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Selbstständigkeit - welche Rechtsform?

Erstellt von Tademori, 10.06.2009, 11:59 Uhr · 141 Antworten · 4.304 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Paddy",p="735004
    Zitat Zitat von Thaimax",p="735002
    Zitat daraus:

    Es ist zu beachten, dass die Gesellschafter gem. § 5a Abs. 4 GmbHG bei drohender Zahlungsunfähigkeit (bereits dann, wenn auch nur eine Rechnung nicht innerhalb der Zahlungsfristen bezahlt werden kann) unverzüglich eine Gesellschafterversammlung abhalten müssen. Bei der GmbH muss dies nur erfolgen, wenn sich aus der Bilanz ergibt, dass die Hälfte des Stammkapitals verloren ist (§ 49 Abs. 3 GmbHG).
    Das stellt sich in der Realität sehr problematisch dar.

    Kann ja nur ein Witz sein
    Wieso, kann sich doch auch um eine Einmann-Gesellschaft handeln und dann konferierst Du eben kurz mit Dir selbst.


    Spass beiseite, Link gerade verhaut
    Wenn Zahlungsunfähigkeit droht, müssen alle Beteiligten vom Geschäftsführer bis zum Gesellschafter Insolvenz anmelden. Ansonsten droht auch hier die Haftung mit dem Privatvermögen.
    Ist ein wesentlicher Punkt, den man nicht übersehen sollte.

    Sicherlich sinnvoller doch 25.000 Stammkapital zu haben....

  2.  
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  3. #32
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Thaimax",p="735005
    Wenn Zahlungsunfähigkeit droht, müssen alle Beteiligten vom Geschäftsführer bis zum Gesellschafter Insolvenz anmelden. Ansonsten droht auch hier die Haftung mit dem Privatvermögen.
    Ist ein wesentlicher Punkt, den man nicht übersehen sollte.

    Sicherlich sinnvoller doch 25.000 Stammkapital zu haben....
    Dieses Stammkapital musst Du ohnehin durch Rücklagen ansparen und wer zahlungsunfähig ist, muss ohnehin zumachen. Wie sonst?

    Bequemer geht's natürlich mit 25.000 Kapital. Und mit einem einzigen Euro sollte man ohnehin nichts anfangen.
    Vielleicht noch 'ne Kugel Eis kaufen?

  4. #33
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    @Thaimax
    Was sich mir nicht so erschließt, ist, warum Du unbedingt eine beschränkte Haftung haben mußt. In vielen Bereichen ist die mindestens in der Gründungsphase schlicht nicht nötig. Graphiker, Fotografen, Friseure, was weiß ich, die brauchen u. U. eine entsprechende Versicherung, falls sie mal einem die Kamera auf den Kopf fallen lassen oder das Ohr abschneiden, aber doch keine GmbH.

    Eine beschränkte Haftung benötige ich, wenn ich innerhalb meiner Tätigkeit erhebliche finanzielle Risiken eingehe, die über Versicherungen nicht abdeckbar sind. Das betrifft dann aber i. d. R. auch Firmen, die eh eine größere Kapitalausstattung (Maschinen, Mitarbeiter etc.) benötigen, so daß die bei Gründung vorzuzeigenden 25 000.- Euro in den meisten Fällen überhaupt kein Problem sein sollten.

    Vielleicht bin ich auch einfach zu blöd, aber mir fallen da spontan einfach keine Beispiele ein bzw. ich kenne mich mit den Versicherungsmöglichkeiten zu wenig aus, um für eine kleine (weil kleine Kapitaldecke) Firmengründung eine GmbH notwendig sein soll. Vielleicht kannst Du mir da ja mal auf die Sprünge helfen.

    Und die normalen Personengesellschaften haben zumindest in Deutschland rein bürokratisch und kostenmäßig große Vorteile. Einmal zum Gewerbeamt, ca. 30.- Euro und man ist angemeldet. Dann noch ein Schriebs zu Berufsgenossenschaft und der Steuerkram. Keine automatische Gewerbesteuer, keine Bilanzierung sondern simple Einnahme/Überschußrechnung, alles Vorteile.

