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Schuften für Hungerlöhne

Erstellt von Sammy33, 27.02.2007, 09:35 Uhr · 1.463 Antworten · 80.303 Aufrufe

  1. #51
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Da liegt der richtige und menschenwürdige Ansatz. Jede Art von Bevormundung, Repressalien und Neid werden überflüssig.
    Endlich wird mal über den Tellerrand hinaus geschaut.

    Zitat:

    Dienstag, 27. Februar 2007
    800 Euro für jeden?
    "Anreize statt Gängelei"

    800 Euro für jeden, bedingungslos? Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus ist dafür. "Wir vertrauen auf die Menschen, wir glauben, dass es eine Bereitschaft gibt, etwas zu leisten", betont Althaus im Interview mit n-tv.de. Von Arbeitszwang hält er nichts. Sein Credo lautet: Vertrauen und Anreiz.

    Das Konzept heißt Grundeinkommen. In der CDU ist Althaus Vordenker dieser Idee. Sein "Solidarisches Bürgergeld" sieht vor, dass jeder Bürger unabhängig vom Einkommen monatlich 800 Euro erhält. Selbst erwirtschaftetes Einkommen muss mit 50 Prozent versteuert werden. Dieser Steuersatz lässt sich auf 25 Prozent senken, dann erhält man aber nur 400 Euro Bürgergeld. Für jedes Kind gibt es 500 Euro. Alle Beträge verstehen sich brutto. Abgezogen werden jeweils rund 200 Euro Gesundheitsprämie.

    n-tv.de: Herr Ministerpräsident, Sie glauben vermutlich nicht daran, dass wir irgendwann Vollbeschäftigung haben werden.

    Dieter Althaus: Nein, das glaube ich nicht. Die Sockelarbeitslosigkeit ist in den vergangenen 30 Jahren stetig gestiegen. Wir fixieren uns leider fast ausschließlich auf die Erwerbsarbeit.

    Das zumindest rhetorische Ziel der traditionellen Arbeitsmarktpolitik in Deutschland ist doch aber immer noch die Vollbeschäftigung.

    Es ist wichtig, dass man Beschäftigungsangebote für alle Menschen hat. Aber ob das ausschließlich existenzsichernde Erwerbsarbeit sein kann, ist die große Frage. Heute bezweifeln das nicht mehr nur die Betroffenen.

    Normalerweise hört man aus Ihrer Partei, Hartz IV müsse gekürzt werden, um den Arbeitslosen einen "Anreiz" zu geben, arbeiten zu gehen. Wer nun die Befürworter des Grundeinkommens hört, bekommt schnell den Eindruck, dass die Grundlage dieser Idee der Glaube an das Gute im Menschen ist.

    Der "Erfolg" des Arbeitszwangs hat sich beim Thema Erntehelfer gezeigt - ich bin skeptisch.

    Aber was, wenn Ihre Annahme falsch ist und die Menschen tatsächlich so faul sind, wie uns die traditionellen Arbeitsmarktpolitiker immer weismachen wollen?

    Die Menschen sind nicht faul. Unser Menschenbild ist gefragt. Wir vertrauen auf die Menschen, wir glauben, dass es eine Bereitschaft gibt, etwas zu leisten. Es ist ja nicht so, dass die Höhe des Solidarischen Bürgergeldes, wie wir sie vorschlagen, besonders üppig ist. Der Anreiz, selbst etwas zu tun, ist da, und es besteht keine Angst vor genereller Beharrung. Andersherum gesagt: Auch heute ist es doch Gott sei Dank undenkbar, dass wir jemanden verhungern lassen, nur weil er sich geweigert hat, eine Arbeit aufzunehmen.

    Was ist mit Familien, in denen Arbeitslosigkeit selbstverständlich ist, was ist mit Jugendlichen, die sich nichts anderes vorstellen können als ein Leben mit Hartz IV? Was passiert mit denen im System Grundeinkommen?

