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Selbstständigkeit - welche Rechtsform?

Erstellt von Tademori, 10.06.2009, 11:59 Uhr · 141 Antworten · 3.491 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Maenamstefan",p="734990
    Gibt es schon, Einlage wohl 256 Euronen

    Nachteile gegenüber einer "normalen" Gmbh?

  2.  
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  3. #22
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Solange der Konkurs nicht verschleppt oder in anderer Form "mutwillig" herbeigeführt wurde, haftet die GmbH als selbständige Rechtsperson. Gründe dafür müssen keine Zahlungsausfälle von Kundenseite sein, bspw. geht die Auftragslage zurück, Bankschulden können nicht mehr beglichen werden etc. Dann ist halt irgendwann der Konkurs fällig. Eine Verschleppung kann in den wenigsten Fällen nachgewiesen werden, konnte doch keiner wissen, dass sich das Geschäftsjahr gegen alle Erwartungen so schlecht entwickelt etc. Sicherlich wird in vielen Fällen (gerade bei Banken) häufig mit persönlicher Bürgschaft gearbeitet, aber das betrifft dann eher größere mittelständische Unternehmen. Ich habe einen Dispo von 20 000.- Euro, den ich einmal kurzfristig brauchte und seitdem nie mehr beansprucht habe. Denke mal, den hätte ich als GmbH genauso bekommen. Mein Kumpel hat ne GmbH in Berlin mit 100 000.- Euro Gesamtdarlehen, da läuft auch nichts persönlich. Was er hat, bleibt auch seins und die Bude schrammt Monat für Monat an der Pleite entlang.

    Und die Lieferanten arbeiten eben in vielen Fällen nicht so, siehe Holzmann, VW o. ä. Die werden kaum von den Hauptanteilseignern persönliche Bürgschaften verlangen können. Ist letztlich wohl auch eine Frage der Abhängigkeit.

    Tui hatte ca. 7 Milliarden Verbindlichkeiten (Stand Anfang 2008) gegenüber schöngerechneten knapp 7 Milliarden Eigenkapital. Da haftet doch kein Mensch persönlich...

    Die Beispiele sind jetzt zwar teilweise Aktiengesellschaften, aber so riesig ist der Unterschied da rechtlich letzlich auch nicht.

  4. #23
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Ohne da jetzt weiter zu recherchieren, es gibt da diese aus England stammende limited Gesellschaftsform seit einigen Jahren. Nachteile: Jeder vernünftige Mensch wird da in allen Fällen Vorkasse verlangen, Bankdarlehen nur gegen persönliche Bürgschaft, also eigentlich blödsinnig. Habe jedenfalls noch nichts positives darüber gehört.

    Letzlich haftest Du - wenn Du nicht gerade einen Dummen findest - dann eben doch persönlich und kannst entsprechend viel einfacher als GbR oder EU fungieren. Von Wettbewerbsnachteilen in Deutschland mal ganz abgesehen. Ich würde einer solchen Gesellschaft wahrscheinlich noch nicht mal ne E-Mail beantworten, weil ich in den normalen Bereichen mit kleinen Margen arbeite und mir der E-Mail Verkehr mit Vorkasse etc. einfach zu viel wäre, um unterm Strich dann tatsächlich noch Gewinn zu machen.

    Ich hatte einmal einen Fall, da hatten die ihre Gesellschaftsform im Schriftverkehr nicht deutlich gemacht, was ja vorgeschrieben ist. Bestellt hatte die Sekretärin, letztlich hätte die vor Gericht wohl auch die Bestellung zahlen müssen (sagte mir zumindest meine Inkasso-Firma), ich habe das dann aber wegen der kleinen Summe und weil die Frau da wohl eher das Opfer war, sein lassen.

