Seite 47 von 147 ErsteErste ... 3745464748495797 ... LetzteLetzte
Ergebnis 461 bis 470 von 1464

Schuften für Hungerlöhne

Erstellt von Sammy33, 27.02.2007, 09:35 Uhr · 1.463 Antworten · 80.397 Aufrufe

  1. #461
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Auntarman,
    für maßgeschneiderte treter aus biodynamischem rindsleder wird er wohl kaum die Kohle haben, diese [s:7b66fdfc5d]Theotrik[/s:7b66fdfc5d]Rhetorik ist da etwas unpassend, finde ich jedenfalls.

  2.  
    Anzeige
  3. #462
    Auntarman2
    Avatar von Auntarman2

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von guenny",p="473871
    Auntarman,
    für maßgeschneiderte treter aus biodynamischem rindsleder wird er wohl kaum die Kohle haben, diese [s:69a3dac686]Theotrik[/s:69a3dac686]Rhetorik ist da etwas unpassend, finde ich jedenfalls.
    Ach nee...

    Dann würde ich ja gegenüber Firmen, die versuchen, unter besseren Bedingungen zu produzieren, etwas "den Ball flach" halten.

  4. #463
    Avatar von wingman

    Registriert seit
    30.11.2004
    Beiträge
    14.074

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Den Bericht habe ich noch nicht einmal gesehen, aber ich beziehe meine Informationen zum Thema Kinderarbeit aus anderen Quellen. Was du Aunti als bessere Arbeitsbedingungen hinstellst dürfte etwas anderes sein als du dir vorstellen kannst. Für einen Fussball z.B. erhält das Kind wenn er fertig vernäht ist etwa einen Euro, richtig nur der Faktor Zeit ist dabei untergeordnet. Der Ball wird per Hand genäht, wer schon einmal versucht hat Leder mit der Hand zu nähen weis was ich meine.
    Es ist eigentlich immer das gleiche Spiel, viel Profit auf Kosten derer die ganz unten liegen. In diesem Fall Kinder in den Entwicklungsländern.
    Ich verachte Unternehmen die ihre Produkte durch verbotene Kinderarbeit produzieren lassen. Der Kunde hat es letztendlich in der Hand zu reagieren, denn günstig sind deren Produkte keineswegs.

    Was trage ich für Treter? Unbedeutend, selbst wenn ich es mir leisten könnte würde ich mir die Dinger nicht kaufen.

  5. #464
    Auntarman2
    Avatar von Auntarman2

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Wingi, mal ganz im Ernst: Ich wäre mit meinen Aussagen mal vorsichtiger. Ist ja unerträglich diese blödsinnige Gequatsche, echt mal. In welchen Zeiten lebst Du denn?

    Und ja, der Kunde hat es in der Hand.

    Und Du möchtest die Dinger also nicht per Hand (von Erwachsenen natürlich), sondern von Maschinen nähen lassen? Du bist ein echter Menschenfreund. DAS hilft den Menschen natürlich ungemein .

    Sorry, aber das musste jetzt mal raus. Hättest den Themenabend gestern mal sehen sollen. Auch die Aussage des Inder vom Inderhilfswerk wäre sicherlich zum nachdenken geeignet gewesen.

    "Erst kommt das Fressen, dann die Moral", leider wahr...

  6. #465
    Avatar von wingman

    Registriert seit
    30.11.2004
    Beiträge
    14.074

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Betrachten wir es einmal anders, wären diese Unternehmen Menschenfreunde würden sie arbeit vergeben die sicherlich leichter zu bewerkstelligen wäre. Tun sie aber nicht, aus einem einfachen Grund.....der heisst Gier nach Profit und eines wissen sie auch ganz genau, es gibt für diese Menschen (noch) keine Alternative.

  7. #466
    Auntarman2
    Avatar von Auntarman2

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von wingman",p="473935
    Betrachten wir es einmal anders, wären diese Unternehmen Menschenfreunde würden sie arbeit vergeben die sicherlich leichter zu bewerkstelligen wäre. Tun sie aber nicht, aus einem einfachen Grund.....der heisst Gier nach Profit und eines wissen sie auch ganz genau, es gibt für diese Menschen (noch) keine Alternative.
    Wingman, wenn dies Unternehmen Menschenfreunde wären und das täten, dann wären sie TOT .