    Dieses Problem entsteht nicht durch das Bürgergeld, dieses Problem gibt es bereits heute. Dazu sind zwei Punkte zu sagen. Erstens: Das Solidarische Bürgergeld würde stärker als bisher einen Anreiz schaffen zu arbeiten, um höhere Leistungen zu beziehen. Wir kennen heute Fälle, wo beispielsweise der Mann kein ALG II bekommt, weil das Einkommen der Frau zu hoch ist. Wenn die Frau ebenfalls nicht arbeitet, bekommen beide ALG II. Das ist nicht gerade ein Leistungsanreiz. Das Solidarische Bürgergeld, bei dem jedes erwirtschaftete Einkommen zumindest zu 50 Prozent behalten werden kann, stellt einen deutlich größeren Anreiz zur Arbeit dar. Zweitens: Wir sagen nicht, dass der Staat sich vollständig zurückziehen soll. Auch in Zukunft wird man Aktivierung und Angebote brauchen. Nur denken wir, dass die Arbeitsagenturen sich stärker um jene kümmern sollten, die wirklich Hilfe brauchen, anstatt die zu gängeln, die das gar nicht nötig haben.

    Viele Menschen definieren sich über ihre Arbeit. Die Gewerkschaften argumentieren, deren Leistung würde mit einem Grundeinkommen entwertet.

    Es gibt auch nach unserer Philosophie eine Pflicht zur Arbeit. Aber es ist eine moralische Pflicht. Außerdem ist der Arbeitsbegriff der Gewerkschaften verkürzt, es geht immer nur um Erwerbsarbeit. Was ist mit der Familienarbeit oder der vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit? Es stimmt, dass Arbeit dem Menschen Würde gibt. Aber wir glauben nicht, dass man dies durch Zwang besser durchsetzt als durch Anreiz und Angebote. Lenin sagt, "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Ludwig Erhard sagt, "Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser". Meine These lautet: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser, am besten aber sind Vertrauen und Anreiz. Das schaffen wir mit dem Solidarischen Bürgergeld.

    Passt das Grundeinkommen überhaupt noch zur Marktwirtschaft, wie wir sie kennen?

    Auf jeden Fall, weil jeder für sich verantwortlich ist. Wenn ich dem Einzelnen Eigenverantwortung zugestehe, muss ich ihm vertrauen. Ohne Vertrauen kann ich keine Eigenverantwortung erwarten. Ludwig Erhard hat einmal gesagt: "Ich will das Risiko des Lebens selbst tragen, will für mein Schicksal verantwortlich sein. Sorge du, Staat, dafür, dass ich dazu in der Lage bin." Das kann man als Plädoyer für das Solidarische Bürgergeld verstehen.

    Was sagen Sie zu dem Argument, das Bürgergeld sei nicht durchsetzbar, weil die Idee sich einfach nicht verkaufen lässt. Gegen das Schlagwort "Faulheit darf nicht belohnt werden" haben Sie doch keine Chance.

    Aber Faulheit wird doch durch das Solidarische Bürgergeld nicht belohnt, im Gegenteil!

    Aber die Gegner des Grundeinkommens werden das behaupten.

    Der Zuspruch, den wir aus allen politischen Lagern bekommen, zeigt, dass es eine große Akzeptanz für das Solidarische Bürgergeld gibt. Die Einsicht, dass das derzeitige Sozial-, Steuer- und Arbeitsmarktsystem nicht dauerhaft tragbar ist, setzt sich immer stärker durch. Zumal die Krise des Sozialstaats schon fast demokratiegefährdend ist - in Ostdeutschland sagen nur noch 38 Prozent, sie seien für dieses demokratische System. Ich gebe zu, dass eine solche Reform im Gegensatz zu anderen Reformen nur möglich ist, wenn sie eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung findet. Wir vertrauen darauf, dass die Leute merken, dass das Bürgergeld gerecht und transparent ist. Frau Professor Gertrud Höhler hat jüngst gesagt, wir lebten im Moment in einem System gegenseitiger Ausbeutung: Der Staat beutet die Bürger aus, und die Bürger beuten, so gut sie können, den Staat aus. Dieses System wollen wir mit einem System gegenseitigen Vertrauens beenden.

    Ihrem Konzept zufolge soll jeder Erwachsene 800 Euro erhalten. 200 Euro werden als Gesundheitsprämie abgezogen. Sind 600 Euro als "soziokulturelles Existenzminimum" nicht sehr wenig?

