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Schuften für Hungerlöhne

Erstellt von Sammy33, 27.02.2007, 09:35 Uhr · 1.463 Antworten · 80.379 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von wingman

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    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Es geht nicht gegen die Auszubildenden (die kannst du ja trotzden ausbilden) und auch nicht um die Praktikanten.
    Es geht um den immensen Missbrauch der mit diesen Jobs getrieben wird.
    Da wird etwas passieren, was auch längst überfällig ist.

  2.  
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  3. #72
    Auntarman2
    Avatar von Auntarman2

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von wingman",p="458217
    Es geht nicht gegen die Auszubildenden (die kannst du ja trotzden ausbilden) und auch nicht um die Praktikanten.
    Es geht um den immensen Missbrauch der mit diesen Jobs getrieben wird.
    Da wird etwas passieren, was auch längst überfällig ist.
    Zu dem Thema "Missbrauch" hatte ich mich ja geäußert...

  4. #73
    Avatar von wingman

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    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Hallo,
    1974 habe ich für 9,24DM Stundenlohn einmal bei VW in Wolfsburg angefangen.

    Habe gerade das hier gefunden. Armes Deutschland, da braucht man den Zündschlüssel gar nicht mehr umdrehen
    (abgesehen davon das man das Auto dann eh abmelden muss).



    Wiesbaden (AP) Selbst gelernte Fachkräfte müssen sich in zahlreichen Berufszweigen mit Stundenlöhnen von wenigen Euro zufrieden geben: In Sachsen lag der auf Stundenbasis umgerechnete Tariflohn im Friseurhandwerk für ausgebildete Arbeitnehmer im ersten Berufsjahr bei 3,82 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden unter Berufung auf Zahlen aus dem zweiten Halbjahr 2006 mitteilte. Auch Salonleiter mit bis zu zehn Arbeitnehmern erhielten demnach in Sachsen nur 5,96 Euro; in Bremen lag der unterste Tarifstundenlohn für ausgebildete Friseure im ersten Gesellenjahr bei 6,28 Euro.

  5. #74
    UAL
    Avatar von UAL

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    8.198

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Bei den Stundenlöhnen wundert mich, wie man noch "existieren" kann - Familie ist da doch ausgeschlossen...

  6. #75
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von wingman",p="458226
    Hallo,
    1974 habe ich für 9,24DM Stundenlohn einmal bei VW in Wolfsburg angefangen.

    Habe gerade das hier gefunden. Armes Deutschland, da braucht man den Zündschlüssel gar nicht mehr umdrehen
    (abgesehen davon das man das Auto dann eh abmelden muss).



    Wiesbaden (AP) Selbst gelernte Fachkräfte müssen sich in zahlreichen Berufszweigen mit Stundenlöhnen von wenigen Euro zufrieden geben: In Sachsen lag der auf Stundenbasis umgerechnete Tariflohn im Friseurhandwerk für ausgebildete Arbeitnehmer im ersten Berufsjahr bei 3,82 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden unter Berufung auf Zahlen aus dem zweiten Halbjahr 2006 mitteilte. Auch Salonleiter mit bis zu zehn Arbeitnehmern erhielten demnach in Sachsen nur 5,96 Euro; in Bremen lag der unterste Tarifstundenlohn für ausgebildete Friseure im ersten Gesellenjahr bei 6,28 Euro.
    Gehen die nachts klauen oder auf'n Strich?

    Man stelle sich nur vor, die sollen sich auch noch Kinder "anschaffen" und können dann keine Schulhefte kaufen.

    "Blühende Landschaften"

  7. #76
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von UAL",p="458228
    Bei den Stundenlöhnen wundert mich, wie man noch "existieren" kann - Familie ist da doch ausgeschlossen...
    Und Deine spätere Rente dann auch.

  8. #77
    Avatar von resci

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    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von Paddy",p="458231
    Familie ist da doch ausgeschlossen...

    Und Deine spätere Rente dann auch.
    Das ist ja nu jetzt wirklich nichts Neues mehr.

    Angebot und Nachfrage regelt den Markt. Daß bei der Globalisierung und der Öffnung der Grenzen nach allen Seiten ein rießiges Überangebot an billigen Arbeitskräften weltweit verfügbar ist, ist nur die logische Schlußfolgerung.

