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Über den Tellerrand - Expatschicksal auf den Phillipinen

Erstellt von DisainaM, 07.08.2004, 21:51 Uhr · 5 Antworten · 2.518 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von DisainaM

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    Über den Tellerrand - Expatschicksal auf den Phillipinen

    Die örtliche Zeitung machte wieder mal auf ein Expatschicksal aufmerksam, wo der Weg im Gefängnis endete.

    Angefangen hat es mit der Selbständigkeit als
    Blue Depth Diving Center PADI
    Basenleiter: Günter Grumbach, Claas Lindner
    Adresse: Padre Burgos, Brgy. Sta. Sofia / Southern Leyte - Philippines
    Tel 063 53 382 2294
    Fax 063 53 382 2294
    E-mail: bluedept@synetwork.com
    Homepage
    Streit mit dem Partner und ab in den Knast seit nun 18 Monaten ohne Anklage.

    Hierbei kann die Netzgemeinde virtuel teilnehmen, denn :

    Die meisten können sich nicht vorstellen

    a.) das ich Fotos aus dem Knast gemacht, geschweige eine Webseite ins Netz gestellt habe
    b.) Ein Handy können sich einige vielleicht noch vorstellen, ich sage aber, dass ich einen Scanner, 2 Notebooks und einen Drucker plus Digitalkamera hier rein geschleusst habe
    c.) Natürlich sind diese Sachen hier nicht erlaubt, aber ich kann euch gerne einige Fotos zukommen lassen, die eindeutig unseren Aufenthaltsort zeigen, auch mit Datum wenn ihr wollt.

    Wir sind mittlerweile im 18 Monat hier drin, und voraussichtlich wird es auch noch eine Weile dauern, bevor wir Deutschland wieder sehen.

    Einige in dem Board fragen gezielt ob jemand die Grumbachs oder Marquards kennt, ihr könnt direkt mit mir über E-Mail in Kontakt treten, wenn ihr wollt. Wir können sicher einige gute Beitrage zu den Fragen im Board leisten.

    Einige neuere Fotos könnt ihr von meinem ehem. Arbeitskollegen Egon (reh21{at}t-online.de) anfordern, andere auf meiner Internetseite http://bicutan.whirlins.com/gg und ganz aktuelle von mir.

    Guenter und Marion Grumbach


    http://www.philippineninfo.de/forum/...opic=4398&st=0

  2.  
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  3. #2
    Avatar von DisainaM

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    Re: Über den Tellerrand - Expatschicksal auf den Phillipinen

    Die Story :



    Der Traum vom Aussteiger
    Kaum jemand hat ihn nicht irgendwann schon einmal geträumt, - den Traum, sein Leben unter Palmen, am Strand und in sonnigen Gefilden zu verbringen. So auch ich, und mit jeder Fernreise in tropische Gebiete, kristallisiert sich immer mehr heraus, dass ich bereit bin, diese Idee in die Tat um zu setzen. Dann lerne ich 1990 bei einem Tauchkurs in Deutschland meine Frau kennen.
    Ein Bestandteil des Kurses ist die Übung - Wechselatmung.
    Der unter Atemnot geratene Partner, atmet abwechselnd zusammen mit dir, aus deinem Atemregler, so ist es möglich bei nicht genügender Atemluft im eigenen Tank, ohne Probleme mit Hilfe deines Partners, die Oberfläche zu erreichen. Der Tauchlehrer teilt uns in Zweiergruppen ein. Mein Partner ist der Tauchlehrer. Ich soll also unter Wasser auf meinen Tauchlehrer warten, der mich mit dem zuvor erklärten Handzeichen um Luft bittet. Doch auf der anderen Seite des Tauchbeckens, sehe ich Sie, und ich halte die Idee des Tauchlehrers, dieser jungen Frau einen um dreißig Jahre älteren Mann als Partner zu zuteilen, nicht für gerade gut. Also mache ich mich auf den Weg, und erreiche gerade noch vor dem etwas verdutzt dreinschauenden Alten, die gut aussehende junge Dame.
    "Alles soll GRÖßER, NÄHER und SCHÖNER sein". Erst viel später erklärt uns der Tauchlehrer, dass Wasser die Konturen verzerrt.
    Also bitte ich sie um Luft, dabei zerstört sie fast meine dritten Zähne. Wir beide erreichen prustend die Oberfläche. Nach einigen klärenden Worten versuchen wir es erneut, der Tauchlehrer kümmert sich um den Greis. Später erklärt der Tauchlehrer, "Das war rekordverdächtig, noch nie hat jemand in kürzerer Zeit das Becken durchquert". Ich dagegen sage zu Marion, dass ich mich wohl für diese Attacke unter Wasser revanchieren würde, - sie ist jetzt meine Frau, und längst habe ich ihr verziehen.
    Bald stellt sich heraus, dass uns unsere Reise- und Abenteuerlust verbindet, im Gegensatz zu unseren anderen Hobbys. Der Plan meiner Frau, zusammen mit ihrem Ex-Mann den Rest ihres Lebens in Spanien zu verbringen, scheitert kurzfristig, da ihr Mann wenige Monate vor der geplanten Übersiedlung, an einer Hüftgelenksoperation verstirbt.
    Doch wir beide, wir leben, - aber wovon? Wir, meine Frau Marion und ich, sind mit unseren fünfunddreißig und neununddreißig Jahren leider nicht reich genug, um den Rest unseres Lebens ohne Arbeit zu verbringen.
    Also gehen wir alle möglichen Varianten durch, wie, und was wir machen können, um unseren Lebensunterhalt irgendwo in den Tropen zu bestreiten. Bei den meisten Überlegungen scheitert es an unseren finanziellen Verhältnissen. Bei einer unserer Trips in die Karibik, haben wir die rettende Idee, warum nicht eine Tauchbasis eröffnen. Wir beide, noch auf der untersten Sprosse unserer taucherischen Laufbahn, träumen bereits kurze Zeit später, von einem Leben als Basisleiter in den Tropen. Als wir dazu noch sehen, mit wie wenig Aufwand unser Tauchlehrer auf Bonaire sein Geld verdient, sind wir nicht mehr zu bremsen. Wir spielen alle nur denkbaren Varianten durch, als uns der Zufall zu Hilfe kommt.
    Diese Seite ist all denen gewidmet, die uns in unserer Idee bestärkt und auch unterstützt haben, sei es moralisch oder finanziell, als auch denen die über einen derartigen Schritt nachdenken.
    Sechs Jahre Philippinen haben uns eine Lebenserfahrung gegeben, die wir nicht missen möchten, wünschen Sie aber nicht mal unserem schlimmsten Feind.
    Die hier geschilderte Story, entspricht der Wahrheit auch wenn der Leser manchmal das Gefühl haben wird, das kann gar nicht wahr sein.
    Sicher wird der eine oder andere schmunzeln darüber, dass er nicht der einzige war, dem das widerfahren ist. Aus Scham, trauen Sie sich nicht über ihre Erfahrungen zu reden. Wir selbst, kennen acht Europäer, die es nach jahrelangem Aufenthalt auf den Philippinen wieder vorgezogen haben, in Ihr Heimatland zurück zu gehen. Mit nichts weiter als einer Reisetasche und ihrem Personalausweis, das ist alles was ihnen blieb.