  5. #34
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Tademori",p="735010
    @Thaimax
    Was sich mir nicht so erschließt, ist, warum Du unbedingt eine beschränkte Haftung haben mußt. In vielen Bereichen ist die mindestens in der Gründungsphase schlicht nicht nötig.
    Tademori, um mich geht es hier nichtmal annähernd, für mich ist letztendlich lediglich die Abgabenquote entscheidend, ausserdem habe ich selbst 2 Kapitalgesellschaften hier in Spanien.(warum 2 ist zu kompliziert hier zu erklären, hat was mit Auslagerung und ZEC-Zone zu tun)

    War mehr allgemein gemeint, in Hinblick auf Pleiten von Selbständigen, die ihr Leben lang an ihren Schulden zu knabbern haben, während die, die eine GmbH haben diese Probleme nach einer Pleite nicht haben....geht mir halt mehr ums "Ungleiche"....

  6. #35
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Sorry, das Du war gar nicht auf Dich bezogen, sondern darauf, daß Du so auf die GmbH für kleines Geld drängst. Mir erschließt sich aus den genannten Gründen der Sinn nicht. Kleines Geld - i.d.R. kleines Risiko, wozu die GmbH? Wenn man dann wächst, dann man ja immer noch umwandeln.

  7. #36
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Tademori",p="735031
    [...] Mir erschließt sich aus den genannten Gründen der Sinn nicht [...]
    Vielleicht beantwortet das deine Frage.
    Zitat Zitat von Thaimax",p="734966
    [...] ich kenne zu viele ehemalige Selbständige [...], die [...] keine normale Arbeit mehr annehmen können weil sie auf ca. 800 Euro runtergepfändet werden. [...]

  8. #37
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Tademori",p="735031
    Sorry, das Du war gar nicht auf Dich bezogen, sondern darauf, daß Du so auf die GmbH für kleines Geld drängst. Mir erschließt sich aus den genannten Gründen der Sinn nicht. Kleines Geld - i.d.R. kleines Risiko, wozu die GmbH? Wenn man dann wächst, dann man ja immer noch umwandeln.
    Ich verstehe Dich widerum nicht. War selbst betroffen und letztlich wuchsen die Schulden anschliessend weit über die (verlorene)Investitionssumme hinaus und immer weiter, mit Zins und Zinseszins.

    Das Verrückte daran ist, die Gläubiger sehen zwar nie ihr Geld, schon weil man wegen ständig akuter Pfändungsgefahr niemals eingestellt wird und somit auch nix mit Ratenzahlungen läuft. Stattdessen übernimmt dann die Allgemeinheit Sozialhilfekosten und Hartz4 lebenslänglich. Konkursantrag wurde mangels Masse abgelehnt. Privatinsolvenz wegen des Überschreitens einer dafür festgelegten Gläubigerzahl gleichfalls abgelehnt.

    Nun lasse ich mich von Inkassounternehmen, die eine (fruchtlose) Kontopfändung vorgenommen haben bzw. das tun wollen, erpressen/nötigen und zahle Raten, von dem eigentlich unpfändbaren ALGII, damit mir die Bank nicht auch noch das Konto dichtmacht.

    Organisationen die im Auftrag der ARGE vermitteln und schulen, schütteln bedauernd den Kopf, weil sie bei solch einer Vermittlung gleich Ärger mit den Auftraggebern/Arbeitgebern bekommen würden.

    Das Arbeitsamt zahlte zuvor sehr teure Weiterbildungsmassnahmen und förderte mein Abendstudium, um mir anschliessend, nach viel Schweiss und Arbeit meinerseits, zu erklären, ich seie bereits zu alt für einen Einstieg in diesen Job.

    Und warum das alles? Weil mich "liebe" Mitarbeiter zuletzt permanent beklaut, betrogen und ausgenutzt hatten.

    Kranker geht's einfach nicht (meine nicht Dich, sondern dieses absurde System).

    Ich wäre heute froh, hätte ich damals eine GmbH gehabt.

  9. #38
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Pee Niko",p="735044
    Zitat Zitat von Tademori",p="735031
    [...] Mir erschließt sich aus den genannten Gründen der Sinn nicht [...]
    Vielleicht beantwortet das deine Frage.
    Zitat Zitat von Thaimax",p="734966
    [...] ich kenne zu viele ehemalige Selbständige [...], die [...] keine normale Arbeit mehr annehmen können weil sie auf ca. 800 Euro runtergepfändet werden. [...]
    Ja, das ist auch die Antwort darauf....

    Zum Beispiel Bereiche aus dem Dienstleistungssektor, wenig Anfangskapital notwendig, aber personalaufwendig.

