noch TV-Reportagen angeschaut. Vor einigen Jahren haben diverse europäische Kampfsportverbände ihren Mitgliedern verboten an diesem Wettkämpfen (auch nicht als Kampfrichter oder Offizieller) teilzunehmen. Für mich war dies sowieso kein Thema.

    Nun arbeite ich gelegentlich auch im Bereich "Security-Service". Letzten Samstag noch bei Herbert Grönemeyer in Bochum. Gestern gegen 11:00 Uhr erhielt ich dann einen Anruf ob ich Zeit hätte nach Köln zu kommen. Ich fragte noch zu welcher Veranstaltung, habe die Antwort allerdings nicht verstanden und nicht weiter nachgefragt. Erst in Köln angekommen, habe ich erfahren, was mich erwartet.

    Vorab aus den vorangegangen Beiträgen einige Anmerkungen:
    Rohe Gewalt = ja
    reiner Kampfsport = nein
    verboten: eher ja
    Brot und Spiele wie im alten Rom = diesen Eindruck hatte ich
    Boxsport = eher ja
    primitive Straßenschlägerei = nein, das kann nicht jeder
    But money rules = nur darum geht es
    Running man = UFC könnte ein Vorbote sein

    Zuschauer unter 18 Jahren mussten (meiner Ansicht nach zurecht) draußen bleiben. Aber auch so war die Halle mit weit mehr als 10.000 Zuschauern gut gefüllt. Ich habe selten soviel junge Männer mit derart ausgeprägten Bizeps und Trizeps in einem Publikum gesehen. Es glich einem Zirkus. Diese Veranstaltung hätte an jedem anderen Ort der Welt stattfinden können - das Publikum wäre fast identisch. In den Katakomben mehrere Übertragungstrucks. Die Kämpfe wurden in mehr als 100 Ländern übertragen. Man gewann den Eindruck, die Zuschauer, die Kämpfer, die Kamerateams und die Offiziellen bilden eine große Familie. Eine derartige professionalität habe ich weder bei Weltmeisterschaften im Kampfsport noch bei Olympischen Spielen beobachten können.
    Eher aber bei Fernsehshows von ZDF, RTL, Sat 1 & Co.

    Nun zu den Kämpfen: Den ersten Kampf würde ich unter der Rubrik "Schulhofschlägerei" abhaken. Nichts besonderes.
    Der zweite Kampf - und nur dieser - zeigte alles was den UFC zurecht in Verruf bringt. Blut pur. Ein 2,11m großer und schmaler Niederländer gegen einen 1,80m großen und bulligen Kämpfer aus dem Balkan, der allerdings auch in den Niederlanden trainiert. In Rückenlage musste der Niederländer unzählige Schläge einstecken. Als durch einen Riss in der Stirn des Niederländer das Blut nur so spritze, griff der Kampfleiter ein und beendete den Kampf. Das dachte ich zumindest. Falsch gedacht. Der Ringarzt behandelte den blutüberströmten Niederländer und dann wurde der Kampf zu meinem Erstaunen fortgesetzt. Der Niederländer musste sich auch noch wieder in die Ausgangslage legen - also auf den Rücken - um sich sofort wieder zahlreiche Faustschläge einzufangen. Der Riss in der Stirn platzte erneut und das Blut spritze nur so auf die Kampffläche. Das Publikum tobte. Ich dachte ich bin im falschen Film. So in etwa muss das Publikum gewesen sein, das vor 2000 Jahren die Gladiatorenkämpfe verfolgte.
    Der Niederländer gewann im Übrigen noch den Kampf nach einem Schulterhebelgriff.

    Neben einem langweiligen Kampf mit einem Japaner waren dann doch noch verhältnismäßig gute Kämpfe zu sehen. Auch wenn ich low kicks wie im K1 vermisst habe. Ferner hat sich gezeigt, dass ein guter Boxer wie "Kongo" aus Frankreich gegen einen guten Wrestler chancenlos ist.
    Und die Kampfzeiten von 3 x 5 Minuten sind im Schwergewicht kontraproduktiv. Hier gewinnt nicht immer der bessere, sondern der mit der stärkeren Kondition.
    Mein Lieblingskämpfer des Abend war ein Brasilianer, auch wenn er seinen Kampf verlor.

    Als Kampfsportler hoffe ich, das sich UFC nicht weiter verbreitet. Die Amerikaner versuchen seit Jahrzehnten vergeblich Baseball und Football in Deutschland zu etablieren. Möge es dem UFC ebenso ergehen.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Nongkhai-Tom

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    Re: Ultimate-Fighting

    Hallo @Frederik!
    Nur mal so zu Deiner Signatur!
    Der beste aller Kämpfer,ist der,der einen Kampf zu vermeiden weiss!!!!!!!

    Grüsse

    Nongkhai-Tom.

  4. #13
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Ultimate-Fighting

    das Blut nur so spritze.... den blutüberströmten Niederländer
    Klingt ja richtig Dramatisch :-( Als Kamfsportler solltest du ja Wissen das Kopfwunden immer extrem Bluten, natuerlich kann man das wie du hier blturuenstig darstellen.