  5. #24
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    @Samuianer

    Sorry für meine Kritik neulich wegen Link, Deine Argumente haben mich überzeugt. Also hier mal was zur Limited:

    "Billig und einfach eine Firma gründen. Das wäre für viele Unternehmer eine feine Sache. Und genau das versprechen sie sich von der englischen Gesellschaftsform der GmbH, der "Private Company Limited by Shares" kurz Limited (Ltd).
    Die Gründung einer solchen gesellschaftsform/">Gesellschaftsform hat sicherlich einige Vorteile gegenüber einer GmbH. Denn Sie können sie einfach und schnell gründen. Sie benötigen weder Anwalt noch Notar, sondern reichen Ihren Gesellschaftsvertrag bei einem englischen handelsregister/">Handelsregister ein. Nach ca. 14 Tagen bekommen Sie die Gründungsurkunde, und das war es. Die gesamten Gründungskosten liegen regelmäßig bei unter 500 Euro.

    So einfach und unkompliziert, wie es zunächst aussieht, ist der Umgang mit der Gesellschaftsform der limited/">Limited jedoch nicht. Folgende Punkte sprechen dagegen:

    Hoher Verwaltungsaufwand
    Für die Gründung benötigen Sie einen Firmensitz ("registered office") in England, an dem alle Dokumente zugestellt und aufbewahrt werden können. Wollen Sie die Unterlagen an Ihrem Hauptfirmensitz aufbewahren, müssen Sie sie alle sechs Monate zur Prüfung nach England schicken.

    Außerdem: Die Anforderungen an die Bilanzierung und Buchhaltung sind sehr streng. Jährlich sind ein jahresabschluss/">Jahresabschluss und eine Gesellschafterliste einzureichen sowie eine Steuererklärung abzugeben. Ist die Limited außer in Deutschland auch in einem anderen Land aktiv, verdoppelt sich der Aufwand.
    Höhere Risiken
    Werden die Rechtspflichten im Gründungsland verletzt, müssen Sie unter Umständen mit erheblichen Bußgeldern rechnen. Auch kann es sein, dass die Gesellschaft kurzfristig ganz gelöscht wird. Das kann teuer werden.

    Banken sehen die Gesellschaftsform der Limited skeptisch
    Die deutschen Kreditinstitute stehen der englischen Limited eher zurückhaltend gegenüber. Ihre Kreditverhandlungen werden dadurch nicht leichter. Denn die Frage der Haftung ist keineswegs geklärt. Zwar sieht das englische Recht klar eine Haftungsbegrenzung auch ohne Kapitaleinlage vor; jedoch sind sich die deutschen Gerichte bisher nicht einig, ob sie damit leben können. Die fehlende Kapitalausstattung könnte eine umfassende haftungsfreistellung/">Haftungsfreistellung verhindern. Bis hierüber eine höchstrichterliche Entscheidung getroffen wird, bleibt ein gewisses Risiko bestehen.

    Auch für Vertragspartner ist die Gesellschaftsform der Limited risikoreich
    Da es keine Mindesthöhe für das Stammkapital einer Limited gibt und als Gründungssitz ein Briefkasten reicht, wissen Sie nicht, wie liquide das Unternehmen ist. Informieren Sie sich deshalb bei neuen Vertragspartnern, die in einer solchen Gesellschaftsform organisiert sind, auf jeden Fall über die Kreditwürdigkeit. Verlangen Sie bei größeren Geschäften im Zweifel Sicherheiten.

    Fazit: Die Limited kann sich durchaus in dem ein oder anderen Fall als Gesellschaftsform für ein Unternehmen anbieten. Die Wunderwaffe, als die sie teilweise angepriesen wird, ist sie jedoch nicht. Insbesondere der hohe Verwaltungsaufwand und die dadurch entstehenden hohen Folgekosten können einige Vorteile schnell zunichte machen. "

  6. #25
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Thaimax",p="734991
    Zitat Zitat von Maenamstefan",p="734990
    Gibt es schon, Einlage wohl 256 Euronen

    Nachteile gegenüber einer "normalen" Gmbh?
    Gar keine. Limited ist nicht mehr nötig.