    Die meisten erzählen bei ihrer Rückkehr, dass es da Schwierigkeiten mit der Verlängerung des Visa´s gab, oder benötigen ärztliche Behandlung in ihrem Heimatland. Wer gibt schon gerne zu, dass er gescheitert ist, auch wenn man nicht selbst dafür verantwortlich ist. Es ist nicht nur unsere Geschichte, sondern die von Ausländern aus vierzig Nationen, die wir während unseres Aufenthaltes im Gefängnis in Manila kennen gelernt haben.
    All diese Geschichten haben eines gemeinsam, die meisten unserer zweihundert Mithäftlinge erlebten ähnliche Situationen, wie wir sie hier beschreiben.
    Ganz besonders bedanke ich mich,
    bei Jens und Hildegard Klemke
    Raimar und Margret Lenz
    und nicht zuletzt bei meiner Frau
    die stets zu mir gehalten hat.
    Immigration - Gefängnis Bicutan - Manila - Philippines
    Manila, den 25.01.2004

    Günter & Marion Grumbach






    Vorgeschichte
    April 98:
    Ich beantrage ein Investor Visa.
    Nach Prüfung der Papiere, bittet mich Rechtsanwalt Perez, Angestellter der Einwanderungsbehörde (BID) in Manila, vorab 3000.- DM für die Bearbeitung des Investorvisa zu bezahlen. Er sagt, die Bearbeitung bis zur endgültigen Genehmigung des Visa, dauert etwa 4 - 6 Wochen.

    Vier Flüge nach Manila während der nächsten 6 Monate kosten mich weitere 2000.- DM, und langsam wird mir klar, dass der von mir bezahlte Betrag in die Tasche von Perez floss.
    Beschwerden gegen Anwälte der BID enden normalerweise damit, dass der Ankläger spurlos verschwindet. Ich bevorzuge eher 5000.- DM zu verlieren, als ein leben lang tot zu sein.

    Weihnachten 98 lerne ich auf einer Weihnachtsparty unseren späteren Partner (Claas) kennen. Er arbeitet als Tauchlehrer bei DAVLIZ (DAVid und LIZa), unser späterer Nachbar des Ressorts.

    Vorher war Davliz ein Ressort ohne Kunden, also hat man mehr ein Stundenhotel betrieben. Mit Claas glaubt man, den .... in ein gut gehendes Ressort mit Tauchern aus aller Welt zu verwandeln. Da die Filipina aber nur ihr Metier kennt, ist es unmöglich, auch nicht mit den besten Tauchgründen, die von Claas geworbenen Kunden mehr als 3 Tage an das Ressort zu binden.

    Wir entscheiden uns Ende Juni 1999, zusammen ein kleines Ressort zu bauen.

    Juli 1999:
    Wir kaufen 2 Grundstücke und tragen Sie auf den Namen der Lebensgefährtin Lindners ins Grundbuch ein, da man als Ausländer kein Land erwerben kann. Der Deutsche Partner hat in Deutschland als Rechtsanwalt gearbeitet und versucht uns so gut es geht abzusichern.

    Liza die Nachbarin unserer 2 gekauften Grundstücke versucht alles um den Bau des Ressorts zu verhindern. Sie entwickelt einen unbändigen Hass auf Claas, aber mehr noch auf dessen Lebensgefährtin Joyce, der sie Schuld dafür gibt, dass Claas seinen Job bei DAVLIZ quittiert.

    Wir, Claas, Marion und Günter schließen einen Leasing Vertrag mit Joyce über 99 Jahre und bezahlen gegen Quittung die Pacht im Voraus.
    Tatsächlich aber haben wir die beiden Grundstücke bezahlt, was uns aber weiter nicht stört, da wir glauben 99 Jahre sicher zu sein. Der Leasing Vertrag beinhaltet alles was nötig ist, um uns, Claas, Marion und Günter alle erdenklichen Rechte zu geben. Es scheint, dass wir für 99 Jahre frei über das Land verfügen können.