    600 Euro sind nicht viel, das stimmt. Aber die Bundesregierung hat in ihrem sechsten Existenzminimumbericht für das Jahr 2008 errechnet, dass das Existenzminimum für einen alleinstehenden Erwachsenen für Wohnung, Heizung und Lebensunterhalt bei 595 Euro liegt, für Kinder bei 304 Euro. Das entspricht unseren Sätzen.

    Aber warum sollen auch Besserverdienende ein Grundeinkommen erhalten?

    Weil die Grundsicherung für alle da ist. Der Unterschied meines Konzeptes zu anderen Grundeinkommenskonzepten ist, dass die Besserverdienenden letztlich nur ein Drittel des Netto-Bürgergelds bekommen: 400 Euro, von denen 200 Euro als Gesundheitsprämie abgezogen werden. Besserverdienende bekommen ihre Steuerschuld um 200 Euro gemindert. Bei einem Steuersatz von 25 Prozent entspricht das einem Grundfreibetrag von 9.600 Euro. Heute sind es knapp 8.000 Euro. Außerdem ist dieses System dann sehr verwaltungsfreundlich.

    Alle anderen sozialen Leistungen - Wohngeld, Kindergeld, Elterngeld, Bafög etc. - werden abgeschafft.

    Ja, die sind dann nicht mehr notwendig. Wobei wir bei besonderem Bedarf den Bürgergeldzuschlag vorsehen, etwa für Menschen mit Behinderungen oder für Alleinerziehende.

    Wie ist es mit der Rente?

    Das Bürgergeld bekommt jeder, also 600 plus 200 oder 200 plus 200 Euro, je nach Einkommen. Ab 67 gibt es die Bürgergeldrente. Die beinhaltet die 800 Euro, Solidarisches Bürgergeld plus Zusatzrente. Diese orientiert sich an dem, was während der Arbeitszeit erwirtschaftet wurde und beträgt maximal 600 Euro. Die Bürgergeldrente folgt dem Schweizer System, wo maximal das Doppelte der Grundrente als Rente gezahlt wird. Da das Netto-Bürgergeld 600 Euro beträgt, kann die Bürgergeldrente maximal das Doppelte (1.200 Euro plus Gesundheitsprämie) betragen. Insgesamt also 1.400 Euro. Selbstverständlich müssen Ansprüche durch Beitragszahlungen nach heutigem Prinzip abgegolten werden.

    Wie funktioniert Ihr Konzept in einem europäischen Arbeitsmarkt? Wie werden Ausländer behandelt, die in Deutschland leben?

    Da sind wir noch nicht abschließend durch. Wir sind zunächst von deutschen Staatsbürgern und von EU-Inländern mit dauerhaftem Wohnsitz in Deutschland ausgegangen. Zuwanderung ins Sozialsystem gibt es im Übrigen schon heute. Bei der Konstruktion des Bürgergeldes wird man jedoch aufpassen müssen, keinen Anreiz zu schaffen, dass Menschen allein wegen des Bürgergeldes nach Deutschland kommen. Aber Sie haben ja selbst darauf hingewiesen, dass 600 Euro nicht gerade viel sind. Entscheidend für mich ist: Es wird für Arbeitgeber attraktiver, Arbeitsplätze in Deutschland anzubieten.

    Wo finden Sie die meisten Verbündeten für Ihre Idee?

    Es gibt eine große Akzeptanz in der Union, bei der FDP und bei den Grünen. In diesen drei Parteien wird das Thema am offensten diskutiert. Aber eine breite Akzeptanz gibt es auch bei vielen Gruppen in der Gesellschaft, die nicht parteipolitisch zu verorten sind.

    Wie ist es mit der Linkspartei?

    Richtig, dort gibt es diese Diskussion auch. (Lacht) An die habe ich nicht gedacht, das sind nicht unbedingt unsere natürlichen Partner. Klar, in der Linkspartei wird das auch diskutiert, wenn auch sehr kontrovers. Vor allem der Gewerkschaftsflügel dort sieht das ein bisschen anders.

    Am 26. März werden Sie Ihr Konzept dem CDU-Vorstand und der CDU-Grundsatzkommission vorstellen. Erwarten Sie dann schon Beschlüsse?

    Nein, das Solidarische Bürgergeld ist kein Konzept für diese Legislaturperiode. Allein, dass die CDU sich mit dem Thema beschäftigt, ist ein großer Fortschritt. Das konnte man vor einem Jahr nicht erwarten.

