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Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

Erstellt von Hippo, 12.08.2008, 10:23 Uhr · 6 Antworten · 646 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Hippo

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    Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

    Ist mir auch schon passiert. War aber kein Problem, bei der Bank zurueckgebucht und das wars. Aber man muss wirklich aufpassen. Einmal im Monat einen Blick auf seine Kontobewegungen werfen reicht ja. Man kann 6 Wochen rueckwirkend zurueckbuchen.
    Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab
    Callcenter sind im Besitz von Kontodaten


    Telefonspammer haben sich Zugang zu Kontodaten verschafft und buchen nun unerlaubt Geldbeträge ab. "Uns sind die ersten Fälle bekannt, in denen von Konten der betroffenen Verbraucher abgebucht wurde, obwohl diese unmissverständlich jegliche Teilnahme an einem Glücksspiel ablehnten", so Thomas Hagen, Sprecher der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. "Diese Tatsache ist erschreckend." 17.000 Datensätze sind im Umlauf.
    Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein verfügt über Informationen, nach denen Callcenter-Betreiber, die Glücksspiele, Waren oder Dienstleistungen anpreisen, zugleich ohne Einzugserlaubnis Geldbeträge in Höhe von 50 Euro von den Angerufenen abbuchen lassen. Viele Betroffene hätten angegeben, dass sie vor längerer Zeit Lose der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) bestellt und per Kontoabbuchung bezahlt hätten. Die Verbraucherschützer haben eine CD mit über 17.000 Datensätzen erhalten, auf der sich neben Namen, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum auch die kompletten Bankdaten von über 17.000 Verbrauchern finden. Eine Firma aus Nordrhein-Westfalen verkauft diese Datenbank offenbar weiter.

    Die Verbraucherschützer raten, Kontoauszüge regelmäßig zu prüfen. Banken und Sparkassen sollten die Möglichkeit einräumen, dass Abbuchungen unbekannter Quellen nicht ausgeführt werden, wenn der Kontoinhaber dies wünscht, fordert Hagen. Bereits jetzt können unberechtigt abgebuchte Beträge innerhalb von sechs Wochen zurückgefordert werden.

    Der Kieler Landesdatenschützer Thilo Weichert empfiehlt, bei der Preisgabe der privaten Kontoverbindung "absolut zurückhaltend" zu sein, vor allem im Internet oder am Telefon. Mindestens alle zwei Wochen sollten die eigenen Kontoauszüge darauf kontrolliert werden, ob unerwünschte oder unberechtigte Abbuchungen vorgenommen wurden. (asa)
    Golem

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Conrad

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    Re: Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

    Ich frag mich, wieso das überhaupt möglich ist, dass irgendeiner, der meine Bankverbindung kennt, was von meinem Konto abbuchen kann ?

    Soweit ich weiß, braucht man nicht mal eine Gewerbeanmeldung, um sich die Möglichkeit zu verschaffen, von fremden Konten Geld abzubuchen. Ich könnte das bei meiner Bank beauftragen, kostet wahrscheinlich was und dann buche ich einfach irgendwo was ab, bei manchen Internetshops steht ja auch die Bankverbindung netterweise im Impressum..

    Das ist mir mal vor zig Jahren mit AOL passiert, dass die einfach 10 DM von meinem Konto abgebucht haben, ohne Vertrag, ohne meine Einwilligung und ohne mein Wissen.

    Wieso läßt meine Bank das überhaupt so einfach zu, das irgendein Superhirn von meinem Konto was abbucht ?

    Gibts das eigentlich auch in anderen Ländern, diese Abbucherei ? Das ist doch irgendwie unglaublich, oder ? Das macht doch Betrug und Abzockerei so einfach wie nur was..

    Fragen über Fragen....Wer weiß da was drüber, wie geht das, warum geht das usw....

  4. #3
    Avatar von Hippo

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    Re: Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

    Lamai, das ist so wie du schreibst. Die meisten Firmen die sowas machen sitzen im Ausland (ausserhalb EG) und zwar deshalb, weil sich bei kleinen Betraegen so um 50€ die Strafverfolgung nicht lohnt und deshalb eingestellt wird. Das haben sie mal in einem Bericht im RBB gebracht.