    Im Januar 2000
    beginnt die Bauphase, nachdem wir uns entschließen, die Behinderungen durch Liza nicht mehr zu beachten.
    Aus 2 Gründen, lassen wir auf den Ratschlag von unserem Anwalt, die Erlaubnis zum Betrieb des Ressorts, auf den Namen Joyce Teves eintragen.

    " Mein Visa wurde, obwohl bezahlt - noch nicht erteilt
    " Ausländer dürfen nur in Verbindung mit einer Kooperation ein Geschäft betreiben.

    August 2000 - die Eröffnung.
    Das Geschäft läuft in den ersten 2 Monaten besser als gedacht. Nun startet Joyce erste Intrigen gegen uns, aber auch gleichzeitig gegen Claas.
    Es dauert weniger als 4 Wochen um Claas zu überzeugen, dass wir ihm seinen bzw. ihren Anteil stehlen wollen.

    Sie setzt ihn vor die Tatsache, entweder Günter und Marion oder Sie.

    Im ersteren Falle macht sie ihm klar, dass er mit der Entscheidung " für uns" langfristig ebenfalls alles verlieren würde. er wendet sich gegen uns und unterstützt ihren Plan uns irgendwie raus zu kriegen. Ab dieser Zeit ist er unser imaginärer Gegner, der Joyce als Werkzeug benützt. Es folgen viele, hier nicht erwähnte Auseinandersetzungen in denen wir in der Hauptsache Claas zu überzeugen versuchen, dass das Ressort den Bach runtergehen wird, wenn sie weiterhin involviert ist. Einer von Joyce und Claas Freunden, der Amerikaner James Douglas attackiert mich mit einem 30 cm langen Armeemesser. Claas sieht lächelnd zu.

    Wir denken darüber nach, Joyce monatlich abzufinden, was aber an der verlangten Summe scheitert. Sie hat Blut geleckt, und ist sich der Verdienstmöglichkeiten bewusst. Claas zwischen zwei Stühlen, entscheidet sich für den Weg des geringsten Widerstandes "Joyce".
    Im April versucht Sie Auftragskiller anzuheuern um uns aus dem Weg zu räumen, der Plan scheitert.

    Ein Jahr später erfahren wir von diesem Plan von der Person, die mit dem Killer in Kontakt treten sollte. Er gibt uns darüber eine eidesstattliche Aussage. Trotz erheblicher interner Schwierigkeiten versuchen wir irgendwie zu retten was zu retten ist. Wir gehen uns aus dem Weg, und wechseln zuerst täglich, später wöchentlich die Leitung im Ressort.

    Am 18. Sept. 2001
    entlasse ich 2 Küchenhilfen, die am 16.09.2001 als wir 10 Deutsche Personen zum Mittagessen erwarten, nicht zum Dienst erscheinen. Fakt ist, dass sie das auf Anweisung von Joyce tun. Sie will allen zeigen, dass nur sie in der Lage ist das Ressort zu leiten und zu handeln, keinesfalls die Grumbachs.

    4 Tage später lese ich eher zufällig in der lokalen Tageszeitung, dass ich 2 Filipinas mit den Worten "....... brown Monkeys", und "ich will euer Gesicht nicht mehr hier sehen", gefeuert hätte. Weiter wünschen mir die Mädchen eine Gute Heimreise nach Deutschland, der Editor sagt. "Das Überbleibsel aus dem 3.ten Reich soll im Gänseschritt nach Hause, zu seinen Eierköpfen gehen."

    Den Mädchen, die weiterhin für Claas arbeiten, erkläre ich, dass ich eine Verleumdungsklage gegen sie einreichen werde, wenn sie diesen Zeitungsartikel nicht korrigieren werden. Joyce mischt sich ein und verhindert die Zustimmung der Mädchen, Sie würde das alles regeln.
    Claas sagt: "Ich weiß von dem Artikel bereits seit 4 Tagen, aber ich kann das nicht beurteilen, ob du das gesagt hast oder nicht."

    Eine Woche später erhebe ich eine Verleumdungsklage. Fast zur gleichen Zeit macht eines der Mädchen vor der Polizei eine Aussage, dass der Grund, warum sie nicht zum Dienst erschienen wären - der ist, dass ich mich Ihr einen Tag davor, in der Tauchbasis unsittlich genähert hätte. Von dieser Aussage und Anklage, weiß ich allerdings zunächst nichts.

    Im November 2001
    bittet unser Erzfeind DAVid mich zu sprechen. Er erklärt mir, dass er eben ein Gespräch von 4 Polizisten mithörte, dass man mich in wenigen Tagen wegen einer versuchten .............. verhaften würde. Ich kann darüber nur lachen und halte es mehr für einen erneuten Seitenhieb unseres Nachbarn als eine gute gemeinte Warnung. Tage und Wochen vergehen, aber nichts passiert, also vergesse ich die Sache recht schnell wieder.
    Erst 9 Monate später wird mir eine Anklageschrift vom Staatsanwalt zugestellt, mit der Bitte mich zu äußern. Während dieses Zeitraumes werden wir 5 Monate lang, in der lokalen Zeitung aufs Übelste beschimpft. Es vergeht keine Woche in dem man uns nicht als "Anti-Filipino" oder, "der Deutsche der seinen Verstand verloren hat" bezeichnet.

    Anfang Jan. 2002
    habe ich genug davon, und mache eine Gegendarstellung in der Presse. Danach stoppt die Gouverneurin alle Artikel. Vom 02.01.2002 taucht unser Name plötzlich in einer Radiosendung auf, einer unserer Nachbarn gibt uns diese Info.
    Am nächsten Tage, dieselbe Sendung, wieder, täglich von 09.30 - 10.00 widmet man dem Deutschen Ehepaar. Man denunziert uns, mit dem Ziel, die Bevölkerung auf Ihre Seite zu bekommen.
    Warum ist der Deutsche der 9 laufende Fälle vor Gericht hat immer noch in Leyte?
    Von keinem dieser Fälle ist mir etwas bekannt.
    Zuerst belustigt es uns, als wir hören, dass Marion nachts auf einem Besen durch Padre Burgos reitet, um sich wie ein Vampir mit 3 Liter Blut zu versorgen. Welche Auswirkungen diese Nachricht auf die an Götter und Geister glaubenden Filipinos hat, können wir nicht ahnen.