    Im Gegensatz zum Boxen ist die vermeintlich Trefferzahl natuerlich hoeher und bei den meisten Menschen loest das ansehen von liegenden Personen auf die noch "eingepruegelt" wird natuerlich ein "Unbehagen" hervor.

    Fakt ist das lange nicht alle Treffer wirklich auf den Kopf gehen und wenn ist da weit weniger Druck hinter als beim Boxen !!
    Da stehen keine Strassenschlaeger im Ring, das sind meist Jahrelang erfahrene Sportler die mehre andere "etablierte" Kampfsportarten betreiben und die Wissen genau was sie tun.

    Diese Art von Kampfsport muss nun sicher nicht unbedingt der breiten Bevoelkerung durch Uebertragungen praesentiert werden aber wenn erfahrene Kampfsportler der Meinung sind das sie sich mit dieser Art "Sport" verwirklichen koennen , dann lasst sie!

    Verbot des Sportes ist Bloedsinn, ich bin aber sehrwohl dafuer das es moeglichst nicht Leuten unter 18 Jahren zugaenglich gemacht wird - also keine TV Uebertragungen ( Wunschdenken, weil damit natuerlich Kohle gemacht wird )

    Ach so und was die verletzungsgefahr angeht, bleibende Schaeden oder gartoedliche Verletzungen - da ist Boxen wesentlich gefaehrlicher !

  5. #14
    Avatar von Philip

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    Re: Ultimate-Fighting

    Als Kampfsportler war mir bisher nicht bekannt wie Blut aus einer Stirn spritzt. Ich habe tausende Kämpfe im Taekwondo weltweit verfolgt, aber das habe ich noch nie sehen müssen. Zumal unsere Kämpfer seit 1987 (Vorgabe durch das IOC) einen Kopfschutz tragen müssen.

  6. #15
    Avatar von Philip

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    Re: Ultimate-Fighting

    Hallo @Nongkhai-Tom!

    Nur mal so zu deiner Anmerkung.

    Man sollte asiatische Weisheiten verstehen und deuten können, um eine Anmerkung zu äußern.

    Ich versuche dir nun in einem einfachen Deutsch meine Signatur an Hand eines anderen Beispiel zu erklären. Vielleicht fällt dir dann auf, was die Asiaten mit dem Begriff "Kampf" ausdrücken.

    Wenn du eine Bewerbung bei der Firma XY einreichst, ist es möglich, dass du diesen Job dennoch nicht erhälst.
    Wenn du eine Bewerbung bei der Firma XY nicht einreichst, erhälst du den Job auf keinen Fall.

    Ein asiatischer Spruch aus dem Kampfsport:

    Jeder nicht durchgeführte Kampf ist ein gewonnener Kampf.

  7. #16
    Avatar von Nongkhai-Tom

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    Re: Ultimate-Fighting

    Hi @Frederik!
    Da können wir gerne drüber diskutieren.Bis auf den einen GI aus der Army waren alle Trainer Asiaten,ausser die Boxtrainer natürlich.Die haben immer den Aspekt der reinen Selbstverteidigung vertreten und jede Gewalt abgelehnt!
    Daran habe ich mich stets gehalten und habe statt durch Kampf durch Verhandlung manche Eskalation verhindern können!
    Ich denke mal ich weiss auf was Du anspielst.Alles was man tut hat ein Konfliktpotential und manchmal ist auch das ein Kampf (ohne Körperkontakt) um einen "Gegner" zu überwinden.
    Dennoch ist für mich der beste Kampf der,der nicht ausgetragen wird.
    Das ist glaube ich keine asiatische Weisheit sondern meine Meinung.

    Grüsse

    Nongkhai-Tom.

  8. #17
    Avatar von martinus

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    2.958

    Re: Ultimate-Fighting

    was soll das überhaupt sein?

    schick mir mal jemand einen Link.

  9. #18
    Avatar von Hippo

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    30.11.2007
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    5.765

    Re: Ultimate-Fighting

    Ich nehme an sowas

  10. #19
    chrisu
    Avatar von chrisu

    Re: Ultimate-Fighting

    für mich kein sport, sondern zurück ins alte rom.
    von technik wie beim boxen ist nichts zu sehen eigentlich nur primitives geprügel.

    das einzige was man braucht, ein herz, dem gegner die kauleiste aus der fresse schlagen.


  11. #20
    Avatar von kcwknarf

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    10.249

    Re: Ultimate-Fighting

    Ich halte jede Kampfsport für Schwachsinn und für devote Selbstzerstückelung. Aber wenn sich zwei Typen freiwillig(!) gegenüber stehen oder aufeinander liegen, können die meinetwegen auch Russisch Roulette spielen. Es ist deren Leben.
    Schlimmer finde ich, wenn jemand zu Gewalt gezwungen wird, z.B. beim Militär.

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