    Allerdings darf man dann auch Kredite vergessen.

  7. #26
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Paddy",p="734996
    Zitat Zitat von Thaimax",p="734991
    Zitat Zitat von Maenamstefan",p="734990
    Gibt es schon, Einlage wohl 256 Euronen

    Nachteile gegenüber einer "normalen" Gmbh?
    Gar keine. Limited ist nicht mehr nötig.

    Allerdings darf man dann auch Kredite vergessen.
    Das ist dann ne prima Sache, die ich sehr lobenswert finde

    Wenn die Gründung dann auch noch einfach durchzuführen ist kann man von einem Schritt in die richtige Richtung sprechen

  8. #27
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Thaimax",p="734997
    Das ist dann ne prima Sache, die ich sehr lobenswert finde

    Wenn die Gründung dann auch noch einfach durchzuführen ist kann man von einem Schritt in die richtige Richtung sprechen
    Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), umgangssprachlich auch als „Mini-GmbH“ bezeichnet, wurde in Deutschland im Zuge der Reform des Rechts der GmbH durch das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) als existenzgründerfreundliche Variante der herkömmlichen GmbH eingeführt (§ 5a GmbHG). Sie ist keine neue Rechtsform, sondern eine GmbH mit einem geringeren als dem Mindestkapital gem. § 5a GmbHG und daher mit einer besonderen Bezeichnung.

    Quelle und weiteres hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmergesellschaft_(haftungsbeschr%C3%A4nkt)

    1 Euro Stammkapital reicht erstmal. ;-D

    Hier die amtliche Version:

    http://www.bmj.bund.de/momig

  9. #28
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat daraus:

    Es ist zu beachten, dass die Gesellschafter gem. § 5a Abs. 4 GmbHG bei drohender Zahlungsunfähigkeit (bereits dann, wenn auch nur eine Rechnung nicht innerhalb der Zahlungsfristen bezahlt werden kann) unverzüglich eine Gesellschafterversammlung abhalten müssen. Bei der GmbH muss dies nur erfolgen, wenn sich aus der Bilanz ergibt, dass die Hälfte des Stammkapitals verloren ist (§ 49 Abs. 3 GmbHG).
    Das stellt sich in der Realität sehr problematisch dar.

    Kann ja nur ein Witz sein

  10. #29
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Die kannte ich noch nicht, 2008, da war ich schon in Thailand. Hat also mit der von mir geschilderten Limited nix zu tun. Danke für den Hinweis Paddy, damit habe ich eine weitere Gesellschaftsform, mit der ich wohl eher keine Geschäfte machen werde...

    Hängt aber wie gesagt von meinem eigenen Geschäftsmodell und der Tatsache, daß ich mein Geschäft von Thailand aus betreibe zusammen, soll also keine grundlegende Kritik an dieser Gesellschaftsform sein. Bei normalen GmbHs habe ich halt genau wie mit persönlicher Haftung seit Jahren ziemlich konstante Ausfälle, bei diesen Mini-GmbHs mit Mindesteinlage 1.- Euro wäre ich einfacher vorsichtiger und Vorortbesichtigung geht nunmal nicht.

  11. #30
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Thaimax",p="735002
    Zitat daraus:

    Es ist zu beachten, dass die Gesellschafter gem. § 5a Abs. 4 GmbHG bei drohender Zahlungsunfähigkeit (bereits dann, wenn auch nur eine Rechnung nicht innerhalb der Zahlungsfristen bezahlt werden kann) unverzüglich eine Gesellschafterversammlung abhalten müssen. Bei der GmbH muss dies nur erfolgen, wenn sich aus der Bilanz ergibt, dass die Hälfte des Stammkapitals verloren ist (§ 49 Abs. 3 GmbHG).
    Das stellt sich in der Realität sehr problematisch dar.

    Kann ja nur ein Witz sein
    Wieso, kann sich doch auch um eine Einmann-Gesellschaft handeln und dann konferierst Du eben kurz mit Dir selbst.

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