    Zumindest die Kinder gehen jetzt Marion aus dem Weg bzw. auf die andere Straßenseite. Wir verstehen kein Wort, da die Sendung in der phil. Landessprache Tagalog ausgestrahlt wird. Selbst für die Einheimischen ist der Sender nach ein paar Wochen nicht mehr interessant.

    Ich erkläre Claas, wenn er nicht damit aufhört, werde ich für die Schließung des Ressorts sorgen. Alle Dorfbewohner sind auf unserer Seite, mit Ausnahme James Douglas, der sich täglich mit Claas in seinem Privathaus Sauforgien liefert. Der OB erkennt langsam das Spiel und verweigert Joyce Anfang Febr. 2002 die Verlängerung der Geschäfts-Erlaubnis.
    Ab sofort beschränkt sich der Radiosender nicht mehr nur auf uns, sondern zieht nun auch den Polizeichef, dem OB, und einige Ortsvorsteher durch den Dreck. Alle sind sie angeblich hochgradig korrupt, und haben hohe Schmiergelder von uns erhalten um plötzlich die Fronten zu wechseln.
    Selbst die Gouverneurin wird als Lügnerin bezeichnet, da sie Ihr Versprechen - uns zu deportieren, nicht eingehalten hat.

    Der Boden wird langsam heiß unter den Füßen von Claas und Joyce. Der OB lässt verkünden, wenn er sie erwischt, wird er sie verhaften lassen. Die beiden fliehen nach Cebu.

    Im März 2002
    erhalte ich zum ersten Mal Kenntnis von der Anklage wegen 5exueller Belästigung. Ich soll Stellung nehmen, zum Vorwurf der Aussage von Jen-Jen Tello, die behauptet, dass ich sie am 15. Sept. 2001 in unserer Tauchbasis unsittlich berührt hätte.

    Zuerst glaube ich an einen schlechten Scherz, wie soll ich jetzt nach 9 Monaten noch wissen, was ich an diesem 15.09.2001 morgens um 11.00 Uhr gemacht habe. Eines ist jedenfalls sicher. Die Behauptung von Jen-Jen ist eine infame Lüge.

    Mein Anwalt gibt mir die rettende Idee, und fragt mich ob ich nicht vielleicht im Internet surfte, diesem Tag. Nun krame ich alle Rechnungen heraus, kann mich nun auch ziemlich gut an den 16.09.01 erinnern, an dem wir die zehn deutschen Gäste alleine bedienen mussten. Aber was war am Tag davor?

    Soviel ich auch nachdenke, es fällt mir nicht ein.

    Marion besorgt das Logbuch unseres Wachmannes im Ressort.
    Am 15.09.01 ist dort vermerkt: "Marion tritt alleine ihren Dienst an". Meine Telefonrechnung bestätigt, dass ich von morgens 08.30 - 18.00 Uhr mit jeweils kurzen Unterbrechungen im Internet war. Besonders die Zeit von 09.30 - 11.30 ist fast lückenlos mit 2 oder 3 Unterbrechungen von nicht mehr als 5 Minuten abgedeckt. Ich bin zufrieden, mal abgesehen davon, dass ich und auch Marion wissen, dass das ganze offensichtlich ein abgekartetes Spiel ist, das sich nun leicht aufklären lassen wird.
    Ich mache eine Gegendarstellung mit allen möglichen Beweisen zusammen mit meiner Telefonrechnung die detailliert Aufschluss darüber gibt, dass ich zu dem angegeben Zeitpunkt nicht im Ressort war. Der Staatsanwalt lehnt diesen Beweis ab, mit der Begründung, dass das als der "schwächste Beweis" gewertet wird, den man der Gerichtsbarkeit vorlegen kann.

    Im Juli 2002
    wurde meiner Verleumdungsanklage gegen die Mädchen stattgegeben. Sie werden mit Haftbefehl gesucht. Nach Aussagen deren Eltern sind die beiden nach Schließung des Ressorts nach Manila gegangen, ohne Bekanntgabe der Adresse.

    August 2002
    Bereits zum 3.ten Mal hören wir nun von den Gerüchten, dass Liza unser Ressort an verschiedene Ausländer zum Kauf anbietet. So einfach glauben wir, ist das nicht. Wir haben das Grundstück für 99 Jahre geleast, dieser Vertrag ist notariell abgesichert und im Grundbuchamt eingetragen.

    Außerdem sind wir die legalen Besitzer von 2 Bungalows, und jeweils die Hälfte der Tauchbasis und des Restaurants gehören ebenfalls uns. Gebäude kann man auf den Philippinen als Ausländer erwerben, nicht aber Grundstücke.
    Und das wichtigste, wir haben nicht die Absicht unseren Anteil zu verkaufen.

    02. Sept. 2002
    Wir planen das Ressort im Januar 2003 wieder zu eröffnen. Der OB ist begeistert von unserer Idee und bestätigt uns zu unterstützen in unserem Vorhaben. Claas und Joyce sind unbekannt verzogen. Niemand weiß wo sie sich aufhalten. Er selbst habe eine Klage gegen Claas und Joyce in Mio.-Höhe am Laufen wegen Verleumdung. Und über die beiden sollte ich mir nicht mehr all zu viele Gedanken machen. Wir planen ebenfalls die beiden auf Schadenersatz zu verklagen. Die Resonanz einer Werbeaktion mit 4000 Emails an Deutsche und Japanische Taucher erschlägt uns fast. Wir sind innerhalb weniger Wochen bis Ende Juni ausgebucht. Als Mitglied im Ausschuss des Gemeinderats, erhält LIZa unsere Nachbarin, relativ früh Kunde von unserem Plan, im Januar 2003 wieder zu eröffnen. Sie lässt verkünden, dass sie das nicht zulassen wird.