    So wie Puma fast tot war. Dann produziert dort Firma xyz zu 50ct pro Ball !!!

  8. #467
    Avatar von Nokgeo

    Registriert seit
    18.01.2001
    Beiträge
    11.373

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    http://www.adidas-group.com/de/inves...ts/default.asp

    " Starker Fokus auf die Maximierung des Free-Cashflow durch striktes Management des kurzfristigen Betriebskapitals und Optimierung des Verschuldungsgrads.Klare Orientierung am Shareholder Value

    Die adidas Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter in der Sportartikelindustrie und unterhält ein sehr umfassendes Produkt-Portfolio um die drei Kernsegmente adidas, Reebok und TaylorMade-adidas Golf. Die Gruppe mit Sitz in Herzogenaurach beschäftigt mehr als 26.000 Mitarbeiter weltweit und generiert einen Umsatz von über 10 Mrd. €."
    -------------
    -------------

    Problem so wie ich das verstanden hatte ( Arte )..sind die Sub - sub - sub Verzweigungen, die sich wohl nicht kontrollieren lassen, da kein Kontact zu denen besteht, seitens Controler.Vermute mit sub-sub-sub..waren die Zulieferer gemeint. Weiteres Problem, durch Nachfrageschwankungen - Termindruck, das
    die Ware nicht per Flugzeug exportiert werden muss, zu einem festgelegtem Liefertermin,was ins Geld geht, das die
    Produktion kurzfristig ausgelagert wird, um nicht in Lieferverzug zu kommen,
    heisst, es kommen wieder Sub- sub Unternehmen ins Spiel..um Termine - Mengen einzuhalten.

    --------------
    --------------

    Antwort von Adidas auf Kritik an Arbeitsbedingungen in Indonesien

    Sehr geehrter Herr B.,

    haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie sich besorgt zeigen über die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten, die adidas Produkte herstellen. Im Folgenden möchten wir uns zu den erhobenen Anschuldigungen hinsichtlich unangemessener Lohnzahlungen an Beschäftigte in Zulieferbetrieben äußern. Die aufgeführten Kritikpunkte beruhen auf pauschalen Aussagen und lassen eine ausgewogene sowie auf Fakten basierende Darstellung vermissen. Zudem berücksichtigen sie nicht die Programmarbeit, die die adidas Gruppe weltweit für die
    Verbesserung von Arbeits- und Umweltbedingungen leistet. Diese findet insbesondere hohe Anerkennung bei internationalen Nicht-Regierungs- und Hilfsorganisationen, mit denen wir zusammenarbeiten. Unternehmensverantwortung ist bei adidas ein Kernelement der Konzernstrategie, die sich insbesondere auf die Zulieferkette des Unternehmens, produktions- bzw. produktorientierten Umweltschutz sowie vorbildliche Programme für die Beschäftigten des Unternehmens konzentriert.

    Mit Bezug auf die angesprochenen Werbeausgaben und den Gewinn des Unternehmens möchten wir darauf aufmerksam machen, dass die internationale Sportartikelindustrie durch einen intensiven und dynamischen Wettbewerb geprägt ist, der laufend von den Unternehmen
    verlangt, Produktinnovationen mit neuen Designs hervorzubringen und diese professionell auf den Absatzmärkten anzubieten. Um seine Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigung (auch in Deutschland) zu erhalten, sind die adidas Gruppe sowie alle Teilnehmer der Beschaffungs- und Vertriebskette laufend gefordert, ein effektives Innovations- und Kostenmanagement zu betreiben, welches zur langfristigen Erfolgssicherung des Unternehmens sowie der Zulieferbetriebe beiträgt. Dabei ist der Konzern stets bemüht, das richtige Gleichgewicht zwischen den Wünschen seiner Kunden und der Verantwortung der Zulieferer für das Wohl ihrer Mitarbeiter zu finden. Die
    Wettbewerbslage erfordert es, den Lieferanten und Athleten den branchenüblichen Marktwert zu zahlen. Um eines der führenden Sportartikelunternehmen zu bleiben, ist die adidas Gruppe darauf angewiesen, mit Topathleten in Verbindung gebracht zu werden. Sollten wir uns diesem Wettbewerb entziehen, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Stabilität und Beschäftigung im Unternehmen sowie in den Zulieferbetrieben.
    Die Behauptung, Managergehälter im Konzern seien 2005 um 89 Prozent erhöht worden, ist unwahr und entspricht in keiner Weise den zu Grunde liegenden Daten und Fakten.

