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Selbstständigkeit - welche Rechtsform?

Erstellt von Tademori, 10.06.2009, 11:59 Uhr · 141 Antworten · 4.308 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Thaimax",p="734963
    Die persönliche Haftung ist auch ein nicht unwesentlicher Teil, kracht es und man wird bis aufs Existenzminimum gepfändet fehlt häufig die Motivation einer offiziellen Tätigkeit nachzugehen. Da gehen die Gläubiger sowieso meist leer aus, überflüssigerweise ist das Leben von Demjenigen dann aber zerstört....
    Natürlcih ist für einen selber eine GmbH sinnvoller.
    Aber für das System halte ich solche Geschäftsformen für einen Grund für Krisen und Pleiten.

    Man kann es nämlich auch so sehen: wer selber voll haftet, geht verantwortungsvoller mit seinem Unternehmen um.
    Wenn man pleite geht, zahlt nicht der Staat oder die Gläubiger - sprich andere Unternehmen.

    Wer die Sicherheit einer GmbH anstrebt, kann auch gleich Angestellter bleiben. No risk no fun.

    Das Problem mit der Zahlung auf Rechnung haben ja viele. Ich bekomme mein Geld auch immer im Nachhinein. Bis auf ganz wenige Ausfälle habe ich aber bislang immer alles bekommen. Anscheinend ist die Zahlungsmoral bei Firmen höher als bei privaten Kunden, wo die Nichtzahlungsrate ja bei 20% liegen soll.

    Man muss als Selbstständiger Nichtzahlungen halt irgendwie mit einkalkulieren. Wenn ich in Vorleistung gehe, 20000 Euro zahlen muss, aber nur noch 20000 auf dem Konto habe, gehe ich das Risiko halt nicht ein, auch wenn ich 30000 verdienen würde.
    Gier zahlt sich oft nicht aus. Mir sind deshalb auch schon hochlukrative Geschäfte flöten gegangen. Aber langfristig zahlt sich das aus. D.h. eher verantwortungsvolles Risiko gehen.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Natürlcih ist für einen selber eine GmbH sinnvoller.
    Muss jeder individuell schauen ob es fuer einen Sinn macht.
    Kumpel mit damals noch 2 Thairestaurants - dem hat das absolut nichts gebracht ausser Kosten und Papierkrieg.
    Der aergert sich Heute noch das er sich von seinem Steuberater belabbern lassen hat, der einzige der verdient hat war sein Steuerberater !

  4. #13
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Natürlcih ist für einen selber eine GmbH sinnvoller.
    Aber für das System halte ich solche Geschäftsformen für einen Grund für Krisen und Pleiten.

    Man kann es nämlich auch so sehen: wer selber voll haftet, geht verantwortungsvoller mit seinem Unternehmen um.
    Wenn man pleite geht, zahlt nicht der Staat oder die Gläubiger - sprich andere Unternehmen.
    Zu1) Das streite ich auf keinen Fall ab, aber dann bittschön für alle, wenn man es etwas enger betrachtet bedeutet die GmbH einen enormen Wettbewerbsvorteil aufgrund dessen, dass man bei Risiken nicht quasi sein Leben riskiert.

    Zu2)Wie bereits gesagt, wenn ein persönlich haftender Firmeninhaber pleite geht gibt es meistens sowieso kein Geld, nur mit dem Unterschied, dass dem sein Leben im Eimer ist..

  5. #14
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Sollte man den Thread nicht trennen? Hat doch fast nichts mehr mit dem Ursprungspost zu tun. Gesellschaften in einen neuen Thread.

  6. #15
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="734972
    Natürlcih ist für einen selber eine GmbH sinnvoller.
    Muss jeder individuell schauen ob es fuer einen Sinn macht.
    Kumpel mit damals noch 2 Thairestaurants - dem hat das absolut nichts gebracht ausser Kosten und Papierkrieg.
    Der aergert sich Heute noch das er sich von seinem Steuberater belabbern lassen hat, der einzige der verdient hat war sein Steuerberater !
    Und da liegt imho das Problem.

    Da wird lieber stundenlang über den guten Ruf der deutschen und österreichischen GmbHs wegen der hohen Haftungssumme philosophiert, aber eh nur von denen, die eine haben, während in anderen Ländern die normalen Durschnittsbürger sich problemlos selbständig machen können ohne ihr Leben quasi aufs Spiel zu setzen.

  7. #16
    Avatar von Conrad

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    GmbH bringt doch eigentlich nichts. Denn die Lieferanten holen sich ihr Geld immer falls du pleite gehst, da nützt dir die "beschränkte Haftung" dann auch nichts, denn irgendwie muß man ja dann wieder neu anfangen nach einer Pleite.

    Ich seh da keinen großen Unterschied, ob als Kapitalgesellschaft oder Vollhafter als Einzelunternehmer oder ner OHG oder GBR, man muß eben immer verdammt vorsichtig sein.

    Wenn man mit ner GmbH pleite geht, darf man eh für 5 Jahre erstmal nicht mehr in Erscheinung treten als Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft, oder sehe ich das falsch ?