    Ich schreibe einen Brief an A. Domingo, die Chefin der BID. Ich bitte um Ausstellung eines Investor Visa, das ich bereits vor 4 Jahren beantragt und bezahlt habe, dessen Antrag, aber auf Grund eines korrupten Mitarbeiters Ihrer Behörde, nie bearbeitet wurde.
    Wir entschließen uns nun doch eine Beschwerde gegen den Angestellten der Immigration Rechtsanwalt Perez, einzuleiten, als ich durch Zufall auf einen Artikel im Internet stoße, der beschreibt, dass gegen Perez die Klage einer Japanerin wegen Korruption vorliegt. Er lässt sich einen legalen Dienst bei der BID mit 100 000.- Peso bezahlen. Markiertes Geld und Überwachungskameras halten die Geldübergabe fest. Die Chefin der BID versichert mir, in der Visa Geschichte behilflich zu sein, wenn ich eine Eidesstattliche Erklärung gegen den Anwalt abgebe. Nun scheint alles doch noch zu funktionieren. Mit Visa sind wir unantastbar, zumindest glauben wir das.

    07. Sept. 2002
    Bei Reinigungsarbeiten vor der geplanten Wiedereröffnung, finden wir ein unterschriebenes und handschriftlich verfasstes Tagebuch von Jen-Jen Tello. Dort schreibt sie wörtlich: "Ich besitze jetzt 50% des Ressorts, das kann niemand mehr bestreiten". Das also war der Köder den man Jen-Jen angeboten hat. "Du erhältst den Anteil von Günter und Marion Grumbach, das sind 50% des Ressort, wenn du diese Klage einreichst". Mit einem Kriminalfall gegen Günter, wird es ein leichtes sein, die beiden zu deportieren.

    Am 21.November 2002
    erscheinen völlig unerwartet 3 Polizisten in unserem Haus und legen mir einen Haftbefehl vor. Nur mit der Hinterlegung einer sofortigen Kaution in Höhe von DM 600.-, kann ich eine Verhaftung umgehen.

    14 Tage später beschwert sich Liza telefonisch bei der Immigration, dass wir ohne Visa arbeiten, und dass wir unerwünschte Ausländer sind. Nun nimmt sie diese Anklage, plus die gesammelten Werke aus den Zeitungen und der halbjährigen Radiosendung, und sendet diese Unterlagen nach Manila zur Immigration.
    Alle Angaben die Liza bei der Einwanderungsbehörde macht sind haltlos und schlicht gelogen. Mit einer entsprechenden Zahlung unter dem Tisch, kann man aber jede Lüge kaschieren.

    01. Januar 2003
    unser Ortsvorsteher besucht uns in unserem Haus und fragt: "Liza bittet um Erlaubnis, 2 Ihrer Gäste in wenigen Minuten unser Ressort zu zeigen. Wir erklären Ihm, dass es sich nicht um Gäste von Liza handelt, sondern um potentielle Käufer unseres Ressorts, das Liza Ihnen angeboten hat. Trotzdem sind wir gespannt und geben ihr die Genehmigung, bitten aber den Ortsvorsteher ebenfalls zu erscheinen.
    Liza erscheint nicht persönlich, stellvertretend kommt Ihr Anwalt, der Ortsvorsteher und eine Filipina, die offensichtlich mit einem Europäer verheiratet ist. Ohne ein Wort zu erwähnen oder uns anzusprechen, gehen sie auf direktem Weg in ein Cottage und öffnen dessen Tür. Mehrere Male fordere ich den Besuch auf ins Restaurant zu kommen. Es scheint Sie nichts zu kümmern, bis ich meiner Bitte etwas energischer Nachdruck verleihe. Über soviel Unverfrorenheit bin ich doch etwas überrascht.
    Ich erkläre gerade heraus, dass ich informiert bin über den Verkauf des Ressorts, dass wir aber keinerlei Absicht hegen dies zu veräußern. Das Ressort ist nur über meine Leiche zu verkaufen, sagte ich dem neuen Interessenten. Falsch, denn 2 Wochen später war der Käufer im Besitz des Ressorts, und wir im Gefängnis.
    Ferner erkläre ich dem interessierten Käufer, was immer Liza Ihnen erzählt hat, ist eine Lüge und glatter Betrug, wenn sie behauptet, dass sie Eigentümerin des Ressorts ist.

    Liza Anwalt schaltet sich ein und versucht uns einzuschüchtern:

    "Ihr seid Ausländer und habt keinerlei Rechte in diesem Land", "Ihr könnt dieses Land weder geleast haben, noch gehören Euch die Gebäude."
    Ich werde mir diesen Unfug noch eine Minute anzuhören, bevor ich ihn vor die Tür setze. Plötzlich taucht eine weitere uns fremde Frau auf. Ohne sich vorzustellen mischt sie sich lautstark in das Gespräch ein. Ich bitte um Ihren Namen. "Ich bin die Sekretärin der Gouverneurin", "schön und ich bin Günter, würden Sie mir bitte Ihren Namen sagen". "Ich bin die Sekretärin der Gouverneurin", " das hatten wir bereits, Ihren Namen bitte". "Frau Aquillar", "aha, Sie sind also die Ehefrau von Liza´s Anwalt". "Ich werde die Gouverneurin informieren", kreischt sie "und ich werde Sie vor die Tür setzen."

