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Selbstständigkeit - welche Rechtsform?

Erstellt von Tademori, 10.06.2009, 11:59 Uhr · 141 Antworten · 4.307 Aufrufe

  1. #1
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Das Beispiel GmbH mit weniger Einlage hinkt für mich ein bißchen. Als "Neustarter" hast Du dadurch keine finanziellen Vorteile, bist aber letztlich nur in Höhe der Einlage + Eigenkapital der GmbH haftbar zu machen. Dazu kommt Bilanzierung etc., also Mehraufwand. Das mit der Haftungsrisikobeschränkung ist natürlich eine feine Sache, der Unternehmer haut die Kiste in den Sand und die Gläubiger bleiben auf ihren Kosten hängen. Bei mir haben in den Jahren schon 2 GmbHs dichtgemacht, Mahnkosten, Inkassokosten etc. mußte ich natürlich selbst tragen. Kein Mensch fühlte sich über Monate hinweg bemüßigt, mich mal im Vorfeld darüber zu informieren, daß es momentan auf eine Pleite hinausläuft. Allein dafür müßten die Verantwortlichen bestraft werden. Verlust für mich allein daraus ca. 12 000.- Euro.

    Das gleiche bei Einzelunternehmern oder GbRs: Auf Mahnungen wird nicht reagiert, bzw. es kommt der Spruch, die Überweisung erfolgt in Kürze. Immer wieder. Also Inkasso, Gerichtsverfahren, Anwaltskosten und spätestens vor Gericht hält der Typ dann den Finger hoch...

    Jeder kann pleite gehen, siehe Holzmann und die vielen abhängigen Handwerksbetriebe. Aber wenn ich dann als Einzelkämpfer auch noch sämtliche Kosten tragen muß, nur weil diese Typen einfach nicht zugeben können/wollen, daß sie finanziell am Ende sind, treibt mich das zur Weißglut. Meine Kosten z. B. 1000.- Euro, also mind. mal 20-30 Tage Knast für den/die Verwantwortlichen weil diese Kosten bei entsprechender Information vermeidbar gewesen wären. Das entspricht dann ungefähr deren Tagessätzen als HartzIV Empfänger und damit wäre für mich auch wieder ein Stückchen mehr Gerechtigkeit erreicht.

    Natürlich spielt die Höhe der Einlage letztlich keine Riesenrolle. Aber damit würde es vielen noch einfacher gemacht, auf Kosten anderer mal so einfach eine Geschäftsidee auszuprobieren, die paar Euro Haftung wären dann ja ein Witz.

    Und abgesehen davon kann jeder eine Firma als GbR oder EU gründen, dann sind die Kosten (Gewerbeanmeldung) nun wirklich zu vernachlässigen.

    PS. Eine Firma hat mal dichtgemacht und mir 6500.- Euro Schulden hinterlassen. Auf die war und bin ich in keinster Weise sauer. Das Ganze wurde von Anfang an sauber kommuniziert, es wurde sich bemüht, soviel wie möglich abzuzahlen (anfangs waren es noch etwas über 11 k) und die Gründe waren nachvollziehbar. Habe letztlich nur meinen Titel geltend gemacht (ca. 30.- Euro) und damit war die Sache aus der Welt. Ärgerlich, aber kann eben u. U. (z. B. zu große Abhängigkeit von einem Großkunden) jeden erwischen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Philip

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    @Thaimax: verdammt viel Unsinn.

  4. #3
    Avatar von Thaimax

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    4.075

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Frederik",p="734953
    @Thaimax: verdammt viel Unsinn.
    Vergessen Deine Pillen zu schlucken

    Ich rede hier aus der Praxis, den Unsinn schreibst Du...

  5. #4
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Das Beispiel GmbH mit weniger Einlage hinkt für mich ein bißchen. Als "Neustarter" hast Du dadurch keine finanziellen Vorteile, bist aber letztlich nur in Höhe der Einlage + Eigenkapital der GmbH haftbar zu machen. Dazu kommt Bilanzierung etc., also Mehraufwand. Das mit der Haftungsrisikobeschränkung ist natürlich eine feine Sache, der Unternehmer haut die Kiste in den Sand und die Gläubiger bleiben auf ihren Kosten hängen. Bei mir haben in den Jahren schon 2 GmbHs dichtgemacht, Mahnkosten, Inkassokosten etc. mußte ich natürlich selbst tragen. Kein Mensch fühlte sich über Monate hinweg bemüßigt, mich mal im Vorfeld darüber zu informieren, daß es momentan auf eine Pleite hinausläuft. Allein dafür müßten die Verantwortlichen bestraft werden. Verlust für mich allein daraus ca. 12 000.- Euro.
    Die Haftungsbeschränkung ist ein nicht von der Hand zu weisendes Problem, steht Dir aber als Lieferant frei Leistungen sofort zu kassieren, bzw. Folgelieferungen bei offenen Rechnungen einzustellen.

    Den Eigentümern grosser Firmen gesteht man dieses Privileg des nicht persönlich haften Müssens auch zu, die reissen durch Insolvenzen oft zig kleinere Betriebe mit, da regt man sich auch nur hinter vorgehaltener Hand auf, dass zb. der mit in die Insolvenz gezogene Besitzer des Kleinbetriebes persönlich haftet, während das private Geld des eigentlich Schuldigen gesichert ist

  6. #5
    Avatar von Pee Niko

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Thaimax",p="734935
    [...] aber keiner kommt auf die Idee bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen um Rahmenbedingungen zu schaffen, die es jedem mit ner Idee ermöglichen diese unbürokratisch umzusetzen.
    [...]
    Da staune ich aber wirklich, dass die Dutzende von Freelancern und Kleinunternehmen, mit denen ich in der Vergangenheit zusammengearbeitet habe, alle unter diesen unerträglichen, bürokratischen Hürden zu leiden hatten.
    Gut, einige haben über das Besteuerungssystem geschimpft...