    Jetzt muss ich endlich fragen: Wie soll das Grundeinkommen finanziert werden?

    Es ist ja nicht so, dass der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, uns nichts kosten würde. Das Sozialbudget hat ein Volumen - wenn wir alle Bereiche betrachten - von etwa 700 Milliarden Euro. Es gibt belastbare Berechnungen, dass mit den Steuersätzen von 50 bzw. 25 Prozent das Solidarische Bürgergeld finanziert werden kann. Für Zusatzrenten und Rentenzulagen haben wir eine zwölfprozentige Lohnsummensteuer, selbstverständlich begrenzt, vorgesehen. Im Übrigen wird dadurch auch der Faktor Arbeit deutlich preiswerter, das ist gut für Wachstum und Beschäftigung.

    Trifft es eigentlich zu, dass die Wohlhabenden in Deutschland bislang kaum Steuern zahlen?

    Es gibt etliche Wissenschaftler, die sagen, dass Leute im oberen Einkommensbereich mit den legalen Möglichkeiten der "Steuerminderung" nicht den nominalen Satz von 45 Prozent zahlen, sondern nur 17 Prozent. Für diese Leute wäre unsere Flat-Tax von 25 Prozent kein Gewinn. Aber darum geht es ja auch nicht. In unserem Konzept sind bei einem Einkommen von 2.000 Euro - wenn man 25 Prozent Einkommensteuer ansetzt und 200 Euro Netto-Bürgergeld abzieht - letztlich vier Prozent Steuern fällig. Bei einem Einkommen von 40.000 Euro im Monat wären es 24 Prozent. Beim Solidarischen Bürgergeld mit Flat-Taxt wächst die tatsächliche Steuerlast mit steigendem Einkommen nicht nur absolut, sondern auch prozentual.

    (Die Fragen stellte Hubertus Volmer.)


    Quelle

  2.  
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  3. #52
    Avatar von wingman

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    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Ok, dann sollte endlich dafür gesorgt werden das man keine Facharbeiter auf 400,- Euro Basis einstellt und die am Ende schwarz entlohnt um Sozialbeiträge zu sparen .
    Solange das nicht passiert und der Missbrauch dieser Regelung ausufert bin ich gegen diese Jobs.
    Oder man sie gesetzlich nur in bestimmten Bereichen zulassen.

  4. #53
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Ok, dann sollte endlich dafür gesorgt werden das man keine Facharbeiter auf 400,- Euro Basis einstellt und die am Ende schwarz entlohnt um Sozialbeiträge zu sparen
    Das ist ein ganz anderes Thema aber ohne 400.- Jobs gehen viele kleine selbst. Kaputt !!!

  5. #54
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="458096
    der heute sowieso schon auf 180 ist
    Du auch ;-D ich sitze schonwieder seit 07:00 an dem Steuerscheiss, Steuerberater kann ich mir nicht mehr erlauben - Papierkrieg ohne Ende wofuer macht man eigentlich den ganzen Mist wenn so oder so nichts ueberbleibt - Laden dicht und mit dem Arsc. im Bett bleiben ist schlauer
    Ich habs heut vormittag schon in die Shoutbox geschrieben.

    Aenderungsantrag letzten Dezember eingereicht.
    Ende Januar die schriftliche Genehmigung erhalten, jetzt schon mal investiert und heute morgen Einschreiben von den Sesselklebern. Komando wieder zurueck.

    Jetzt darf ich von vorn mit Anwalt anfangen.
    Und dann darfst du dich von den Deppen auch noch dumm anlabern lassen. Hab sowas von Scchnauze voll.

    Sioux

  6. #55
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von Sioux",p="458102
    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="458096
    der heute sowieso schon auf 180 ist
    Du auch ;-D ich sitze schonwieder seit 07:00 an dem Steuerscheiss, Steuerberater kann ich mir nicht mehr erlauben - Papierkrieg ohne Ende wofuer macht man eigentlich den ganzen Mist wenn so oder so nichts ueberbleibt - Laden dicht und mit dem Arsc. im Bett bleiben ist schlauer
    Ich habs heut vormittag schon in die Shoutbox geschrieben.

    Aenderungsantrag letzten Dezember eingereicht.
    Ende Januar die schriftliche Genehmigung erhalten, jetzt schon mal investiert und heute morgen Einschreiben von den Sesselklebern. Komando wieder zurueck.