    Ende der Unterhaltung.

    12. Januar 2003
    die Verhaftung durch 3 Agenten der Einwanderungsbehörde (BID).
    Die Chefin der BID hätte uns persönlich zu einem Gespräch eingeladen, bzgl. unserer Beschwerde gegen Rechtsanwalt Perez, außerdem wäre da eine Beschwerde unserer Nachbarin zu klären, dass wir ohne gültige Visa arbeiten würden. Das machte uns keine Sorgen, diesen Punkt würden wir leicht entkräften können, schließlich ist das Ressort seit mehr als 11 Monaten für die Öffentlichkeit geschlossen.

    Was uns etwas stutzig macht, ist die Erscheinung der 3 BID Agenten, die alle bewaffnet sind.
    Warum schreibt man uns nicht einfach eine Einladung?

    Eine Stunde haben wir zum Packen, da wir aber nach Aussagen der 3 Agenten morgen Nachmittag wieder zurück in Leyte sein werden, brauchen wir nicht allzu viel an Kleidung. Bevor wir zum Flughafen kommen, laden uns die 3 Agenten zum Essen ein. Es ist das bisher beste Essen das ich auf den Philippinen gegessen habe. "Seafood Allerlei", neben Hummer, Krabben, Langusten und Zackenbarsch werden verschieden Salate serviert. Marion, eine überzeugte Vegetarierin kann von alldem nichts essen, macht einen schlechten Witz. "Das sieht aus wie unsere Henkersmahlzeit".
    Zwei Stunden später scheinen sich die Befürchtungen Marions zu erhärten, wir stellen fest, das das ganze, eine gut inszenierte Verhaftung ist.
    Keine Spur mehr von der Zusage, dass wir unsere, in unserem Haus eingezogenen Pässe, wieder erhalten. Anstatt in einem Hotel, übernachten wir in einem durch die Klimaanlage so stark abgekühlten Büro der BID, dass wir glauben ein Kühlschrank muss ein Hochofen dagegen sein.

    Betten gibt es natürlich nicht, aber dafür Platz genug auf dem Fußboden.

    Wir glauben schon, dass es schlimmer nicht mehr kommen kann, als wir am nächsten Vormittag, nach einer Nacht ohne Schlaf, voneinander getrennt werden. Der Platz an den sie mich jetzt bringen, raubt mir den Atem. Eine Zelle 3.50 x 3.00 m, aber hier sind bereits 16 Personen drin, und alle paar Std. kommen neue hinzu. Wie viel Personen kann man hier wohl unterbringen? Später wissen wir es, 32 Personen für eine Woche, waren wohl rekordverdächtig.

    Unser langjähriger Anwalt aus Maasin, Ferillio Demeterio Jr. sagt:

    "Kein Problem, in 5-10 Tagen hol ich euch da raus". Eure Verhaftung ist ganz und gar illegal.

    Ihn hatten wir bereits in die Kategorie "Freund" eingereiht, und er war der erste der seinen Vorteil aus unserer Situation schlug. Um uns kurzfristig helfen zu können, benötigt er binnen einer Stunde ca. 3000.-DM. Nur mit Hilfe eines guten Freundes gelingt uns das beinahe Unmögliche. Eine Stunde später benachrichtige ich Demeterio, dass der Betrag auf seinem Konto eingegangen ist. Nach 14 Tagen, wir sind selbstverständlich noch immer in Haft, verzettelt er sich in Versprechungen und Ausreden ohnegleichen, es dauert 4 Wochen bis wir erkennen, dass er uns ebenfalls gelinkt hat.
    Schnell erkennen wir, dass dieses Gefängnis nichts anderes als Abschiebehaft bedeutet, nach 5 Monaten erhalten wir zum ersten Male unsere Anklageschrift. Während dieser Zeit hatten wir weder einen Staatsanwalt noch einen Vertreter oder die Chefin die uns unbedingt sprechen wollte zu Gesicht bekommen. Als wir es nach 3 Monaten wagen uns zu beschweren, haben 5 Angestellte der BID unabhängig voneinander eidesstattlich erklärt, dass wir mehrere Termine und Vorladungen nicht wahrnahmen, weil wir uns angeblich geweigert hätten, unsere Zelle zu verlassen.

    Bereits im Frühjahr 1998 hat uns ein deutscher Freund gewarnt und sagte: "Geht zurück nach Deutschland, ihr seid zu gutgläubig und zu naiv für die Philippines". Möglicherweise sind wir wirklich zu naiv und gutgläubig für dieses Land, aber wir sind nicht töricht. In einem Gefängnis, in dem Misshandlungen durch die Wachen üblich sind, wäre es überaus dumm an eine solche Weigerung zu denken, geschweige denn, sie auszusprechen.

    Als Ausländer hat man normalerweise das Recht auf eine beschleunigte Abwicklung vor Gericht. Innerhalb der nächsten 4 Wochen werden 3 Gerichtstermine in der Anklage wegen "5exueller Belästigung" anberaumt, aber keine dieser Vorladungen wird von der BID an mich weitergereicht.

    Ich versäume alle 3 Termine und befürchte, dass man mich in Abwesenheit schuldig spricht.

    Die bezahlte Kaution in Höhe von DM 600.- wird zugunsten der Staatskasse einbehalten.
    Der zuständige Richter stellt einen neuen Haftbefehl gegen mich aus.
    Das bedeutet, selbst wenn ich hier mal rauskommen sollte, wird man mich anschließend sofort wieder verhaften, das heißt, draußen vor dem Gittertor erwarten.