    [...]
    Machst Du das zb. in Spanien kostet dich die GmbH, hier halt SL, knapp 500 Euro Gründungskosten, die "Einlage" in der Höhe von 3.000 Euro kannst Du sofort in zb. Computer investieren, bzw. in die Kaution für die Miete des Büros.[...]
    Für was brauchst du den Status einer GmbH?
    Geht doch genauso gut als einfacher "Selbstständiger".

  7. #6
    Tademori
    Avatar von Tademori

    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Hallo Thaimax,

    natürlich steht mir das frei und wird nach Möglichkeit auch so gehandhabt. Aber es gibt genügend Kunden - in meinem Bereich aus bestimmten Gründen die Mehrzahl - , die sich gar nicht ("wissen Sie einfach mit wem Sie hier reden") oder nur begrenzt auf Vorkasse bzw. Teilzahlung einlassen. Dann mußt Du halt abwägen, ob Du das Risiko eingehst oder den Job sausen läßt.

    Einer meiner größten Kunden bestellt ca. 4 x jährlich für ca. je 15 - 20 000.- Euro. Anzahlung max. 1/3, sonst würden die den Job anderweitig vergeben. So ähnlich lief das auch mit der unter "PS" genannten Gesellschaft. Evtl. gehen die irgendwann auch mal pleite, wer weiß das schon und dann bleibe ich auf den max. 14000.- Euro sitzen. Allerdings verliere ich dadurch kein Geld, sondern habe halt nur 10 Tage umsonst gearbeitet... Würdest Du so etwas ablehnen?

    Dazu kommt, dass es in meinem Gewerbe fast immer sehr schnell gehen muß, Lieferung oft quasi über Nacht. Ich habe einen Zahlungsausfall von 5% in meiner Kalkulation drin, realistisch sind aber nur 2-3%, was im übrigen auch so ziemlich Standard ist.

    Und ich habe mich auch nicht über Zahlungsausfälle beklagt, dann hast Du meinen Text falsch gelesen oder verstanden - oder ich habe es nicht sauber artikuliert...

    Viele Grüße

    Stefan

  8. #7
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Da staune ich aber wirklich, dass die Dutzende von Freelancern und Kleinunternehmen, mit denen ich in der Vergangenheit zusammengearbeitet habe, alle unter diesen unerträglichen, bürokratischen Hürden zu leiden hatten.
    Gut, einige haben über das Besteuerungssystem geschimpft...
    Das Besteuerungssystem ist neben Betriebsanlagengenehmigungen ein Kritikpunkt, mit letzterem haben Freelancer wenig zu tun.


    Für was brauchst du den Status einer GmbH?
    Geht doch genauso gut als einfacher "Selbstständiger".
    Um rauszufinden, wer lieber eine GmbH hat und dort als sein eigener Angestellter arbeitet, und wer lieber als "einfacher Selbständiger" arbeitet musst Du zuallererst die sozialversicherungsmässigen Unterschiede nachlesen, dann kannst Du würfeln, oder mutmassen, wer welche Rechtsform lieber hat.
    Die persönliche Haftung ist auch ein nicht unwesentlicher Teil, kracht es und man wird bis aufs Existenzminimum gepfändet fehlt häufig die Motivation einer offiziellen Tätigkeit nachzugehen. Da gehen die Gläubiger sowieso meist leer aus, überflüssigerweise ist das Leben von Demjenigen dann aber zerstört....

  9. #8
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Da liegt ja das Problem in dem meisten Vollkasko-Systemen, jeder schimpft über Sozialhilfeempfänger, aber keiner kommt auf die Idee bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen um Rahmenbedingungen zu schaffen, die es jedem mit ner Idee ermöglichen diese unbürokratisch umzusetzen.
    TREFFER !!!

  10. #9
    Avatar von Thaimax

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    Zitat Zitat von Tademori",p="734960
    Und ich habe mich auch nicht über Zahlungsausfälle beklagt, dann hast Du meinen Text falsch gelesen oder verstanden - oder ich habe es nicht sauber artikuliert...

    Viele Grüße

    Stefan
    Ich habs eigentlich eh so verstanden, dass Du es allgemein in den Raum stellst.

    Eine persönliche Haftung hilft nur dann, wenn auch etwas zu holen ist, ich kenne zu viele ehemalige Selbständige (allerdings weniger in Deutschland, mehr in Österreich), die aufgrund der Rechtsform ihrer ehemaligen Firma persönlich hafteten und jetzt quasi kalt gestellt sind, keine normale Arbeit mehr annehmen können weil sie auf ca. 800 Euro runtergepfändet werden. Zahlungsausfälle grösserer Firmen waren bei einigen Mitgrund für die Pleite.

    Das Geld der Eigentümer der GmbHs, die die Anschlussinsolvenzen verursacht haben war geschützt, die wurden folglich auch in Zukunft nicht gepfändet.
    Ging mir nur darum auch mal die andere Position aufzuzeigen, also nicht die Position, wo man sagt, ja, da könnte ja jeder.....

  11. #10
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Geld vom Staat für ´ne Thai ??

    @Frederik

    @Thaimax: verdammt viel Unsinn.
    Warst oder bist du selbstaendig ? ( und ich meine nicht das du mal beim AWD oder bei Amway irgendwelche Produkte vertickert hast )
    Wenn nicht einfach mal den M.nd halten

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