    Bezüglich der Entlohnung erwartet die adidas Gruppe von seinen Lieferanten, dass die an die Beschäftigten gezahlten Grundlöhne mindestens den Lebensunterhalt und darüber hinaus einige zusätzliche Ausgaben abdecken müssen. Geschäftspartner haben ihren Mitarbeitern den
    gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn bzw. den in der Branche üblichen Lohn, falls dieser höher liegt, zu bezahlen. Sie haben den gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen Rechnung zu tragen. Löhne müssen entweder bar, per Scheck oder in sonst üblicher Form direkt
    an die Mitarbeiter ausbezahlt werden; Informationen bezüglich des Lohns müssen den Mitarbeitern in einer für sie klaren und verständlichen Form gegeben werden. Vorschüsse sowie Lohnabzüge sind sorgfältig zu überprüfen und müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
    Mitarbeiter müssen für Überstunden zusätzlich zum normalen Lohn gesetzlich vorgeschriebene Zuschläge erhalten. Wo keine gesetzliche Regelung existiert, sind angemessene Zuschläge zu zahlen. Diese Anforderungen sind Bestandteil der Standards of Engagement (´SOE´) - des
    Verhaltenskodex der adidas Gruppe - und somit der Lieferverträge, die das Unternehmen mit seinen Geschäftspartnern schließt. Die Einhaltung wird im Rahmen des adidas Überwachungsprogramms von dem Sozial- und Umweltteam (SEA Team) geprüft.

    Durch die Auszahlungen von Boni und Zuschlägen sowie Überstundenvergütungen erhalten die Beschäftigten einen höheren Lohn als den staatlich festgelegten Mindestlohn. Damit verdienen die Beschäftigten, die bei internationalen Exportbetrieben tätig sind, oftmals deutlich mehr als etwa Beschäftigte im informellen Sektor oder als Fachleute, wie beispielsweise Lehrer oder Krankenschwestern in der jeweiligen Region. Die Prüfung der korrekten Gehaltsberechnungen und -auszahlungen sind Gegenstand interner sowie externer Fabrikkontrollen. Dies wird in Form von Dokumentenprüfungen sowie durch Befragung von Beschäftigten durchgeführt.

    Um zu definieren, was wir unter einem "angemessenen Lohn" verstehen, haben wir in verschiedenen Ländern, wie beispielsweise Indonesien Studien durchgeführt, um uns einen besseren Einblick in die Grundbedürfnisse ihrer Fabrikarbeiter sowie deren Spar- und Ausgabenmuster zu verschaffen. Es sind dabei auch Ansätze diskutiert worden, auf welche Weise etwaige Differenzen zwischen dem staatlichen Mindestlohn und einem angemessenen Lohn ausgeglichen werden könnten. Effizienzsteigerungsprogramme in der Produktion sowie Arbeitnehmerkooperativen haben sich diesbezüglich als viel versprechend gezeigt. Wir haben die Ergebnisse, welche von der Website des Unternehmens abrufbar sind, mit Wissenschaftlern und verschiedenen gesellschaftlichen Interessensgruppen, darunter Nicht-Regierungsorganisationen und lokale Gewerkschaften diskutiert und daraus entsprechende Schlussfolgerungen gezogen, die wir im Rahmen unseres Programms an unsere strategischen Geschäftspartner adressieren.
    Die Maßnahmen der adidas Gruppe sind darauf ausgerichtet, Zulieferer auf lange Sicht zur Eigenverantwortung anzuregen. Im Rahmen von umfassenden Schulungen und in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen fördert adidas den Aufbau von nachhaltigen Strukturen, die die
    Beschäftigten sowie die Unternehmensleitung seiner Zulieferer, örtliche Arbeitnehmervereinigungen und regierungsunabhängige Organisationen aktiv einbindet. Nur auf diese Weise werden akzeptable Arbeitsbedingungen zu einem selbstverständlichen Bestandteil geschäftlicher Aktivitäten.