    Die neue Kaution wird erheblich höher ausfallen, da ja Fluchtgefahr besteht, -
    Herzlichen Glückwunsch.

    Andererseits kann man nach gültigem Gesetz nicht deportiert werden, solange man einen Kriminalfall hat.
    Es ist eine Sackgasse aus der es normalerweise kein Entkommen gibt, außer mit Geld, dann gibt es die Variante des "Sich Freikaufen".

    Ich schreibe einen ausführlichen Bericht an den Staatsanwalt und den zuständigen Richter, dass mir die BID die Vorladungen vorenthält, und mir damit die Möglichkeit entzieht mich zu verteidigen.

    Von keinem der beiden erhalte ich Antwort auf meinen Brief.

    Zum einen werden Vorladungen unterschlagen, zum anderen verhindert man, dass man einen fairen Prozess gegen seinen Gegner führen kann oder erschwert es unnötig.

    Ein Transport von Manila nach Leyte zu einem Gerichtstermin, ist nahezu unmöglich.

    (lies dazu auch: Hungerstrike for Justice http://bicutan.whirlins.com/letters/magsaysay/

    oder die Flucht eines Australiers http://bicutan.whirlins.com/escape/), und wenn sie dich dann bringen kostet es wenigstens 1800 €, incl. der zusätzlichen Flugtickets für das dich begleitende Wachpersonal. All diese Kosten müssten normalerweise von der BID getragen werden, doch das kümmert hier keinen. Selbst unter dem Druck der Botschaft, redet sich die BID raus und sagt, dass sie kein Geld für Tickets usw. hätten. Dieser Betrag fließt direkt in die Taschen der 2 Begleit-personen und dem Leiter des Gefängnisses.

    "Sich Freikaufen" bedeutet schlicht und einfach: Geld an die BID, und Geld an den zuständigen Richter um den Fall nieder zu legen, dann kommt noch der Anwalt der für seine Dienste im günstigsten Falle 250 000.- P kassiert.

    Ich werde besser keine Gesamtsumme erwähnen.

    Nach all dem was Ihr bis jetzt gelesen habt, überlasse ich es Eurer Phantasie, wie hoch der Betrag sein wird.


    12.01.03
    Einladung oder Inhaftierung

    13.01.03
    Wir kontaktieren unseren Anwalt

    14.01.03
    Ein Freund leiht uns 100 000.- Peso, die der Anwalt innerhalb einer Stunde haben will.

    16.01.03
    Privathaus wird ausgeraubt.

    21.01.03
    Ressort wird ohne unser Wissen oder Einverständnis verkauft

    23.01.03
    Liza macht sich einen Pajero zum Geschenk Wert 115 000.-€, wovon wohl?

    12.02.03
    Nach 4 Wochen zieht sich unser Anwalt zurück. Die BID ist ihm eine Nummer zu groß

    14.02.03
    Man beschlagnahmt mein Notebook.

    25.03.03
    Beschwerde beim Ombudsmann und zum Office des Präsidenten

    20.06.03
    BID erhält Kenntnis von unserer Beschwerde und isoliert uns für 4 Wochen Man bringt uns unter einem Vorwand ins Hauptoffice. Man will uns deportieren, notfalls auf Kosten der BID, was sonst niemals der Fall ist. Wer kein Geld für das Ticket und die Strafe hat, verrottet hier.

    23.06.03
    Wir erhalten unsere Deportations- Order.

    24.06.03
    Der Ombudsmann verhindert unsere Deportation

    24.07.03
    Man bringt uns in das Gefängnis zurück. Unser Raum ist mittlerweile vergeben, Freie Betten gibt es nicht. Wir schlafen für ca. 6 Wochen im Treppenhaus. Ratten laufen bei Nacht über unseren Körper.

    30.07.03
    Unser Einspruch gegen die Deportation wird abgelehnt. Wir erheben Einspruch im Präsidenten Office und beim Ombudsmann gegen die Ablehnung.

    Selbst wenn wir in diesem Einspruch gewinnen, bedeutet das nicht die Freiheit. Die BID wird bis zum Obersten Gerichtshof gehen, erst dann werden sie sich geschlagen geben, vorausgesetzt wir gewinnen.
    Voraussichtliche Dauer - weitere 12 -18 Monate.

    Wo ist unser Partner?

    Er hat seinen Anteil an dem Verkauf mit seiner Lebensgefährtin erhalten und ist nach Thailand geflohen, unser Anteil ging in die Hände von Liza, die für ihre gemeinsame Sache mit Joyce ihrer ehemaligen Todfeindin, unseren Anteil einbehalten hat für ihre Aufgabe, uns der Immigration zu zuspielen.


    Was ist unser Plan?

    Darüber können wir jetzt noch keine endgültige Antwort geben. Es ist von zu vielen Faktoren abhängig.


    Warum wir uns nicht Freikaufen?

    Freikaufen bedeutet auch, eingestehen der der uns vorgeworfenen Anklage, Akzeptierung der illegalen und willkürlichen Verhaftung, und Totalverlust unseres Vermögens. Absitzen und vor Gericht verlieren - ebenfalls.


    Vor Gericht kämpfen öffnet zumindest den Weg auf Schadenersatzforderung seitens der Klagen gegen die BID, als auch gegen LIZA, Joyce Teves, Claas Lindner und den neuen Käufer des Ressorts.

    22.01.04
    Wir erhalten einen Brief vom Büro des Präsidenten bzgl. unseres Einspruches gegen die Deportation

    http://bicutan.whirlins.com/gg/unser...Aussteiger.htm



    [hr:dcc878e49b]
    [hr:dcc878e49b]


    Was sind die Konsequenzen ?

    Wer in einem Land lebt, wo er zwar nicht rechtlos ist, doch mit starken Einschränkungen leben muß, der sollte sich vorher ein Netz spannen.