    Jetzt darf ich von vorn mit Anwalt anfangen.
    Und dann darfst du dich von den Deppen auch noch dumm anlabern lassen. Hab sowas von Scchnauze voll.

    Sioux
    Verständlich! Allerdings leben ALG II Bezieher permanent in dieser Situation.

  7. #56
    Avatar von andydendy

    Registriert seit
    25.12.2003
    Beiträge
    2.746

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Das ein Jungunternehmer an den Gehältern sparen will,
    ist ja noch verständlich, nur nutzen die großen
    Unternehmen die 400,- Euro Jober gnadenlos aus.

    Selbst wenn man mehr arbeiten will, wird das von den
    Unternehmen abgelehnt, stellen dann lieber noch
    einen auf 400,- Euro Basis ein.

    Wie hatte man uns vor Jahren weißgemacht, 400,-
    Beschäftiguung schaft Arbeitsplätze, ich sage eher
    sie vernichtet Vollzeitarbeitsplätze mit der man
    auch eine Familie ernähren kann.

    Es muß da ein Riegel vorgeschoben werden.
    Natürlich müssen wir weiterhin die Möglichkeit haben
    einen Minijob auszuüben, aber das dürfen nicht die
    Unternehmer bestimmen.

  8. #57
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
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    Beiträge
    4.213

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Das ein Jungunternehmer an den Gehältern sparen will,
    Andy

    Ich versteh ja um was es im Prinzip geht, die fetten Konzerne die richtig die Kohle machen lagern "echte" Arbeitsplaetze aus. Gruenden eigene Zeitarbeitsfirmen, Leute rausschmeissen und ueber Tochterfirmen zu geringere Loehne wieder einstellen usw.
    Bei uns gibt es "Narktkauf" (Baumarkt) die beschaeftigen seit Jahren vom Arbeitsamt "Praktikanten" keine Schueler !! Angeblichbrauchen sie Leute und holen sich so fuer 3 Monate- 6 Monate auf kosten vom Arbeitsamt die Leute. Die Jungs/Maedels strengen sich natuerlich kraeftig an, selbst wenn sie krank sind schleppen sie sich zur Arbeit weil sie ja hoffen fest eingestellt zu werden.
    Kannste vergessen - Marktkauf zieht das schon seit Jahren so durch - 1A zuverlaessige Arbeitskraefte zum Nulltarif!!
    Ich verstehe ncht weshalb das Arbeitsamt da nicht mal einen Riegel vorschiebt, es ist doch ganz klar um was Marktkauf geht, jedenfalls nicht um feste Arbeitsplaetze die sie bezahlen muessen

    Und in deinem Satz oben "sparen will" es geht nicht ums wollen, viele koennen einfach keine 6,7,8 Euro zahlen geschweige dann noch Sozialabgaben, gerade in der Gastro gibt das die Kasse eben einfach nicht mehr her!!

    Wenn ich meinen Stundenlohn ausrechne, da liege ich mit dem Truck Stop aber locker unter 4 Euro !!! Und das ohne Aushilfe! Nur ich und meine kleine bei 14 Std (im Winter) und 16-17 Std (im Sommer)!!!

    Ich sag ja , den Arsc. im Bett lassen und ein bissel nebenbei, da wuerde es mir richtig gut gehen, kein Stress mehr mit den ganzen Behoerden und Papierkrieg!

    Also pauschal: 400 Euro weg und Mindestlohn her, das funktioniert nicht!

  9. #58
    Auntarman2
    Avatar von Auntarman2

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="458172

    Also pauschal: 400 Euro weg und Mindestlohn her, das funktioniert nicht!
    So ist es (leider).

  10. #59
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
    26.05.2004
    Beiträge
    4.213

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Auntarman2

    Das "Leider" kannst laut sagen !!

    Ich habe "eigentlich" nichts dagegen - das Problem ist nur:

    Wenn es Morgen keine 400 Eurojobs mehr gibt und einen Mindestlohn von z.B 8 Euro

    Was passiert dann?