  5. #4
    Avatar von Caveman

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    Re: Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

    Changman, das geht so gar nicht. Am Lastschriftverfahren koennen nur natuerliche und juristische Personen mit Konto in Deutschland teilnehmen. Diese muessen von ihrer Bank auch extra dafuer freigegeben werden. Von einer Bank im Ausland aus geht das gar nicht.

    Keine Bank wird irgendwelchen "Wackelkandidaten" aus dem Ausland die Teilnahme am Lastschriftverfahren erlauben. Wenn in Einzelfaellen mal doch, dann nur gegen entsprechende Sicherheiten oder das Geld wird erst freigegeben, wenn keine Rueckbuchung mehr zu befuerchten ist.

    Einem betruegerischen Lastschriftabbucher wird die Bank dann auch sehr schnell die Teilnahme am Lastschriftverfahren versagen und der wird dann auch kaum eine andere Bank finden, die ihm diese wieder ermoeglicht. Den Schaden hat in solchen Faellen ja schliesslich die Bank des Abbuchers, weil die beim Lastschriftwiderspruch die Kohle auf alle Faelle wieder rausruecken muss. Ob beim Zahlungsempfaenger noch was zu holen ist oder nicht, spielt hierfuer keine Rolle.



    @Lamai

    Das ist ganz einfach eine nette Vereinfachung im Zahlungsverkehr, die fuer beide Seiten (Zahlungspflichtiger und Zahlungsempfaenger) zahlreiche Erleichterungen gegenueber anderen Zahlungswegen bietet. Der Zahlungspflichtige traegt - im Gegensatz zum Zahlungsempfaenger - auch gar kein Risiko, weil er so einer Lastschrift voellig einfach und ohne Angabe von Gruenden zurueckbuchen lassen kann. Dies uebrigens nicht nur in den ersten 6 Wochen sondern in aller Regel deutlich laenger.

    Man kann sein Konto uebrigens auch gegen Lastschriften aller Art sperren lassen. Dann kann keiner mehr was abbuchen. Eine solche Sperre ist aber grundsaetzlich nur fuer alle Lastschriften moeglich, nicht jedoch selektiv nur fuer solche bestimmter Zahlungsempfaenger.

    Gruss
    Caveman

  6. #5
    Avatar von Hippo

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    Re: Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

    Changman, das geht so gar nicht. Am Lastschriftverfahren koennen nur natuerliche und juristische Personen mit Konto in Deutschland teilnehmen. Diese muessen von ihrer Bank auch extra dafuer freigegeben werden. Von einer Bank im Ausland aus geht das gar nicht.
    Hast natuerlich recht soweit. Ist auch schon ne weile her, das ich das im TV gesehen habe. Wenn ich mich recht erinnere gabs ein deutsches Konto, das aber nur Durchgangs station nach Cayman oder so war. Und bis die Deutsche Bank was merkt und das Konto sperrt, hat der bereits abgesahnt und woanders ein neues Konto eroeffnet.
    Aber wie gesagt, der Bericht ist so etwa 1 Jahr her. Ich weis nur, das ein Reporter es nachvollzogen hat. Er brauchte blos einige Formulare ausfuellen (ich weiss nicht mehr welche) und konnte dann von einem anderen Konto einfach Geld einziehen. Hat dann alles die Bank fuer ihn gemacht. Geht aber nur mit kleinen Betraegen. Aber die Masse macht es wohl.

  7. #6
    Avatar von Caveman

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    Re: Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

    Geschaedigt ist dabei dann aber nicht der, bei dem abgebucht wurde, sondern die Bank, ueber die diese Abbuchung veranlasst wurde. Jedenfalls dann, wenn der Lastschrift rechtzeitig widersprochen wurde. Und so ein Widerspruch ist regelmaessig bis zur naechsten Saldenanerkennung moeglich.