    Wir werden uns auch weiterhin um eine effektive Einhaltung von Standards in den Produktionsstätten unserer Geschäftspartner bemühen, und auch zukünftig offen und transparent über die Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben informieren.

    Weitere umfassende Informationen zu den Aktivitäten der adidas Gruppe entlang seiner Beschaffungskette sowie der neueste Sozial- und Umweltbericht 2005 sind auf der Internetseite
    http://www.adidas-Group.com/de/susta...ty/welcome.asp externer Link
    zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen, adidas AG
    Social & Environmental Affairs

    Quelle:
    http://www.labournet.de/branchen/son...s_antwort.html
    --------------

    NACHHALTIGKEIT


    Als ein weltweit führender Anbieter in der Sportartikelindustrie ist adidas bestrebt, die Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben zu verbessern und die Umweltauswirkungen, die unser Unternehmen verursacht, zu reduzieren. Mit über 25.000 Mitarbeitern in mehr als 80 Ländern stehen wir zudem sowohl vor der Herausforderung, Personalstrategien zu entwickeln, die global umgesetzt werden können, als auch vor der Aufgabe, auf die Bedürfnisse in den Gemeinden unserer Standorte einzugehen.

    Unsere jüngste Publikation zum Thema Soziales und Umwelt ist ab sofort verfügbar. Sie beschreibt die Schritte, die wir 2006 unternommen haben, um die Sozial- und Umweltauswirkungen des adidas Konzerns in einheitlicher Form zu messen und zu handhaben. Teilen Sie uns Ihre Meinung über unsere neue Berichterstattung mit.


    http://www.adidas-group.com/de/susta...ty/welcome.asp
    -------------

  9. #468
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von Auntarman2",p="473936
    ...wenn dies Unternehmen Menschenfreunde wären und das täten, dann wären sie TOT .
    Na dann ist ja alles im grünen Bereich mit Kinderarbeit & Co. Geht nicht anders, muß regelrecht so sein. Dat is wichtig dat mit dem Shareholder Value. Daran wird sich "klar orientiert", nicht an so Peanuts für Loser.

  10. #469
    Avatar von wingman

    Registriert seit
    30.11.2004
    Beiträge
    14.074

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Indiens Regierung hat auf ausländischen Druck zumindest begonnen gegen Kinderarbeit vorzugehen. Diverse Webereien wurden ausgehoben in den Kinder wie Leibeigene gehalten wurden. Die Betreiber verurteilt teils zu längeren Haftstrafen. Ein kleiner Anfang mehr nicht.
    Manchmal erscheint darüber ein winziges Fragment im deutschen TV. Aber eher selten.
    Wie auch immer, diese Statements von Adidas und anderen Herstellern gleichen sich ziemlich im Tenor.........man bedecke sich mit Persilweiss.
    Aber gut ist, seit Jahren schauen diverse Organisationen ihnen auf die Finger. Und manchmal gelingt ein empfindlicher Schlag (Negativwerbung) gegen diese Unternehmen.

  11. #470
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Ich hab das schon geschrieben, Unternehmen wie adidas sind Vorzeigeunternehmen. Die ARbeitsbedingungen bei deren Produzenten sind goldig gegen das was normal ist.

    Und ich sag das auch ganz offen: Kinderarbeit ist besser als wenn die Kinder hungern. Die Welt da draussen ist nicht so nett wie sich das mancher vorstellt. Gab ja heute die Diskussion ob man Bilder von der Armut in Indien zeigen darf. Ja was glaubt ihr denn, zu welchen Bedingungen die Menschen auf Ottos Bildern bereit sind zu arbeiten?

    Wer Markenware kauft hat schon eine gewisse Sicherheit, dass Minimalstandards eingehalten werden. Wer aber auf BILLIG, ICH BIN DOCH NICHT BLOED und Nonameprodukte setzt der kauft Produkte, die zu entsprechenden Bedingungen hergestellt wurden. Da braucht sich keiner etwas schoenreden.

    Sioux