    Was m.E. ein Nachteil ist, das man als Kapitalgesellschaft seine Bilanz veröfftentlichen muß unter www.ebundesanzeiger.de kann man dann sehr schön sehen, wie denn die Mitbewerber so dastehen ;-D

  8. #17
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    GmbH bringt doch eigentlich nichts. Denn die Lieferanten
    holen sich ihr Geld immer falls du pleite gehst, da nützt dir die "beschränkte Haftung" dann auch nichts, denn irgendwie muß man ja dann wieder neu anfangen nach einer Pleite.
    Kann Dir nicht sagen, wie es in Deutschland ist, dachte eigentlich immer, dass da die Gesetzeslage der österreichischen sehr ähnlich ist.

    Persönlich haftbar bist Du da nämlich nur, wenn Du die Insolvenz "mutwillig" herbeigeführt hast, aber nciht, wenn Du aufgrund von Zahlungsaufällen selbst zahlungsunfähig wirst. (Ist übrigens hier in Spanien auch so)

  9. #18
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    @Thaimax
    Die andere Sichtweise war mir schon klar, hatte ja nicht umsonst Holzmann genannt, die etliche Mittelständler mit in den Ruin gezogen haben.

    Ein Bekannter von mir hat mal ohne Vorkenntnisse eine damals noch relativ neue Hausbauweise entwickelt (Styropor ähnlich wie Lego), das dann nur noch mit Stahl verstärkt und mit Beton ausgegossen wurde. Natürlich als GmbH, da geht es ja um Geld. Bei den ersten zwei Häusern wurde versehentlich für den Kellerbereich ein falsches Dämmaterial gegen Feuchtigkeit aufgebracht. Praktisch Totalschaden, Firma pleite, neue Firma auf Namen der Frau weiterbetrieben. Immerhin hatte der noch die Hürde von 25000.- Euro.

    Bei Deiner Billig-GmbH sehe ich einfach die Eintrittsschwelle für Kleinunternehmer zu gering. Da wird halt jeder mal nebenbei selbstständig, mietet Büroräume, bestellt Briefpapier und sonstige Geschäftsaustattung, holt sich noch ein Gründundsdarlehen und letzlich bleiben dann etliche Beteiligte, die eben ohne Vorkasse arbeiten (müssen), auf den Kosten hängen. Da muß und wird es gar nicht um große Beträge gehen. Aber wenn ich mir vorstelle, daß da plötzlich hunderte von Geschäftsaustattungen bei mir bestellt werden, dann kann ich mir im Ergebnis gleich mal noch ne Arbeitskraft für das Mahnwesen anschaffen, denn genau darauf wird das dann hinauslaufen.

    Persönliche Haftung ist m. E. ok. Ich würde mich nie von einem oder sehr wenigen Kunden abhängig machen, jedenfalls nicht mit voller persönlicher Haftung. Das sagt mir schon der gesunde Menschenverstand. Insofern haben die Mittelständler, die letztlich mit riesigen Privatschulden dastehen, auch irgendwo - zumindest in Deutschland mit der GmbH-Möglichkeit - oft ein Teil selbst mit Schuld. Wenn ich große Geschäftsrisiken habe, ist die GmbH Pflicht für mich. Ohne Risiken könnte sie lediglich steuerlich sinnvoll sein.

    Ansonsten: Bürokratische Hürden etc., zumindest in meinem Bereich finde ich das schon ziemlich übertrieben. Natürlich hat man am Anfang wenig Energie für Steuerangelegenheiten etc. Aber die gehören nunmal dazu - weltweit würde ich mal sagen. In anderen Bereichen sieht das oft schon anders aus, Betriebsrat, getrennte Toiletten, was weiß ich alles. Da kann und muß noch vieles vereinfacht werden.

    Aber trotz dieser Hürden kenne ich einige Leute, die gerade so die Volkshochschule geschafft haben und jetzt bis zu 30 Mitarbeiter (Baubranche, Maklerbüro, Autowerkstatt um mal 3 Schulfreunde von mir zu nennen, auf die die o. a Beschreibung paßt) beschäftigen. Und die meisten davon hatten auch kein 5 geschweige denn 6stelliges Startkapital.

  10. #19
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Tademori, Deiner Darstellung kann man ja eh nicht wirklich was entgegensetzen, man kann manche Punkte nur relativieren...

    Nur soviel dazu:

    Bei Deiner Billig-GmbH sehe ich einfach die Eintrittsschwelle für Kleinunternehmer zu gering. Da wird halt jeder mal nebenbei selbstständig, mietet Büroräume, bestellt Briefpapier und sonstige Geschäftsaustattung, holt sich noch ein Gründundsdarlehen und letzlich bleiben dann etliche Beteiligte, die eben ohne Vorkasse arbeiten (müssen), auf den Kosten hängen. Da muß und wird es gar nicht um große Beträge gehen. Aber wenn ich mir vorstelle, daß da plötzlich hunderte von Geschäftsaustattungen bei mir bestellt werden, dann kann ich mir im Ergebnis gleich mal noch ne Arbeitskraft für das Mahnwesen anschaffen, denn genau darauf wird das dann hinauslaufen.
    Genau diese Eintrittsschwelle, finde ich, sollte man auch herabsetzen, so wie in fast jedem anderen Land der EU auch.

    Gibt es, oder gab es in Deutschland nicht mal irgendwelche Pläne eine "Gmbh-light" einzuführen? Oder gibt es diese Möglichkeit schon?

  11. #20
    Avatar von Maenamstefan

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Gibt es schon, Einlage wohl 256 Euronen


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