    Pleiten aus solchen Firmen sind häufig das Resultat aus nicht bezahlter Steuer, oder aus nicht bezahlten Lohnnebenkosten...hier wieder zum Vergleich, "die Grossen" lassen gerade für ca. 40.000 Mitarbeiter die Löhne von der Bundesagentur für Arbeit bezahlen. Sie selbst bleiben vermögend....wie bereits geschrieben, die "Ungleichheit" ist es, die ich hier mal in den Raum stelle....

    Edit: Paddys Posting, das beste Beispiel, er ist selbst betroffen, kaltgestellt wegen der persönlichen Haftung, unvermittelbar wegen den Pfändungen, im Endeffekt für ihn eine Katastrophe und der Allgemeinheit kommt es teurer als wenn er jetzt wieder normal arbeiten könnte. - ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen, vor allem im Hinblick auf Ex-Gmbhler, die von so einem Szenario absolut unbetroffen sind....

  10. #39
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Thaimax",p="735049
    Zitat Zitat von Pee Niko",p="735044
    Zitat Zitat von Tademori",p="735031
    [...] Mir erschließt sich aus den genannten Gründen der Sinn nicht [...]
    Vielleicht beantwortet das deine Frage.
    Zitat Zitat von Thaimax",p="734966
    [...] ich kenne zu viele ehemalige Selbständige [...], die [...] keine normale Arbeit mehr annehmen können weil sie auf ca. 800 Euro runtergepfändet werden. [...]
    Ja, das ist auch die Antwort darauf....

    Zum Beispiel Bereiche aus dem Dienstleistungssektor, wenig Anfangskapital notwendig, aber personalaufwendig.

    Pleiten aus solchen Firmen sind häufig das Resultat aus nicht bezahlter Steuer, oder aus nicht bezahlten Lohnnebenkosten...hier wieder zum Vergleich, "die Grossen" lassen gerade für ca. 40.000 Mitarbeiter die Löhne von der Bundesagentur für Arbeit bezahlen. Sie selbst bleiben vermögend....wie bereits geschrieben, die "Ungleichheit" ist es, die ich hier mal in den Raum stelle....
    Verstehst Du nun warum ich die Linke wähle, die massgeblich das Genossenschaftsmodell befördern wollen?

    Bei den anderen Parteien bleibt's doch beim "weiter so".

  11. #40
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Paddy",p="735046
    Ich wäre heute froh, hätte ich damals eine GmbH gehabt.
    Das ist ja alles verständlich.
    Aber dann muss man eben auch verstehen, warum sich die Karstadt-Eigentümer aus den Schuldenbergen raushalten wollen. Ist ja dasselbe Prinzip, nur in groß.

    Und genau das halte ich gesamtgesellschaftlich für falsch.
    Wenn ich schon höre: auf 800 Euro heruntergepfändet. Als wenn man ein paar Jahre nicht mit 800 Euro leben könnte.
    Das ist im Prinzip doch immer noch Luxus und nicht "am Boden zerstört".

    Auch wenn einen die Kunden, Partner und Mitarbeiter ums Ohr hauen, ist man doch immer noch selber dafür verantwortlch. Dann muss man bei der Einstellung der Mitarbeiter eben besser aufpassen. Man muss sehen, dass man mit den richtigen Partnern zusammenarbeitet und bei Kunden eben bei der Kalkulation schon eine bestimmte Zahlungunwilligkeit einkalkuliert.

    Das gehört doch zu einem guten Geschäftsnmann dazu.
    Ich kann doch nicht Karstadt oder Opel wegen ihrer Unfähigkeit kritisieren, wenn es kleine Unternehmer auch nicht besser hinbekommen und lieber ihr Unternehmen an die Wand fahren, weil man selber ja keinen Schaden hat.

    Das Prinzip kann doch gar nicht funktionieren.
    Ich verstehe es auch nicht, dass es Privatinsolvenzen gibt.
    Gut, wenn man wirklich unverschuldet in Not gerät, dann ja. Aber meist sind es meherere Autos und Häuser, übermässiger Luxus, Spiel- und Kaufsucht, die zu hohen Schulden führen. Warum sollen die Schuldner auf den Kosten sitzen bleiben? Das ist doch ein Kreislauf ohne Ende.

    Wer sich unnötig verschuldet, soll dafür aufkommen und lernen. Egal, ob Unternehmer oder Privatperson. Nur so werden die Menschen selbständig und die Welt besser.

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