    Es wird sich wahrscheinlich irgendwann als "normal" einpendeln. Die Leute verdienen mehr und haben auch wieder die moeglichkeit mehr auszugeben und somit habe auch ich mehr in der Kasse! ABER! Bis das soweit ist wird es ersteinmal einige Monate arbeitslosigkeit geben und auch in meiner Kasse ( wie bei vielen anderen "kleinen" auch ) ein noch groesseres Locch!!!
    Bis sich das "normalisiert" hat, sind viele "kleine" PLATT :-(

  11. #60
    Tana
    Avatar von Tana

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Mal was zun Threatstarterpost. Die Briefträger der guten alten Post haben noch nie soo doll verdient, meistens Beamte, Besoldungsgruppe A3 bis höchstens A5, davon konnte man keine großen Sprünge machen.
    Als dann das Monopol der Post für Pakete gafallen war, ich glaube es war anfang achzigerjahr, etablierten sich hier private Paket-Dienstleister die sich die Rosinen rauspickten und ausschließlich Kunden rauspickten, die viel zu versenden hatten. Je Mehr Pakete im Monat, desto günstiger der Versand. Otto Normalverbraucher hatte nichts davon, wurde aber nicht ausgeschlossen, war gesetzlich so reguliert. Doch bezahlte Otto damals für ein 10 Kilo Paket bei denen bis zu fünf mal mehr wie bei er guten alten Post.Die Privaten Zusteller verdienten zwar nicht weniger als die bei der Post (damals gabs noch Tarifverträge), jedoch hat so Mancher diesen Job wegen ständigem Stress aus Altersgründen oder wachsenden Magengeschwüren aufgeben müssen. Hab noch nie einen ältern Paketzusteller der Privaten entdeckt.

    Und fällt das Briefmonopol der Post total, picken DIE sich wieder die Rosinen raus.Verwaltungen aller Art, Werbeagenturen, Große Firmen, Großkunden halt, all die, wo es sich lohnt die Post abzuholen, und fast jeder Haushalt betroffen ist. Verteilt wird diese Post dann mit Zeitungsträgern oder Hungerlohnpersonal. Meint Ihr die Privaten werden irgendwo Briefkästen aufstellen und regelmäßig leeren? Und aus Kostengründen muß die gute alte Post nachziehen. Das heist, keine Postfilialen mehr in der Provinz und in Zukunft auch keine Briefkästen mehr, in der Provinz. Schnell mal ein par Liter Benzin verfahrn um Omas Briefe teuer zu verschicken, denn billiger wird´s nur für Großkunden.
    Jetzt mag mancher von euch denken: Ja, dann soll die Post doch auch den Großkunden großzügige Rabatte gewähren.
    Das darf die Post aber nicht, nicht ohne Genehmigung der Regulierungsbehörde, und die macht dat nich, weil sonst die Privaten keine Kohle machen.

    Genauso bei der Telekom. Der hat man erst mal in der ehemaligen DDR und auch hier in Westdeutschland die Infrastruktur auf den neuesten Stand bringen lassen (neue Kabel, neue digitale Vermittlungstellen) und dann die Telekom durch die Regulierungsbehörde gezwungen diese Leitungen für´n Appel und´n Ei an Konkurrenten zu vermieten. Das ist dasselbe, als wenn mir Vater Staat ein Stück Autobahn schenkt und ich dafür die LKW-Maut kassiere, aber Vater Staat die Autobahn immer schön renovieren muß. Die Telekom ist mit 100 Milliarden DM Schulden (durch die Modernisierung OST und auch zum Teil WEST in die AG überführt worden, während Konkurrenten mit ner Hand voll Mitarbeiter günstig Leitungen mieten und damit Kasse machen konnten.
    Der Vorteit für Euch ist sicher, daß Ihr jetzt günstig nach Thailand telefonieren könnt. Aber was nutzt das den Beschäftigten, die immer weniger in der Tasche haben, weniger Steuern und Sozialabgaben zahlen. Am Ende trifft´s Euch auch, die Meisten jedenfalls.

    Fazit: Deutschland wird zum Billiglohnland, und die persönlichen Kosten steigen.
    Ich würd in Brückenbau investieren, immer mehr Leute hier, die gezwungen werden darunter zu schlafen. Die könnte man ja auch noch abkassieren.

    Und noch was: Wie lange wächst ein Baum?
    Und wie lange wächst die Wirtschaft?


    Gruß

    Gerd

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