    Gruss
    Caveman

  8. #7
    Avatar von Hippo

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    Re: Telefonspammer buchen unerlaubt von Bankkonten ab

    Jetzt merken die Banken aber auch was fuer einen Mist die da machen. Meiner Meinung nach waere eine Einzugsermaechtigung eine Voraussetzung fuer das Abbuchen.
    Aber vielleicht kommt das ja jetzt.

    Besserer Kundenschutz bei Lastschriftverfahren gefordert
    Skandal um Missbrauch von Kontodaten weitet sich aus


    Im Skandal um den Missbrauch von tausenden Kontodaten für betrügerische Lastschriftbuchungen fordern Politiker und Verbraucherschützer strengere Kontrollen. "Banken haben zu prüfen, ob tatsächlich eine Einzugsermächtigung vorliegt", so Joachim Betz, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen. Sonst werde Betrug Vorschub geleistet.
    Wie in dieser Woche bekannt wurde, haben sich Telefonspammer Zugang zu Kontodaten verschafft und unerlaubt per Lastschriftverfahren Geldbeträge von privaten Bankkonten abgebucht. Viele Betroffene hätten angegeben, dass sie vor längerer Zeit Lose der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) bestellt und per Kontoabbuchung bezahlt hätten. Diese lehnt aber jede Verantwortung für die Vorgänge ab. Verbraucherschützern war eine CD mit vermeintlichen SKL-Datensätzen zugespielt worden, auf der sich die Namen, Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und Bankdaten von 17.000 Menschen fanden.

    "Die Banken müssen zumindest stichprobenartig bei verdächtigen Abbuchungen prüfen, ob ein Kontoinhaber dieser Abbuchung überhaupt zugestimmt hat", sagte SPD-Datenschutzexperte Jörg Tauss der Frankfurter Rundschau. Laut der innenpolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Gisela Piltz, "schnitten die Banken sich ins eigene Fleisch, wenn die Kunden den Eindruck gewinnen, dass ihre Daten nicht sicher sind", erklärte sie der Zeitung.

    Petra Pau, Innenexpertin der Linken, sagte dazu: "Die Missbrauchsskandale mit persönlichen Daten häufen sich. Wo geschützte Daten zur Handelsware verkommen, obsiegt die Kriminalität über Grundrechte." Es sei höchste Zeit, den Datenschutz rechtlich zu stärken und Datenmissbrauch schärfer zu ahnden.

    Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) warnte dagegen vor überzogenen Forderungen an die Geldinstitute. "Wer generell den Missbrauch bei Lastschriftverfahren verhindern will, stellt das gesamte Verfahren in Frage", sagte Bosbach der Frankfurter Rundschau.

    Laut Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen häufen sich die Anfragen der Opfer: "Wie ist es möglich, dass einfach 70 Euro von meinem Konto abgebucht werden, obwohl ich dafür nie eine Einzugsermächtigung erteilt habe?", empörten sich Betroffene. Dabei sei immer wieder der Name des Kölner Unternehmens LottoTeam Support gefallen, das für eine Beteiligung an sogenannten LottoTeam WinFonds wirbt.

    In dieser Woche hätten sich fast 100 Betroffene gemeldet, fasst Verbraucherschützer Betz zusammen. Regelmäßige Kontrollen der Bankauszüge und das Rückbuchen im Falle eines Missbrauchs innerhalb von sechs Wochen seien Maßnahmen, um das Konto vor Dieben zu schützen. Warum aber solle immer nur der Kontoinhaber aktiv werden, aufpassen, prüfen, rückbuchen, fragt Betz. Bei Ärgernissen mit Lastschriften müsse man auch auf die Banken schauen. "Sie haben zu prüfen, ob tatsächlich eine Einzugsermächtigung vorliegt", fordert Betz. Liegt diese nicht vor, weil die Lastschrift unbefugt mit den Kontodaten des Verbrauchers in Auftrag gegeben wurde, sei das Betrug. "Betroffene sollten Anzeige erstatten", empfiehlt Betz. (asa)
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