    Die Zeiten wo ein ungelernter Arbeiter bei VW oder Daimler am Band fast soviel verdient wie ein Ingenieur gehen unweigerlich dem Ende zu. Der Ausschlag im Gehalt nach unten zeigt dies für viele Branchen sehr deutlich seit Jahren an.

    Die Insel der Glückseligen wird Deutschland nie mehr sein. In nahezu jeder Branche muß zukünftig mit weiteren Einschnitten bei Lohn und Gehalt gerechnet werden.
    Ob dies sich allerdings auf die Bezahlung von Beamten ebenso auswirkt, wage ich allerdings zu bezweifeln.

    Geringere Löhne, immer mehr steigende Staatsausgaben, damit verbunden immer höhere Steuern und Abgaben drücken immer mehr Menschen an der Rand der Existenz. Die Gewinner aus dieser Veränderung sind dafür diejenigen, die früher gar nichts hatten, den Wohlstand aus der Ferne mitanschauen konnten, und diejenigen, deren Taschen schon immer prall gefüllt waren.

    Ist halt alles ein Ergebnis von Globalisierung, weggefallenen Grenzen und Schutzzöllen, ungehindertem Zuzug nach D, EU-Erweiterung usw., wer sich nicht darauf eingestellt hat oder einstellen kann wird hier nin diesem Spiel verlieren.

    resci

  9. #78
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von Auntarman2",p="458199
    Kein Milchfahrer mehr, kein Metzger, kein Bäcker mehr im Dorf meiner Eltern. Auch keine Sparkasse, kein Friseur und keine Reinigung. Nun überlegt mal, warum...
    Ueberleben kannst du da nur wenn du besser bist als der Supermarkt.
    Hier gibts schon noch den Baecker, den Metzger (raemmt regelmaesig Preise und Medailien ab), 2 Bankfilialen, eine Friseuse und auch eine Reinigung.
    Vor allem gibts hier aber Bauern mit Selbstvermarktung. Der eine verkauft Fleisch und Wurst aus eigener Schlachtung, der andere verarbeitet Kartoffeeln und liefert den Salat taeglich frisch an Kantinen und Restaurants, der naechste zuechtet Kuerbisse fuer Halloween und ein anderer verkauft Eiprodukte und liefert das auch aus. Eishop
    Denen geht es allen nicht schlecht.

    Du musst dir aber was einfallen lassen. Einfach so wie vor 30 Jahren weiterwursteln das funktioniert nicht. Wer aber Ideen hat und Qualitaet bieten kann der ueberlebt auch.

    Sioux

  10. #79
    EO
    Avatar von EO

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    Re: Schuften für Hungerlöhne

    z.b. Kollege von mir arbeitet seit mehr als 30jahren bei früher Rote erde Schmiedag.seit 15 jahren keine lohnerhoehung.der Laden wurde schon 4mal weiterverkauft.jeder Neueigentuemer hat negative Veraenderungen eingefuehrt.weil der Kaufpreis wahrscheinlich schlecht war.Begruendet wurde immer wieder mit angeblicher Konjungtur oder anderen aspekten.
    so wurde z.b.entweder urlaubsgeld gekuerzt oder auch ganz gestrichen-weihnachtsgeld ebenso.arbeitszeit von 35-nach 37,5-nach 38,5 nach 40 std/Woche angehoben.Nachtschichtprozente gekuerzt oder Überstunden nur als freizeitausgleich ohne prozente gewaehrt.das ist doch schon in vielen branchen so.Alle schlucken diese fetten kroeten nur wegen Angst.Die teilweise auch bewusst geschuert wird.Die Lohnspirale geht seit Jahren nach unten.Die Verteuerungen nach oben.Portomonaie wird leerer.und die politik macht munter mit.ich persoenlich wuensche mir mal einen Generalstreik.Damit "die da oben" mal merken, mit "denen da unten " kann man es nicht mehr machen.

  11. #80
    Avatar von Conrad

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    Re: Schuften für Hungerlöhne

    An den Dumpinglöhnen sind wir alle selbst schuld.

    Weil wir alle nur noch die Schnäppchen-Jäger sind und alles nur billig, billig billig sein soll und weil Geiz ja so geil ist.

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