    In vielen Ländern dieser Welt gilt die Regel,

    Du entsprechend respektiert, wie die Gruppe stark ist, die hinter Deinem Rücken steht.

    Wenn der Fall der Fälle passiert, sollte man schon vorgebaut haben,
    eine hinterlegte Vollmacht auf eine Vertrauensperson in Deutschland, die der sich jetzt beim Anwalt abholen kann.

    Einen Notgroschen in Deutschland, für ein SAVE AND RESCUE Programm,
    denn in manchen Ländern auf der Welt werden Ausländer besonders heftig von den Wärtern gequält, wenn sie nicht regelmäßige Bestechungsgelder abliefern.

    Wer Lust hat, kann sich ja die Fotos auf der Webseite unten ansehen.
    [hr:dcc878e49b]

    http://bicutan.whirlins.com/gg/

  4. #3
    Rawaii
    Avatar von Rawaii

    Re: Über den Tellerrand - Expatschicksal auf den Phillipinen

    Hammerharte story und links...... :-(

  5. #4
    Avatar von dawarwas

    Registriert seit
    30.10.2002
    Beiträge
    3.385

    Re: Über den Tellerrand - Expatschicksal auf den Phillipinen

    Die Kehrseite der Medallie, in einem Land (von vielen), wo man als Expat/Auslaender keinerlei Rechte besitzt.

    Mir bleibt die Spucke weg.

    Mehr "Selbst unter dem Druck der Botschaft" gab es nicht ueber die deutsche Botschaft zu berichten.

    Sie haben keinen Anwalt oder sonstige weitere Hilfe angeboten/ durchgesetzt.

    :-(

  6. #5
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208

    Re: Über den Tellerrand - Expatschicksal auf den Phillipinen

    Mmhh, die storyline kommt mir irgendwie bekannt vor. Verschwörung von Partnern, Einheimischen, Intrigen, windige Anwälte, Rechtsnachteile? Habe ich auch schon von Geschäftsfreunden in Thailand gehört und einmal sogar schon selbst erlebt. Die Geschichten unterscheiden sich gar nicht so sehr von dem Fall Grumbach. In meinem Fall gab es allerdings einen gravierenden Unterschied - ich habe sehr viel früher den Schleudersitz betätigt. Manchmal muss man das sinkende Schiff eben vor den Ratten verlassen.

    Umsomehr tut es mir leid von dem Paar in den Phillipinen zu hören, das ist wirklich eine schockierende Geschichte. Leider jedoch recht typisch. Ich hoffe das die beiden dort wieder herauskommen ohne alles zu verlieren. Andere Auswanderer können von dieser Geschichte lernen, denn sie enthält genau das Muster das vielen gescheiterten Auslandsunternehmungen zugrundeliegt. Die sich wiederholende Thematik ist gegeben durch lokale Neider, Komplotts, und ein wackeliges Rechtssystem. Genau das gleiche Bild in Thailand. So etwas eskaliert häufig.

    Wenn man in das Jahr 2000 zurückschaut und nüchterne Risikoanalyse durchführt, zeichnet sich die Katastrophe jedoch schon ganz von Anfang an ab. Ein .......betreiber als Geschäftspartner. Ein rechtlich ungesicherter Landkauf. Eine Dreiecksbeziehung, Eifersucht und Geldinteressen von einheimischer Seite… genügend Sprengstoff um selbst das beste Unternehmen aus den Angeln zu heben. Unter diesen Voraussetzungen hätte ich überhaupt kein Resort gebaut. Aber im Nachhinein ist man ja immer klüger. Es wundert mich aber schon das das Ehepaar Grumbach überhaupt so weit gegangen ist. Spätestens im Jahr 2001 –nach der Messerattacke und Verleumdung– hätte man den Verlauf doch vorhersagen können.

    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen das es auch in Thailand wenig Sicherheiten für ausländische Unternehmer gibt. Die Rechtssystem ist auch hier diskriminatorisch und labil. Wer unter diesen Bedingungen trotzdem arbeiten möchte, muss auf alternative Strategien bauen. Das bedeutet 100% Kontrolle des Managements und wirksame Ausweichstrategien für Foulplay im Falle des Falles. Geschäfte die Immobilieninvestitionen beinhalten sind besonders riskant. Man kann sicherlich auch unter thailändischen Bedingungen erfolgreich arbeiten, aber das Risiko ist höher und ohne die entsprechende Rendite lohnt es sich nicht.

    Leider ist die Abschiebehaft auch in Thailand Endstation für manche "gescheiterte Existenz". Allerdings gibt es hier noch einen sarkastischen Kick. Wer in Thailand in Haft sitzt, kann sein Visum nicht verlängern. Wenn das Visum dann einmal abgelaufen ist, ist Overstay Gebühr fällig. Und wer diese nicht zahlen kann wird inhaftiert. Das ist kein Scherz.


    X-Pat

    P.S.: Danke an DisainaM für die Berichterstattung.

  7. #6
    Kon Talüng
    Avatar von Kon Talüng

    Re: Über den Tellerrand - Expatschicksal auf den Phillipinen

    Da tauchte ein Link auf, zu einem Ami, der das Ganze wohl hinter sich gebracht hat.

    From Dusk till Dawn

    Komischerweise mit zum Teil gleichen Photos, wie Familie Grumbach.

    Ich will an der Story nicht groß rütteln, die ist schon schlimm genug.

    Nur der Betrieb einer Webseite und Nutzung von Mailverkehr aus einem als scheusslich beschriebenen Abschiebegefängnis, ist mir noch etwas fremd.
    Liegt vielleicht auch nur an meinen dementsprechend fehlenden Erfahrungen.

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